Wo fängt man da am besten an... ich hab diesen Wunsch schon recht lange. 2017 hatte ich bereits mit meinem exmann versucht eine Familie zu gründen. Als es nach gut 2 Jahren nicht funktionieren wollte, waren wir an der Diagnosefindung... jedenfalls ich. Mein Mann hat sich getrennt noch bevor sein Termin gewesen wäre. Er wollte sich dann doch eher selbst verwirklichen... ich war dann bisschen mehr als 2 Jahre allein. In der Zeit hat keiner bemerkt wie es in mir aussah. Dass der Wunsch nicht einfach weggegangen is, war für andere eher unverständlich. Aber für mich hat noch mehr gefehlt, als vorher schon...2021 hab ich dann trotz der Umstände meinen jetzigen Mann kennengelernt. Anfangs das thema zwar direkt angesprochen aber in den ersten beiden jahren wollten wir dennoch warten und uns erst miteinander sicher sein. Ende 23 haben wir dann angefangen es zu versuchen. 2024 erfolgte dann die diagnostik auch aufgrund der Vorgeschichte. Dabei kam raus, dass seine Qualität ziemlich zu wünschen übrig lässt. Im Februar 25 haben wir mit den ganzen Unterlagen das erste mal eine Klinik kontaktiert und auch noch im selben Monat nen Termin bekommen.
Da die Krankenkasse sonst nichts übernehmen dürfte, mussten wir für den ersten Versuch noch abwarten bis wir verheiratet wären. Das thema hatten wir zwar schon, aber so haben wir recht spontan alles bisschen beschleunigt und im Juli geheiratet.
Im August waren wir dann wieder in der Klinik um unseren behandlungsplan zu bekommen. Und sollten im Anfang September nochmal zur Besprechung. Da stand noch zur Debatte ob wir es im September oder Oktober das erste mal versuchen.
Bei dem Gesprächstermin war ich dann erkältet und hab dann mehrfach nachgefragt ob es dann im September überhaupt sinn machen würde. Ja das wäre kein Problem. Haben also dann mit der Stimulatio angefangen. Die Erkältung hatte ich dann zur punktion immer noch. Der Eingriff wurde durchgeführt und von 20 eizellen blieb zum Schluss eine blastozyste. Da die Erkältung aber nach der punktion schlimmer wurde, haben wir uns am tag des Transfers für eine kryo entschieden.
Nun sollte am 04.11. der kryotransfer stattfinden.
Da das alles unser erster Versuch war.. habe ich dann auch bei den Untersuchungen vorher gefragt wann ich ca was machen muss bzw was überhaupt gemacht wird.
Leider is die Kommunikation mit der Klinik schwierig..außer beim thema kosten haben die meist keine lust einem zu erklären was auf einen zu kommt bzw einem fragen zu beantworten. Sie schicken einen oft auch einfach vor an den Empfang und dort muss man dann in Erfahrung bringen, ob jetzt noch was gemacht wird oder wo man hin soll. Das sagt einem der Arzt nämlich nicht immer und is grad die ersten Termine sehr schwierig gewesen.
Sind deshalb am überlegen für einen nächsten Versuch die Klinik zu wechseln.
Hatten aber noch die Hoffnung dass es einfach beim kryo klappt und das dann gar nicht nochmal notwendig wäre.
Heute is dann endlich soweit gewesen. Ich hatte frei und mein Mann wäre zwischendurch von der arbeit gekommen für den Termin. Mein Wecker ging um halb 8 also durfte ich mal länger schlafen und wollte mich grad im Bad frisch machen gehen, als das Telefon geklingelt hat. Dann kam die Info der Klinik dass der embryo nachm auftauen tot gewesen sei und der Termin ausfällt.
Entsprechend fühl ich mich jetzt. Aber vor allem fühl ich mich wieder so allein damit, eben weil alle anderen mit denen ich reden könnt jetzt arbeiten sind. Und wieder mal niemand da is, wenn es einem so geht.
Aus dem gefühl heraus mal einfach die Zusammenfassung... natürlich lässt die einiges weg und is sehr grob an manchen Stellen. Aber ich weiß, dass einige von euch die Gefühle kennen werden und vllt kommt dadurch auch Kontakt zustande.
Vielen Dank schonmal an jeden der sich die Zeit nimmt!