Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Liebes Forum,
ich wollte Euch berichten, dass ich im Mai einen gesunden Jungen auf die Welt gebracht habe. Unser kleines, großes Wunder.
Ich wünsche Euch allen das Beste,
Luzie
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Liebes Forum,
ich wollte Euch berichten, dass ich im Mai einen gesunden Jungen auf die Welt gebracht habe. Unser kleines, großes Wunder.
Ich wünsche Euch allen das Beste,
Luzie
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Liebes Forum,
ich möchte Euch berichten, wie es mir ergangen ist. Es ist ein Wunder, aber ich bin schwanger! Genau an dem Tag, als wir in der Kiwu die erste ivf besprechen wollten, war der Bluttest positiv. Die ganze Praxis war aus dem Häuschen, denn die Chancen dafür waren eigentlich gegen null: zu frühe Eizellreifung, vier Tage hormonelle Stimulation, Eisprung auslösen am 5. Zyklustag. Aber es hat geklappt. Gestern hatte ich die Nackenfaltenmessung mit beruhigendem Ergebnis. Ich bin jetzt in der 14. Woche schwanger. Mit einem Jungen. Jetzt hoffen wir natürlich sehr, dass es weiterhin so gut verläuft.
Ich wollte meine Geschichte unbedingt hier reinschreiben, um anderen Mut zu machen, die auch mit einem sehr niedrigen Amh-Wert konfrontiert werden (bei mir lag er im Mai bei <0,1). Wahrscheinlich bin ich eine der wenigen Ausnahmen. Aber die gibt es!
Ich möchte Euch danken für dieses Forum. Es hat mir im Sommer sehr geholfen. Die Möglichkeit, dass man mit Hilfe einer Eizellspende Mutter werden kann, ist ein Glück. Ich hatte begonnen, mich damit auseinanderzusetzen und bin sicher, dass ich diesen Weg gegangen wäre. Ich wünsche Euch von Herzen alles, alles Gute!
Herzlich,
Luzie
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Mein Arzt hat sich darauf eingelassen, dass ich Bedenken gegen die Downregulierung habe. Er meinte, wenn mein Bauchgefühl nicht dafür spricht, dann fangen wir eben mit einem kurzen Protokoll an. Angeblich aber sei Synarela nicht so schlimm wie manche andere Medikamente zur Downregulierung, weil es nicht ganz so langanhaltend alles durcheinanderwerfen soll. Keine Ahnung. Man wird ja schnell zu einem Profilaien auf dem Gebiet. Das ist bestimmt auch gefährlich, weil wir eben dann doch keine Ärzte sind. Aber ich kann nicht anders, als alles verstehen zu wollen, denn man muss sich schon sehr selbst informieren, um überhaupt argumentieren zu können. Danke an die Foren, danke an Euch. In zehn Tagen geht es los mit der Stimulation. Jetzt hoffe ich auf ein Wunder.
Ich habe das Gefühl, vor mir liegt ein Weg, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich ihn gehen muss. Wenn ich „künstliche Befruchtung“ gehört habe, war das immer etwas, von dem ich sicher war, dass es mich nie betreffen wird. Wenn ich „ungewollt kinderlos“ gehört habe, war ich sicher, dass das für mich nie eine Bedrohung sein würde. Das waren immer die anderen. Und jetzt bin ich es. Innerhalb von wenigen Monaten hat sich alles, wirklich alles, komplett umgedreht.
Ich wünsche mir ein Kind. Ich wünsche mir ein Kind von mir und meinem Mann.
