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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Beiträge von frowlein

  • Warum macht ihr EZ Spende

    • frowlein
    • 21. Februar 2004 um 21:00

    Warum macht ihr EZ Spende

    Hallo, Elißabeth..

    zum Thema EZS + PID lies doch mal in dem von mir geposteten Ordner.. ;)

    Danke für die Info zu PKD - war auch neu für mich. Was wird denn da genau diagnostiziert??

    "Co Culture" bedeutet - stark vereinfacht erklärt - die Vorabansiedelung einer befruchteten Eizelle auf extra künstlich angelegter, also "gezüchteter" GMS-Kultur (GMS-Gewebe wird per Biopsie entnommen und in der Petrischale bebrütet).

    Du musst Dir das so vorstellen, als ob man 2 Parteien (hier: emb + GMS) dazu überreden will, sich an einen Tisch zu setzen, um endlich miteinander zu kommunizieren (hier: einnisten). Da man den beiden aber nicht traut, stellt man sie erstmal unter Beobachtung (hier: Petrischale mit emb auf GMS-Kultur), um ggfs. Dolmetscher (hier: verschiedene Techniken und/oder Medikationen) einzusetzen, damit die beiden eine gemeinsame Kommunikationsform entwickeln können (hier: mögliche Einnistungshindernisse überwinden).
    Wenn klar ist, die beiden können miteinander, dann geht´s -schwuppsdiwupps - ab in Mama´s GM, die ja nun auch nichts mehr gegen einen längeren Besuch einzuwenden hat, da ja die Vorhut (hier: das entnommene Gewebe) mithilfe ärztlicher "Dolmetscher"kunst alle Hinderungsgründe geklärt und aus dem Weg geräumt hat.

    Soll heissen: Da die GM das reimplantierte GMS-Gewebestückchen als das "ihre" erkennt, wird es das -obwohl ja nun ein Besucher draufsitzt- auch nicht abstossen.
    Die eigentliche Einnistung des emb in die GMS hat also sozusagen schon invitro stattgefunden.

    Das ist - wie gesagt - sehr stark vereinfacht dargestellt. Zu diesem Verfahren gibt es verschiedene technische Anwendungsformen.

    Manchmal reicht vermutlich auch schon die Erkenntnis durch die InVitro-Kultur, woran´s liegt, um dann einen "normalen" EZS-Transfer mit entsprechender "Vorab-Einstimmung" der GMS durchzuführen - also ohne Re-Implantation. .... So hab´ ich´s jedenfalls verstanden.. ;)

    Wer mehr weiss, ist herzlich aufgefordert, mit seinem Wissen zu ergänzen.
    Ich lerne gern dazu.

    frowlein :)

  • ARTE ab Do, 11.3. / ca. 22.00

    • frowlein
    • 21. Februar 2004 um 16:57

    Nur, damit Ihr mal ´nen Eindruck bekommt, wie der Sender ARTE womöglich das Thema EZS und PID "aufbereitet", hier die Programmankündigung für eine neue Dokumentarreihe:

    [size=18px]Dokureihe zum Thema Genmanipulation:
    "Leben außer Kontrolle"
    ab 11. März donnerstags um ca. 22.00 Uhr[/size]

    Die Programmankündigung/Pressemitteilung für den 3. Beitrag dieser Dokureihe etwa beginnt wie folgt:

    Zitat

    Leben ausser Kontrolle - Von Designermenschen und Genraub
    2000 war das Jahr der endgültigen Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Die Heilung von Krankheiten wie Multiple Sklerose, Diabetes oder Alzheimer schienen in greifbare Nähe gerückt. Die Reproduktionsindustrie wirbt mit einer genetischen Analye für das "perfekte" Kind. ...


    Näheres hierzu unter http://w3.artepro.com/

    On y soit, qui mal y pense! (Ein Schuft, wer Böses dabei denkt!)

    frowlein :)

  • Für Neulinge und Neugierige:(IN)FERTILITÄT-Fragen/Antworten

    • frowlein
    • 21. Februar 2004 um 15:50

    So, Ihr Lieben,

    was Ihr schon immer mal zu o.g. Thema wissen wolltet, findet Ihr womöglich unter folgendem link:

    http://www.ivi.es/deu/pacientes/infertilidad.htm
    (FAQ-Seite vom Instituto Valenciano de Infertilidad)

    frowlein :)

  • EZS und PID?

    • frowlein
    • 21. Februar 2004 um 15:33

    Aus aktuellem Anlass und zum besseren Verständnis für den einen oder anderen stelle ich mal folgendes hier ein:

    Zitat

    Präimplantationsdiagnostik (PID, PGD)

    Die Möglichkeit - vor der Übertragung in den Uterus - zu überprüfen, ob ein Embryo genetisch normal ist oder nicht, stellt ein wichtiges Prinzip zur Vermeidung genetischer Erkrankungen wie auch zur Erhöhung der Erfolgsaussichten auf eine Schwangerschaft für sterile Paare dar. Dabei setzt jedes reproduktionsmedizinische Zentrum seine eigenen Techniken ein.

    Das IVI-Team hat die PGD-Technik so weit entwickelt, dass es heute - zusammen mit der Freien Universität Brüssel - ohne Zweifel das breiteste Spektrum an Untersuchungsmöglichkeiten anbieten kann.

