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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

  • sasuna
  • 29. April 2006 um 21:04
  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 29. April 2006 um 21:04
    • #1

    schon wieder neugierig bin :)

    Darf ich fragen seid ihr zuhause oder arbeitet ihr wenn ja ganz oder teilzeit?

    Ich bin zuhause und hoffe es noch einige zeit bleiben zu können. Irgendwie ist mir gar nicht nach job meine kids sind mir viel viel lieber.

    Decke fällt mir auch keine auf den Kopf und das Gefühl ich sei nicht gefordert habe ich auch nicht.

    lg
    Sasuna

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 30. April 2006 um 22:07
    • #2

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Hallo sasuna

    mir geht es genauso.


    zu diesem Thread paßt ja genau der neue Artikel von Eva Herman , inhaltlich zusammengefaßt nachzulesen hier :

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc…,413134,00.html


    Was meint ihr, Karrierezicke oder Übermuttchen , was wollen wir sein ?? :confused: :gruebel:


    :loldev:

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 30. April 2006 um 22:41
    • #3

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Derzeit denke ich Karriere und Mutter gehen NICHT zusammen wobei ich unter Karriere Top management verstehe mit 60 Wochenstunden und mehr.

    Job und Kind gehen sicher allerdings zu welchem Preis? Teilzeit ja, ganztags????????

    Will ich dass jemand anderer sich ärgert weil meine kids die Mathe Hausübung nicht machen? Will ich dass wer anders da ist wenn sie krank sind? Will ich versäumen wenn sie das 1. Mal einen Satz sagen?

    ICH will es nicht und ich bin traurig dass ich überhaupt daran denken MUSS dazu zu verdienen.

    Ganztags will ich frühestens wieder arbeiten wenn die Jüngsten (wer weiß wer das dann ist) 11 oder 12 sind vorher nicht. Teilzeit wird sein müssen :aerger:

    Ich finde der Job der die höchsten Anforderungen der Welt stellt lautet: MUTTER sein.

    Ich schaffe es ja net mal meinen Mann mehr als 2 Stunden die Kinder zu überlassen da rufe ich nach 60 Minuten an, o.k. bin wohl eine "Glucke"

    lg
    sasuna

  • Nicki
    Morula
    Beiträge
    273
    • 2. Mai 2006 um 10:07
    • #4

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Hallloooo....

    endlich mal jemand, der nicht gleich wieder in die Arbeit rennen will, wenn die Küken geschlüpft sind.
    Hängt wohl doch mit dem Alter zusammen. In anderen Foren, wo so die 20-30 jährigen rumtippen, da will jeder gleich wieder arbeiten.

    Aber nun zu mir....also ich fühle mich zuhause wohl. Sebastian ist jetzt fast 15 Monate und ich sehe keine Veranlassung in die Arbeit zu rennen. Wobei ich auch ganz ehrlich bin und sage, die Arbeit fehlt mir nicht, aber die sozialen Kontakte....die Gespräche.....der SmalTalk mit den KUnden usw. der fehlt mir schon irgendwie.....

    Ich gebe aber auch zu, dass ich ganz aufhören nicht möchte.....schon wegen so bestimmter Vorteile die mein Arbeitgeber uns bietet.....Mein Arbeitgeber fragt die Mütter alle, wann sie sich denn vorstellen können wieder zu arbeiten. Teilzeit oder Vollzeit ...egal.....ich habe angegeben ab Dez. 2006....dann ist der Kleine fast zwei und ich würde max. 1-2 Tage arbeiten wollen. Als Aushilfe mal wenns brennt, dann auch mal ne Woche.....

    Aber das ist alles offen......die haben mich angerufen, da war der Kleine gerade 9 Monate und ich hab zu meinen Mann gesagt....spinne ich, jetzt wo es leichter wird...sprich die Nächte wieder Nächte sind und der Kleine soviel dazulernt tag für Tag , da werde ich doch nicht in die Arbeit rennen....

