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Stillen ist gut für den Blutdruck und ein langes Leben

  • Ines + Chris
  • 13. Juli 2004 um 11:07
  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    1
    Beiträge
    1.339
    • 13. Juli 2004 um 11:07
    • #1

    Stillen ist gut für den Blutdruck und ein langes Leben
    Studie von Kinderärzten und Epidemiologen
    BRISTOL (ner). Gestillte Kinder haben später einen niedrigeren Blutdruck als Kinder, die im Säuglings-alter industrielle Milchprodukte erhalten haben - ein weiterer Grund, das Stillen zu propagieren.

    Kinderärzte und Epidemiologen von der Universität in Bristol in Großbritannien haben mehr als 4700 am Termin geborene Kinder in den ersten sieben Lebensjahren kontinuierlich nachuntersucht und den Blutdruck bestimmt.

    Dr. Richard M. Martin und seine Kollegen fanden dabei einen um 1,2/0,9 mmHg und damit signifikant niedrigeren Blutdruck bei gestillten als bei nicht gestillten Kindern, berichten sie in "Circulation" (109, 2004, 1259). Der Unterschied blieb bei statistischer Berücksichtigung weiterer Variablen wie sozioökonomischer Status, Rauchen in der Schwangerschaft oder anthropometrischer Differenzen signifikant.

    Die Unterschiede zwischen den Blutdrucken gestillter und nicht-gestillter Kinder setzen sich bis ins Erwachsenen-Alter fort, hätten andere Studien ergeben, so Martin.

    Es wird angenommen, daß nicht gestillte Kinder über die industriell gefertigte Milch mehr Salz, Energie und Proteine aufnehmen als gestillte Kinder, und daß dies Einfluß auf die künftigen Ernährungsgewohnheiten hat. Die Entwicklung einer Insulinresistenz werde gefördert. Diese kann über die Aktivierung des sympathischen Nervensystems den Blutdruck erhöhen.

    Zudem enthalte Muttermilch mehr langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, was positive Auswirkungen auf das Gefäßendothel haben könnte.

    Eine Minderung des systolischen Blutdrucks um ein Prozent in der Bevölkerung führt nach Angaben der Epidemiologen zur Minderung der Gesamtmortalitätsrate um 1,5 Prozent.

    Quelle: Ärzte-Zeitung

  • rebella
    4-Zeller
    Beiträge
    30
    • 25. November 2004 um 00:47
    • #2

    Stillen ist gut für den Blutdruck und ein langes Leben

    Da Stillen noch für sooo viele Dinge gut ist, hier mal eine Liste:

    - Muttermilch enthält nachweislich über 200 verschiedene Bestandteile und Inhaltsstoffe
    - 1 Tropfen Muttermilch enthält 4.000 lebende Zellen.
    - Muttermilch ist immer verfügbar, keimarm und richtig temperiert.
    - Die Fettreserven, die während der Schwangerschaft eingelagert wurden, werden durch das Stillen abgebaut. Viele Frauen erreichen so schneller ihr Vorschwangerschaftsgewicht.
    - Stillen beeinflusst die Rückbildung der Gebärmutter und rediziert den nachgeburtlichen Blutverlust der Mutter.
    - Stillende Frauen sind durch Stillhormone entspannter und ausgeglichener.
    - Die geistige und motorische Entwicklung wird durch die Art der frühen Ernährung beeinflusst.
    - Die erste Milch, das Kolostrum, ist ein wesentlicher Infektionsschutz für Ihr Kind.
    - Muttermilch enthält Schutzstoffe gegen Bakterienwachstum.
    - Stillen fördert die Entwicklung des Kindes.
    - Frühes und häufiges Stillen sowie die einzigartige Zusammensetzung der Muttermilch beugt Neugeborenengelbsucht vor.
    - Muttermilch schützt vor Mittelohrentzündung.
    - Muttermilch schützt vor Herzerkrankungen.
    - Ausschließliches Stillen schützt vor Diabetes.
    - Muttermilch mindert das Allergierisiko des Babys, z.B. durch das arteigene Eiweiß.
    - Muttermilch passt sich dem augenblicklichen Bedarf des Kindes an.
    - Der Nährwert der Muttermilch reicht normalerweise für die ersten 6 Lebensmonate aus.
    - Durch das Stillen erfährt das Baby sehr häufig Hautkontakt ? etwa 600 Stunden im ersten halben Jahr. Dies unterstützt die seelische Entwicklung des Babys.
    - Stillen verschafft der Mutter mehr Zeit für ihr Baby.
    - Stillen unterstützt das optimale Wachstum von Kindern.
    - Stillen fördert die Sprachentwicklung durch eine gesunde Entwicklung der Kiefer und der Zahnstellung, der Zungen- und Gesichtsmuskulatur.
    - Gestillte Kinder weinen weniger.
    - Stillen ermöglicht der Mutter auch in angespannten, hektischen Zeiten kleine Erholungspausen.
    - Stillen bietet die optimalen Bedingungen für einen guten Blickkontakt zwischen Mutter und Kind.
    - Muttermilch schützt gegen häusliche Keine. Das ist besonders vorteilhaft, wenn das Baby anfängt zu krabbeln und alles in den Mund nimmt.
    - Gestillte Kinder haben ein besseres Sehvermögen.
    - Ein Stillkind kann ohne großen Aufwand mitgenommen werden.
    - Stillen sekt die Säuglingssterblichkeit.
    - Stillen mindert die Chance, an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken.
    - Volles Stillen nach Bedarf verzögert das Wiedereinsetzen der Fruchtbarkeit.
    - Stillen bietet Müttern Schutz vor Osteoporose. (+verbesserte Remineralisierung des Skeletts)
    - Stillen erspart den Eltern und dem Baby Arztbesuche.
    - Stillen belastet die Umwelt nicht, weil die energie- und rohstoffintensive Herstellung, der Transport und die Verpackung der künstlichen Nahrung wegfallen.
    - Ausgaben für Milchpulver, Flaschen und Sauger sind überflüssig. Sie sparen viel Geld!
    - Gestillte Kinder sind seltener krank. Sie benötigen weniger Medikamente und müssen während ihres ersten Lebensjahres 10-mal weniger stationär behandelt werden.
    - Durch Stillen spart unser Gesundheitswesen Kosten.
    - Stillen macht Frauen stark. Es stärkt das Selbstbewusstsein.
    - Nach Auffassung der American Academy of Pediatrics (1997) führt Muttermilchernährung auch in entwickelten Ländern bei zahlreichen Krankheiten zu einer signifikanten Minderung des Risikos, so z.B. bei Diarrhöen (Durchfallerkrankungen), bronchopulmunalen Infektionen (Entzündungen der Bronchied und der Lunge), Mittelohrentzündungen, Sepsis (Blutvergiftung), bekterieller Hirnhautentzündung, Botulismus (bakterielle Lebensmittelvergiftung), Harnwegsinfekten und schwersten Darmentzündungen. Schutzeffekte der Muttermilchernährung werden auch gegen nichtinfektiöse Krankheiten diskutiert, wie plötzlicher Kindstod, Diabetes Mellitus Typ 1 (insulinpflichtige Blutzuckererhöhung), Morbus Crohn (entzündliche Dünndarmerkrankung), Colitis ulcerosa (entzündliche Dickdarmerkrankung), Lymphome und Allergien. Ferner werden fördernde Einflüsse der Muttermilchernährung auf die kognitive Entwicklung behauptet.
    - ?

    aus: Eva Hermann, ?Vom Glück des Stillens?, Körpernähe und Zärtlichkeit zwischen Mutter und Kind, Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2003, ISBN 3-455-09405-8

    Und da steht noch so viel Interessantes zum Thema drin. Lohnt sich.

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