    Ein Team klinischer Genetiker ist dafür zuständig, jeden einzelnen Patientenfall genau zu untersuchen. Unsere Genetiker arbeiten zusammen mit einem Team von Biologen, die sich auf Genetik und Molekularbiologie spezialisiert haben. Dadurch besteht die Möglichkeit die Chromosomen des Embryos zu untersuchen und damit Mutationen und andere Gründe für genetische Erkrankungen aufzudecken. Im Moment sind wir in der Lage – unabhängig von numerischen und strukturellen chromosomalen Störungen – mehr als 30 verschiedene Erkrankungen zu erfassen. Während der Untersuchung werden die Embryonen weiter kultiviert, um dann - nach Diagnosestellung - übertragen werden zu können.

    Diese Techniken können jedoch zu mehr eingesetzt werden, als nur zur Erkennung genetischer Erkrankungen. Vielmehr benutzen wir PGD mittlerweile auch bei normalen IVF und ICSI-Fällen, um Paaren zu helfen, die bereits mehrere Fehlversuche in anderen Zentren hatten oder bei Patienten, bei denen primär erfolgversprechende Embryotransfers nicht zum erwünschten Ergebnis geführt haben. Wird in solchen Fällen erneut eine Behandlung durchgeführt, werden bei uns die dabei entstehenden Embryonen untersucht und man kann dabei in 70% (normalerweise sind es nur 30%) der Fälle chromosomale Störungen nachweisen. Des Weiteren gibt es Paare, bei denen praktisch alle Embryonen chromosomale Störungen aufweisen. Dies kann eine mögliche Erklärung für frühere Fehlversuche sein und stellt eine Basis für die weitere Therapiestrategie dar, um doch noch eine Schwangerschaft zu erzielen. In 40% der Fälle kann so doch noch eine Schwangerschaft erzielt werden.

    Das gleiche Problem haben Frauen im Alter von 37 Jahren oder höher. Es gilt als gesichert, dass die Rate an embryonalen oder fötalen Anomalien (die oft auch ein Grund für das Auftreten von Aborten oder frühkindlichen Problemen sein können) mit dem Alter der Frau zunehmen. Besonders deutlich kann dies bei Frauen über 40 nachgewiesen werden. Gegenwärtig erfüllen sich Frauen in den entwickelten Ländern immer später ihren Kinderwunsch. Dies ist ein Grund dafür, dass sich immer häufiger Paare mit solchen Fragen an eines unserer Zentren wenden. Unter diesen Rahmenbedingungen stellt die frühzeitige Diagnose von genetischen Störungen mittels PGD einen großen Fortschritt dar, mit dem das Auftreten von Fehlgeburten und chromosomalen Störungen, die sonst in bis zu 60% der Fälle nachweisbar sind, deutlich reduziert werden kann.

    Des Weiteren konnte unser Team erstmals zeigen, dass der Einsatz von PGD bei wiederholten Aborten nützlich ist, da diese Fälle häufig (über 70%) auf anormale Embryonen zurückgeführt werden können. So können durch die Selektion von Embryonen viele Aborte vermieden werden. Wir sind überzeugt davon, dass in diesem Bereich der Reproduktionsmedizin in Zukunft noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten bestehen und das IVI-Team ist zuversichtlich, diese aussichtsreichen Verfahren einsetzen zu können.

    Alles anzeigen

    Quelle: http://www.ivi.es/deu/tratamientos/diagnostico.htm


    frowlein :)

  • Warum macht ihr EZ Spende

    • frowlein
    • 21. Februar 2004 um 15:23

    Warum macht ihr EZ Spende

    P.S.: Schon mal was von der "Co-Culture"- Methode im Zusammenhang mit EZS gehört?

  • Warum macht ihr EZ Spende

    • frowlein
    • 21. Februar 2004 um 15:17

    Warum macht ihr EZ Spende

    ??? Ich verstehe nicht, wie EZS zzgl PID mit Deinem Eisprung zusammenhängen könnte? Meinst Du wegen der Synchronisation zum möglichen Transfertermin?

    Wenn Du aber PID für gespendete EZ ausschliesst, Deine eigenen von der Anzahl für PID aber nicht ausreichen, dann bleibt ja nur noch - sofern Adoption oder sogar Abschied vom KiWu für Euch kein Thema ist/wurde - entweder ein weiterer IVF-Versuch oder EZS nach der Trial-and-Error- Methode. Top oder Flop. :-?

    Den Hinweis Deines Gyns auf eine mögliche Einnistungsproblematik würde ich aber schon ein bisschen ernster nehmen. Der sagt das bestimmt nicht ohne Grund, vor allem, wenn er dabei noch "Qualitätsmängel" bei Deinen eigenen EZ und/oder Euren bisherigen embs ausschliessen kann. (Kann er?)
    Wenn´s also nicht an Euren embs/blasts (?) liegt, dann kann es schon sein, dass EZS bei Dir auch nicht zum gewünschten Ergebnis führt... und bis zu der Erkenntnis haste dann so richtig richtig Kohle rausgeschossen.. (Liest Dein Mann mit...?!?)

    frowlein :)

  • Warum macht ihr EZ Spende

    • frowlein
    • 21. Februar 2004 um 14:55

    Warum macht ihr EZ Spende

    Hallo..

    .. gibt´s nicht auch die Möglichkeit EZS mit PID? - daran hatte ich eigentlich gedacht, als ich Brüssel vorschlug. Dann wäre die Klippe mit der EZ-Anzahl doch elegant umschifft, oder?!

    Sozusagen "2 Fliegen mit einer Klappe"..

    frowlein :)

    Die Heparin-postings kann ich leider auf die Schnelle auch nicht orten. Vielleicht kann da jemand anderes weiterhelfen - da sind sie jedenfalls.
    Ergänzend hierzu vielleicht auch noch mal bei http://www.wunschkind(er?).de oder .net (?) oder http://www.klein-putz.de nachhaken.

