Immunologie in der Kinderwunschbehandlung
Es wird seit geraumer Zeit im Forum immer wieder von Immuntherapie berichtet und die Behandlung von Immunproblemen zur Erfüllung des Kinderwunsch. Es wird von Kliniken berichtet, die auf die Problematik eingehen und von Kliniken, die nichts davon wissen möchten, die die Immunproblematik für Humbug halten.
Mit Sicherheit haben Immunprobleme und deren Bekämpfung ihre Daseinsberechtigung in der Kinderwunschbehandlung. Schliesslich gibt es schon ausreichend Erfolge aufgrund der Einnahme von Immunglobulinen oder Medikamente mit dem gleichen Zweck. Es gibt inzwischen auch schon große einschlägige Foren, meist englischsprachig. Es gibt Ärzte, die sind der Meinung, dass nur die Immuntherapie helfen kann.
Auf der anderen Seite gibt es Ärzte, die das alles etwas zurückhaltender sehen, der Immuntherapie eine Daseinsberechtigung einräumen, aber so wie Ärzte nun mal sind, Studien vertrauen und die gibt es nicht genügend.
Was bei uns damals den Schalter hat umgelegt, war die Aussage einer Frau, die übrigens beim erfolgreichen Versuch Immunsuppressiva erhalten hat. Sie sagte uns, dass ihr die Klinikärzte gesagt haben, dass sie nicht wissen, ob es wirklich an den Medikamenten gelegen hat, evtl. wäre es auch so gegangen. Als wir dies gehört haben und in Verbindung mit dem Negativ bei Ines trotz Immunglobulinen, sowie der möglichen extremen Nebenwirkungen, war für uns klar Immuntherapie, okay. Aber nicht mit Mitteln der Schulmedizin sondern einer Kombination von Schulmedizin und Naturheilkunde.
Wir möchten hier mal ein paar Aussagen zum Thema „Killerzellen“ veröffentlichen, die das Thema evtl. in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Als erstes muss bei den Killerzellen zwischen den „Zytotoxischen T-Killerzellen“ und den „Natürlichen Killerzellen“ unterschieden werden. Die Zytotoxischen T-Killerzellen gehören zu den T-Lymphozyten und werden im Thymus geprägt,sind darauf ausgerichtet gegen körperfremde Zellen vorzugehen. Natürliche Killerzellen gehören zu den weissen Blutkörperchen und sind Bestandteil des angeborenen Immunsystems, sie greifen auch körpereigene Zellen an.
Aussage von Britischen Forschern:
„Bei wiederholten Fehlgeburten oder ausbleibenden Einnistungen scheinen die Natürlichen Killerzellen (NK) und ihr Anteil am Gesamtaufkommen der Abwehrzellen von Bedeutung zu sein.
Wenn der Anteil der NK erhöht ist, dann werden oft Medikamente zur Unterdrückung des Immunssystems gegeben, so z. B. Kortikoide oder Immunglobuline. Diese Behandlungsformen sind vielfach nicht gerechtfertigt, so Ashley Moffett und Kollegen vom King´s Colleg. Es werde bei diesen Untersuchungen und den sich daraus ergebenden Therapien keine Rücksicht darauf genommen, daß die Verteilung der Immunzellen im Blut und in der Gebärmutter sehr unterschiedlich sein können.“Die Erforschung der Funktion von uterinen NK, schließen die Autoren, sei eine wichtige Aufgabe in der menschlichen Reproduktionsmedizin. Solange ihre Rolle in einer normalen Schwangerschaft jedoch nicht geklärt ist, gebe es außerhalb von kontrollierten Studien keinen Anlass für NK-Tests bei unfruchtbaren Frauen oder Frauen mit wiederholten Fehlgeburten”
Fazit: Es sollte generell unterschieden werden, ob es sich um Killerzellen im Blut oder um Killerzellen in der Gebärmutterschleimhaut handelt.
