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Wechseljahre mit 31

  • JessiR93
  • 26. April 2025 um 17:20
1. offizieller Beitrag
  • JessiR93
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 26. April 2025 um 17:20
    • #1

    Meine Geschichte, kurz zusammengefasst.
    ich hatte vor 6 Jahren eine Chemotherapie, leider wurden damals keine Eizellen eingefroren.
    2023 habe ich meine Pille abgesetzt und es sollte für uns los gehen, erstmal ganz entspannt, als dann aber nach 3 Monaten immer noch keine Periode einsetzte ging ich zu meiner gyn, die meinte, alles ganz normal, erstmal mit Mönchspfeffer starten. Nunja, leider war garnichts normal. Relativ schnell wurde klar das wir aufgrund des fehlenden Zykluses und einem nicht messbarem AMH Wert direkt in einer KiWu Klinik vorstellig werden sollten.
    Das ging glücklicherweise alles ganz fix. Im Januar 2024 startete dann unsere erste Stimulierung. Keine Reaktion.
    So ging das einige Monate weiter bis ich mich dann nach einigem einlesen dazu entschieden habe eine PRP Ovar machen zu lassen (experimentell, aber wieso nicht).
    Zur gleichen Zeit startete ich mit allen möglichen NEM, darunter, DHEA, Vitamine etc., 2 Monate nach der PRP hatte ich dann endlich einen „normalen FSH“ und einen AMH Wert von 0,02, immerhin meinte meine Ärztin:rolleyes:
    Das war Anfang 25, seither wieder drei erfolglose Stimulationen.
    Gestern meinte dann meine Ärztin ich solle mich so langsam an das Thema EZS trauen, das zog mir, obwohl ich immer dachte ich wär auf die Kinderlosigkeit eingestellt, den Boden unter den Füßen weg.
    Soviele Fragen auf die ich keine Antwort hab.
    Mein Kopf und mein Herz liegen seit gestern im Ungleichgewicht.
    Ich hoffe das ich hier einige Antworten finde und würde mich sehr über einen Austausch mit Gleichgesinnten freuen, die mich verstehen.

  • C+C_Schmid
    Administrator
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    394
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    1.017
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    1
    News
    1
    • 26. April 2025 um 17:38
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Hallo JessiR93,

    willkommen im Forum, hier findest Du sicherlich viele Gleichgesinnte, es geht oder ging hier wahrscheinlich den meisten so wie Dir.

    Wir sind aber sicher, dass Du hier die Unterstützung findest, die Du brauchst.
    Wenn Du Fragen hast, wir sind auch immer ansprechbar.

    Grüße

    Claudia & Chris

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  • LiniBini
    4-Zeller
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    15
    Beiträge
    30
    • 27. April 2025 um 22:21
    • #3

    Liebe Jessi,

    mir hat leider auch eine Chemo die Eizellenreserve zerstört. Damals war Freezing noch keine Kassenleistung und da ich zuvor MTX erhalten hatte (wirkt ebenfalls auf die Eizellen) leider auch gar keine Option.

    Ich wusste, dass die Möglichkeit im Raum steht, dass ich unfruchtbar bin. Hatte aber ehrlich gesagt nicht daran geglaubt. Hätte ich es gewusst, wäre ein kinderloses Leben für mich ok gewesen. Aber nachdem wir gestartet hatten und ich mich emotional voll auf die Familienplanung eingelassen hatte, gab es kein Zurück mehr für mich...

    Ich hatte jahrelang einen regelmäßigen Zyklus. Meine Gynäkologen hatte es uns fast zwei Jahre auf natürlichem Weg probieren lassen, obwohl ich mehrmals mit rückwirken eindeutigen Wechseljahrsbeschwerden bei ihr vorstellig wurde... statt einer Überweisun ins KIWU sollte mein Mann ein Spermiogramm machen lassen. Irgendwan bat ic um Überweisun und erst im KIWU wurde uns dann mitgeteilt, dass einer meiner Eierstöcke bereits inaktiv sei und mein AMH ebenfalls bei 0,02 liegt.

    Zwischendurch hatte ich ein einziges Mal einen positiven Test, jedoch noch am selben Abend Blutungen und einen Abgang. Das war wohl unser 6er im Lotto..

    Die Strapazen einer Stimulation wurden uns erspart. Das KIWU war sehr deutlich und hatte direkt eine Eizellenspende empfohlen. Wir befinden uns noch auf dem Weg und hatten leider noch kein Glück bei 2 Transfers.

    Vielleicht hilft dir dieser Thread weiter? Dort habe ich zu Begin unserer EZS-Reise viele hilfreich Tipps bekommen: Loslassen - wie ist es Euch gelungen?

    Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg und Antworten auf Deine Fragen ❤️

  • Sala
    Morula
    Reaktionen
    88
    Beiträge
    122
    • 10. Mai 2025 um 21:04
    • #4

    Liebe Jessi,

    Ich kann so gut nachvollziehen was du beschreibst. Ich kann dir sagen, als meine Ärztin mir zum ersten Mal zu EZ-Spende riet...da drehte mein Kopf wie ein Kreisel! Und mein Herz kam erst nicht hinterher.

    Das war ein Prozess, und das muss es wohl auch sein. Es ist schmerzhaft sich von der Weitergabe eigener Gene zu trennen. Und es fühlt sich an als würde man eine Mars mission starten- so fremd.

