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Immunreaktion/Risiken durch Immunglobuline? (@yno)

  • frowlein
  • 24. Januar 2005 um 07:14
  • frowlein
    Blastozyste
    Reaktionen
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    714
    • 24. Januar 2005 um 07:14
    • #1

    Hallo, yno,

    sorry, dass ich mich da einmische, aber Du solltest mal Kontakt zu Rom.y aufnehmen... und es gibt hier noch ein paar andere Frauen im Forum (frag mal Rom.y, die hat sich damit stärker auseinandergesetzt), die von ähnlichen Symptomen berichten... und von einer - hm - vergleichbaren Ignoranz der Ärzte.

    Auch ein Aspekt, den sich leider (und nach Kathys Tod nachvollziehbar, aber dafür umso aktueller) niemand traut öffentlich anzusprechen: Welche Risiken können unter der Geburt auftreten, wenn zur Schwangerschaftsvorbereitung und während der Schwangerschaft Immunglobuline und/oder Cortisonpräparate eingenommen werden (müssen)?

    Stichwort Infektionen. Da das Immunsystem ja über einen längeren Zeitraum durch die vorgenannten Präparate gedämpft resp unterdrückt wird, können also Infektionen unter und/oder nach der Geburt uU ein Problem darstellen, dem nur schwer (oder vielleicht gar nicht??) mit Antibiotika beizukommen ist. Allein deswegen wäre es wohl für viele hier wichtig, zu erfahren, was den Tod Kathys ausgelöst haben könnte...
    Nach Aussagen meiner Ärzte geschieht so etwas heutzutage entweder durch nicht zu stoppende Blutungen oder nicht in den Griff zu kriegende Infektionen.

    Verständlicherweise möchte sich Andreas vielleicht nicht mehr (oder noch nicht..) mit dem Geschehenen so stark konfrontieren, aber vielleicht weiss jemand von den anderen Mädels (und Jungs) hier mehr. Wäre hilfreich!

    Auf alle Fälle wäre es sicher sehr gut, die Geburtshelfer auf den Umstand der Immunbehandlung hinzuweisen, damit diese ggfs Vorbereitungen (wie bspw andere Antibiotika-Medikation als üblich) bei Komplikationen treffen können.

    Dir, liebe yno, ist vielleicht mit einem Kontakt zu Dr. Reichel geholfen??!.. und natürlich zu Rom.y und den anderen Mädels, die ähnliches berichten! ... auch was die "Einschätzung" der befragten Ärzte betrifft.
    Bei einer der hier vertretenen Forumsmitschreiberinnen kam es sogar zu so etwas wie einem anaphylaktischen Schock im Vergleich mit der von Dir beschriebenen "Grippe- Reaktion".

    Also: Nicht kirre machen lassen! Zu viele Frauen beschreiben diese Reaktionen, als dass bei Dir eine Wahrnehmungsstörung resp Fehlinterpretation vorliegen könnte! Das ist kein Zufall!

    frowlein :)


    ...und dass es "sehr ungewöhnlich" ist, nach 4 Versuchen noch nicht schwanger zu sein... da können Ines & Chris vielleicht was zu sagen..

    hier die links zu zweien von Rom.y´s postings zum Thema: http://www.eizellspende.de/phpBB2/viewtopic.php?t=1664 /
    http://www.eizellspende.de/phpBB2/viewtopic.php?p=6618

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • yno
    8-Zeller
    Beiträge
    94
    • 24. Januar 2005 um 10:37
    • #2

    jezt erst recht!!!

    Hallo Frowlein,
    Vielen Dank für deine ausführliche Info!!!!
    Ich habe mir mal die Beträge von Rom.y durchgelesen und muss sagen, dass mir das doch sehr bekannt vorkommt!! Ich habe dem keine grosse Bedeutung beigemessen, aber um so mehr ich lese um so deutlicher erscheinen mir die Symtome. Ich kann mich erinnert das ich ausser meinen Nebenhöhlen und Grippe Effekte auch bei jedem Versuch einmal nachts völlig durchgeschwitzt und mit Herzrasen aufgewacht bin und jedesmal wusste das ich nicht schwanger war. Ich machte mir darüber keine groesseren Gedanken, da ich dachte die Situation würde mich einfach zu sehr belasten.
    Ich habe letzte Woche Frau Reichel kontaktier und ihr schon mal vorab meine schon vorhandenen Tests zugeschickt. Ich habe mir nun vorgenommen dem auf den Grund zu gehen, den wie ich schon gesagt habe irgendetwas stimmt nicht!
    Viele liebe Grüsse
    yno

