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IVF Zypern sucht das Glückspaar!

  • IVFTURKEI
  • 2. Mai 2021 um 17:12
  • IVFTURKEI
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    • 2. Mai 2021 um 17:12
    • #1

    In Kooperation mit dem deutschen Fernsehen suchen wir ein Paar mit etwa 40 Jahren, welches bereit wäre, gemeinsam mit dem deutschen Fernsehen im Rahmen der Eizellspende nach Zypern zu fliegen.

    IVF Türkei freut sich, die Kosten der Behandlung inkl. Eizellspende zu 50% übernehmen zu dürfen.

    Bei Interesse, gerne einfach eine Email an melissa@unitamed.com schreiben.

    IVF Türkei und IVF Zypern freuen sich auf zahlreiche Meldungen!

    Liebe Grüße,

    Ihr IVF Türkei & IVF Zypern Team

    2 Mal editiert, zuletzt von IVFTURKEI (2. Mai 2021 um 17:38)

  • Endi
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    • 2. Mai 2021 um 18:14
    • #2

    An sich ein tolles Angebot. Aber warum nur bis 40 Jahre? Ja, es gibt auch jüngere Frauen, die darauf angewiesen sind, aber die meisten sind älter als 40. Daher finde ich die Einschränkung sehr traurig.

    - Ich BJ 1973, Partner BJ 1986

    - Sommer 2018 KiWu in D´dorf ohne Erfolg

    - Januar 2019 Erstgespräch EZS in Posen ohne Behandlung

    - September 2019 Erstgespräch in Prag und im November 2019 1. TF zweier Embryos, SST positiv, 1 Embryo

    - Februar 2020 Abbruch 17. SSW wegen Trisomie 21

    - Juni 2020 Kryotransfer 2 Embryos, negativ

    - Oktober 2020 3. TF, positiver Urintest ab TF+10 :love:

    vET Ende Juni2021, es wird ein Junge :male_sign:

    30.6. mit 49 cm und 3410g per Spontan Sectio geboren 😍🥰❤️🚼

  • IVFTURKEI
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    • 2. Mai 2021 um 18:17
    • #3
    Zitat von Endi

    An sich ein tolles Angebot. Aber warum nur bis 40 Jahre? Ja, es gibt auch jüngere Frauen, die darauf angewiesen sind, aber die meisten sind älter als 40. Daher finde ich die Einschränkung sehr traurig.

    Liebe Endi,

    das sehen wir genau so, jedoch ist dies eine Vorgabe des Fernsehens. Uns würde es auf jeden Fall freuen, wenn sich die Frauen mit etwa 40 Jahren, gerne auch älter, bewerben würden. Gerne würden wir uns dann dafür einsetzten, dass die Altersbeschränkung aufgehoben wird.

    Wir bedanken uns sehr für Ihre Aufmerksamkeit!

    Liebe Grüße,

    Ihr IVF Türkei Team

  • Endi
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    • 2. Mai 2021 um 18:23
    • #4

    Die Leute vom TV haben also keine Ahnung, wer sich eigentlich am meisten mit dem Thema beschäftigt 😉 Aber vielen Dank für die Rückmeldung 🤝

    - Ich BJ 1973, Partner BJ 1986

    - Sommer 2018 KiWu in D´dorf ohne Erfolg

    - Januar 2019 Erstgespräch EZS in Posen ohne Behandlung

    - September 2019 Erstgespräch in Prag und im November 2019 1. TF zweier Embryos, SST positiv, 1 Embryo

    - Februar 2020 Abbruch 17. SSW wegen Trisomie 21

    - Juni 2020 Kryotransfer 2 Embryos, negativ

    - Oktober 2020 3. TF, positiver Urintest ab TF+10 :love:

    vET Ende Juni2021, es wird ein Junge :male_sign:

    30.6. mit 49 cm und 3410g per Spontan Sectio geboren 😍🥰❤️🚼

  • LastHopeCZ
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    • 2. Mai 2021 um 20:59
    • #5

    Tolle Worte Endi !!!

    Kann dir nur zustimmen!

    Ich musste mit 28 zur Eizellenspende greifen 😉

    Januar 2019 -> Entschluss EZS
    08.03.19 -> Erstgespräch IVF Cube in Prag
    19.03.19 -> Spenderin gefunden!!
    15.04.19 -> Start Medikamente zum Schleimhautaufbau
    25.04.19 -> US Kontrolle
    09.05.19 -> Transfer von zwei Blastos ❤️ *daumendrück*

    30.05.19 -> leider negativ ?

    18.06.20 -> Transfer von zwei Blastos ❤️
    01.07.20 -> BT positiv HCG 2400 :love:

    Schwanger und glücklich mit einem Jungen und Mädchen 💓

    Februar 2021 -> Geburt unserer Zwillinge ♥️💙

  • Tulpe80
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    • 2. Mai 2021 um 21:08
    • #6

    Endi

    "mit etwa 40 Jahren" ist für mich alles zwischen 20 und 60. :winking_face:

    Ich find's super, dass Du hier nachgehakt hast!