ABER: Ich weiß auch, u.a. weil ich selbst in einer Patchworkfamilie lebe, dass man ein „genfremdes“ Kind auch sehr lieben kann. Und wenn man es dann noch austrägt und von vornherein ganz klar die Mutter ist, bestimmt genauso wie ein „gen-eigenes“. Elternschaft besteht nur zu einem Teil aus Genetik, wie groß oder wie klein der ist, darüber kann man wohl streiten. Wenn wir ein Kind mit unseren Gameten zeugen und austragen und es bei uns aufziehen, sind wir Mütter. Wir sind aber auch Mütter, wenn wir ein Kind „nur“ austragen und bei uns aufziehen. Und wir sind auch Mütter, wenn wir ein Kind „nur“ bei uns aufziehen. Das ist für viele von Euch vielleicht schon lange klar. Ich habe nie in Frage gestellt, dass z.B. eine Adoptivmutter eine Mutter ist. Aber diese Gedanken selbst – an mir - anprobieren wie ein fremdes Kleid, von dem ich nie gedacht hatte, dass ich es einmal tragen müsste, damit habe ich erst in den letzten Monaten angefangen.
Ich wünsche mir ein Kind, das von mir und meinem Mann abstammt. Da bin ich ganz ehrlich. Aber vor allem wünsche ich mir ein Kind. Und ich kann mir auch ein Kind vorstellen, dass genetisch nicht von mir abstammt. Es ist ein Weg. In meinem Hinterkopf fühlt sich dieser Weg an wie eine kleine Hintertür, eine Möglichkeit, eine Option. Ein Trost. Ein ziemliches Licht in diesem ganzen chaotischen Dunkel, das plötzlich über einen hereinbricht, wenn man selbst plötzlich einer „von den anderen“ ist.
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Liebe Anna,
vielen Dank für Deine Zeilen.
Habe vorhin in den anderen Threads gelesen, dass es Dir gerade eigentlich nicht gut geht. Umso mehr danke ich Dir, dass Du Dir Zeit nimmst, einer lowie-Anfängerin Auskunft zu geben. Und ich drücke Dir ganz doll die Daumen - Du hast bestimmt die Kraft für September. Deine Familie hat ein neues Leben so verdient, wenn es auch nur ein kleines bisschen Gerechtigkeit gibt, dann müsste im September eine Seele zu DIR kommen.
Alles Liebe,
Luzie
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Liebe Anna,
das ist so nett, dass Du mir von Deinen Erfahrungen berichtest, obwohl Du schon an einem anderen Punkt angelangt bist. Ich werde, sobald ich mehr Erfahrung habe, neue Forumsmitglieder genauso betreuen.
Vielen Dank für Deine Infos, die sehr spannend sind für mich. Ich schrecke sehr vor dem langen Protokoll zurück. Erst war es nur ein Gefühl, weil ich dachte, es kann doch nicht gut sein, wenn man die ohnehin schon gealterten Eierstöcke auch noch künstlich lahmlegt. Und jetzt, nachdem ich viel in Internet und Deine Antwort gelesen habe, umso mehr. Ich habe diese Woche einen Termin in der KIWU, da soll es eigentlich losgehen mit dem Synarela, aber ich werde dem glaube ich nicht zustimmen. Wahrscheinlich finden sie mich dann kompliziert. Aber das sollte einem wohl egal sein.
Die Frage ist jetzt natürlich nur, welche Alternativen es dann gibt. Kurzes Protokoll mit der Gefahr, dass es wieder ein Zyklus mit verfrühter Eizellreifung ist und dementsprechend wenige Follies? Oder doch einen Monat Pille oder Hormonersatztherapie, in der Hoffnung, dass dann bei der Mens noch keine zu frühe Eizellreifung eingesetzt hat? Oder, wie Du schreibst, tatsächlich eine Spontanpunktion im natürlichen Zyklus?
Komischerweise denke ich ja die ganze Zeit, dass der frühe Eisprung mit dem Utrogest im Vorzyklus zu tun hatte, aber den Zahn muss ich mir wohl ziehen lassen. Das ist wohl eher Wunschdenken.
Es ist so schwierig, vor dem Arzt zu sitzen, und mit einem "Gefühl" zu argumentieren. Bisher schien er mir sehr kompetent, aber bei der Sache zweifle ich das erste Mal, ob ich in eine andere KiWu gehen sollte.