Aussage von Israelischen Forschern:
„Eine Arbeitsgruppe der Hadassah-Universitätsklinik in Jerusalem hat herausgefunden, daß die natürlichen Killerzellen der Mutter dem fremden Organismus nicht nur einen freundlichen Empfang bereiten, sondern sogar wesentlich seine Einnistung unterstützen. Die israelischen Forscher haben nun festgestellt, daß die natürlichen Killerzellen in der Gebärmutterschleimhaut andere und weit mehr sogenannte Mediatoren produzieren als ihre Verwandten in der Blutbahn. Über die Mediatoren fördern die Killerzellen eine Invasion von Trophoblastzellen. Das sind diejenigen Zellen des Embryos, die invasiv in die Gebärmutterschleimhaut vordringen und sich mit deren Deziduazellen zur Plazenta, zum Mutterkuchen, verflechten und so die Ernährung des Embryos sicherstellen. Wie sich weiter zeigte, begünstigen die besonderen Killerzellen von Anfang an auch die Entstehung von Blutgefäßen - ebenfalls ein entscheidender Beitrag für ein geregeltes Wachstum der Plazenta.
Fazit: Warum soll das vernichtet werden, was einer Einnistung förderlich ist?
Bestimmung der Killerzellen im Blut:
„Natürliche Killerzellen werden durch Stresshormone aktiviert und möglicherweise ist der Stress bei der Blutabnahme schon ausreichend, um pathologische Werte entstehen zu lassen, die jedoch keine Aussage über das Immunsystem zulassen. Um den Einfluss von Stress, der bei einer Blutabnahme eintreten kann, auf die Aktivität der natürlichen Killerzellen zu untersuchen, wurde im Rahmen einer klinischen Studie mit Hilfe einer Kanüle einmal direkt nach dem Einstich der Nadel und ein weiteres Mal 20 Minuten später Blut abgenommen. Dies erfolgte bei 38 Patientinnen mit wiederholten Fehlgeburten und bei 22 Kontrollpersonen. Die Ergebnisse der ersten Blutabnahme waren wie es zunächst zu erwarten war: Bei den Frauen mit Fehlgeburten war die Aktivität der NK-Zellen und auch deren Zahl erhöht, während die Werte bei den Kontrollen normal waren. Jedoch normalisierten sich die Werte bis zur zweiten Blutabnahme bei einem großen Teil der Frauen mit Fehlgeburten in der Vorgeschichte, insbesondere, wenn die Zahl der Fehlgeburten niedrig war.“
Fazit: Stress erhöht die Werte der Killerzellen, ohne eine zuverlässlige Aussage über deren wirkliche Höhe zu bekommen.
Es gibt noch jede Menge wissenschaftlicher Aussagen, die in diesen Komplex passen.
Natürlich ist es Euer Körper, Ihr müsst entscheiden, wie Ihr mit ihm umgeht. Wir möchten nur nicht, dass Ihr einfach Medikamente nehmt und Euch daran klammert, dass dies das Wundermittel ist. Die Immunologie wird zwar bereits seit dem 16. Jahrhundert erforscht, allerdings konnten erst seit dem 20. Jahrhundert fundierte wissenschaftliche Grundlagen geschaffen werden. Selbst die Spezialisten sagen, dass es ein sehr komplexes Gebiet ist und die Forschung noch nicht weit vorangeschritten ist. Die Forscher haben immer noch nicht komplett die Rolle von körpereigenen Zellen und Vorgängen beim Einnistungsprozess entschlüsselt. Die Aussagen der israelischen Forscher geben aber doch Anlass, die Behandlung der Killerzellen zumindest nochmal zu überdenken. Warum soll etwas vernichtet werden, was scheinbar für eine Einnistung förderlich ist.
Natürlich sollen Störfaktoren behandelt und es sollten so viele Unwegbarkeiten wie möglich ausgeschlossen werden. Dies ist jedoch auch mit einer sanften Medizin möglich, nur dauert dies halt länger. Aber ist es den Preis der Wartezeit nicht wert, wenn der Körper dadurch nicht auch geheilt wird? Wird man vor der Einnahme der Immunglobuline über die möglichen Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt, also bei uns war das auf jeden Fall nicht so.
Dieser Bericht wird hoffentlich zum Nachdenken und zu Diskussionen anregen.
Ines & Chris