    Gott sei Dank sind wir in der glücklichen Lage, das ich nicht in die Arbeit MUSS. Aber so ein bisschen Zubrot wäre natürlich irgendwann mal nicht schlecht. Vor allem, wenn wir uns grösseren Wohnraum anschaffen.

    Aber Fazit: Ich werde IMMER mehr zuhause sein, als in der Arbeit....Meine Arbeit ist Mein Kind und Mein Mann und der Haushalt.....das sind doch schon mind. drei Jobs....das soll ein Manager erst mal nachmachen....

    LG
    Nicki mit Sebastian *6.2.05

  • Narzisse2
    8-Zeller
    Beiträge
    151
    • 2. Mai 2006 um 13:19
    • #5

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Hallo!

    Ich bin auch zu Hause - und genieße es (meistens). Mein Chef hat mich an meinem 37. Geburtstag (da war unsere Kleine 16 Monate alt) gefragt, wann ich wieder komme - er hätte sich gefreut, wenn ich schon jetzt wieder einsteige. Darauf hin habe ich ihm gesagt, dass es bei meinen 3 Jahren Elternzeit bleibt. Ich habe das Glück, danach eine Teilzeitstelle mit 10 Stunden zu haben (aufteilbar auf bis zu 3 Tage). Das finde ich ideal, weil ich es so immer super mit Schule und Kindergarten einteilen kann. Ich finde dies schon sehr großzügig von meiner Firma, zumal es nur ein kleines Unternehmen ist.

    So gerne ich zu Hause bin, ich freue mich aber auch irgendwann (je nachdem ob es mit Kind 2 klappt) wieder etwas "Eigenes" zu haben (hier meine ich nicht nur das Geld). Man kommt auch auf andere Gedanken und es gibt Bestätigung. Ehrlich gesagt finde ich es zu Hause mit Kleinkind oft anstrengender als im Büro. Dazu kommt noch, dass ich eigentlich alles alleine bzw. mit Kind machen muss, weil mein Mann sehr unregelmäßige Arbeitszeiten und eine über 60-Stunden-Woche hat. Ich fühle mich also - wie Nicki schon sagt - eher wie eine Managerin als "Nur-Hausfrau und Mutter".

    So - jetzt genieße ich gerade meine "Mittagspause" (weil unsere Kleine schläft). Die steht uns ja wohl zu, oder? :lol:

    Viel Spaß weiterhin mit euren Süßen!

    Eure Narzisse

    3 Kinder durch Embryospende (1 Tochter, geb. 10/04 und Zwillingspärchen, geb. 9/07)

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 2. Mai 2006 um 17:48
    • #6

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Ein schwieriges Thema. Letztens las ich einen Bericht über eine hochkarätig besetzte Bänkerkonferenz in Dänemark, die dann vom Vorsitzenden beendet wurde mit den Worten, er müsse jetzt seinen Sohn vom Kindergarten abholen. Worauf die deutschen Teilnehmer wohl den Mund nicht mehr zukriegten. Wenn wir mal solche Zustände hier haben, geht vielleicht Karriere und Kind auch hier wieder zusammen.

    Gesamtgesellschaftlich gesehen frage ich mich immer, warum die 6-Std-Option nicht angedacht wird. In 6 Arbeitsstunden schafft man mindestens 8o% von 8Std, und das ermöglicht einem auch, wirklich Verantwortung zu übernehmen. Das ist häufig mit Halbtagsarbeit nicht möglich. Und 6Std. wären auch für ein Kind machbar, wenn es nicht zu klein ist.

    Persönlich habe ich mich für Halbtagsarbeit entschieden und das tue ich auch bereits seit Murkels Geburt wieder. Nun habe ich gute Bedingungen, ich bin selbstständig und habe das Büro im Haus. 2o-25Std sind im Moment gut machbar, ohne dass das Baby das überhaupt merkt. Ich denke, die 2. Babyjahrhälfte wird sicher schwieriger. Dann brauchen sie ja viel mehr Entertainment. Dann werde ich sicher Hilfe brauchen. Aber ansonsten finde ich ein Kind viel weniger Arbeit, als ich immer gedacht habe.

