Liebe TineTine und andere
ich bin sehr froh, endlich eine Seite und Beiträge gefunden zu haben, die sich mit vorzeigigen Wechseljahren beschäftigen. Bei mir scheint die Situation auch sehr eindeutig zu sein, 36 Jahre, seit ca. 9 Monaten stark erhöhter FSH Wert (bis 65) und östrogene gegen 1, seit 5 Monaten keine Periode mehr...-> POF. Zugleich seit längerem Kinderwunsch...
Eure Beiträge sprechen mir aus der Seele. Es ist nicht einfach, mit dieser Situation umzugehen, noch schwerer wird es durch unsensible Kommentare von Ärzten, die ich auch zu hauf erleben durfte ("ja, das ist doch sehr eindeutig, einer Frau mich 60 kann man die Eierstöcke auch nicht mehr stimulieren", von einem Endokrinologen bei unserem ersten Gespräch, als ich selbst noch so gar nichts zu vorzeitigen Wechseljahren wußte).
Was mich allerdings am allermeisten wundert, ist das sich die Ärzte gar nicht wirklich für die Ursachen zu interessieren scheinen? Bei mir wurde zumindest (aber nur auf vielen Nachfragen meinerseits hin) noch abgeklärt, ob mit der Hypophyse und dem allgemeinen Hormonsystem alles in Ordnung ist (wobei dann zufällig noch ein diffuses Adenom im Vorderlappen der Hypohphyse mit wahrscheinlich dadurch verursachten Cortisonmangel diagnostiziert wurde), sowie Abklärung der Chromosomen (alles OK). Aber dann hieß es nur, dass es in der Regel nicht möglich wäre, die Ursachen fest zu stellen, wahrscheinlich wären sie anatomischer Natur.
Das finde ich sehr unbefriedigend. Ich gebe ja zu, dass es ich mit entsprechender Behandlung (Hormonersatztherapie) nicht um eine lebensbedrohliche Krankheit handelt, aber es wundert mich doch, dass die (immer noch meist Herren der) Wissenschaft so wenig Ehrgeiz in die Erkundung der Ursachen hierfür zu stecken scheinen? Oder habe ich mich im Internet einfach noch nicht weit genug vorgekämpft?
Wißt Ihr mehr? Irgendjemand schrieb über einen Arzt in Lübeck, der hierzu forscht? Hat das was ergeben?
Ich wäre gerne bereit, hier bei entsprechenden Studien mitzuwirken. Bin bislang aber seitens der Ärzte nur auf den Verweis auf diverse kliniken im Ausland gestoßen, die dann eine Eizellenspende durchführen konnten (und bin mir sicher, das entsprechende Provisionen an die überweisende Klinik in Deutschland laufen). Unbestritten scheint Reproduktionsmedizin ein Riesengeschäft zu sein. So schlecht behandelt kam ich mir seit langem nicht mehr vor, wie insbesondere in der Kinderwunschklinik Frankfurt.
Sorry, mußte mir hier einfach mal den Frust von der Seele schreiben. Komme mir einfach nicht ernst genommen vor von den Medizinern.
Wer kann mir Tips geben, wo ich mehr Informationen zum aktuellen Forschungsstand herbekomme? Wer kennt laufende Studien hierzu?
Für alle Tips wäre ich sehr dankbar. Die homepage earlymenopause.com habe ich schon durchgesehen, ist sehr sehr hilfreich! Ähnliches sollte es auch in Deutschland geben.
Vielen DAnk für Eurer Feedback und viele Grüße
Ninotschka