Antw:Eizellspende mit 66!!
Hallo,
ich freue mich für die Frau, kann ihren Wunsch nachvollziehen und wünsche ihr und dem Baby alles Gute!!! :smile:
Das Argument, dass es zu spät für die Mutterschaft sei, weil statistisch gesehen die restliche Lebenserwartung nicht mehr so hoch wie beispielsweise bei 20 Jahre jüngeren Frauen ist, kann ich weder nachvollziehen, noch teilen. Es gibt auch bei jüngeren Frauen Variablen, die die individuelle Lebenserwartung statistisch betrachtet(!!) herabsetzen. Eine Frau mit Diabetes beispielsweise. Oder eine Dialyse-Patientin. Eine Multiple Sklerose-Patientin. Eine Frau, die Krebs überlebte, aber statistisch dennoch ein deutlich erhöhtes Rückfallrisiko hat. Dann "dürften" diese Frauen alle keine Kinder mehr bekommen, weil man ja nicht weiß, ob sie das 20. Lebensjahr ihrer Sprösslinge noch erleben. Die Prognosen dürften in diesen Fällen ähnlich vorsichtig zu stellen sein, wie bei der 66 jährigen Frau. Und trotzdem bekommen viele dieser Frauen Kinder und gründen Familien.
Ich selbst beispielsweise bin gerade zum 2. mal schwanger. In dieser Schwangerschaft hat mich eine Thrombose in mehreren Kopfvenen überrascht und viel hätte nicht gefehlt, und ich hätte mir mit Mitte 30 die Radieschen bereits von unten angeschaut und mein Mann wäre alleinerziehender Papa.
Natürlich bescheinigen mir alle Statistiken ein eher niedriges Risiko für solche Komplikationen (1 : 10.000). Hilft nur weder mir noch den Kindern etwas, wenn ich eben auf der "falschen Seite" stehe... demgegenüber hat die 66jährige Frau eine unkomplizierte Schwangerschaft.
Was sind schon Zahlen? Was sind schon Statistiken? Was zählt, ist der Einzelfall.
In diesem Sinne wünsche ich der Frau aus dem Bericht eine schöne Rest-Schwangerschaft, eine unkomplizierte Geburt und viel Freude mit ihrem Baby :zustimm:
Viele Grüße,
Luna