    Das reine Hausfrau+Mutterdasein tut vielen meiner Meinung nach auf Dauer auch nicht so gut, meiner Beobachtung nach. Die Welt wird doch arg klein und man ist in bestimmter Hinsicht einfach auch unterfordert. Zwei Bekannte von mir haben unlängst wieder angefangen, (Teilzeit) zu arbeiten, und beide haben plötzlich eine andere Stimme und halten sich gerader.

    Nun hängt es sicher von der Zahl der Kinder ab und davon, was man aus seinem Mutterdasein macht. Das umfasst ja alles von der schlichten Grundversorgung der Kinder - dann ist häufig auch Bequemlichkeit ein Grund, sich für's Zuhausebleiben zu entscheiden - bis hin zum ausgestalteten Familienleben, und dementsprechend variiert auch der Anspruch und die Belastung.

    Übrigens gibt es grade ein neues, interessantes Buch zum Thema: „Die Lust, Mutter zu sein“ von Daphne de Marneffe. Über den in der Feminismus-Diskussion verloren gegangenen Aspekt, dass Kinder kriegen UND sie versorgen Freude macht und für viele Frauen einfach ein inniger, libidinöser Wunsch ist. Jedenfalls tat mir die französische Ministerin, die drei Tage nach der Entbindung wieder Vollzeit im Büro saß, wirklich leid. Die beraubt sich doch schwer.

    So, Zeit fürs Abendessen.
    Gruß Romy

  • manda
    Blastozyste
    Beiträge
    790
    • 9. Mai 2006 um 11:33
    • #7

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Ich werde auf jeden Fall ab September wieder arbeiten gehen, und zwar mit
    6 Stunden. Ich denke, das ist ein ganz guter Kompromiss.
    Auch wenn unsere zwei mich fordern und ich sie nie mehr missen möchte, sehne ich mich doch nach meiner Arbeit, die mir sehr viel Spaß macht. Ich bin nicht der Typ, der sich ständig mit anderen Müttern trifft, um ein Pläuschchen zu halten. PEKIP, Babyschwimmen oder Krabbelgruppe - ok, aber das langt erst mal.
    Wegen dem Geld ist es nicht, aber einfach mal rauskommen, was anderes sehen und mit den Gedanken mal woanders sein als bei den Kindern.
    Ich merke es ganz arg, wie "beschränkt" meine Welt ist, wenn ich mal wieder unter anderen Leuten bin.

    Viele Grüße,

    manda

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 16. Mai 2006 um 14:36
    • #8

    Hier ist noch was Interessantes zum Thema "Arbeit/Hausfrau

    Hallo, ihr,

    das fand ich heute bei Spiegel online:


    Frauen, die sich richtig viel aufladen, haben die besten Chancen auf gute Gesundheit. Britische Forscher fanden beim Vergleich von 1200 Frauen heraus: Hausfrauen neigen am ehesten zu Übergewicht und Unwohlsein.


    Die Countrysängerin Tammy Wynette ("Stand by your man") wusste es: "Sometimes it's hard to be a woman" - manchmal ist es schwer, eine Frau zu sein. Noch schwerer ist es, könnten britische Forscher hinzufügen, eine gesunde Frau zu sein. Denn ausgerechnet die Doppelbelastung von Kind und Karriere bietet statistisch die besten Chancen auf gute Gesundheit. Das geht aus einer Langzeitstudie hervor, deren Ergebnisse nun im "Journal of Epidemiology and Community Health" veröffentlicht wurde.
    Diese Studie zeigt, dass Frauen, die Berufstätigkeit, Mutterschaft und Partnerschaft unter einen Hut bringen, am gesündesten sind", sagte Anne McMunn vom University College London. Das Forscherteam hatte die Daten von 1171 Frauen verglichen. Die Probandinnen hatten im Alter von 26 und 54 Jahren an einem Gesundheitscheck teilgenommen. Alle zehn Jahre mussten sie darüber hinaus per Fragebogen Auskunft über ihren Familienstand, Kinder und Beschäftigungsverhältnisse geben. Ihr Gewicht und ihre Körpergröße wurden in regelmäßigen Abständen gemessen - und die Frauen wurden nach ihrem Wohlbefinden befragt.
    Der Auswertung dieser Daten zufolge waren jene Teilnehmerinnen am zufriedensten mit ihrer Gesundheit, die in ihrem Leben sowohl die Rolle der Partnerin als auch der Mutter und der Berufstätigen ausgefüllt hatten.
    Dagegen klagten ihre Geschlechtsgenossinnen, die sich ihr Leben lang - oder zumindest die meisten Jahre - nur um Haus und Familie gekümmert hatten, am häufigsten über Krankheiten. Reine Hausfrauen brachten auch das durchschnittlich höchste Gewicht auf die Waage. Der Studie des britischen Medical Research Council zufolge waren 38 Prozent der Nur-Hausfrauen fettleibig, aber nur 23 Prozent der berufstätigen Ehefrauen