    Diagnose: vorzeitige Wechseljahre, AMH nicht messbar, Bj 80

    1 x IUI - negativ | 2 x IVF - negativ | 2 x IVF - abgebrochen, keine Eizellen | 3 x EZS - negativ

    03/2021 - Hysteroskopie, geringgradige Zervitits

    4. EZS - negativ

    Klinikwechsel nach CZ

    11/2021 - ERA-Test Teil 1, EMMA, ALICE unauffällig

    12/2021 - MRT

    01/2022 - ERA-Test Teil 2 (--> 156h Progesteron)

    02/2022 - 5. EZS (hCG - TF+11 = 77,7 - TF+15 = 379 )

    03/2022 - <3 schlägt

    04/2022 - es wird ein ... :male_sign:

    10/2022 - Baby ist da! <3

  • Schnabel
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    • 29. Mai 2021 um 15:52
    • #7

    Tja, und mal wieder dürfen es nur Paare sein, nicht etwa alleinstehende Frauen, und natürlich nur hetero, jung, gutaussehend, mit solidem Beruf.... gähn....Das ist so deutsch, so langweilig !

  • Schnabel
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    • 30. Mai 2021 um 10:30
    • #8

    Vielleicht möchte IVF Turkey ja gezielt unsere türkischen Paare ansprechen. IVF Turkey steigt, wie es scheint, gerade erst in den Markt ein, hat null Referenzen auf dem Gebiet, nicht mal Preise auf der Website ! So gesehen ist das eigentlich kein besonders guter Deal, selbst wenn das Paar dann "nur" 2000" Euro dazu buttern muss. Dafür wissen dann hunderttausend Menschen Bescheid über Deine Krankheitsgeschichte, Deine Ängste und Hoffnungen, die vielleicht erneut enttäuscht werden. Es ist ja schließlich nur ein Versuch !

    Werden da überhaupt frische oder gefrorene Eizellen angeboten ?

  • athene18
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    • 30. Mai 2021 um 11:10
    • #9

    Die Namen können ja anonym bleiben. Ich würde es als Aufwandsentschädigung sehen, weil so ein Dreh Zeit verschlingt.

    Vielleicht ist es etwas zwischen Medienbericht und Werbung, vergleichbar mit einer redaktionellen Anzeige, nur eben TV. Wenn es stimmt, dass sie gerde erst einsteigen, wäre das allerdings ein Argument für diese Variante von Deal. Weil: wenn ein Sender darüber von sich aus einen qualitativ möglichst hochwertigen Bericht machen will, wählt er eine erfahrene Klinik. Es könnte aber auch gerade darum gehen, so ein heikles Thema neu in den Markt einzuführen. Und wir wissen nicht, ob nur am Beispiel einer Klinik berichtet wird. Nun ist Zypern kein ganz neuer Markt - oder vielleicht doch? Weil es ja einen griech. und türk. Teil gibt?

    Vielleicht geht das Ganze auch nur vom Sender aus (hat also mit impliziter Werbung, die dann nie ganz unabhängig sein kann, nichts zu tun). Und vielleicht will der Sender keine älter aussehenden Personen, weil in Dtl. die Altersgrenze bei 45 liegt (obwohl es um die dt. Grenze in Zypern ja nicht gehen kann). Das wäre schade, egal, um welchen Sender es sich handelt. Vor allem, wenn es sich um einen öffentlich-rechtlichen handelt, wäre das schade.

    In jedem Fall ist es eine gute Sache, dass über das Thema mehr und mehr berichtet wird ...

    2019: 7 mal Heiminsemination probiert
    Ergebnisse: ca. 5 biochem. Schw., 2 neg.

    08/2020: 1. TF mit EZS: pos., MA 8. SSW
    11/2020: 2. TF: biochem. Schw.
    3/2021: pos., ET: 22.11.21 :love:

    14.07.2021 Organscreening:
    Meine Kleine <3, die mir das Allerliebste auf der Welt ist,

    hat eine Zwerchfellhernie;(

    28.10.2021: Babymaus erblickt das Licht der Welt und ist stabil :smiling_face_with_hearts:
    30.10.2021 OP findet statt, seither geht es weiter bergauf :grinning_face_with_smiling_eyes:

    08.12.2021 Endlich zu Hause

  • Tulpe80
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    • 30. Mai 2021 um 11:20
    • #10

    Schnabel

    ich bin etwas zwiegespalten, was das Thema angeht.

    Man weiß halt nicht welcher Sender bzw. welche Sendung dahinter steckt.

    Ich habe nichts gegen eine seriöse Berichterstattung zu dem Thema EZS. Mit seriös meine ich "kritisch hinterfragend" - auch dahingehend, dass andere Meinungen dazu gehört werden.

    Ideal wäre natürlich, dass sowas dazu beiträgt, dass insgesamt in der Gesellschaft etwas toleranter mit der Thematik umgegangen wird.

    ABER:

    Das meiste was ich dazu bisher gesehen habe, kam eher aus der Rubrik "Freakshow" und erweist dem Thema somit einen Bärendienst.

    Auch Spiegel-TV oder Lanz haben es aus meiner Sicht verfehlt, wirklich _gut_ darüber zu berichten.

    In den Medien wird das zum Teil arg verzerrt dargestellt, so dass man erst recht überlegt, inwieweit man selbst damit offen umgeht.