    Stück für Stück informiert du dich, sortiert es für dich ein und entscheidest. Ein gutes Coaching war essentiell für mich!


    Ja, und heute habe ich unsre kleine Tochter, unser kleines großes Wunder- und ich liebe sie über alles.

  • Teska
    4-Zeller
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    27
    Beiträge
    67
    • 13. Mai 2025 um 13:16
    • #5

    Liebe Jessi,

    fühl dich erstmal gedrückt. Auch ich kann dein Gedankenkarussel nachvollziehen. Bei mir lag es zwar nicht an der Chemo, sondern an der Natur (mit 36 Jahren), trotzdem hatte ich wenig Glück mit meinen "normalen"Gyn. Erst ein Arzt in einer KIWU legte die Karten deutlich auf den Tisch. Demnach hatten auch wir keine Strapazen mit Stimulation usw. Vorher haben auch wir Jahre mit warten und probieren verloren. Für uns blieb nur die EZS, und die haben wir in DK machen lassen. Der erste Versuch hat zum Glück gleich geklappt und ich bin (jetzt mit 41 Jahren) in der 11. SSW mit unserem Wurm schwanger. Es war die beste Entscheidung, auch wenn der Weg hart und auch teuer war. Die Gefühlslage und Psyche ist das eine, aber es ist auch ein finanzieller Aspekt.

    Ich für mich kann sagen, ich habe nie daran gezweifelt ob ich dieses Kind weniger lieben würde, obwohl es nicht meine Genetik hat. Ich habe nie darüber nachgedacht, es ist mein Kind um das ich sehr hart kämpfen musste. Wir haben uns auch für eine offene Spende entschieden, weil ich aus eigener Erfahrung weiß wie es ist wenn man angelogen wird bzw. die Wahrheit nicht kennt.

    Für mich zählt die Epigenetik, die oft unterschätzt wird. Ich bringe meinem Kind bei bitte und danke zu sagen. Ich lebe für mein Kind als Vorbild. Ich lehre mein Kind den respektvollen Umgang mit Mensch,Tier und Umwelt. Und ich sorge dafür, dass es behütet und geliebt wird und aufwäschst. Das hat nichts mit der Blutgruppe und Co zu tun.

    Ich kenne ein Ehepaar, dass damals ein 3 Tage altes Kind adopiert hat. Der Junge hat erstaunliche Ähnlichkeit mit seinem Vater-obwohl das ja nicht sein kann. Ist auch völlig egal, der Junge hat eine tolle Kindheit, liebende Eltern, eine tolle Jugend, hat Abitur gemacht und studiert jetzt Maschinenbau.


    Was ich damit sagen will ist, es braucht nicht immer die gleichen Gene. Aber das muss und darf und soll jeder für sich selbst entscheiden.


    Die Entscheidung wie und ob es weitergeht trefft ihr ganz alleine. Brecht nichts übers Knie und lasst euch zu irgendwas drängen. Es wird Tage geben, da wirst du total motiviert sein und dann wird es wieder Tage geben an denen du mit Ängsten und Sorgen aufwachst und ins Bett gehst.

    Der Spruch "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren" trifft es irgendwie, allerdings bestimmst du/ihr den Kampf.

    Die Kliniken bieten kostenlose Erstgespräche an, hier erfährst du eine Menge und auch sonst ist das Internet voll mit Infos. Wenn du das Gefühl hast du brauchst professionelle Hilfe zum reden, dann nimm sie in Anspruch. Termine bei Psychologen sind ja oft schwer zu bekommen, aber es gibt auch von anderen Institutionen Hilfsangebote, je nachdem wo du wohnst. in größeren Städten gibt es sogar Selbsthilfegruppen, und auch Gruppen von Eltern oder werdenden Eltern nach/mit EZS.


    Noch was, im Laufe meiner Geschichte habe ich festgestellt, dass ich mit meiner Unfruchtbarkeit und vorzeitige Wechseljahre, mit damals mitte 30, kein Einzelfall bin-so wie es die Statistik sagt. Davon sind leider mehr Frauen betroffen als wir glauben, es redet nur keiner oder nur wenige darüber. Es ist ein Problem der Gesellschaft, Frauen ist es unangenehm darüber zu reden weil bei vielen vielen Menschen noch das Denken im Kopf ist, eine Frau muss Kinder bekommen. Und wenn sie das nicht kann, weil ihr Körper ihr nicht oder nicht mehr die Möglichkeit gibt, dann ist das etwas, worüber man in unserer Gesellschaft nicht redet. Wenn man das tun würde, dann würde man sich vielleicht auch mal unsere Gesetzeslage vornehmen und sie überarbeiten, oder die Ungleichbehandlung bezüglich der Zuzahlung für Kinderlose in der Pflegeversicherung. Unsere Nachbarländer sind einfach deutlich weiter, dort wird es viel offener kommuniziert.

  • Vida Fertility Institute

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    Vida Fertility Institute
  • Klinik Eugin

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    Klinik Eugin
  • IVI Valencia

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    IVI Valencia
  • Clinica Tambre

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    Clinica Tambre
  • Institut Marques

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    Institut Marques

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Tags

  • AMH
  • Eizellenspende
  • Chemotherapie
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