  • frowlein
    Blastozyste
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    3
    Beiträge
    714
    • 24. Januar 2005 um 18:55
    • #3

    Immunreaktion/Risiken durch Immunglobuline? ( yno)

    Dann versuch´s doch auch mal bei http://www.klein-putz.de . Ich könnte mir vorstellen, dass bei der (zur EZS) vergleichbar grösseren Anzahl von IVF-Frauen auch häufiger schon genau diese Symptome beobachtet wurden... also bei eingeschränkt fertilen Frauen, die eben aufgrund einer Immunproblematik (??) nicht schwanger werden...

    ..und zu Progesteronwerten und zum Thema Schilddrüse findet Ihr dort auch was, sasuna und Claudia...

    Haltet uns auf dem Laufenden! Ich wette, hier gibt´s ´ne Menge Mitleserinnen, die diese Themenbereiche sehr aufmerksam verfolgen!!

    frowlein :)

    Bj.62, POF dx 1999,
    EZS IVI
    Ostern 2000: neg.
    Okt. 2000 --> Zwillinge 06/01 (Ende 36.SSW, 1x spontan, 1x Notsectio)

  • Nicole
    4-Zeller
    Beiträge
    70
    • 24. Januar 2005 um 20:03
    • #4

    Immunreaktion/Risiken durch Immunglobuline? ( yno)

    Frowlein,
    Kathrin ist verblutet. Ob das Heparin, was Kathrin während der gesamten SS genommen hat, das begünstigt hat, kann ich als Laie nicht beurteilen. Die anderen Medis schließe ich eher aus, aber wer weiß von uns schon was über Langzeitwirkungen.
    Mehr möchte ich mit Rücksicht auf Andreas dazu nicht sagen.

    Übrigens bin ich zwar auch so ein Leukonorm-Kandidat für den nächsten Versuch, aber ich bin vorsichtig geworden.
    Das sind Medikamente, die soweit ich weiß, unter anderem Patienten mit einer Organspende bekommen. Also Mädels, das kann nicht ohne sein. Eine neutrale Freundin hält mich schon für bekloppt, was ich meinem Körper bzw. meiner Gesundheit antun würde. Und wir absolvieren damit noch locker unser tägliches Arbeitspensum. Was ist, wenn wir mal irgendwo umkippen?
    Wer von uns kennt die Neben- oder Nachwirkungen? Und die tatsächlichen Erfolge? Hat Frau Dr. Reichel dazu Langzeitstudien? :o
    Scheint mir irgendwie nach Cortison und Co. der neueste Clou zu sein. Ich klammere mich auch dran, aber denkt mal darüber nach, warum Frau Reichel die beiden Medis Octagam und Leukonorm neuerdings in fast jedem Fall als die Supermittel anpreist. Bei mir wäre es sogar fast nur prophylaktisch und nicht mal medizinisch notwendig angezeigt.
    Nichts desto trotz halte ich sie für eine sehr kompetente und menschliche Ärztin.
    Dies soll kein Vortrag, sondern nur ein Denkanstoß sein von einer Frau, die seit dem Tod ihrer Freundin da ganz sensibel geworden ist.
    Gruß
    Nicole

  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    1
    Beiträge
    1.339
    • 24. Januar 2005 um 21:36
    • #5

    Immunreaktion/Risiken durch Immunglobuline? ( yno)

    Hallo,

    wir wollten uns auch nochmal kurz in diese Diskussion hier einmischen, schliesslich hat Ines ja auch schon mal auf den Rat von Dr. Reichel gehört und Immunglobuline genommen.