  • Warum macht ihr EZ Spende

    • frowlein
    • 21. Februar 2004 um 14:10

    Warum macht ihr EZ Spende

    Hallo, Elißabeth,

    das mit der möglichen Einnistungsproblematik und PID scheint mir nicht der schlechteste Tipp zu sein...

    Aber es muss ja nicht gleich Pilsen sein. Habt Ihr mal daran gedacht, hierzu die dafür bekannte Universitätsklinik Brüssel zu kontakten?? `ne Anfrage zu Eurer persönlichen Ausgangssituation kost´ ja nix.
    (Ich weiss nicht, ob´s dort deutschsprachige "Kontakter" gibt, aber auf alle Fälle sog. "Counsellor", die als Mittler - auch gerade bei "Hakeleien" - fungieren. Vielleicht wäre einer von ihnen zunächst der richtige Ansprechpartner für Euch??)

    Mal abgesehen von den Kosten, ist es doch sowieso schon eine traurige und - Du deutest es an - auch partnerschaftliche Belastung, wenn sich bei der nächsten EZ vielleicht herausstellt, dass es gar nicht klappen konnte, weil... (s.oben).

    Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Hinweis ein bisschen weiterhelfen.

    Think positive! Du schaffst das! :ja:

    frowlein :)

    P.S.: Zu Heparin&Co. hatte Siggi einiges gepostet; schau´ doch mal in ihren Beiträgen nach..

  • Stammzellen aus Nabelschnurblut konservieren ??

    • frowlein
    • 19. Februar 2004 um 19:45

    Stammzellen aus Nabelschnurblut konservieren ??

    Hallo, Anke,

    ja, waren wir auch "dran". Haben es dann aber nach Rücksprache mit diversen Ärzten bleibengelassen. (Bei genetisch-relevant-behandelbaren Erkrankungen darf in Spanien der Name der Spenderin unter den behandelnden Ärzte zwecks Anfrage zur Rückenmarkspende o.ä. ausgetauscht werden - ausserdem haben wir mit dem jeweiligen Zwillingsbruder noch eine zusätzliche "Rückversicherung", die aber ja nicht zwingend passen muss.... :-? )

    Ausserdem sagte man uns, dass es bei nur 6 menschlichen Stammzelllinien weltweit, nicht soooo schwierig sei, übereinstimmende Spender im Ernstfall zu finden - und es sei auch noch gar nicht ausreichend erwiesen, dass kryokonserviertes Plasma tatsächlich so verwandt werden kann, wie angekündigt ... hm.

    Falls Ihr Euch aber dafür entscheidet, es gibt auch eine grosse Uniklinik im Düsseldorfer Raum, die das anbietet - etwas günstiger als die vita-Leute, aber - soweit ich weiss - nur auf Patientinnen im näheren Einzugsbereich des Krankenhauses beschränkt. Vielleicht hat sich da aber was geändert...

    Würde mich interessieren, etwas zu erfahren, wenn Du da noch was herausfindest - so ganz bin ich mit unserer damaligen Entscheidung nämlich immer noch nicht übereins.. aber das ist ja auch gleich mal ein ganz knackiges Sümmchen - und dann auch noch mal 2 - bei unklarer Kosten-Nutzen-Relation. - na, trotzdem.. vielleicht beim nächsten Mal..oder nicht...oder doch...

    frowlein :)

  • Kapstadt - Ordner

    • frowlein
    • 19. Februar 2004 um 19:18

    Kapstadt - Ordner

    Hallo, Uli,

    das Beste wird vermutlich sein, tatsächlich die Progynova-Einnahme entsprechend zu "strecken". Besprich´ doch Deine Bedenken diesbezüglich noch mal mit Deinem Gyn/ReproDoc.

    Solange die GSM und der E2-Wert regelmässig überwacht werden, sind 4 Wochen mehr - meines Wissens - durchaus im vertretbaren Rahmen.

    Ich bin ja nicht CPT-erfahren, aber ich war beim 2. und erfolgreichen Transfer für Valencia ca. 2 1/2 Monate "auf Progynova"-Standby. Nicht der Hit, aber auch nicht der hormonelle Super-Gau - im Gegenteil: Alles verlief völlig komplikationslos, aber überwacht.

    Keep cool, das haut schon hin! :ja:

    frowlein :)

  • Mail adresse oder rufnummer Dr. Bosch IVI Valencia?

    • frowlein
    • 19. Februar 2004 um 19:06

    Mail adresse oder rufnummer Dr. Bosch IVI Valencia?

    Salut, Hildegard, :)

    comment ca va? J´éspère, que tout est bien?!

    If you can´t find the emailaddress of Dr. Bosch under his picture (click his name) at http://www.ivi.es --> team Valencia , try this:

    (first letter of his first name, if you know).bosch@ivi.es

    like it is c.vidal@ivi.es for Dra Carmina Vidal at IVI´s.

    Or write to Dra Vidal and please her to hand it over to Dr Bosch.


    À bientôt (?),
    frowlein

  • Unglaublich, aber wahr!

    • frowlein
    • 17. Februar 2004 um 22:49

    Unglaublich, aber wahr!

    Hallo, Mensch, Narzisse,

    :gut: [size=18px]JUUUUUUUBEL![/size] :gut:

    Ich hab mich schon gefragt, was wohl los ist, weil ich gestern mit Deinem posting rechnete, aber auch nicht diejenige sein wollte, die im Forum anfragt, wie´s Dir wohl geht... für den Fall - Du weisst schon..