    Diagnose: vorzeitige Wechseljahre, AMH nicht messbar, Bj 80

    1 x IUI - negativ | 2 x IVF - negativ | 2 x IVF - abgebrochen, keine Eizellen | 3 x EZS - negativ

    03/2021 - Hysteroskopie, geringgradige Zervitits

    4. EZS - negativ

    Klinikwechsel nach CZ

    11/2021 - ERA-Test Teil 1, EMMA, ALICE unauffällig

    12/2021 - MRT

    01/2022 - ERA-Test Teil 2 (--> 156h Progesteron)

    02/2022 - 5. EZS (hCG - TF+11 = 77,7 - TF+15 = 379 )

    03/2022 - <3 schlägt

    04/2022 - es wird ein ... :male_sign:

    10/2022 - Baby ist da! <3

  • Schnabel
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    • 30. Mai 2021 um 15:37
    • #11
    Zitat von athene18

    Die Namen können ja anonym bleiben. Ich würde es als Aufwandsentschädigung sehen, weil so ein Dreh Zeit verschlingt.

    Vielleicht ist es etwas zwischen Medienbericht und Werbung, vergleichbar mit einer redaktionellen Anzeige, nur eben TV. Wenn es stimmt, dass sie gerde erst einsteigen, wäre das allerdings ein Argument für diese Variante von Deal. Weil: wenn ein Sender darüber von sich aus einen qualitativ möglichst hochwertigen Bericht machen will, wählt er eine erfahrene Klinik. Es könnte aber auch gerade darum gehen, so ein heikles Thema neu in den Markt einzuführen. Und wir wissen nicht, ob nur am Beispiel einer Klinik berichtet wird. Nun ist Zypern kein ganz neuer Markt - oder vielleicht doch? Weil es ja einen griech. und türk. Teil gibt?

    Vielleicht geht das Ganze auch nur vom Sender aus (hat also mit impliziter Werbung, die dann nie ganz unabhängig sein kann, nichts zu tun). Und vielleicht will der Sender keine älter aussehenden Personen, weil in Dtl. die Altersgrenze bei 45 liegt (obwohl es um die dt. Grenze in Zypern ja nicht gehen kann). Das wäre schade, egal, um welchen Sender es sich handelt. Vor allem, wenn es sich um einen öffentlich-rechtlichen handelt, wäre das schade.

    In jedem Fall ist es eine gute Sache, dass über das Thema mehr und mehr berichtet wird ...

    Sooo neu ist das Thema ja nun auch nicht. Heikel ist das Thema nur in deutschen Medien. Die Entwicklung ist sowiso nicht aufzuhalten. Da liest man sowas: "Jährlich fahren 15000 Paare ins Ausland für die künstliche Befruchtung." Aha, und was ist mit den Singles ? Werden totgeschwiegen. Ist ja auch unverantwortlich, solchen Hallodris ein Kind anzuvertrauen. In mancher Hinsicht ist Deutschland wie die Türkei: Hypermoralisch und stockkonservativ. Das sieht man ja schon an den Anforderungen für Adoptiv-Eltern: Verheiratet, unter vierzig, wohlhabend, Haus mit Garten, viieel Zeit für das Kind soll auch da sein....aber das Paar selbst darf überhaupt keine Wünsche äußern. Und alles zum Wohle des Kindes. Leihmütter-Kinder werden von deutschen Gerichten anerkannt - wenn das Paar verheiratet ist !

    Aber man kann viele Verbote umgehen - mit dem nötigen Kleingeld. Eine Auslandsadoption ist wohl auch für Singles möglich. Kostet eben nur viel mehr. Dafür fallen die nervigen Psycho-Tests weg. Man sollte Promi sein, dann gilt auch nicht mehr die Altersgrenze. Also wenn alles eine Frage des Geldes und des Status' ist, kann die Presse auch mal unvoreingenommen darüber berichten, ungewöhnliche bzw. längst alltäglich gewordene Familienmodelle vorstellen. In Dänemark bekommt jede alleinstehende Frau drei künstliche Befruchtungen geschnenkt, warum gibt es sowas nicht bei uns ? Würde mich sehr wundern, wenn solche Fragen im TV gestellt werden, oder auch die Frage der sozialen Ungerechtigkeit.

    Was Zypern betrifft: Ich kanns auch nicht mit Sicherheit sagen, vermute aber, dass es der türkische Teil von Zypern ist, in dem alles viieel billiger ist als im griechischen. Will der Sender Geld sparen ? Und wie Du schon richtig gesagt hast, das naheliegenste ist es doch, eine renommierte Kliinik auszuwählen, oder gleich mehrere Länder zu besuchen und die Kliniken dort zu vergleichen.

  • Tulpe80
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    • 30. Mai 2021 um 16:33
    • #12
    Zitat von Schnabel

    Das sieht man ja schon an den Anforderungen für Adoptiv-Eltern: Verheiratet, unter vierzig, wohlhabend, Haus mit Garten, viieel Zeit für das Kind soll auch da sein....aber das Paar selbst darf überhaupt keine Wünsche äußern

    ja ich stimme Dir zu, dass das auf gewisse Weise doppelmoralisch ist.

    Ich war auch geschockt als ich gemerkt habe, dass ich für Adoption "die Kriterien" nicht erfülle. Zu alt etc. Ich frage mich dann immer, wer hat denn mit Anfang 30 denn schon finanziell "ausgesorgt" und Haus mit Garten etc.?