    Am wenigsten gesund waren jene Probandinnen, die lange Zeit oder immer die Rolle der Hausfrau inne hatten, gefolgt von alleinerziehenden Müttern und kinderlosen Frauen. "Die Botschaft lautet, dass langfristig die gesundheitlichen Vorteile jenen kurzfristigen Stress aufwiegen, dem berufstätige Mütter ausgesetzt sind", sagte McMunn.
    Die Wissenschaftlerin sagte, bessere Gesundheit sei die Folge von Berufstätigkeit gewesen, nicht die Voraussetzung dafür, überhaupt mehrere Rollen gleichzeitig auszuüben.
    Cary Cooper, Professor für Organisationspsychology an der University of Lancaster, sagte der BBC, diese Ergebnisse seien allerdings keine Ausrede für Männer, sich vor Mithilfe im Haushalt und bei der Kindererziehung zu drücken.

    Viele grüße
    Romy

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 16. Mai 2006 um 20:20
    • #9

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Hm, repräsentativ finde ich die Studie überhaupt nicht , mit nur etwas über 1100 Frauen. Das hat für mich jetzt keine echte Aussagekraft.
    Überhaupt finde ich es nicht gut, wie da das Klischee von der übergewichtigen, unzufriedenen "Nur"-Hausfrau bedient wird. Und wieso da die alleinerziehenden, die definitiv sehr viel Streß haben, so vergleichsweise gut wegkommen, kann ich auch nicht nachvollziehen.
    Da hat jemand m. E. sehr gezielt in eine bestimmte Richtung "frisiert ". Tja, man glaube nur der Statistik usw. usw.

    Was ich hier überhaupt vermisse bei der Diskussion Berufstätigkeit/"Nur"Hausfrau : WO BLEIBEN DIE KINDER ?? Das wäre für mich mich die allererste Priorität.

    Könnte sich ein 1 oder 2Jähriger schon artikuliert zu den Selbstverwirklichkeitsbestrebungen seiner Mutter äußern, würden wohl alle Kleinen für eine Vollzeitmutti plädieren, anstatt in eine Kinderbetreuungsstätte ( Kinderbewahranstalt wurde letztens als für mich teilweise treffender ausdruck geprägt, zumindest für die Kleinen bis zu drei Jahren ) abgeschoben zu werden.

    Nein, tut mir leid, ich finde, die ersten drei Jahre gehört ein Kind zur Mutter oder einer anderen ebenso vertrauten Bezugsperson. Es soll weder Streß noch Termindruck noch verfrühte Erwartungshaltungen durchmachen müssen.

    "Diese Studie zeigt, dass Frauen, die Berufstätigkeit, Mutterschaft und Partnerschaft unter einen Hut bringen, am gesündesten sind", sagte Anne McMunn vom University College London."