    Puuh, das ist ja GRANDIOS!

    Jetzt pfleg Dich mal schön und lass Dich ordentlich verwöhnen!

    Herzlichen Glückwunsch

    frowlein :)

  • Wie steht ihr zur Fruchtwasseruntersuchung?

    • frowlein
    • 17. Februar 2004 um 22:38

    Wie steht ihr zur Fruchtwasseruntersuchung?

    Ach, herrjee, liebe Alex,

    .. das werden 2 harte Wochen. Da hilft alles nix... :nein:

    Kann es denn noch andere Erklärungen für den sog. "white spot" geben?

    Sucht doch mal nach anderen webseiten zu Trisomie 21; vielleicht gibt´s da noch mehr zu dem Thema und vielleicht auch Foren, in denen auch Eltern mit ähnlichem Bibbern auf das Amniozentese-Ergebnis warten..

    ...und schreib(t) uns, wenn Du/Ihr es nicht länger aushaltet. Hier "hört" Euch immer jemand zu.

    Ich weiss, es ist vielleicht nicht unbedingt ein grosser Trost für Euch, aber als man uns in der 6.SSW sagte, dass wir mit grosser Wahrscheinlichkeit wohl eines der Kinder innerhalb einer Woche verlieren würden, das war die beschissenste Zeit während meiner Schwangerschaft.. und es ging gut aus!

    Ich schicke Dir/Euch alle meine positiven Gedanken, damit Eurem Krümel nichts fehlt..

    Seid tapfer, Ihr 3 - und Eure Entscheidung bis hierher war bestimmt richtig.
    Die Punktion soll ja dem VerdachtsAUSSCHLUSS dienen und nicht der Bestätigung. Nicht vergessen!

    Fühlt Euch ganz doll in den Arm genommen.

    frowlein

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • frowlein
    • 17. Februar 2004 um 13:34

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Hallo, Susa,

    ja, juristisch ist die Sache klar: Das EZS-Kind hat Anspruch auf die Wahrheit!

    (Strafrahmen bei Missachtung? - entzieht sich derzeit meiner Kenntnis...).

    Moralisch???
    Hm, sollte das was rechtens ist, womöglich unmoralisch sein?

    In jedem Fall bin ich auch Deiner Meinung, dass es wohl überlegt sein sollte, wann und wie man "damit rauskommt".

    Hierzu zitiere ich mich mal eben selbst aus einem posting im "Sagt man´s dem Kind?"-Ordner:

    "MEIN BUCHTIPP

    "Wie viel Wahrheit braucht mein Kind? - Von kleinen Lügen, grossen Lasten und dem Mut zur Aufrichtigkeit in der Familie"
    Taschenbuch, rororo, IBN 3-499-60956-8, Euro 10,50

    (vielleicht günstiger über http://www.elbeteam.de oder gebraucht über http://www.amazon.de)

    Nur ein kleiner, aber recht interessanter Abschnitt widmet sich der Zeugung durch sog. donogene Insemination (ein bisschen irreführend, bezieht sich hauptsächlich auf die Samenspende, weil EZS + Insemination, das geht wohl irgendwie nicht, oder...höchstens per InVitroInsemination - also EZS OHNE ICSI, hä??, hm, hat sich mal wieder jemand am Thema versucht, der sich nicht wirklich damit auskennt...) egal, folgende Passage ist aber hoch interessant (Seite 149, 3. Absatz):

    Quote:

    Zitat

    Thorn berichtet, dass ....."Erfahrungsberichte ausländischer Selbsthilfegruppen verdeutlichen, dass Menschen, deren Zeugung mithilfe von Spendersamen verheimlicht wurde, als Kind durchaus einen eigenartigen Umgang mit bestimmten Familienthemen wahrnehmen konnten, wie dies eine Frau sehr plastisch ausdrückte: < Das Merkwürdige ist nicht, dass es auf etwas zurückzuführen ist, was meine Eltern sagten, sondern dass es das Ergebnis von dem war, was sie nicht sagten. Sie sagten zum Beispiel nie: Du hast die Augen Deines Vaters und die Persönlichkeit Deiner Grossmutter>"....

    Die meisten Menschen glauben, es sei einem Kind nicht zuzumuten seine ungewöhnliche Entstehung zu kennen. Hinzu kommt die Befürchtung, dass ein Kind Dritten gegenüber etwas weitersagen könnte, wenn es "Bescheid weiss".
    Hier stehen traditionelle und irrationale Aspekte den psychologischen Konsequenzen aus der modernen Reproduktionstechnologie gegenüber.
    Viele DI-Eltern wagen es noch nicht, sich offen zur Herkunft ihres Kindes zu bekennen, wie es bei Adoptiveltern seit vielen Jahren immer selbstverständlicher wird. Diese Eltern stehen erst ganz am Anfang.


    Die anschliessende Zeugungserklärung für das Kind gefällt mir allerdings nicht so... viel eher, denke ich, sollte man es en passant in die allgemein übliche elterliche "Aufklärungsarbeit" einbinden - am besten vielleicht unter vorheriger Konsultation von Kinderpsychologen, die sich mit der Thematik bspw bei Samenspenderkindern oder Adoptivkindern auskennen.

    Wen die Arbeit von Petra Thorn sowie der Initiative Donogene Insemination interessiert, findet mehr unter:

    http://hometown.aol.com/thorn64546/myhomepage/index.html

    Petra Thorn
    Dipl. Sozialarbeitern
    Dipl. Sozialtherapeutin
    Familientherapeutin DGSF "


    Ich hoffe, ich habe mal wieder was für die kleinen grauen Zellen (ich meine natürlich die im Kopf :wink: ) beigesteuert...


    frowlein :)

    Kniffeln hat ja auch was mit Würfelglück zu tun, oder?

