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Immunproblem

  • Rom.y
  • 15. Januar 2004 um 17:07
  • Rom.y
    8-Zeller
    Beiträge
    113
    • 15. Januar 2004 um 17:07
    • #1

    Hallo in die Runde,

    ich muss doch mal wieder mit einem Problem hier vorstellig werden. Vielleicht hat ja irgendeiner von euch – wie so oft – eine hilfreiche Idee dazu.

    Nicht nur, dass ein Mann und ich mit einer klassischen ICSI-Problematik gesegnet sind, wir haben noch ein zweites Problem: Eine Immun-Unverträglichkeit. Diese stellte sich erst nach einigen Versuchen heraus. Ziemlich schnell nach dem Transfer Schwangerschaftssymptome, klar und unmissverständlich. Und dann wache ich morgens auf, schwitzig, leicht fiebrig, mit rasendem, hartem Puls und körperlich völlig schwach. Ungefähr so, als hätte man zu lange zu heiß gebadet. Zentrum dieser Reaktion ist eindeutig die Gebärmutter. Es fühlt sich aggressiv an, wie ein inneres Gewitter. Die Reaktion passiert zwischen dem 3. und dem 6. Tag nach dem Transfer und dauert etwa 2 Tage. Danach sind alle Schwangerschaftssymptome verschwunden, der Test negativ. In Zyklen ohne Schwangerschaftssymptome trat auch diese Reaktion nicht auf. Ich vermute, die Reaktion tritt auf, wenn die Embryos schlüpfen. Nach stärker entwickelten Embryos geht es schnell, nach 2-Zellern dauert es 5-6Tage.

    Ich habe eine HLA-Partnerimmunisierung gemacht. Dabei trat dieselbe Reaktion auf, nur nicht ganz so stark. Insofern konnte ich die Symptome eindeutig identifizieren. Ich hatte eine extrem starke Antikörperbildung. Aber genutzt hat es gar nichts.

    Seitens der Ärzte wurde mir immer gesagt, dass wohl das Alter der Eizellen das eigentliche Problem sei und diese Immunproblematik ein Nebenfaktor. In keinem Fall aber limitierend. Mein Arzt in Spanien sagte mir, er persönlich glaube nicht, dass diese Reaktion überhaupt existiert.

    Also habe ich es mit einer Eizellspende versucht. Tatsächlich, die Vitalität war höher. Ich bekam unmittelbar nach dem Transfer schon Schwangerschaftssymptome. Aber am 3. Tag war es wieder vorbei, und die Reaktion war so stark, dass ich völlig fertig war und selbst danach den Rückflug kaum bewältigen konnte.

    Ich wusste vorher gar nicht, dass solche Probleme überhaupt existieren können. Hat jemand von euch schon mal so was erlebt, davon gehört, eine Idee dazu?


    Und was tue ich jetzt? Ich bin 41. Mit den eigenen Eizellen wird es nicht mehr viel Sinn machen. Gegen das Sperma meines Mannes bin ich allergisch – egal, was man auch versuchte, es würde nichts werden. Da bin ich mir sicher. Embryospende wäre eine Möglichkeit.

    Was mir in den Kopf kam, war Folgendes: Man könnte doch eine Eizellspende mit dem Spermien meines Bruders befruchten. Dann wäre es zumindest ein genetischer Teil unserer Familie, die noch keine genetischen Nachkommen hat. Und die Chance, dass mein Körper es akzeptiert, wäre sicher auch höher als bei einer Fremdspende. Auch für das Kind wäre diese Möglichkeit sicher sinnvoller als eine Fremdspende.

    In Spanien ist das jedoch nicht erlaubt, Spenden müssen dort anonym sein. Hat eine/r von euch eine Idee, wo das evtl. erlaubt sein könnte?

    Grüße von einer geknickten

    Romy


    P.S.: Habe mir einen neuen Computer zugelegt. Jetzt akzeptiert mich das Forum nicht mehr! Mußte mich als Rom.y neu einloggen...

  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 15. Januar 2004 um 23:02
    • #2

    Immunproblem

    Hallo Romy,

    das tut uns wirklich leid, was Du/Ihr alles durchmachen müsst.

    Es kann sein, dass Du unseren Vorschlag als total hirnrissig ablehnst, aber vielleicht ist er ein Gedanke wert.