    Und welche Durchschnittsfrau, bitteschön, der kein Heer von dienstbaren Geistern zur Verfügung steht, wie der guten Frau vdL, bringt das alles komplikationsfrei "unter einen Hut"?? Diese Aussage ist doch so was von überheblich. Irgendwas bleibt doch immer auf der Strecke, meistens sind es halt dann die Kinder . Und was bitte haben die Kinder von einer gestreßten, nach Büroschluß vom Supermarkt zur KiTa hetzenden aber durchgestählten idealgewichtigen Mutter ??

    Kleine Kinder wollen eine Mutter, die "da" ist, nicht eine, die immer die entscheidenden Minuten zu spät ist, die vom Blick auf die Uhr gelenkt durch den Tag hetzt, die Zeit und Muße hat. Nicht eine, die immer hetzt und antreibt, weil man ja immer schon irgendwo wieder zu spät dran ist. Usw.Usw.

    Hausfrau, Mutter, das muß endlich auch berufliche Anerkennung finden, den Begriff Familienmanagerin finde ich da recht gut angedacht.

    Dieses Klischee von der "kleinen Welt " kann ich auch schon nicht mehr hören. Ist denn Termindruck, Kunden, Chefs, volle Schreibtische und nicht immer nur nette Kollegen das Tor zur GroßenWeitenWelt, und nur der Berufstätige hat den erweiterten Horizont? Das ist ziemlich kleinkariert gedacht. Das Leben ist das was man daraus macht.

    Ich will mein KInd/er auch gar nicht mit vielen anderen Dingen unter einen Hut bringen, dafür habe ich es nicht gewollt.

    Die Kontakte und Freundschaften, die ich seit der Geburt unserer Kleinen geknüpft habe, sind emotional und menschlich von großer Qualität , die mich und unser Leben bereichern. "Draußen" war ich persönlich lange genug, um mich jetzt mit Hingabe um mein Kind, meinen Mann und unser Haus zu kümmern. Unser Zusammenleben hat dadurch in allen Bereichen gewonnen.
    Und ich behaupte mal, daß ich doch sehr gerade zum Spielplatz und zum Babyschwimmen unterwegs bin.....


    Grüße

    von Josi

  • san
    8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 11. Juli 2006 um 11:05
    • #10

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Ich arbeite tgl. 3 Std., seitdem Benedikt 8 Wochen alt ist. Aber ehrlich gesagt: ich würde das nicht noch einmal tun. Man kann die "Zweisamkeit" nicht völlig frei genießen und muss sich unter Druck setzen zu lassen, bis um 09:00 alles soweit fertig zu haben, um eben arbeiten zu können. Gern hätte ich mir mind. 1 Jahr Zeit gelassen, eben den ganzen Tag ohne Druck mit meinem Kind zu verbringen, so wie fast alle anderen auch. War eine wahnwitzige Idee, für die ich mich immer noch verfluche.
    A
    Aber trotzdem denke ich, dass ich nach einer gewissen Zeit zu Hause in einer Halbtagstätigkeit gern wieder einem Beruf nachgehen würde. Ich denke, dass es wichtig ist, auch für sich langfristig zu denken. Und es ist möglich, beides unter einen Hut zu bringen. Auch Kinder profitieren von einem halbtägigen Besuch einer KiTa und gleichaltrigen Spielkameraden, die die Mutter eben nicht ersetzen kann. Und was ist, wenn die Kinder - heute schon mit 12 oder 13 - immer selbständiger werden, Mama nicht mehr so benötigen wie einst. Kann ich dann noch in den Beruf einsteigen? Nach so einer langen Pause? In Deutschland unvorstellbar. Und wenn doch, in welchen Job? Intelektuell ist man dann auf Dauer sicherlich unterfordert. Es sei denn, man kann es sich finanziell leisten, eben auf den Job zu verzichten und sich privat weiterzubilden und "up-to-date" zu halten. Aber das sind wohl eher die wenigsten. Das Geld brauchen wir jedenfalls auch.

    Hierzu gibt es sicherlich bei 1000 Befragten 1000 verschiedene Meinungen. Auch hier muss wohl jeder nach seinem Empfinden handeln. Ich würde weder die "Nur-Mütter" noch die berufstägigen Mütter verurteilen. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile. 100 %ig richtig kann man es nie machen.

