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Therapieplan / Einnistungsfenster

  • Jane-80
  • 10. März 2022 um 17:21
  • Erledigt
  • Jane-80
    Morula
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    • 10. März 2022 um 17:21
    • #1

    Liebes Experten-Team,
    ich habe eine Frage zu meinem Therapieplan: Es geht um eine Eizellspende mit einer gefrorenen Blastozyste.
    Ich hatte bereits einen Transfer, der in der 10. Woche mit einer Fehlgeburt endete.
    Da es aber zur Einnistung kam, wollte ich die nächste Eizellspende wieder mit demselben Plan versuchen, d.h.
    Ich musste am 21. Zyklustag Decapeptyl Depot spritzen - das ist dieses Mal auch so.
    Beim ersten Transfer musste ich nach 16 Tagen mit Progynova (3 Tabletten) beginnen - dieses Mal soll ich erst nach 19 Tagen mit Progynova beginnen, also statt am 3. April, am 6. April.
    Alles weitere verschiebt sich somit immer um diese 3 Tage im Vergleich zum letzten Transfer:
    Gonasi 5000i.E (=Pregnyl) am 19. April, statt 16. April
    Start mit Agolutin 60mg und Umstellung auf 4 Tabletten Progynova am 21. April, statt am 18. April
    Transfer um 13.30 Uhr am 26. April, statt am 23. April


    Meine Frage:
    1. Hat die Verschiebung von 3 Tagen eine Auswirkung auf das Einnistungsfenster? Aufgrund der letzte Einnistung möchte ich sicher gehen, dass es die gleichen Bedingungen sind wie letztes Mal.
    2. Ist die Progesterongabe so in Ordnung: Ich beginne mit Agolutin zwar 5 Tage vor dem Transfer, soll das Agolutin aber immer am Abend spritzen, d.h. bis zum Transfer sind genau 115 Stunden vergangen.


    Vielen Dank für eine Rückmeldung.

  • Clinica Tambre
    Forums-Doc
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    400
    • 11. März 2022 um 11:07
    • #2

    Liebe Jane80,

    Haben Sie schon einmal eine ERA-Studie (Ermittlung des Einnistungsfensters) durchgeführt? Ich Ihnen raten, dies vor einem erneuten Transfer zu tun, zusammen mit EMMA und ALICE.

    Die Frage, ob das Einnistungsfenster um 3 Tage variieren kann, lautet ja, daher ist es notwendig, genau zu wissen, wann es ist.

    Bei Patientinnen ohne Era-Studien ist im Allgemeinen die Norm Progesteron vor dem Transfer ( 120 h + 3 h vor dem Transfer ) zu verabreichen, sodass 115 h etwas „kurz“ sein könnten.

    Alles Gute,

    Ihr Clinica Tambre Team <3

  • Jane-80
    Morula
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    315
    • 11. März 2022 um 13:26
    • #3

    Liebe Experten,
    vielen Dank für die schnelle Antwort.
    Ich habe noch keine Ermittlung des Einnistungsfensters durchgeführt, dennoch hat ja die Einnistung beim 1. Transfer geklappt, so dass sich meiner Meinung nach ERA erübrigt oder liege ich da falsch? Spielt das Alter einer Frau bei EMMA / ALICE eine Rolle? Denn ich habe ja schon natürlich entbunden und gehe davon aus, dass dann alles in Ordnung ist oder ist das ein Trugschluss?
    Dieses Mal unterscheidet sich der Behandlungsplan dadurch, dass ich mit den Progynova Tabletten 3 Tage später beginnen soll, dadurch verschiebt sich die folgende Medikamenteneinnahme auch jeweils um 3 Tage, die Medikamentenmenge ist aber gleich wie beim 1. Transfer. So ist auch die Progesterongabe genau dieselbe wie beim 1. Transfer.
    Wodurch bestimmt sich denn das Einnistungsfenster? Allein durch die Progesterongabe (Start: 21.4. um 18.30 Uhr mit Agolutin 60mg in Gesäßmuskel (jeden Abend), Transfer ist am 26.4. um 13.30 Uhr = 115 Stunden) oder muss an einem bestimmten Tag nach Decapepty Depot mit Progynova gestartet werden?


    Ich hoffe ich konnte mein Anliegen verständlich schreiben. Über eine erneute Rückmeldung wäre ich dankbar.