    Das dürfte ja nur eine sehr überschaubare Minderheit sein.

    Wenn wir statt EZS Adoption machen wollten, dann ginge nur Auslandsadoption und da ist es eine Wissenschaft für sich herauszufinden, welche Agenturen seriös sind und welche ganz dicht an "Menschenhandel/Betrug" vorbei schrammen.

    Insofern tue ich mich mit Auslandsadoption sehr schwer.

    Zitat von Schnabel

    das Paar selbst darf überhaupt keine Wünsche äußern. Und alles zum Wohle des Kindes.

    Ich glaube, man darf auch Adoptionsvorschläge ablehnen. Aber man ist da schon ganz klar "Bittsteller". Ich hab mich damit auch einige Zeit auseinandergesetzt und hab für mich allerdings auch mitgenommen, dass es schon richtig ist, dass es primär um das Kindeswohl geht. Denn oft kommen die Kinder aus sehr schlechten Verhältnissen oder waren vorher in Pflege-Familien und natürlich will man vermeiden, dass ein Kind aufgrund von Problemen schnell wieder "zurückgegeben" wird.

    Und man muss sich auch klar machen, dass oft Drogenmissbrauch in der Schwangerschaft der genetischen Mutter im Spiel war, was eine beachtliche Hürde für den Alltag darstellt.

    Vereinzelt gab's sicherlich auch häusliche Gewalt etc.

    Ich persönlich würde damit glaube ich nicht gut umgehen können. Insofern wäre ich für eine Adoption vermutlich nicht "gemacht" und ich wäre möglicherweise eine schreckliche Adoptivmutter.

    Zitat von Schnabel

    Hypermoralisch und stockkonservativ.

    Was ich als extrem problematisch erachte, ist das deutsche Embryonenschutzgesetz. Das ist die Doppelmoral auf Papier.

    Denn es verleitet geradezu dazu Mehrlingsschwangerschaften "einzugehen". Und Mehrlinge sind je nach Konstitution der Mutter sicherlich nicht "zum Wohle des Kindes".

    Insofern sollte man dieses Gesetz dringend den aktuellen Gegebenheiten anpassen.


    Zitat von Schnabel

    In Dänemark bekommt jede alleinstehende Frau drei künstliche Befruchtungen geschnenkt, warum gibt es sowas nicht bei uns

    Ich möchte mir hierauf eine zynische Antwort erlauben:

    Weil man bei uns just gestern beschlossen/überlegt hat, künftig Kinderlose stärker zu besteuern, um damit Pflegekräfte besser bezahlen zu können.

    </Zynismus>

    Ich finde, es kann nicht angehen, dass man Kinderlose stärker besteuert und gleichzeitig kaum was unternimmt, um Kinderwunsch monetär zu unterstützen.

    Unfreiwillig Kinderlose werden damit gleich doppelt "bestraft".

    Zitat von Schnabel

    Würde mich sehr wundern, wenn solche Fragen im TV gestellt werden, oder auch die Frage der sozialen Ungerechtigkeit.

    Genau diese Fragen würden für mich zu einer kritischen, nützlichen Berichterstattung dazu gehören.

    Ich fände es sinnvoll, wenn man die Art der Familengründung ent-taubisiert und dementsprechend das vorstellt, was eben gängige Realität ist und dazu führt, dass Familien EZS nutzen.

    Natürlich gehört es auch dazu, auch den Verein Spenderkinder dazu zu hören etc. Also natürlich muss man sich auch mit EZS kritisch auseinander setzen. Man könnte auch hinterfragen, was die Medien selbst dazu beitragen, dass Frauen suggeriert wird, dass man "in jedem Alter" per künstlicher Befruchtung schwanger werden kann.

    Ich denke z.B. dass die Medien nicht ganz unschuldig dran sind, dass es bei manchen schlicht irgendwann "zu spät" ist.

    Man kann auch kritisch hinterfragen, wie der Umgang mit den Spenderinnen ist. Aber auch hier möchte ich anmerken, dass eben das EmbSchG nicht ganz unschuldig ist und hier "moralische Fragen" ins Ausland "exportiert" werden. Und ist es denn richtig, dass deutsche Frauen sich mit Hilfe ausländischer Frauen ihren Kinderwunsch erfüllen. Darüber kann man trefflich streiten.

    Ebenso kann man offene und anonyme EZS kritisch beleuchten. Auch hier spielt das EmbSchG mit hinein, dass man die Forderung der entstehenden Kinder ihre genetische Herkunft kennen zu dürfen, nicht nachkommen kann.