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  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 11. Juli 2006 um 13:46
    • #11

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Ich denke mal, für mich und das Kind wäre die "klassische" Variante die beste Wahl.
    Zuerst die drei Jahre Elternzeit, in denen ich mich voll und ganz unbelastet voll dem Kind widmen kann. Diese Zeit vergeht sooo schnell, und man kann keine vergeudete Minute wieder zurückgewinnen.

    Daß die Kleinen glücklich und zufrieden sind und sich wohl fühlen. Diese Verantwortung haben wir.

  • san
    8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 12. Juli 2006 um 09:32
    • #12

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Josi, das hört sich alles sehr vernünftig an. Und du scheinst ja dann auch beidem gerecht zu werden: Dir und Deinem Kind. Also ist das i. O. so. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass ich nun lange genug gearbeitet habe: 18 Jahre täglicher Jobstress, mir reicht's eigentlich erst einmal. Deshalb auch die Überlegung, ab Januar ganz rauszugehen. Wer weiss, wann Benedikt einen Kitaplatz bekommt. Dann habe ich diesbzgl. wenigstens keinen Stress. Wenn sich für mich die Möglichkeit, meinen Langzeitchef weiterzubetreuen, nicht geboten hätte, wäre ich auch 3 Jahre zu Hause geblieben.

    Man darf sich nur bei dem Muttersein selber nicht vergessen, das finde ich wichtig. Zwar bleibt kaum noch Zeit übrig, ist ja auch nicht schlimm, hatte ich lang genug. Aber z. 1 x im Monat muss ich mich mit meinen Freundinnen treffen und 2 Stunden auftanken. Um so mehr freue ich mich, wieder nach Hause zu kommen.

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  • maria
    8-Zeller
    Beiträge
    108
    • 12. Juli 2006 um 22:53
    • #13

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    ich arbeite seit april ganztägig, wobei man in der forschung das glück hat, daß man auch zu hause am schreibtisch arbeiten kann. mehr als fünf stunden täglich schaffe ich aber selten. dafür arbeite ich auch am wochenende. ich finde es sehr, sehr anstrengend. seit monaten habe ich keine minute frei und langsam fürchte ich "zusammenzubrechen". man muß dazu sagen, daß ich mich eigentlich in die "single-gruppe" einreihen sollte, selbst wenn ich "offiziell" einen gatten habe. letzterer ist aber so gut wie nie da und wenn ja, mal für 12 stunden.
    ich wußte von anfang an, es würde sich an seinem lebens bzw. arbeitsstil nichts ändern und daß ich die entscheidung für das kind ganz allein tragen würde.
    ich bereue es keine sekunde und würde auch sehr gerne ein zweites kind bekommen, es ist aber - so empfinde ich es zumindest - unglaublich schwer, ein kind ganz allein aufzuziehn! noch dazu MEIN wunderbares kind, das nicht eine sekunde ruhig sitzt und blitzschnell überallhin krabbelt, wo es am gefährlichsten ist.

    liebe grüße
    maria
    und noch eine frage:

    wie sieht es bei euch mit "kinderbetreung" durch "personal"?

  • san
    8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 14. Juli 2006 um 11:03
    • #14

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    maria, dann hast Du's doppelt schwer. Ich bin zwar nicht "alleinerziehend", jedoch ist mein Mann auch nur Sa.+So. da. Und da arbeitet er auch noch ein wenig, so dass eigentlich die Kinderbetreuung an mir klebt. Unser Benedikt ist auch im Vergleich zu den pflegeleichten Babys meiner Freundinnen ein Temperamentsbündel, so dass ich permanent am Dauerbespaßen und Herumschleppen bin. Er lacht sehr viel, wirklich, fordert aber eben auch mehr. Wäre alles kein Problem, wenn ich nicht tgl. diese 3 Stunden arbeiten müsste, währenddessen ich ihn so nebenbei bespiele. Gott sei Dank macht er noch ein Vormittagsschläfchen von 1 Std., so dass ich nur 2 Stunden Arbeit und Ben habe. Auch wir wollen noch ein 2. Baby und mir wird schon Himmelangst, wie man z. B. das abendliche Zubettbringen gestalten soll, wenn ich alleine bin und mich nicht zerteilen kann. Da haben's die Mütter mit Mann abends zu Hause sicherlich sehr viel einfacher. Ich wäre froh, wenn mir mal abends mein Mann für 1 Std. das Baby abnehmen könnte. Aber an unserer Situation wird sich auch so schnell nichts ändern, schließlich geht das schon fast 5 Jahre so.