  • Luthien86
    Morula
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    • 12. März 2022 um 20:55
    • #4

    Hallo Jane-80,

    die Ärzte können es wahrscheinlich noch besser beantworten, aber im künstlichen Kryo-Zyklus mit Estradiol bestimmt sich der Zeitpunkt des Transfers und somit das Einnistungsfenster allein nach der Progesteron-Einnahme.

    Wichtig ist nur, dass zu diesem Zeitpunkt die GMSH gut aufgebaut ist.

    Es ist der große Vorteil im künstlichen Kryo-Zyklus, dass man so den TF flexibel steuern kann.

    Ansonsten könnte man, sofern noch eigene ES vorhanden oder durch Stimu herbeiführbar, auch im natürlichen Zyklus machen, wäre aber bei Blastos auf ES+5 festgelegt.

    ERA ist ja umstritten. Mir wurde immer gesagt, dass es mindestens +/- 12 h Toleranz gibt, daher wäre ein Beginn 115 h vor TF noch vollkommen okay.

    - 12/2016: spontan schwanger, MA wg. Trisomie 16 😟

    - 2018/2019: 7 GVNP-Zyklen + 5 IUI erfolglos

    - 2019-2022: 6 IVF mit 9 TF erfolglos (2 Abgänge 7./.8. SSW)😟

    - Endometriose

    - 1. EZS bei Aagaard - 1. TF 29.04.2022 - HCG ES+15 658 ES+19 3751

    💙05.12.2022: der kleine Mann ist da💙 (vorzeitige Wehen und sek. Sectio 34+1)

    😀11/2023 Projekt Kind 2 gestartet, 2 TF neg😒

    🙂02/2022 neue Spenderin gefunden

  • Jane-80
    Morula
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    • 12. März 2022 um 21:32
    • #5

    Liebe Luthien86,

    vielen Dank für deine klaren Worte, die mich sehr beruhigen und hoffen lassen, dass es mit dem jetzigen Plan wieder klappt. Weißt du, ob Progynova (= Estradiol) eine bestimmte Anzahl von Tagen vor dem Transfer genommen werden muss oder ob es wirklich nur auf die Schleimhautdicke ankommt?

  • Conby
    Blastozyste
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    • 13. März 2022 um 08:51
    • #6

    Jane-80 , das estradiol ist wirklich nur für den Aufbau der Schleimhaut wichtig. Sobald die eine gewisse dicke erreicht hat, kann man jederzeit mit dem progesteron starten. Das ist dann allerdings abhängig vom Tag des TF, denn ab progesteroneinnahme baut sich die schleimhaut um und dann ist man zeitlich festgelegt. Östrogen kannst du laut meiner Klinik bis zu 2 Monate problemlos nehmen, aber natürlich nimmt man es in der Regel viel kürzer.

    BJ 1982, AMH 2020: 0,2. Partner: OAT Syndrom.

    1xIUI 08/20 neg. 1x TF nach ICSI 11/20 neg. Danach nur noch Nullbefruchtung und zweimal Nullpunktion.

    08/21 Erstvisite KIWU in Madrid.

    Transfer einer wunderschönen 6AA Blasto am 25.3.22

    Urintest 3.4. Positiv

    BT 5.4. : HCG 570 :love:

    US 22.04. Das Herzchen schlägt <3

    Es wird ein Mädchen :smiling_face_with_hearts:

    Dezember 2022 Geburt unserer wundervollen süßen Tochter :smiling_face_with_hearts::heart_with_ribbon:

  • Luthien86
    Morula
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    • 13. März 2022 um 09:23
    • #7

    Jane-80 wie Conby schon erklärt hat, kommt es nicht auf darauf an, wie lange Estradiol eingenommen wurde, sondern nur, wie die GMSH aussieht.

    Beim Progesteron ist es anders, weil das den fehlenden Eisprung simuliert. Da Blastos 5 Tage alt sind (rechnerisch), müssen sie (rechnerisch) 5 Tage nach dem (simulierten) Eisprung eingesetzt werden, damit das Einnistungsfenster getroffen wird.

    - 12/2016: spontan schwanger, MA wg. Trisomie 16 😟

    - 2018/2019: 7 GVNP-Zyklen + 5 IUI erfolglos

    - 2019-2022: 6 IVF mit 9 TF erfolglos (2 Abgänge 7./.8. SSW)😟

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    😀11/2023 Projekt Kind 2 gestartet, 2 TF neg😒

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  • Jane-80
    Morula
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    315
    • 13. März 2022 um 11:28
    • #8

    Danke für eure Antworten. Jetzt verstehe ich auch die Zusammenhänge. Viiieeeelen Dank!!!

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