    Hast Du Dir mal überlegt, mit Deinem Problem zu einem Arzt zu gehen, der sich mit Traditioneller Chinesischer Medizin gut auskennt. Da ja sämtliche Krankheiten auf einem Ungleichgewicht des Energiekreislaufes beruht. Vielleicht ist es ein Problem, welches damit zu lösen ist. Du hast ja das Zentrum ganz gut beschrieben.

    Liebe Grüße

    Ines & Chris

  • Rom.y
    8-Zeller
    Beiträge
    113
    • 16. Januar 2004 um 09:17
    • #3

    Immunproblem

    Hallo, ihr beiden,

    ich bin schon seit Jahren in TCM-Behandlung und kann das als Begleit-und Vorbereitungsbehandlung auch sehr empfehlen. In der Tat kann TCM sehr viel bewirken. Vor allem harmonisiert es und baut auf. Zum Teil ist meine HP sogar mit mir zum Transfer gefahren und hat mich direkt davor und danach akupunktiert. Das kann ich sehr empfehlen, ich hatte danach sofort starke positive Uterusaktivität.

    Aber ich glaube, dieses seltsame Problem liegt tiefer, auf einer genetischen Ebene. Ich bin sowas wie allergisch gegen den Gen-Code meines Mannes. Solange die Eihülle drumrum ist, akzeptiere ich die Embryos, aber wenn es beim Andocken dann zum Eiweißkontakt mit seiner DNA kommt, ist es vorbei. So sieht das für mich aus. Da wird man nichts dran machen können.

    Ich finde dieses Problem selber sehr eigentümlich, fast gespenstisch. Aber es vollzieht sich so deutlich wahrnehmbar, dass keine Zweifel bleiben.

    Ich möchte jetzt erst mal nur, dass mein Arzt dieses Problem schlicht zur Kenntnis nimmt. Angeblich gibt es solche Probleme nämlich nicht. Ich habe eine Zuschrift bekommen, in dem eine Teilnehmerin von ähnlichen Erfahrungen berichtet und auch erzählt, dass die Ärzte das belächeln und auf "die Medikamente"schieben.

    Und dann versuche ich eine Klinik zufinden, die meinen Bruder als Samenspender (mit Eizellspende, natürlich) akzeptiert. Für Tips bin ich dankbar.

    Gruß Romy

    (Könnt ihr mich wieder auf "Romy" umstellen?)

  • joanna
    2-Zeller
    Beiträge
    29
    • 27. Januar 2004 um 12:45
    • #4

    Immunproblem

    Hallo Rom.y,

    bisher war ich nur stille Leserin dieses Forums. Ich war happy dieses Forum entdeckt zu haben, wurden mir doch jede Menge Fragen beantwortet und Info`s ohne Ende zur Verfügung gestellt. Obwohl ich nicht nah am Wasser gebaut habe, flossen doch so dann und wann ein paar Tränen.

    So, jetzt aber zu Deinem Beitrag. Ich war einerseits sehr bestürzt diesen Beitrag zu lesen, da die geschilderten Symtpme so ganz denen entsprechen, die ich bei mir wahrgenommen habe. Meine Ärzte gingen darauf allerdings auch in keiner Weise ein. Vielmehr wurden die Reaktionen auf Zystenbildung (hervorgerufen durch die Hormonstimulation) geschoben. Das habe ich nie glauben können, zumal auch im US nie Zysten festgestellt wurden.

    Leider habe ich auch keine hilfreiche Idee. (Mir hat es schon geholfen, dass ich nun weiß, dass ich mir nichts eingebildet habe und dieses Problem existiert). Ich hatte eine Eizellspende mit Einnahme von Kortison/Immunglobulinen in Erwägung gezogen , habe aber jetzt nicht mehr große Hoffnung, dass dies klappen könnte.
    Meine Frage an Dich wäre. Hast du auch unter einer Kortisonbehandlung diese Immun-Unverträglichkeit festgestellt???

    Noch kurz zu mir. Vor 10 Jahren wurde ich spontan schwanger. Ich kannte meinen jetzigen Partner erst sehr kurz. Ich wurde schwanger als ich gerade eine Gürtelrose "ausbrütete" - also meine Immunabwehr geschwächt war. Nach einigen Wochen hatte ich dann eine Fehlgeburt. In der folgenden Kinderwunschbehandlung wurde ich einmal schwanger (in diesem Zyklus nahm ich Dexamethason wegen eines etwas erhöhten Prolaktinwertes). Nach dem "Positiv" sollte ich das Dexa absetzen. Habe ich natürlich gemacht - 2 Wochen später hatte ich eine FG. Zufall? Kann sein. Trotzdem war mittlerweile meine Hoffnung immer, dass Kortison helfen könnte, unseren Wunsch wahr werden zu lassen. Wie ist Deine Meinung hierzu.