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  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 14. Juli 2006 um 21:13
    • #15

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    wauw maria das gibt ja aus. Mußt Du unbedingt ganztags arbeiten? Gäbe es nicht eine Chance ein wenig zu reduzieren?

    Ich kann es mir derzeit überhaupt nicht vorstellen vielleicht 10 Stunden die Woche maximal.

    Wir ahben ab Oktober 2 Plätze halbtags in einer Kinderkrippe werden aber nur 2 mal die Woche für je 3 Stunden hingehen.

    lg
    sasuna

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 14. Juli 2006 um 21:14
    • #16

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    [quote author=san link=topic=2898.msg22066#msg22066 date=1152867801]

    Da haben's die Mütter mit Mann abends zu Hause sicherlich sehr viel einfacher. Ich wäre froh, wenn mir mal abends mein Mann für 1 Std. das Baby abnehmen könnte. Aber an unserer Situation wird sich auch so schnell nichts ändern, schließlich geht das schon fast 5 Jahre so.
    [/quote]

    Es gibt immer wieder Alleinerzieher die es schaffen müssen aber ehrlich wenn mein Mann abends nicht da ist dann ist das echt stress und Chaos.

    lg
    sasuna

  • Tapabo06
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 14. Juli 2006 um 22:01
    • #17

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Liebe Maria,

    du fragst nach Fremdbetreuung. Unsere Kleine ist nun 18 Monate und wir sind seit 3.7. in der Eingewöhnungsphase in eine Nachmittags-Kindergruppe (alteingesessene Elterninitiative). Herrje!
    Zur Zeit ist sie so Mama-fixiert, dass sie sogar brüllt, wenn ich nur das Mittagessen für uns beide richte (10 min?) und ich sie nicht auf den Arm nehme.
    Zuerst hatte ich große Zweifel, dass ich die falsche Betreuungsform gewählt hätte und dass sie bei einer Tagesmutter besser aufgehoben wäre, aber unsere Kinderärztin meinte, sie würde sich wahrscheinlich bei jeder neuen Betreungsperson so verhalten. Als ich sie heute nach einer Stunde abholte, saß sie zwar bei der Erzieherin auf dem Arm und schluchzte noch ein wenig, wirkte aber sonst recht entspannt und sah auch nicht verheult aus. Andernfalls hätten sie mich auch angerufen, damit ich früher hätte kommen können.
    Aber noch etwas Positives: seit sie 3 Monate ist, hat sie eine Babysitterin, die zweimal die Woche nachmittags 3 Stunden kommt. Während der Fremdelphase (8-14 Monate) weinte meine Tochter wenn ich dann losging, bzw. die beiden zum Spielplatz aufbrachen. In letzterem Fall war aber deutlich festzustellen, dass sie schon aufgehört hatte zu weinen, wenn sie unten in den Kinderwagen gesetzt wurde. Und jetzt ist es auch so, dass sie sich total freut, wenn die Babysitterin kommt, fröhlich von ihrem Arm winkt, wenn sie rausgehen und Tsüss! sagt.
    Die Arbeit so reduzieren, dass das Kind damit d´accord geht, ist nicht bei jedem drin. Bei mir sind beispielsweise noch die Pflege eine dementen Mutter und ihre sonstigen Belange zu organisieren und das lässt sich einfach nicht deligieren. Und ich glaube auch, dass ab es einem gewissen Alter schon wichtig ist, eine Spielgruppe zu haben (statt Einzelbetreuung durch die Babysitterin), auch wenn dies zunächst nur bedeutet, einander zu beobachten.