    Deutschland ist was diese Themen angeht leider sehr weit hintendran.... :(

    Und das "Vater-Mutter-Kind"-Modell entspricht ja auch nicht mehr ganz der gelebten Realität :)

    Diagnose: vorzeitige Wechseljahre, AMH nicht messbar, Bj 80

    1 x IUI - negativ | 2 x IVF - negativ | 2 x IVF - abgebrochen, keine Eizellen | 3 x EZS - negativ

    03/2021 - Hysteroskopie, geringgradige Zervitits

    4. EZS - negativ

    Klinikwechsel nach CZ

    11/2021 - ERA-Test Teil 1, EMMA, ALICE unauffällig

    12/2021 - MRT

    01/2022 - ERA-Test Teil 2 (--> 156h Progesteron)

    02/2022 - 5. EZS (hCG - TF+11 = 77,7 - TF+15 = 379 )

    03/2022 - <3 schlägt

    04/2022 - es wird ein ... :male_sign:

    10/2022 - Baby ist da! <3

  • Melpro
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    • 30. Mai 2021 um 17:01
    • #13

    Doppelmoral zieht sich über alle Themen rund um Kinder in Deutschland. In den Medien wird von der Armut vieler Kinder berichtet, von alleinerziehenden Müttern, die ebenfalls von Armut betroffen sind und kinderreichen Familien, die in prekären Verhältnissen leben. Die klassische Familie, wo der Vater arbeitet und die Mutter in Teilzeit oder gar nicht arbeitet, ist auch nicht perfekt, wegen der Altersarmut der Frauen. Eine Lösung zB flexiblere Kinderbetreuung wird aber weder den Alleinerziehenden noch der Familie angeboten, wo die Frau vielleicht doch Vollzeit arbeiten wöllte...

    Gleichzeitig sollen wir bis 67 arbeiten für die Rente, aber mit 40 sind wir zu alt zum Kinder adoptieren oder per künstlicher Befruchtung zu empfangen. Kinderwunsch und das habe ich die letzten Jahre gelernt, musst du dir über 40 als Frau echt leisten wollen und können.

  • Loooo
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    • 30. Mai 2021 um 17:42
    • #14
    Zitat von Tulpe80

    Ich möchte mir hierauf eine zynische Antwort erlauben:

    Weil man bei uns just gestern beschlossen/überlegt hat, künftig Kinderlose stärker zu besteuern, um damit Pflegekräfte besser bezahlen zu können.

    </Zynismus>

    Ich finde, es kann nicht angehen, dass man Kinderlose stärker besteuert und gleichzeitig kaum was unternimmt, um Kinderwunsch monetär zu unterstützen.

    Unfreiwillig Kinderlose werden damit gleich doppelt "bestraft".

    So ziemlich das Gleiche habe ich mir auch gedacht, als ich das gelesen habe 🙄


    Unsere deutschen Gesetze sind ein Witz was das Thema Kinder und Kinder bekommen angeht.
    Allein diese Doppelmoral bei Samen- und Eizellspende. Natürlich muss man sich mit den Folgeproblemen für die Kinder auseinandersetzen, aber ob das Kind jetzt den „biologischen Vater“ oder die „biologische Mutter“ nicht kennt, ist meiner Meinung nach gehüpft wie gesprungen. Und wenn die Mutter durch einen ONS schwanger geworden ist und den Namen des Erzeugers nicht kennt oder gleich mehrere Männer theoretisch der Vater sein könnten, hat es das Kind auch nicht leicht.

    Ist jetzt ein wenig off-topic, aber sowas nervt mich gewaltig..

    Jahrgang 1988


    2018 Beginn KiWu

    10/19 Diagnose Wechseljahre - direkte Empfehlungen EZS

    03/21 Erstkontakt Prag

    04/21 Passende Spenderin gefunden

    05/21 Erstvisite, Spermakryo nicht möglich

    06/21 2 Eizellen gewonnen und befruchtet

    08/21 Kryotransfer von 2 Blastos 🍀🍀

    09/21 4+3 HCG 590,8 🥰

    09/21 5+1 2 Fruchthöhlen im US

    09/21 5+3 1 Embryo 1,2mm SSL, 2. FH zu klein

    09/21 5+5 mit Blutungen ins KH, HCG 18570

    09/21 6+1 1 Herzschlag im US 💗

  • Tulpe80
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    • 30. Mai 2021 um 19:03
    • #15
    Zitat von Melpro

    Gleichzeitig sollen wir bis 67 arbeiten für die Rente, aber mit 40 sind wir zu alt zum Kinder adoptieren oder per künstlicher Befruchtung zu empfangen. Kinderwunsch und das habe ich die letzten Jahre gelernt, musst du dir über 40 als Frau echt leisten wollen und können.

    :thumbup: stimmt - da hast Du einen echten Widerspruch aufgedeckt!

    Die "40"er Grenze ist absolut nicht mehr zeitgemäß. Sie mag ggf. aus biologistischen Gründen zu den Statistiken passen. Aber gesellschaftlich ist die 40 überhaupt nicht mehr haltbar.

    Zitat von Melpro

    Kinderwunsch und das habe ich die letzten Jahre gelernt, musst du dir über 40 als Frau echt leisten wollen und können.

    Da hast Du leider Recht. Auch bei mir sind die desolaten Betreuungsmöglichkeiten mit ein Grund, warum das Thema "nach hinten gerutscht" ist.

    Ich brauche auch kein Gendersternchen in der Sprache, sondern _richtige_ Gleichberechtigung. Die Gleichstellung von Samen- und Eizellspende wäre sowas zum Beispiel.

    Zitat von Loooo

    aber ob das Kind jetzt den „biologischen Vater“ oder die „biologische Mutter“ nicht kennt, ist meiner Meinung nach gehüpft wie gesprungen

    Es gibt meines Wissens Studien aus England, die genau das bestätigen.