  • :-) positiv :-))

    • frowlein
    • 17. Februar 2004 um 13:06

    :) positiv :-))

    Hallo, Angelina,

    ich freue mich immer sehr, von Dir und Deinem "double trouble" zu lesen... :ja: und wie gut es Euch 3en geht.

    Auch ich wünsche Euch natürlich, dass alles so toll weiterläuft!

    Das CTG, übrigens, kann in manchen Praxen/Kliniken gleichzeitig gelesen werden - mit 2 "Tonabnehmern". Falls so ein Doppel-CTG-Gerät nicht vorhanden ist, geht´s nur hintereinander ..und wenn das Krümelkommando dann auch noch gerade in Tobelaune ist... :roll: - nimm Dir also auf jeden Fall was Nettes zum Lesen oder ´n Walkman mit... :lach: leg Dich möglichst schön bequem hin (manche Praxen bieten hierzu eine Stillrolle an; regelrecht entlastend ist dann auch ein kleines Kissen unter dem Bauch, falls Du in Seitenlage liegst) und lass Dich kuschelig zudecken.
    Je bequemer und entspannter Du liegst, desto ruhiger ist es - vielleicht.. - auch im Unterhaus... und desto seltenener muss der "Tonabnehmer" nachgerückt werden.. und desto eher ist das CTG fertig.. oder so.. ;)

    Viel Spass und Viel Glück weiterhin!

    frowlein :)

  • POF und Hormone/Stillen?

    • frowlein
    • 16. Februar 2004 um 21:07

    POF und Hormone/Stillen?

    Hallo, Jane,

    ich habe 10 Monate gestillt, 5 davon voll. Während dieser Zeit und auch darüber hinaus - bis heute - habe ich keine sog ErsatzHormone genommen.

    Das hat zum einen mit dem Rat meines Endokrinologen zu tun, der mich ebenfalls auf die "Milchgängigkeit" der eingenommenen Hormone aufmerksam machte, zum anderen auch mit etlichen wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen, wonach bspw Estrogene während der Schwangerschaft krankhafte Veränderungen bzw Entwicklungsstörungen beim Säuglingshirn verursachen können. (Hierzu hat es auch schon das eine oder andere posting gegegeben..) Und da unsere Krümel ja auch nach der Geburt noch weiter reifen, aber eben ausserhalb des Körpers, ist es sicherlich nicht besonders schlau - berücksichtigt man die o.g. Untersuchungsergebnisse -, über die Muttermilch die bisher vermiedenen Hormone dem kleinen Körper nun doch zuzuführen.

    Ich finde Deine Frage übrigens sehr, sehr spannend und aktuell, da ja auch eine grössere Anzahl POFerinnen unter den jetzt schwangeren EZS-Müttern ist.

    Die mitunter heftige Panikmache vonwegen der sogenannten "weichen" Knochen (gemeint ist wohl die Osteoporose) oder die gern angeführte Herzinfarktprophylaxe, sind längst keine Argumente mehr, die überzeugen. Im Gegenteil.

    Ich möchte zu Deiner Anfrage aus meinem Mailing an eine andere POFerin zitieren, die mich ähnliches fragte:

    ---------
    Auch ich wurde nach der unmittelbaren POF-Prognose auf eine sog. HormonErsatzTherapie (HET oder auch HRT für HormoneReplacementTherapy) gesetzt. Mit ebenfalls bescheidenen Nebenwirkungen: Migräne, Gewichtszunahme.. die ganze Palette. Medikament habe ich vergessen, aber ich glaube, es war zum einen eine Pille (sic!) und dann der Wechsel auf noch irgendetwas anderes. Dann hatte ich dank einer Freundin, auch POFerin, den Hinweis auf die http://www.pofsupport.org bekommen und da schon die ersten kritischen Anmerkungen zur HRT überhaupt gelesen. Auch gab´s gute Buchtipps zum Thema "natürliche Hormonersatzstoffe bei POF". Allerdings auf Englisch. Problem für Dich?

    Völlig entnervt habe ich dann irgendwann alles in die Tonne gehauen. Was stopfte ich mir da eigentlich so alles in den Körper? Hat mich schon all die Jahre mit der Pille gestört.
    Dann begann nach ca 1 Jahr die GSM-Stimulation (wie im Forum beschrieben). Zwischen den beiden Versuchen irgend ´ne Estradiol-Gestagen- Kombi (sog Minipille o.ä.)
    Nach der Geburt meiner Söhne hatte ich noch 2 Menstruationsblutungen und die zaghafte Hoffnung, dass die ganze körpereigene Hormonmaschinerie vielleicht doch noch mal anläuft, aber: Pustekuchen.
    (Einige POFerinnen in USA, Australien und Kanada haben aber nach EZS tatsächlich wieder normale FSH-Werte gehabt und einige wenige sogar "eigene" Kinder bekommen..)

    Ich habe bisher keine weiteren Hormone mehr eingenommen, mich schlichtweg geweigert, wieder eine HRT zu beginnen. Relativ aktuelle Untersuchungen aus Übersee bestätigen mich in meiner Entscheidung:
    Eine grosse Studie zur Wirksamkeit von HRT wurde sogar abgebrochen, um Körper und sogar Leben der Probandinnen nicht weiter zu gefährden = Herzinfarkt- und Krebsrisiko nachweisbar signifikant angestiegen! Also Krankheitsbilder, vor denen die klassisch-medikative HRT ja angeblich schützen sollte.. HAMMER!! Und hier in D wird immer noch schön fleissig verschrieben, obwohl auch schon einige Deutsche Printtitel wie z.Bsp. DER SPIEGEL ausführlicher berichteten. Aber das Geschäft mit den ganzen Hormonpräparaten hat einen erheblichen Anteil am Jahresumsatz der übermächtigen Pharmakonzerne.
    Klar, was das bedeutet, oder?!