    Maria, wie du das schaffst, weiss ich nicht, aber ich ziehe den Hut vor dir! Wenn der Mann mal da ist, geh' mal zur Massage - ich komme zwar auch höchst selten dazu, aber bei mir hilft´s.
    Auch halte ich viel von der Diskussion in der Zeit,

    jetzt habe ich auch den Link gefunden:
    http://www.zeit.de/wissen/bildung/kindergarten/index

    Liebe Grüße, Tapabo

    ------------------------------------------------------------
    2 Kinder durch EZS - Tochter 01/05, Sohn 05/07

  • Tapabo06
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 14. Juli 2006 um 22:19
    • #18

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Hi Sasuna,

    gerade las ich zufällig einen Artikel über Teilzeit-Krippenplätze:

    http://www.zeit.de/2006/17/C-Teilzeitkinder2

    Viele Grüße, Tapabo

    ------------------------------------------------------------
    2 Kinder durch EZS - Tochter 01/05, Sohn 05/07

  • manda
    Blastozyste
    Beiträge
    790
    • 15. Juli 2006 um 08:50
    • #19

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    Hallo Maria,

    ich hab' echt großen Respekt davor, wie Du das mit Arbeit und Kind schaffst. Wie sasuna schon schreibt, wenn mein Mann abends nicht da ist, ist das mit den twins schon ziemlich stressig und manchmal auch leicht chaotisch. Den Tag haben wir uns eingerichtet, aber abends brauchen beide doch den Papa und ich meinen Mann.

    Als unsere twins 2 Monate alt waren, haben wir eine Tagesmutter engagiert, die mich an einem Vormittag in der Woche entlastet, da wir niemand von der Familíe in der Nähe haben. Mit ihr haben wir eine gute Wahl getroffen - die Kinder fühlen sich sehr wohl bei ihr und sie kommt super mit dem Doppelpack klar. Danach fühle ich mich auch wieder richtig vollgetankt, und das kommt auch den Kindern zugute.
    Ab September gehe ich wieder für 6 Stunden arbeiten, aufgeteilt auf 2 Tage. Mein Mann reduziert seine Arbeitszeit zunächst mal für ein Jahr auf eine 4 Tage-Woche, so dass wir die Kinder nach wie vor "nur" einmal in der Woche für ca. 3 Stunden zur Tagesmutter geben. Für die Kinderkrippe oder ähnliches kriegen wir hier keinen Platz, da in unserer ländlichen Gegend solche Angebote Mangelware sind und die Plätze in der Regel an wirklich Bedürftige wie Alleinerziehende vergeben werden. Aber um den Kontakt mit anderen Kindern aufzubauen, gehen wir in unsere Krabbelgruppe vor Ort.

    Viele Grüße,

    manda

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 15. Juli 2006 um 16:18
    • #20

    Re: Arbeiten oder zuhause bei dem/den kindern

    [quote author=maria link=topic=2898.msg22043#msg22043 date=1152737631]
    ich arbeite seit april ganztägig, wobei man in der forschung das glück hat, daß man auch zu hause am schreibtisch arbeiten kann. mehr als fünf stunden täglich schaffe ich aber selten. dafür arbeite ich auch am wochenende. ich finde es sehr, sehr anstrengend. seit monaten habe ich keine minute frei und langsam fürchte ich "zusammenzubrechen". man muß dazu sagen, daß ich mich eigentlich in die "single-gruppe" einreihen sollte, selbst wenn ich "offiziell" einen gatten habe. letzterer ist aber so gut wie nie da und wenn ja, mal für 12 stunden.

    wie sieht es bei euch mit "kinderbetreung" durch "personal"?


    [/quote]


    Das stell ich mir auch sehr anstrengend vor, im ersten Moment dachte ich das gleiche wie sasuna geschrieben hat, ob es wohl möglich wäre, daß du dein Aufgabengebiet oder deine Arbeitszeit ein wenig zurückfährst?

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