    Zitat von Loooo

    Und wenn die Mutter durch einen ONS schwanger geworden ist und den Namen des Erzeugers nicht kennt oder gleich mehrere Männer theoretisch der Vater sein könnten, hat es das Kind auch nicht leicht.

    Ist jetzt ein wenig off-topic, aber sowas nervt mich gewaltig

    ich finde das gar nicht so off-topic :) Denn genau eine solche Debatte sollte eine Doku über EZS idealerweise entfachen. Also ein gesellschaftliches Umdenken, was man denn nun wirklich als Gesellschaft möchte.

    - Möchte man diese Form der Familiengründung (die man nicht kennt) vorverurteilen?

    - Warum ist es so ein Leidensdruck keine Kinder bekommen zu können?

    - Möchte man als Gesellschaft Kinder haben oder möchte man das eben lieber nicht?

    - Ist das EmbSchG noch zeitgemäß? Und wenn nein, warum nicht?

    - Warum verschiebt sich der Kinderwunsch von Frauen immer weiter nach hinten? Woher kommt das?

    - Wie geht es denn den Kindern aus Regenbogenfamilien? (vermutlich würde jedermann sehen, dass es diesen Kindern sehr viel besser geht als so manch anderem Kind, das "norm-konform" gezeugt wurde)

    Wenn sich eine Doku im TV diesen Fragen mal annehmen würde, wäre das sicherlich begrüßenswert. Leider vermute ich, dass es bei dieser Berichterstattung eher darum geht, eine gewisse Sensationslust zu befriedigen.

    Diagnose: vorzeitige Wechseljahre, AMH nicht messbar, Bj 80

    1 x IUI - negativ | 2 x IVF - negativ | 2 x IVF - abgebrochen, keine Eizellen | 3 x EZS - negativ

    03/2021 - Hysteroskopie, geringgradige Zervitits

    4. EZS - negativ

    Klinikwechsel nach CZ

    11/2021 - ERA-Test Teil 1, EMMA, ALICE unauffällig

    12/2021 - MRT

    01/2022 - ERA-Test Teil 2 (--> 156h Progesteron)

    02/2022 - 5. EZS (hCG - TF+11 = 77,7 - TF+15 = 379 )

    03/2022 - <3 schlägt

    04/2022 - es wird ein ... :male_sign:

    10/2022 - Baby ist da! <3

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    • 30. Mai 2021 um 19:41
    • #16

    Wichtiges Thema. Genau das, was ihr ansprecht, sollte die Allgemeinheit mal kennen.

    Für unwissende ist es doch so:"ach, ihr könnt keine Kinder bekommen? Dann macht doch künstliche Befruchtung"

    Aber was da für Hürden dran hängen... Alter, Kosten, Ehe als Voraussetzung, etc. Das wissen die Leute nicht. Und wer als Alleinstehende ein Kind haben möchte ist egoistisch... Aber warum? Die Alleinstehende ist sich doch vollkommen bewusst was auf sie zu kommt, was es doch viel leichter macht, als denen, die plötzlich allein sind oder ungewollt schwanger werden.

    Familie hat sich gewandelt und wenn die Eltern zufrieden sind, dann wird es auch den Kindern gut gehen.

  • Tulpe80
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    • 30. Mai 2021 um 20:00
    • #17
    Zitat von Annie 82

    Aber was da für Hürden dran hängen... Alter, Kosten, Ehe als Voraussetzung, etc. Das wissen die Leute nicht. Und wer als Alleinstehende ein Kind haben möchte ist egoistisch... Aber warum? Die Alleinstehende ist sich doch vollkommen bewusst was auf sie zu kommt, was es doch viel leichter macht, als denen, die plötzlich allein sind oder ungewollt schwanger werden.

    Da hast Du Recht.

    Eine (ehemalige) Kollegin von mir ist Single-Mom (= freiwillig alleinerziehend) - sie hat sich alles perfekt vorher überlegt.

    Auch über das Thema Finanzierung und Betreuung hat sie sich bestens vorbereitet.

    Das Kind ist glücklich. Die Großeltern sind glücklich. Die Mutter ist ebenfalls glücklich, dass sie das Kind hat.

    Das Kind wird von den Großeltern (sofern der Kindergarten zu hat) bestens betreut, so dass die Mutter auch noch ihrem Job nachgehen kann.

    Ich glaube, dass es diesem Kind tausend mal besser geht, wie vielen anderen Kindern.

    Ich bin immer wahnsinnig beeindruckt, wie sie das alles schafft - da kann man nur sagen "Hut ab!"

    Diagnose: vorzeitige Wechseljahre, AMH nicht messbar, Bj 80

    1 x IUI - negativ | 2 x IVF - negativ | 2 x IVF - abgebrochen, keine Eizellen | 3 x EZS - negativ

    03/2021 - Hysteroskopie, geringgradige Zervitits

    4. EZS - negativ

    Klinikwechsel nach CZ

    11/2021 - ERA-Test Teil 1, EMMA, ALICE unauffällig

    12/2021 - MRT

    01/2022 - ERA-Test Teil 2 (--> 156h Progesteron)

    02/2022 - 5. EZS (hCG - TF+11 = 77,7 - TF+15 = 379 )

    03/2022 - <3 schlägt

    04/2022 - es wird ein ... :male_sign:

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  • Schnabel
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    • 2. Juni 2021 um 17:14
    • #18
    Zitat von Tulpe80

    Ich persönlich würde damit glaube ich nicht gut umgehen können. Insofern wäre ich für eine Adoption vermutlich nicht "gemacht" und ich wäre möglicherweise eine schreckliche Adoptivmutter.