    Ich hoffe sehr, dass Dich noch hilfreiche Ideen erreichen.

    Liebe Grüße

    Joanna

  • mara
    2-Zeller
    Beiträge
    19
    • 28. Januar 2004 um 13:33
    • #5

    Hallo

    Romy und joanna,
    auch ich kenne diese Symptome.
    1 Fg mit SS-Symptomen - aufwachen schwitzend und wissend das Körper Embryo abgestoßen hat. Meine Ärzte glaubten es auch nicht - Erg. pos. SS Test = biochem. SS. (Hatte wegen erhöhten Testosteronwerten geringe Mengen an Dexa einzunehmen).
    2 FG mit Dexa und TCM Tee und Akkupunktur = Erg. SS mit superguten Werten. In der 7 SSW Absetzen des Dexa und ASS 100 und meines TCM Tees, die Folge 3 Tage später Fg!
    Nach vielen weiteren Versuchen, der Letzte mit eigenen EZ! Medis bei dem Versuch: Dexa bis Ende 8 SSw dann Prednisolon bis Ende 12 SSW mit ausschleichen bis 14 SSW. Zusätzlich in der Phase der Einnistung alle 2 Tage Akkupunktur. Nahm weiterhin wegen Gerinnungsstörungen ASS 100 und Heparin.
    Erg: Bin ENDLICH Mami :-))))))))))))))))))))))))))

    Also Cortison hilft das Imunsysztem zu unterdrücken, muß aber mindestens bis Ende 12 SSw genommen werden.

    Wünsche euch alles GUTE
    mara

  • SunnySunshine
    Morula
    Beiträge
    236
    • 28. Januar 2004 um 19:22
    • #6

    Immunproblem

    Hallo Mara,

    hm, das Thema wird so langsam interessant. Soll mittlerweile auch Dexamethason nehmen. Wie hoch wurde das bei dir dosiert?

    Danke & liebe Grüße
    SunnyS.

  • joanna
    2-Zeller
    Beiträge
    29
    • 29. Januar 2004 um 12:53
    • #7

    Immunproblem

    Hallo Mara,

    erstmal möchte ich mich für deine Info herzlich bedanken. Dadurch hast du mir Mut gemacht, doch noch einen Versuch zu wagen. Ich freue mich für jeden hier im Forum der schwanger ist bzw. schon ein Baby bekommen hat. Aber in deinem Fall natürlich besonders, weil du auch
    Immunprobleme hast und du es trotzdem geschafft hast.

    Ich wünsche dir und deinem Nachwuchs alles erdenklich Gute!!

    Es wäre supernett, wenn du mit vielleicht meine (dringlichsten) Fragen
    beantworten könntest.

    1. Auch ich würde gerne deine genaue Medikation/Dosierung wissen.
    2. Wo hast du dich behandeln lassen ?

    Vielen Dank im Voraus

    und liebe Grüße

    Joanna

  • mara
    2-Zeller
    Beiträge
    19
    • 29. Januar 2004 um 18:34
    • #8

    !

    Hallo joanna,
    für alle immunologischen Fragen wende Dich an Frau Dr. Reichel in Stuttgart, Tel 07 11-90 33 - 1 09. Sie macht die gesamte Diagnostik und ist WIRKLICH SUPER :):) !! Sie entscheidet auch über die Medikamentenhöhe und leitet die Infos an deine behandelnden Ärtze weiter.
    Eigentlich wird nur mit Prednisolon medikamentiert, ich hatte nur aufgrund verzögerter Weiterleitung der Info zu meinem Arzt Dexa. :-? :oops:

    Hi SunnyS,
    dir habe ich doch schon X-mal geschrieben - melde dich bei Dr. Reichel, Sie wird dir weiterhelfen. P.S. Ich persönlch finde Dr. Rr. besser als z.B. Kiel, da Sie eben an jegliche immunologischen Probleme glaubt und diese deswegen auch untersucht UND gegebenenfalls behandelt! :wink:

    Gruß an euch Zwei :D :o
    mara

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