    Also trabe ich jetzt einmal jährlich zur Knochendichtemessung wg. Osteoporose und nehme - wenn ich´s nicht durch Ernährung oder Sonnenlicht ausgleichen kann - ein Vitamin D- Calcium- Kombipräparat. That´s it.
    In dem o.g. Buch gibt´s noch weitaus mehr Tipps und Tricks.

    Ich bin übrigens fast 42 und eben ganz JungMutter. Letzteres vermutlich noch ein zusätzlicher Grund, warum bei mir eine Panik vonwegen Wechseljahre = alte Frau gar nicht mehr aufkommt.. (aber das ist natürlich völlig subjektiv :wink: )
    Auch die von Anfang an korrekte POF-Diagnose meines Docs hat da sicherlich sehr zu beigetragen.
    ----------

    So, langer Text, liebe Jane.

    Solltest Du Dich nun dennoch für eine weitere HRT entscheiden, dann wird es sicherlich keine entscheidenden Auswirkungen welcher Art auch immer auf die Beschaffenheit Deiner Knochen haben, wenn Du bis zum Ende der Stillphase damit wartest... So schnell zerbröselst Du nicht; :D
    ausserdem setzt ja auch das Stillen wiederum körpereigene Hormone frei, die Dich wunderbar "dopen" - glaub´s mir, ich weiss, wovon ich rede! :roll:
    Achte doch mal bei Gelegenheit drauf, wieviel entspannter Stillmütter im Vergleich zu Flaschenmüttern aussehen...

    Wenn Dich (oder auch andere, die hier mitlesen) das erwähnte Buch interessiert, lass(t) es mich wissen, ich PNe Dir/Euch dann gern die näheren Angaben - oder stelle sie auf Wunsch auch gern ins Forum.

    Gruss,
    frowlein :)

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • frowlein
    • 16. Februar 2004 um 20:51

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Ja, liebe Susa, genau, jetzt kommen wir zur (Rechts-)Ethik.. :ja:

    ..und auch bspw zu der Frage:

    Wenn jeder Mensch das Recht auf Auskunft über seine genetische Abstammung hat, dürfen wir als EZS-Eltern dann überhaupt über die Frage der Wahrheit entscheiden?

    Rechtsgüterabwägung?
    Wogegen? Elterlichen Egoismus?


    Knifflig? :D Eigentlich nicht, oder [size=18px]?[/size]

    Und DENKEN, liebe Susa, ist einer Schwangerschaft bestimmt nicht hinderlich,
    eher sind das vermutlich wohl Ignoranz, Borniertheit und Missgunst!
    Das ist meine ganz persönliche Überzeugung, die nur zu oft bestätigt wird - in jedweder Hinsicht.

    Du, denke ich :P , wirst jedenfalls bestimmt bald nicht nur in Gedanken schwanger sein! :wink:

    frowlein,
    eine bekanntermassen vieldenkende Mutter von EZS-Zwillingen :lach:

  • GMS-Aufbau: Tabletten oder Pflaster

    • frowlein
    • 16. Februar 2004 um 15:48

    GMS-Aufbau: Tabletten oder Pflaster

    Hallo, SunnySunshine,

    hier noch der fehlende "Finalwert" zur GSM-Dicke vor Kathinkas letztem, erfolgreichem Transfer in Valencia: 6 - 6,5 cm.

    Nicht üppig, aber das eine kleine Blastokrümelchen fand´s prima... und in wenigen Wochen (Tagen??) schauen wir ihn uns dann mal ganz aus der Nähe an... :ja:

    Danke hierzu von Kathinka für Deine Daumendrückwünsche.

    frowlein :)

  • Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    • frowlein
    • 16. Februar 2004 um 13:02

    Rechtsposition des EZS-Kindes in Deutschland

    Sehr richtig, Susa, das mit der genetischen (= blutsverwandten) Beziehung zu Euren gemeinsamen, von Dir ausgetragenen Kindern!!

    Hierzu mehr findest Du bspw unter den Forschungsergebnissen zur Lupusforschung.

    ..und um es noch verwirrender zu machen: Bedeutet das nicht sogar auch eine Blutsverwandtschaft zu möglichen Kindern Deines Mannes, die aber von einer anderen Frau ausgetragen wurden??


    Die o.g. genetische Vermischung kann aber nicht durch die üblichen Gentests nachgewiesen werden.

    Ist aber ebenfalls ein möglicher Ansatz zum Nachweis.

    Wie aber dann dem von Dir zitierten "Anspruch auf Auskunft über die genetische Abstammung" entsprechen??

    Viel Spass beim Weiterkniffeln! :D

    frowlein

  • Strahlenbelastung beim Fliegen

    • frowlein
    • 16. Februar 2004 um 12:04

    Hallo an Alle, die´s interessiert:

    Aus aktuellem Anlass ( ;) ) habe ich mal so ein bisschen "rumrecherchiert" und u.a. Folgendes gefunden:

    (Da ich es nicht bewerten möchte, stelle ich es mal unkommentiert hier rein.)

