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Transfer im Spontanzyklus

  • Anne37
  • 30. April 2006 um 08:32
  • Erledigt
  • Anne37
    2-Zeller
    Beiträge
    25
    • 30. April 2006 um 08:32
    • #1

    Hallo Doc,
    dass die Chancen mit frischen Embryonen besser sind als mit gefrorenen, ist mir bekannt. Gibt es einen Unterschied ob es die eigenen oder gespendete Embryonen sind?Ist die Chance im Spontanzyklus schwanger zu werden mit gespendeten Embryonen geringer als bei eigenen Embryonen? Was würden sie empfehlen?

    Hier in Deutschland werden nach den Icsi-Versuchen, viele Transfere erfolgreich im Spontanzyklus durchgeführt und wurde mir von meinem Frauenarzt empfohlen.

    Gruß Anne

  • tomas eizellspende
    Eizelle
    Beiträge
    11
    • 30. April 2006 um 14:25
    • #2

    Re: Transfer im Spontanzyklus

    Hallo Anne,

    ich bin zwar nicht der Doc. Diese Fragen hab ich mir auch schon mal gestellt.

    1. eigene Eizellen - gespendete Eizellen
    Die Behandlungen mit gespendeten Eizellen haben meines Erachtens mehr Erfolg, weil die Spenderinnen in der Regel "gesünder" sind und damit zum Beispiel die Probleme mit genetischen Defekten an den eigenen Eizellen ausscheiden. Oder auch zum Beispiel das Problem, dass die eigenen Eizellen mit den Spermien nicht ideal "zusammenpassen". Daher muss man sich diesbezüglich selbst fragen, was die Ursache für die eigene Unfruchtbarkeit ist. Wenn man z. B. sicher ist, dass es nur an den Spermien des Mannes liegt, macht eine EZS natürlich keinen Sinn.

    2. Transfer im natürlichen Zyklus oder im downregulierten Zyklus ohne Eisprung

    pro natürlicher Zyklus: kostengünstig; nur möglich, falls ganz regelmäßiger Zyklus vorhanden, da ja genau das zeitlich ganz kurze Implantationsfenster getroffen werden muss.

    pro künstlicher Zyklus: besser zu steuern;

    Es gibt positive Studien für beide Varianten.

    Meine Meinung: Wenn es nur an den Spermien des Mannes liegt und alles andere optimal ist, dann natürlichen Zyklus - sonst künstlicher.
    Meine Erfahrung ist, dass in den Praxen nicht genug Zeit ist, um einen Transfer wirklich optimal im natürlichen Zyklus ausführen zu können. Und die Zeit des Arztes kostet ja auch Geld. Frag Deinen Arzt doch, ob er sich die Zeit für tägliche US und Hormonuntersuchungen bei Dir nehmen kann. Falls er sagt, das ist nicht erforderlich, würde ich den künstlichen Zyklus vorziehen.

    Der Doc wird Dir mehr dazu sagen können, da er ein Fachmann für EZS ist. Ich würde seinem Rat vertrauen.

    Güße

    Thomas

  • Dr.K.
    *****s-Doc
    Beiträge
    2.244
    • 1. Mai 2006 um 18:47
    • #3

    Re: Transfer im Spontanzyklus

    Hallo Anne

    Die gleiche Frage habe ich vor kurzem schon in diesem Forum beantwortet.

    Schwangerschaftsrate mit gespendeten Eizellen ist sehr viel hoeher da die Chance schwanger zu werden mit der EZspende direkt von dem ALTER der Spenderin abhaengt und in den meisten Kliniken sind Spenderinnen alle unter 32 Jahre alt. Das gleiche gilt auch fuer einen Spontanzyklus.
    Allerdings ist die Chance mit einem downregulierten Zyklus und Eizellspende hoeher als in einem Spontanzyklus.

    ICSI mit Ihren eigenen Eizellen im Spontanzyklus durchzufuehren ist nicht zu empfehlen da meist nur eine Eizelle zur Verfuegung steht und statistisch die Chancen damit sehr gering ist.

    Wenn Sie mir Ihr Alter sagen kann ich Ihnen genaue Zahlen nennen.

    Gruss

    Dr.K.

  • Anne37
    2-Zeller
    Beiträge
    25
    • 2. Mai 2006 um 06:41
    • #4

    Re: Transfer im Spontanzyklus

    Hallo Doc,

    ich bin 37 Jahre alt und meine eigenen Eizellen sind nicht mehr ausreichend. Daher haben wir uns jetzt für eine Embryospende entschieden.

    Da bei meinem letzten Versuch ( ebenfalls Embryospende) trotz Einnahme von Progynova und 3 x 2 Utrogest + Progesteronspritzen (2 x die Woche 250 mg) mein Prog.Wert im unteren Bereich lag,und ich im natürlichen Zyklus höhere Werte erreiche wurde mir vom Kiwu-Arzt empfohlen es im Spontanzyklus zu versuchen.

    In Deutschland sind die Chancen mit gefrorenen Embryonen, die im Spontanzyklus transferiert werden ganz gut. Da es hier ja eigene Embryonen sind, war meine Frage, ob die Chancen gleich hoch (wie bei gespendeten) sind wenn man den Transfer im Spontanzyklus macht? Oder ist die Chance in einem künstlichen Zyklus besser? Was würden Sie mir empfehlen?

    Gruß Anne

  • Dr.K.
    *****s-Doc
    Beiträge
    2.244
    • 2. Mai 2006 um 09:11
    • #5

    Re: Transfer im Spontanzyklus

    Hallo Anne

    Die Chance fuer Sie mit Ihren eigenen gefrorenen Embryos schwanger zu werden ist besser in einem downregulierten Zyklus ! Mit gespendeten Embryos waeren die Chancen allerdings deutlich hoeher.
    Die "take home baby rate" bei einer 37 jaehrigen mit frischen embryos liegt bei ca 25%, mit gefrorenen bei etwa der Haelfte !
    Ich bin nicht ueberrascht dass die Progesteronespiegel niedrig waren , denn die Spritzen die Sie hatten war wahrscheinlich Medroxyprogesterone Caproate und das kann man mit den normalen Progesteron Test nicht im Blut feststellen. Es ist ein anderes Molekuel.

    Gruss

    Dr.K.

  • Anne37
    2-Zeller
    Beiträge
    25
    • 2. Mai 2006 um 22:44
    • #6

    Re: Transfer im Spontanzyklus

    Hallo Doc,

    danke für Ihre Auskunft.

    @ Thomas. Danke auch dir. Auch wenn es keine Neuigkeiten sind bin ich über jeden Austausch froh.

    Gruß Anne

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