Hallo ihr Lieben,
seit Wochen plagen wir uns mit dem Thema Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) herum und ich suche daher nun euren Rat. Ich bin nach EZS (mit ICSI) in der 17. SSW.
Immer wieder lese ich, dass ICSI allein schon eine Indikation für eine Fruchtwasseruntersuchung sein kann, da sich nach wie vor die Experten streiten, ob der Einstich in die EZ bzw. die Vorgeschichte des Mannes zu Genanomalien führen kann. Hinzu kommt, dass mein Mann stets sehr schlechte Werte hatte (wie schlecht sein Sperma ist, zeigte uns auch, dass von 8 gespendeten Eizellen nur eine verwendbare übrig blieb, aber die hat es auch bis heute geschafft). Meine Spenderin ist 28 Jahre alt gewesen, von daher noch nicht in der Risikogruppe für Genanomalien (ab 35 J).
In der 11. SSW habe ich ein sog. Ersttrimester-Screening durchführen lassen mit Messen der Nackenfalte und Blutwertanalyse. Dabei kam ein Risikofaktor heraus, der eine Fruchtwasseruntersuchung nicht unbedingt erfoderlich macht. Dies ist jedoch nur bezogen auf Trisomie 21 (Down-Syndrom).
Nach wie vor bin ich hin und her gerissen und habe furchtbar Angst, dass unser Baby nicht in Ordnung sein könnte. Die Fruchtwasseruntersuchung, die genau Auskunft geben kann, birgt jedoch ein recht hohes Risiko. Mein Kiwu-Arzt konnte mir weder dafür noch dagegen raten, gab mir jedoch mit auf die Reise, dass er einige Patientinnen von sich erlebt habe, die den Eingriff haben machen lassen, dann durch eine Entzündung des Fruchtwassers (Folge der Untersuchung) ihr Baby verloren haben und nach 14 Tagen (solange dauert es, bis man das Ergebnis erhält) erfahren haben, dass mit ihrem Baby alles in Ordnung war! Oh Gott, das würd ich nicht überleben!
Wie würdet ihr entscheiden?
PS: Die humangenetische Untersuchung unseres Blutes ergab vor 3 Jahren, dass wir beide soweit genetisch unauffällig sind.
Alex