    Zitat

    Offensichtlich vermindert Fliegen die Immunabwehr im Körper.Flüge über mehrere Zeitzonen bringen den zirkadianen Rhytmus von Melatonin, Kortisol und der Körpertemperatur durcheinander! Außerdem wird noch die Frage diskutiert, ob schmerzhafter Druck in den Ohren, wie er bei jedem fünften Flugreisenden auftritt, auch zu Ohrenleiden wie Tinnitus führen kann. Auch die Strahlenbelastung steigt mit der Flughöhe und durch den Einfluß kosmischer Strahlung wird die Bildung schädlicher,freier Radikale in und an den Körperzellen angeregt.
    Der Körper ist beim Fliegen großen Belastungen ausgesetzt: hormonelle Veränderung infolge Schlafmangel und Zeitverschiebung,Bildung von freien Radikalen aufgrund der Strahlenbelastung, physiologischer Stress beim Aufsteigen in große Höhen und ggfs. psychischer Stress durch Flugangst.
    Vor allem der Jetlag ist schuld an der verringerten Immunabwehr in unserem Körper: Das Wachstum von den Lymphozyten wird gestört und normalisiert sich erst nach 5 Tagen.Für 6 bis 18 Stunden weist der Passagier eine Lymphozytenverschiebung- vergleichbar mit HIV-Patienten- auf.

    (Quelle: aus einem Medizin- und Wellnessforum, sorry, leider gerade die URL versemmelt)

    Zitat

    Der Mensch ist ständig radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Dringt sie in das Gewebe ein, hinterlässt sie eine Spur von ionisierten Atomen oder Molekülen. Hierdurch kann die Funktion von Zellen beeinträchtigt werden. Auch im Erbgut des Menschen können Veränderungen auftreten. ....

    Das Magnetfeld der Erde fokussiert die geladenen Teilchen der kosmischen Strahlung auf die Pole, sodass man in nördlichen Breiten einem stärkeren Beschuss ausgesetzt ist als am Äquator. Viel stärker ist jedoch die Variation der kosmischen Strahlung mit der Höhe. Auf Meeresniveau halten sich terrestrische und kosmische Strahlung in etwa die Waage, wenn man sie hinsichtlich der biologisch wirksamen Dosis vergleicht, die sich über das Jahr gemittelt ergibt. Ganz anders sieht das in einer typischen Flughöhe von zehn Kilometern aus. Von der terrestrischen Komponente ist hier oben nichts mehr zu merken. Dafür ist die Strahlenbelastung durch die kosmische Komponente rund hundert mal so hoch wie am Erdboden. Für jemanden, der selten fliegt, stellt diese erhöhte Strahlendosis kein Problem dar, weil sie nur für wenige Stunden wirksam ist. Anders sieht das für Piloten oder Stewardessen also. Bei rund 1000 Flugstunden im Jahr summieren sich die kleinen Dosen zu einem Betrag, der höher ist als die durchschnittliche Belastung des Wartungspersonals in einem Kernkraftwerk.

    (Quelle: http://www.quarks.de/fliegen/02.htm)

    Zitat

    Der physikalische Hintergrund ist folgender: Die hochenergetische galaktische Primärstrahlung - weit überwiegend Protonen - aus dem interstellaren Raum dringt in unser Sonnensystem ein, trifft auf die Erdatmosphäre und löst dort eine Lawine von Sekundärteilchen aus. Es entstehen Neutronen, Pionen, Mesonen, Elektronen, Photonen sowie wiederum Protonen. Die Teilchen treten je nach Energie und Ladung mehr oder weniger stark mit den Molekülen der Erdatmosphäre in Wechselwirkung, verlieren dabei Energie und werden schließlich in der Erdatmosphäre oder im festen Boden absorbiert. Neben diesem Abschirmeffekt durch die Erdatmosphäre wird die Primärstrahlung noch durch zwei andere Effekte abgeschirmt, nämlich durch die Sonne und durch das Erdmagnetfeld. Die Sonne sendet einen riesigen Strom von Materie aus, den so genannten Sonnenwind, der etwa hundert astronomische Einheiten (1 a.E. = Abstand Sonne-Erde, etwa 150 Mio km) weit wirkt, und den die geladenen Primärteilchen überwinden müssen. Die Intensität des Sonnenwindes schwankt je nach Sonnenaktivität, die sich an der Zahl der Sonnenflecken ablesen lässt, mit einer Zykluszeit von 11 bzw. 22 Jahren. Das Erdmagnetfeld dagegen ist zeitlich fast konstant. Es kann an den Polen am leichtesten überwunden werden, da die Teilchenbahnen annähernd parallel zu den Feldlinien verlaufen. Am geomagnetischen Äquator dagegen müssen die Teilchen mindestens eine Energie von über 15 GeV (=15 Milliarden Elektronenvolt) besitzen, um senkrecht zu den Feldlinien zur Erdatmosphäre vorzudringen. Da die viel häufigeren Teilchen niedrigerer Energie von der Erde weggelenkt werden, ist am Äquator die Strahlenexposition wesentlich geringer als an den Polen.