    Ja, da hast Du recht. Ginge mir vielleicht auch so. Es ist ja auch ok, wenn Eltern geprüft werden, ob sie der Belastung gewachsen sind. Nur klaffen die Ansprüche an eine rosarote Bilderbuch-Familie eben weit auseinander mit der Realität. Und die Bedeutung der finanziellen Verhältnisse steht zu sehr im Vordergrund.

    Noch ein Wiederspruch: Ein Pflegekind kann von einem Single aufgenommen werden, bekommt sogar Geld dafür. Warum geht das nicht auch langfristig ?

    Zitat von Tulpe80

    Unfreiwillig Kinderlose werden damit gleich doppelt "bestraft".

    Genau diese Fragen würden für mich zu einer kritischen, nützlichen Berichterstattung dazu gehören.

    Ich fände es sinnvoll, wenn man die Art der Familengründung ent-taubisiert und dementsprechend das vorstellt, was eben gängige Realität ist und dazu führt, dass Familien EZS nutzen.

    Natürlich gehört es auch dazu, auch den Verein Spenderkinder dazu zu hören etc. Also natürlich muss man sich auch mit EZS kritisch auseinander setzen. Man könnte auch hinterfragen, was die Medien selbst dazu beitragen, dass Frauen suggeriert wird, dass man "in jedem Alter" per künstlicher Befruchtung schwanger werden kann.

    Ich denke z.B. dass die Medien nicht ganz unschuldig dran sind, dass es bei manchen schlicht irgendwann "zu spät" ist.

    Man kann auch kritisch hinterfragen, wie der Umgang mit den Spenderinnen ist. Aber auch hier möchte ich anmerken, dass eben das EmbSchG nicht ganz unschuldig ist und hier "moralische Fragen" ins Ausland "exportiert" werden. Und ist es denn richtig, dass deutsche Frauen sich mit Hilfe ausländischer Frauen ihren Kinderwunsch erfüllen. Darüber kann man trefflich streiten.

    Ebenso kann man offene und anonyme EZS kritisch beleuchten. Auch hier spielt das EmbSchG mit hinein, dass man die Forderung der entstehenden Kinder ihre genetische Herkunft kennen zu dürfen, nicht nachkommen kann.

    Deutschland ist was diese Themen angeht leider sehr weit hintendran.... :(

    Und das "Vater-Mutter-Kind"-Modell entspricht ja auch nicht mehr ganz der gelebten Realität :)

    Alles anzeigen

    Du hast völlig recht. Bei mir gab es das Thema Schwangerschaft und Fruchtbarkeit nie in der Schule. Ehrlich gesagt, hab ich erst mit über 30 erfahren, dass es zwei Zyklushälften gibt, welche Hormone wofür zuständig sind, usw. Null Aufklärung, auch nicht durch meine Frauenärzte. Die haben das wohl nicht für möglich gehalten.

    Und die Medien berichten dann über die Stars, die mit 50, 55 noch ein Kind bekommen. Ja, aber - das sind US-Stars, da drückt man in der Regenbogenpresse gern ein Auge zu. Deutschen Promis würden hier einen Shitstorm auslösen. Zum Beispiel Harald Martenstein vor ein paar Jahren: Vater mit 60, oh Gott ! Wer soll denn mit dem Jungen Fußball spielen ? Und seine Frau war auch nur ein paar Jahre jünger. Das Wort "Eizellspende" wurde gar nicht erwähnt, dafür hundertmal das Wort Egoismus und Unverantwortlichkeit. Sowas nervt einfach nur.

  • Schnabel
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    • 2. Juni 2021 um 17:27
    • #19
    Zitat von Annie 82

    Wichtiges Thema. Genau das, was ihr ansprecht, sollte die Allgemeinheit mal kennen.

    Für unwissende ist es doch so:"ach, ihr könnt keine Kinder bekommen? Dann macht doch künstliche Befruchtung"

    Aber was da für Hürden dran hängen... Alter, Kosten, Ehe als Voraussetzung, etc. Das wissen die Leute nicht. Und wer als Alleinstehende ein Kind haben möchte ist egoistisch... Aber warum? Die Alleinstehende ist sich doch vollkommen bewusst was auf sie zu kommt, was es doch viel leichter macht, als denen, die plötzlich allein sind oder ungewollt schwanger werden.

    Familie hat sich gewandelt und wenn die Eltern zufrieden sind, dann wird es auch den Kindern gut gehen.

    Richtig. Alleinerziehend kann man geplant oder ungeplant werden, so ist das Leben. Man kann auch einen neuen Lebenspartner kennenlernen und mit ihm/ihr das Kind großziehen. Daher darf das Kriterium "verheiratet" nicht ausschlaggebend sein, weder bei Adoption noch bei Zuschüssen zu künstlicher Befruchtung. Ich habe als Single ganz gute Vorraussetzungen. Ich arbeite drei Tage in der Woche, kann davon gut leben, lebe mietfrei im Haus und Garten meines Bruders, habe beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun, und trotzdem.....