    Es gibt scheinbar ganz wenig Ärzte die das Immunsystem soweit mit dem Kinderwunsch in Verbindung bringen, dass man es mit solch massiven Medikamenten therapieren muss. In den führenden Repro-Kliniken ist das überhaupt kein Wort wert. Sicherlich haben einige Frauen eine erfolgreiche Schwangerschaft mit Immunglobulinen erzielt, aber lag es wirklich an diesen?
    Wie kann man das beweisen? Es gibt unserem Wissen nach keine Langzeitstudien zu diesem Thema.
    Es gibt gerade in der Repro-Medizin noch soviele Unbekannte, die Spezialisten auf diesem Gebiet wissen ja noch nicht einmal genau, wie der Einnistungsvorgang funktioniert oder gesteuert wird. Da ist noch viel Forschungsarbeit zu leisten.
    Wir wollen unter Euch keine Unruhe verbreiten, aber habt Ihr Euch mal die Studie durchgelesen, die wir über Immunglobuline hier reingesetzt haben, die Nebenwirkungen sind echt heftig. Es sollte also vorher wirklich genau abgewogen werden, ob die Einnahme unbedingt notwendig ist.
    Für uns steht auf jeden Fall fest, dass wir bei unserem nächsten Versuch, der aber noch nicht feststeht, mit Sicherheit keine Immunglobuline mehr nehmen, da uns das Risiko zu groß ist.

    Wir wollen Euch nicht von Dr. Reichel abraten, aber erzählt bitte, egal welche Medikamente Ihr einnehmt, den behandelnden Ärzten genau was Ihr wie lange und in welcher Menge eingenommen habt.

    Alles Gute für Euch

    Ines & Chris

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 25. Januar 2005 um 18:55
    • #6

    Immunreaktion/Risiken durch Immunglobuline? ( yno)

    Liebe Nicole!

    Erstmals ganz herzlichen Dank dass Du uns gesagt hast was mit Kathrin passiert ist. Ich habe mir darüber sehr oft Gedanken gemacht.(Ich darf lt. Reichl Heparin in der 24. SSW absetzten wenn der Doppler o.k. ist)

    Immunoglobuline verschreibt Dr. Reichl meines Wissens nur wenn die NK Zellen erhöht oder zu hohe Antikörper bzw. Hashimoto vorhanden.

    Leukonorm ist so ein "Ausschlusskriterium" Medikament. Wenn alles andere ausgeschlossen ist (Gebärmutter, Schleimhautaufbau, Schilddrüse, "alte" Eizellen) und es trotz top Bedingungen zu keiner Einnsitung oder immer wieder zur FG kommt dann ist es angebracht.

    Leukonorm hilft 1. ein Immunsystem auszugleichen (es wird z.B. bei Tumoren genauso wie bei Pilzinfektionen eingesetzt) d.h. es wirkt anregend auf "schwaches" dämpend auf überaktives Immunsystem

    Dazu bewirkt es dass der Erkennungsmechanismus des Körpers gestärkt wird (ähnlich der aktiven Immu wirkt aber abgeblich auf mehr Rezeptoren und naja bei EZS ist ja 100% fremd gegenüber normaler IVF)

    Dazu kommt dass es einen Ausgleich an Cytochinen schafft. TH2 ist gut in der Schwangerschaft, zuviel TH1 dagegen toxic. Beides ist immer vorhanden aber bei manchen Frauen stimmt Radius TH1 zu TH2 nicht. Leukonorm wirkt anregenend auf TH2.

    Mittlerweile gibt es schon einige Leukonorm Babys die gesund und munter sind.

    Cortison wird übrigens üblicherweise nach der 12. SSW ausgeschlichen also da ist bis zur Geburt sicher nix mehr im Körper.

    lg
    Sasuna

  • Nicole
    4-Zeller
    Beiträge
    70
    • 26. Januar 2005 um 19:31
    • #7

    Immunreaktion/Risiken durch Immunglobuline? ( yno)

    Liebe Sasuna,
    herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und einen guten Verlauf wünsche ich Dir!
    Sag mal, Du scheinst Dich bei diesem Thema auszukennen, oder?
    Kannst Du mir den Unterschied zwischen Octagam und Leukonorm erklären? Oder steht es hier schon irgendwo? :eek:
    Mal ganz nebenbei kosten diese Medis ein Schw....geld. Auch das ist ein Grund, über deren Nutzen nachzudenken.
    Liebe Grüße
    Nicole

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 26. Januar 2005 um 21:12
    • #8

    Immunreaktion/Risiken durch Immunglobuline? ( yno)

    Will mal probieren.......

    Bei Leukonorm steht Immunsystem ausgleichend.

    Octagam ist ein Immunoglobuline und wird vor allem zur Senkung der NK zellen bei ANA oder APA eingesetzt. Auch bei Hashimto soll es helfen da Haschis oft ein zu aktives Immunsystem haben. Wie es auf TH1 oder Th2 wirkt wissen die noch nicht, glaube ich.