    Bereits im Jahre 1990 hat die Internationale Kommission für Strahlenschutz (ICRP) aus Abschätzungen ermittelt, dass die Berufsgruppe der Piloten und des übrigen fliegenden Personals einer Exposition durch kosmische Strahlung ausgesetzt ist, die vergleichbar oder im Mittel sogar höher ist als diejenige von Personen, die mit künstlicher Strahlung in Medizin und Technik umgehen. Daher müssten für diese Berufsgruppe auch die gleichen Kriterien des Strahlenschutzes gelten.
    Die ICRP hat daraus Empfehlungen unter anderem über jährliche Dosisgrenzwerte abgeleitet, die 1996 in Europäisches Recht und im August 2001 in deutsches Recht übernommen wurden. In der Novelle der Strahlenschutzverordnung sind zur Einhaltung der Grenzwerte entsprechende Regeln für eine individuelle Dosisbestimmung festgelegt worden.
    Als sofortige Folge der ICRP-Empfehlungen hatte eine Reihe von Europäischen Instituten Forschungsprogramme aufgelegt, die theoretische und experimentelle Erfassung der natürlichen Strahlenexposition in Flugzeugen zum Ziel hatten. Auch die GSF, die sich schon in den 70er Jahren entsprechende Forschungsarbeiten durchgeführt hatte, hat sich an beiden Vorgehensweisen beteiligt und schließlich mit Unterstützung der EU-Kommission gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Siegen das Programm EPCARD (European Program Package for the Calculation of Aviation Route Doses) entwickelt. Mit dessen Hilfe ist es möglich, auf beliebigen Flugrouten und Flugprofilen die Strahlenexposition aus allen Komponenten der durchdringenden kosmischen Strahlung zu berechnen. Diese Programm steht nun Interessierten zur Verfügung.


    (Quelle: Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, GSF)

    Strahlenbelastungsberechnung unter: http://www.gsf.de/epcard/deu_fluginput.php

    Zitat


    Strahlenexposition von Flugpassagieren
    Viele Menschen reisen - privat oder geschäftlich - zu ihren entfernten Zielen mit dem Flugzeug. Diese Flugzeuge fliegen oft in Höhen und geografischen Breiten, in denen deutlich mehr Höhenstrahlung auf den Menschen einwirkt, als am Boden. Die Energien dieser Strahlen sind so hoch, dass man sie nicht abschirmen kann. Wie kommt es zu dieser Strahlenexposition?
    Die Erde ist ständig einem Strom von hochenergetischen atomaren Teilchen ausgesetzt, die aus den Tiefen des Kosmos stammen. Dies ist die sogenannte Höhenstrahlung. Auf ihrem Weg zur Erdoberfläche wird die Höhenstrahlung mit zunehmender Dichte der Atmosphäre schwächer. Ein Schutz vor der Höhenstrahlung kommt vom sogenannten "Sonnenwind", der einen Teil der kosmischen Strahlung von unserem Sonnensystem ablenkt. Diese Sonnenaktivität ändert sich nahezu regelmäßig in einem Zyklus von etwa elf Jahren. Je größer die Sonnenaktivität ist, desto geringer ist deshalb die Höhenstrahlung und umgekehrt. Auch das Magnetfeld der Erde lenkt einen Teil der kosmischen Strahlung ab. Diese Abschirmung wirkt am stärksten am Äquator, in den nördlichen und südlichen Polregionen ist sie am schwächsten. Das Ausmaß der zusätzlichen Strahlenexposition beim Fliegen hängt somit vor allem von der Flugdauer, der Flughöhe, der Flugroute und der Sonnenaktivität ab.
    Effektive Dosis durch Höhenstrahlung auf ausgewählten Flugrouten
    Abflug Ankunft Dosisbereich* [µSv]
    Frankfurt Gran Canaria 10 - 18
    Frankfurt Johannesburg 18 - 30
    Frankfurt New York 32 - 75
    Frankfurt Rio de Janeiro 17 - 28
    Frankfurt Rom ** 3 - 6
    **(vergl. andere innereuropäische Flugziele, Anm von frowlein)
    Frankfurt San Francisco 45 - 110
    Frankfurt Singapur 28 - 50
    * Die Schwankungsbreite geht hauptsächlich auf die Einflüsse von Sonnenzyklus und Flughöhe zurück.
    ......
    Für Gelegenheitsflieger, wie es die meisten Urlaubsflieger sind, ist die zusätzliche Strahlenexposition durch das Fliegen sehr gering und gesundheitlich unbedenklich; das gilt auch für Schwangere und Kleinkinder. Piloten, flugbegleitendes Personal oder berufliche "Vielflieger" können, vor allem wenn sie häufig Langstrecken auf den nördlichen Polrouten fliegen, Strahlendosen erhalten, die durchaus vergleichbar sind mit Dosiswerten in Berufsgruppen, die ionisierende Strahlung einsetzen oder die mit radioaktiven Quellen umgehen. Die neue Strahlenschutzverordnung sieht deshalb ab August 2003 für das fliegende Personal die gleiche rechtlich abgesicherte Strahlenschutzüberwachung wie für alle anderen beruflich strahlenexponierten Personen vor. Diese Überwachung wird vom Bundesamt für Strahlenschutz in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtbundesamt durchgeführt.

    Alles anzeigen


    (Quelle: BfS, Bundesamt für Strahlenschutz, Stand: 14.08.2003)

    Wer wissen möchte, wie man auch durch Auswahl und Menge von Getränken und Nahrungsmitteln etwas gegen die Wirkung der sogenannten freien Radikalen (ich muss immer lachen, wenn ich das lese -- schliesslich habe ich 2 freie Radikale hier rumflitzen!!! ) an Bord tun kann: http://www.steeple.de/matthias/meome12.html

    Eine Statistik zu Strahlen-Belastungen bezüglich der Flughöhe findet Ihr auch unter http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber02/…pdf/2.1.0_d.pdf


    So, das sollte reichen. :lach:

    frowlein

    P.S.: Vielleicht kann noch jemand eine Flughöhenstatistik für die unterschiedlichen EZS-Flugziele beisteuern... Das wäre prima! :)

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