  • Tulpe80
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    • 2. Juni 2021 um 21:11
    • #20
    Zitat von Schnabel

    Noch ein Wiederspruch: Ein Pflegekind kann von einem Single aufgenommen werden, bekommt sogar Geld dafür. Warum geht das nicht auch langfristig ?

    Schnabel:

    das wusste ich auch noch nicht.

    Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Thema Adoption/Pflege relativ früh verworfen habe, weil mich das vermutlich überfordern würde (und ich wie gesagt nicht mal die Kriterien erfülle). Bei Pflegekindern habe ich mitgenommen, dass diese oftmals regelrecht traumatisiert sind und die unterschiedlichsten Schwierigkeiten haben. Ich habe auch keinen pädagogischen oder psychologischen Hintergrund, so dass ich einfach für mich glaube, dass ich das nicht schaffen würde.

    Grad bei Pflegekindern habe ich den Eindruck gewonnen, dass diese ständig wild hin und her geschoben werden, was es für alle Beteiligten erst recht emotional kompliziert macht. Mein Eindruck ist, dass dabei immer wieder Rückführungsversuche in die genetische Herkunftsfamilie eine Rolle spielen.


    Zitat von Schnabel

    Ehrlich gesagt, hab ich erst mit über 30 erfahren, dass es zwei Zyklushälften gibt, welche Hormone wofür zuständig sind, usw. Null Aufklärung, auch nicht durch meine Frauenärzte

    Das ging mir ähnlich. Irgendwie wurde man zwar aufgeklärt, wie man Schwangerschaften verhindert, aber es gab keine Infos, wie denn eine Schwangerschaft zustande kommt und z.B. dass man die biologische Uhr "messen" kann. Klar kann man sich selbst über alles informieren.

    Aber ich informiere mich auch nicht über sämtliche IGEL-Leistungen und überlege ständig, was man denn mal alles untersuchen könnte.

    Ich bin daher der Ansicht, dass Frauen ab 25/30 eine kostenlose Messung des AMH-Werte gewährt werden sollte. Und dass das Thema auch deutlich mehr bei Frauenärzten angesprochen werden sollte.

    Ich hab z.B. schlicht nicht gemerkt, dass es schon zu spät war.

    Wenn ich wüsste, wo man sowas politisch anstupsen kann, würde ich das glatt tun.

    Zitat von Schnabel

    . Das Wort "Eizellspende" wurde gar nicht erwähnt, dafür hundertmal das Wort Egoismus und Unverantwortlichkeit. Sowas nervt einfach nur.

    Um ehrlich zu sein, verstehe ich die Argumentation "Egoismus" ebenfalls nicht.

    Ab welchem Alter fängt denn der "Egoismus" an?

    Mit 40?

    Also wird man mit Schlag 40 zum Egoisten? Warum nicht mit 39 1/2? Oder mit 37?

    Oder fängt der Egoismus mit 35 an, weil die Statistik das so "vorgibt"?

    Ist man Egoist, weil man der Natur etwas "nachgeholfen" hat?

    Oder ist man Egoist, weil man die Evolution ausgehebelt hat, die einem sonst "aussortiert" hätte?

    Ist man Egoist, weil bei EZS eben auch das Kind automatisch mit betroffen ist und dass das Kind keine Wahl hatte?

    Aber hat ein Kind jemals eine Wahl in welche Umstände es hineingeboren wird? (Bitte nicht als Zynismus verstehen)

    Der andere Punkt ist, der Wunsch, Kinder zu haben, ist tief in jedem lebenden Wesen verwurzelt. Warum und mit welchen Argumenten will man dies manchen Menschen absprechen?

    Für mich ist das Argument Egoismus daher nur sehr schwierig nachvollziehbar.

    Gleiches gilt für "Verantwortungslosigkeit".

    Menschen werden immer älter. Und diejenigen, die heute 40 sind sehen nicht aus wie Frauen, die vor 50 Jahren 40 waren - sondern deutlich jünger.

    Wenn eine Frau heute mit 48 Mutter wird, dann ist sie 66 wenn das Kind Abitur macht.

    So what? ;)

    Zitat von Schnabel

    Alleinerziehend kann man geplant oder ungeplant werden, so ist das Leben. Man kann auch einen neuen Lebenspartner kennenlernen und mit ihm/ihr das Kind großziehen.

    Eben! :)

    Und Patchwork ist doch heute schon fast die gängige Realität. Die klassische Nimm-2-Familie wird doch immer seltener.

    EZS ist für mich ehrlich gesagt auch nur eine besondere, freiwillig und bewusst gewählte Form von Patchwork :)

    LG

    Diagnose: vorzeitige Wechseljahre, AMH nicht messbar, Bj 80

    1 x IUI - negativ | 2 x IVF - negativ | 2 x IVF - abgebrochen, keine Eizellen | 3 x EZS - negativ

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    12/2021 - MRT

    01/2022 - ERA-Test Teil 2 (--> 156h Progesteron)

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    03/2022 - <3 schlägt

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