Herzliche Grüße,
von Luzie
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Also ich möchte noch mal loswerden, dass ich froh bin, dass es solche Foren gibt. Ich hab den Eindruck, dass man hier wirklich interessante Informationen bekommt, abgesehen davon, dass Ihr hier alle echt nett miteinander umgeht!
Aktuell würde ich Euch gerne noch um Rat zum Protokoll für eine ivf fragen: Mein Arzt will downregulieren, weil ich gerade einen sehr frühen Eisprung hatte. Ich habe die Frage schon im klein putz Forum gestellt, der Arzt dort riet von langem Protokoll ab, er sagte: Pille, und dann kürzeres Protokoll.
Was meint Ihr? Downregulieren ja oder nein? Ich habe gelesen, dass sich dann manchmal bei niedrigem amh eben gerade gar keine Eizellen bilden.
Über ganz kurze Einschätzungen von Euch würde ich mich sehr freuen!
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Liebe Anna,
vielen Dank für Deine Antwort. Natürlich probieren wir jetzt jede Chance zu nutzen. So frühe Eisprünge sind für mich neu, deshalb dachte ich, dass es vielleicht am Utro liegt, bisher war bei mir eher die zweite Zyklushälfte verkürzt, was wohl auch mit dem niedrigen AMH zusammenhängt. Der Arzt meinte, wenn die Qualität der Eizelle schlecht ist, verkürzt sich oft die zweite Zyklushälfte. Tja, und jetzt ist auch noch die erste dran, anscheinend lasse ich nichts aus.
Wenn ich Deine Postings lese, habe ich manchmal das Gefühl, dass Du eine Geschichte hast, die ich vielleicht auch haben werde. Pille abgesetzt, dann Diagnose niedriges AMH, kurze Zyklen, der Anfang klingt zumindest sehr ähnlich. Ich drücke Dir jedenfalls sehr die Daumen für Deine bevorstehende EZS, werde im Forum verfolgen, wie es Dir ergeht.
Ich bringe heute die Anträge für die erste ivf weg. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Herzlich,
Luzie
zu früher Eisprung/ hohes Östrogen
Hallo allerseits,
kennt Ihr Euch da aus? War gerade im Kiwu, und ich hab bereits am 5. Zyklustag zwei Follies mit 17 und 20 mm. Der Arzt sagte, ich soll heute abend den Eisprung auslösen und dann wieder, wie im letzten Zyklus, mit Utro unterstützen. Anscheinend ist diese frühe Folliereifung auch eine Folge des niedrigen AMH, sagte er.
Ich kapier jetzt gar nichts mehr. Kann das daran liegen, dass ich im Vorzyklus Utrogest genommen hab? Meine Regel kam viel später als sonst, erst vier Tage nach Absetzen von Utro, am 1. Zyklustag hatte ich dann FSH 10,8 und Östogen 97, der Arzt meinte, dass ein paar Tage vorher das FSH ganz hoch gewesen sein muss.
Mann, ich glaube, ich muss noch n paar Semester Medizin studieren. Kennt Ihr das? Zu kurze, verschobene Zyklen? Und wieso ist das eine Folge des niedrigen Amh? Und kann da ein Follie überhaupt schon was taugen so früh?
fragt
Luzie
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure Antworten, das hilft mir schon sehr.
Mein AMH liegt ja auch unterhalb von 0,1, trotzdem war es im KIWU-Zentrum keine Frage, es mit ivf zu versuchen. Mal sehen, was die KRK sagt, den Antrag stellen wir nächste Woche. Und ich bin gespannt, ob ich ein paar Follikel entwickele unter Stimulation, in normalen Zyklen habe ich immer mindestens einen, Antralfollikel sind auch zu sehen. Rein optisch ist beim US also alles normal.