    Beides wird ja auch Blut hergestellt.

    Auf jeden Fall ist der Erkennungsmechanismus bei Leukornom vorhanden nicht bei Octagam. (übrigens da gibts noch andere Produkte wie Sandoglobulin, Endobulin, Gammayard Venimum das sind alles Immunoglubuline)

    Teuer ist das sehr wohl

    Du kannst mal auf amerikanischen Seiten surfen unter IVIG and miscarriage da steht recht viel dazu.

    Allerdings wenn ich es recht verstanden habe geben die IVIG nur wenn es irgendeinen Befund dazu gibt.

    Leukonrom hingegen ist indiziert wenn man NICHTS finden kann also das Ausschlußprinzip. (weil TH1 und TH2 kann in Europe kein Mensch testen)

    Hoffe das hilft Dir ein bissi.........

    lg
    Sasuna

  • Sigi
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 27. Januar 2005 um 11:25
    • #9

    Risiken durch Heparin und Immunglobuline

    Hallo an alle!

    Habe lange nicht ins Forum geschaut und bin sehr betroffen über den Tod von Kathy. Wie tragisch und wie furchtbar für Ihren Mann und die beiden Kleinen.

    Eine starke Blutung nach einer Entbindung oder Kaiserschnitt kann z.B. durch eine Placenta accreta verursacht werden (Thema kam schon mal im Forum vor). Das hat aber eher nichts mit Eizellspende zu tun. Blutungen aller Art könen natürlich unter Heparin und erst recht bei gleichzeitiger ASS-Gabe verstärkt werden. Da ich schon eine Sectio in der Vorgeschichte hatte, haben wir uns da auch vor der Entbindung schlau gemacht. Die Gerinnungsspezialistin der Uniklinik hatte empfohlen 10 Tage vor dem Geburtstermin auf 2-malige Heparingabe täglich jeweils mit der halben Dosis umzustellen (wegen besserer Steuerungsmöglichkeiten) und ab Wehenbeginn gar nichts mehr zu spritzen (erst 6 Std nach Entbindung wieder, dann aber wichtig wegen besonders hohem Thromboserisiko im Wochenbett bei Thrombophilie).
    Es gibt außerdem ein Medikament namens "Protamin", mit dem man den Haparineffekt im Notfall aufheben kann. Da dies in normalen Krankenhäusern eher nicht vorrätig ist, haben wir es uns besorgt und mitgenommen (aber nicht gebraucht zum Glück). Die Ärztin hielt dies zwar für überflüssig, aber vielleicht war es doch nicht so dumm. ASS konnte ich nach Rüchsprache mit Frau Dr. Reichel nach der 16. SSW absetzen. Da war ich wirklich froh, denn unter ASS und Fragmin P-Forte hatte ich ein paar wirklich riesige blaue Flecken und ASS wirkt immer noch 2 Wochen nach, ist also nicht gut steuerbar. Ansonsten würde ich für die Entbindung immer eine gr. Klinik mit Intensivstation, Neugeborenenintensiv und rund-um-die-Uhr-Labor empfehlen.

    Da ich bei 5 Fehlgeburten nicht nur eine Thrombophilie (genetische Thromboseneigung) habe, sondern auch erhöhte Killerzellen festgestellt wurden, hat Fr. Dr. Reichel mir auch Octagam empfohlen. Aber ich habe es nicht angewendet, hauptsächlich da ich auch Angst vor Nebenwirkungen hatte. Bei Blutprodukten besteht immer das Risiko, dass sogenannte Autoimmunreaktionen ausgelöst werden. Außerdem können auch Infektionen übertragen werden. Ich kenne eine Frau die einige Jahre nach Immunisierungsbehandlung wegen Fehlgeburt eine ungeklärte Nervenentzündung bekam und jetzt quasi querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt. Auch wenn der Zusammenhang bei ihr nicht sicher ist, ist er durchaus möglich und das Risiko war mir zu hoch.
    Unser Kleiner ist jetzt übrigens 14 Monate alt und sehr lebendig. Wir genießen ihn alle sehr. Von daher hat sich sicher jedes Risiko gelohnt, aber man sollte nicht leichtsinnig sein.

    Liebe Grüße an alle von Sigi

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