Hallo ihr Lieben,
ich bin neu hier im Forum, und hoffe, daß ich hier richtig bin.
Ich möchte kurz ein bißchen zu mir erzählen.
Wie meine Überschrift schon sagt, bin ich nicht mehr die allerjüngtse mit 50 Jahren.
Ich bin verheiratet, und es gab für mich sehr lange gar keinen Kinderwunsch. Warum , kann ich gar nicht genau sagen.
Jedenfalls hatte es nichts mit dem gerne bemühten Klischee von geldgeiler Karrierefrau zu tun, die den Fokus nur auf teure Urlaube und Geld legt (daran glaube ich sowieso nicht ).
Ab 40 kam dann so eine Ahnung davon auf. Durch privat/familiäre Umstände war ich allerdings bis Mitte 40 sehr belastet. Und die Zeit ab Mitte 40 bis jetzt ging verflixt schnell vorbei.
Was ich jetzt schreibe erscheint mir rückblickend total naiv, aber ich dachte tatsächlich, mein Körper würde das vielleicht mit ein bißchen Unterstützung von gesundem Essen und ein paar Nahrungsergänzungsmitteln noch selber hinbekommen.
Dummerweise hatte ich noch ein Myom in der Gebärmutter, nicht besonders groß, aber an einer sehr ungünstigen Stelle.
Das Dumme war, daß bei der ersten Ausschabung das Myom (was man damals noch nicht als solches erkannt hatte) nicht entfernt werden konnte. Meine Ärztin hatte die Ausschabung nicht wegen eines evtl. Kiwu empfohlen, sondern weil sie das Gewebe durch US nicht eindeutig zuordnen konnte.
Ich hatte meinen Kiwu damals nicht so eindeutig geäußert, eher " es wäre schön, wenn es noch passieren würde".
Heute würde ich es anders machen. Meine Ärztin meinte dann, man könne "das" auch erstmal beobachten, wenn sich nichts verändern würde, müßte man erstmal keine Ausschabung mehr machen.
Ich weiß nicht, ob ich deutlicher hätte sein müssen, oder ob meine Ärztin mich mit 45 sowieso schon abgeschrieben hatte, was das Thema Kiwu anging.
Jedenfalls wurde mir nicht gesagt, daß dieses "Ding" vielleicht hinderlich sein könnte.
Als ich dann kurz nach meinem 50. in die Praxis ging, meinte die Ärztin dann, daß sie ja doch evtl. nochmal über eine Entfernung nachdenken würde, da es ein klein bißchen größer geworden sei.
Weil ich zu dem Zeitpunkt schon eine ganze Weile mit Traurigkeit zu kämpfen hatte (meine Wechseljahre klopften nun sehr deutlich an, und somit wurde mir unmißverständlich klar, daß der Zug nun endgültig abgefahren war), fragte ich sie, ob diese Gewebeveränderung vielleicht mit ein Grund dafür war, daß ich überhaupt nicht schwanger geworden bin.
Die Antwort war "ja" , natürlich spielte auch mein Alter eine Rolle. Aber hätte es je eine Chance gegeben in der Zeit, hätte es diese Gewebeveränderung eine Einnistung auf jeden Fall verhindert.
Ich weiß, daß sich das total, wie soll ich sagen, blauäugig und naiv anhört. Ich mache mir selbst große Vorwürfe, daß ich so leichtfüßig an das Thema herangegagen bin und nicht eher etwas unternommen habe.
Ich war dann im Sommer in einer anderen Klinik, die haben sofort gesagt, daß es ein Myom ist und haben es entfernt.
Trotzdem , ich bin 50, mit meinen eigenen Eizellen wird, wenn kein Wunder geschieht , nichts mehr passieren.
Der Gedanke an eine Eizellspende arbeitet schon in mir, fühlt sich aber immer noch wie totales Neuland an, und ich komme mir irgendwie vor, als würde ich über ein Tabuthema nachdenken.
Das mein Kiwu letztendlich erst in den letzten Jahren zugenommen hat und ich so spät dran bin , gibt mir noch mehr das Gefühl, daß ich selber Schuld bin, und jetzt eigentlich kein Recht habe , mich zu beklagen.
Dazu kommt, daß man für einen so späten Kiwu oft sehr angefeindet wird (s. Mitlesen in anderen Foren, z.T. auch Reaktion auf meinen eigenen Textbeitrag).
Ich schreibe nicht, um eine Diskussion zum Thema "alte Eltern" loszutreten.
Ich wollte in die Runde fragen, wie es euch ging, als ihr das erste Mal über eine Eizellspende nachgedacht habt.
Kam euch das auch so "weit weg" vor? So neu?
Es gibt so unendlich viele Infos.
Z.B. würde ich eine nicht-anonyme Spende besser finden. Für die Länder , in denen das geht bin ich zu alt. Übersee kann ich mir nicht leisten.
Wie war euer Weg, bis ihr euch entschieden habt?
Ich würde mich auch sehr freuen, über Erfahrungen von Frauen, die vielleicht selbst erst spät/oder nochmal spät durch Eizellspende Mutter wurden.
Ich bin so durcheinander. Fühle mich wie ein Alien![]()
Vielleicht auch nur ein paar tröstende Worte... es gibt auch nicht soviele Menschen , mit denen man offen darüber reden kann (außer natürlich mein Mann und enge Freunde; aber die kann man ja auch nicht ständig damit "nerven" bzw. möchte ich das auch nicht jedesmal zum Thema machen; und sie sind nicht in meiner Situation und haben sich nie damit beschäftigt).
Sorry, für den langen Beitrag.
Ich freue mich über Rückmeldungen![]()