Mir hilft das ganz unglaublich, dass eine EZS ein Plan B sein kann. Ich will unbedingt Mutter werden. Und Eltern mit meinem Mann zusammen. Die Genetik spielt natürlich eine Rolle. Aber das Soziale, denke ich, viel mehr.
Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt und werde mich sicher immer wieder mal melden. Euch alles Gute - und viel Glück.
Liebe Grüße,
Luzie
Re: 33 Jahre - wie viele Versuche vor EZP?
Liebe Milla, liebe Juni,
vielen Dank für Eure Antworten. Ja, es stimmt wohl, jeder muss da seinen eigenen Weg gehen. Ich bin froh, dass ich in diesem Forum so viele Geschichten von anderen Frauen lesen kann. Das hilft mir, mich damit auseinanderzusetzen, dass ich vielleicht einmal ein Kind haben werde, das genetisch nicht von mir abstammt.
Was mich im Moment auch noch umtreibt, ist die Frage, ob ich nicht erst mal mit alternativen Heilmethoden das Ganze angehen sollte. Für meinen Heilpraktiker zählt ein Amh-Wert von <0,1 gar nichts, er sagt, dass alles, was der Körper von außen bekommt (also Clomi, Utro usw.) den Körper nur noch mehr verwirrt. Jetzt bin ich ganz unentschlossen, ob ich es doch noch ein paar Monate einfach so probieren soll, ohne Hormone. Habe aber auch Angst zu lange zu warten, denn aus schulmedizinischer Sicht hätten sie lieber schon gestern mit der ersten ivf angefangen.
Die denken sich das ja schließlich nicht aus mit dem Amh-Wert. Oder? Tendiere gerade eher zu: Heilpraktiker aufhören, ifv anfangen. Und vielleicht lieber noch ein bisschen psychologische Unterstützung holen. Ob das die Kasse zahlt?
Vielen Dank jedenfalls an Euch, und Euch natürlich viel Glück!
Luzie
Hallo liebes Forum,
erst mal: ich bin froh, dass es solche Seiten im Internet gibt, im normalen Umfeld fühlt man sich mit der Diagnose POF ja wie ein Alien. Ich bin 33 und weiss seit wenigen Wochen, dass mein amh-Wert unter 0,1 liegt. Vor einem Jahr habe ich die Pille abgesetzt, die Zyklen waren eher unregelmässig und mit verkürzter 2. zyklushälfte, aber das habe ich darauf zurückgeführt, dass ich so lange die Pille genommen habe. Mit so was wie POF rechnet ja kein Mensch! ![]()
Wir bereiten uns gerade auf den ersten Stimu-Versuch mit ivf vor, Ende August soll es losgehen, die Zyklen davor unterstützen wir hormonell. Ich bin noch in der Phase, in der ich alles noch gar nicht glauben kann, für mich war immer klar, dass ich Kinder haben will. Schon jetzt kann ich mir eine EZP vorstellen - weil ich das soziale für wichtiger halte als das genetische. Trotzdem hoffe ich natürlich noch auf die IVFs. Ich weiss nur nicht, wie lange man das probieren soll, bevor man seine Kraft lieber in eine EZP steckt. Meine Partnerschaft ist zum Glück sehr gut, aber wenn ich mir manche Signaturen von Euch durchlese, mit zahlreichen ivf, icsi usw., dann frage ich mich, wann man selbst bei dem Ganzen auf der Strecke bleibt.
Ich weine jeden Tag im Moment, es ist einfach so ungerecht, dass einem das passiert, wenn man sich liebt und ein Nest da wäre und das Kind so was von willkommen wäre...
Ich würde mich freuen, von Euch zu hören: Wann war der Punkt da, an dem Ihr wusstet, dass Ihr es jetzt mit einer EZP versucht? Bin für alle Tipps und Anregungen offen.
Danke für Eure Antworten,
Luzie
Welche Klinik ist die richtige? Was, wenn es unterschiedliche ärztliche Meinungen gibt?
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