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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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  3. Allgemeine Fragen

Kinder aufklären oder nicht?

  • Tanja78
  • 5. November 2014 um 17:25
  • Tanja78
    2-Zeller
    Beiträge
    18
    • 5. November 2014 um 17:25
    • #1

    Hallo!

    Ich weiß, dass das Thema "Aufklärung der Kinder" hier in der Vergangenheit schon häufiger diskutiert worden ist. Mich würden aktuelle Meinungen zu dem Thema interessieren? Werden nach Eurer Ansicht mittlerweile die meisten Kinder über ihre Entstehung aufgeklärt oder wird darum immer noch ein großes Geheimnis gemacht?

    Vielleicht gibt es auch Mütter älterer Kinder, die bereits erste Erfahrungen gemacht haben und daher entweder für oder gegen die Aufklärung plädieren.

    Wir selber sind beim Thema Eizellspende noch ganz am Anfang, haben uns aber entschlossen demnächst diesen Schritt zu gehen. Auch wenn es womöglich noch ein weiter Weg ist, spielt die Frage ob ich meine Kinder später einmal aufklären möchte schon jetzt die entscheidende Rolle für mich. Ist es für die Kinder besser über Ihre Herkunft Bescheid zu wissen oder stürzt sie das womöglich irgendwann in eine große Identitätskrise? Weiß jemand wie die aktuelle Meinung von Psychologen zu dem Thema ist?

    Ich würde mich über interessante Beiträge zu dem Thema freuen!

    :1rij:

  • Margarethe
    Morula
    Beiträge
    305
    • 6. November 2014 um 09:35
    • #2

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Liebe Tanja,

    wir haben uns mit der Klinik darüber unterhalten und dann habe ich mich noch in psychologischer Literatur erkundigt (die betrifft in Deutschland vor allem Kinder aus Samenspenden). Alle sind eindeutig der Meinung: Ja, man sollte es tun, und zwar so früh wie möglich. Es gibt sogar Kinderbücher über Eizellspende (ich habe allerdings nur welche auf Englisch gesehen). Wenn das Kind mit dem Wissen aufwächst, droht ihm keine Identitätskrise. Wenn der Mensch es spät erfährt, ist sie vorprogrammiert und es gibt z. T. sehr drastische Konflikte in den Familien.

    6 IUIs
    3 IVFs in D, erfolglos wegen POF
    4. EZ-Versuch in Alicante erfolgreich: 2015 Geburt unserer Tochter! Dankbar und glücklich.

  • grador
    Gast
    • 6. November 2014 um 14:52
    • #3

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo Tanja,

    meine Kinder sind jetzt 3,5 Jahre alt. Am Anfang wollte ich es auf keinen Fall sagen. Manchmal frage ich mich jetzt, ob es so richtig ist. Ich habe auch Sorge wie das Umfeld darauf reagiert. Meine Schwiegermutter z.B. weiß es auch nicht. Leider kann ich mit meinem Mann nicht so gut reden. Wenn ich ihn anspreche, dann kommt gleich "du wolltest es doch nicht sagen." Meine Mutter ist voll dagegen es den Kindern zu sagen. Wenn man aber sieht, wie schnell man einen Test jetzt schon machen kann, da komme ich ich ins grübeln. :017: Es sind meine Kinder zu 100%. Wie reagieren die Kids dann mit 14 ??? Ist es für sie dann alles noch schwerer?

    LG grador

  • bernstein
    Blastozyste
    Beiträge
    757
    • 6. November 2014 um 17:55
    • #4

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo Tanja,

    in 7 Wochen kommt unser erstes Kind zur Welt. Entstanden durch eine Eizellspende, weil meine Eizellreserve leider aufgebraucht ist. Für uns war von Anfang an klar, dass wir unser Kind über seine Entstehung aufklären wollen und das auch so früh wie möglich. Also schon im Kleinkindalter, mit Hilfe von Bilderbüchern u.ä.

    Wir gehen aber auch ansonsten sehr offen mit dem Thema um. In unseren Familien kennen eigentlich alle die Entstehungsgeschichte und die Gründe dafür. Und unsere engsten Freunde auch. Bisher haben wir auch noch keine einzige negative Reaktion bekommen. Alle freuen sich nur, dass wir uns unseren Kinderwunsch auf diesen Weg doch noch erfüllen können.

    http://www.eizellspende.com.de/Neuland/Warum-…wichtig-ist.htm

    Au dieser seriösen deutschen Seite zu dem Thema, habe ich vor unserer Entscheidung viel gelesen, vielleicht hilft sie euch auch weiter.

    LG Bernstein

    1. KET IVF Spain 04/2014 - positiv HCG 430 - Jan. 2015 Geburt unseres Sohnes

    neue Spenderin
    2. KET 27.03.17 - positiv HCG 186 - Dez. 2017 Geburt unseres 2. Sohnes

    Wir sind komplett!

  • noemi10
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    717
    • 6. November 2014 um 18:48
    • #5

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo Tanja
    Ich habe einen Sohn ( 3,5 Jahre ) aus einer Embryonenspende und versuche gerade ein Geschwisterchen zu bekommen. Außerdem bin ich vom Fach ( Psychiaterin und Psychotherapeutin) Ich kann Dir nur sagen . " Familiengeheimnisse " sind sehr gefährlich!!!! Dein Kind hat ein Anrecht auf Wahrheit und es ist eher schädlich es nicht zu erzählen.
    Wir treffen uns regelmäßig mit anderen Familien ,die auch Eizllspenden oder Embryonenspendenkinder haben damit die Kinder miteinander aufwachsen und später auch jemanden kennen mit dem sie sich austauschen könnten. Ich habe Bilderbücher und versuche immer wenn es um Enstehung geht dem Kleinen etwas zu erzählen.
    Wichtig ist das Kind zu stärken und ihm somit zu sagen wie wertvoll und wundervoll es ist .ganz egal wie er entstanden ist und das gilt ja für alle Kinder dieser Welt. Ganz viel Glück Dir liebe Grüße Noemi

    Sep.2009 EZS BCN negativ Nov. Kyro negativ
    Juni 2010 EMS Novum positiv
    März 2011 Geburt meines Sohnes
    Nov. 2013 EMS Dr. Kult negativ
    Nov. 2014 EZS Dr. Kult positiv Zwillinge

  • Tanja78
    2-Zeller
    Beiträge
    18
    • 6. November 2014 um 21:17
    • #6

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Danke für Eure interessanten Antworten!

    Ich möchte meine Kinder auch über ihre Entstehung aufklären und kann mir vorstellen, dass dies im Kleinkindalter über Bilderbücher und ähnliches fast noch am einfachsten ist.
    Ein Familiengeheimnis finde ich auf Dauer auch sehr anstrengend und dem Kind gegenüber irgendwie unfair, gerade wenn andere aus der Familie oder dem sonstigen Umfeld eingeweiht sind.

    Ich habe allerdings etwas Angst, dass unser Kind unbedacht anderen von seiner Entstehung erzählen könnte, weil es noch zu jung ist und noch nicht entscheiden kann ob andere davon erfahren sollen. Da wir außerdem noch im ländlichen Bereich wohnen, wäre so eine Information wahrscheinlich bald überall bekannt.

    Es würde mich grundsätzlich auch nicht stören, allerdings sollte unser Kind schon selber entscheiden ob andere von seiner Entstehung wissen sollen und ich denke diese bewusste Entscheidung ist erst später möglich. Daher denke ich manchmal, dass es vielleicht besser wäre erst ein paar Jahre später, so ab 6 Jahren, mit der Aufklärung zu beginnen.

    Manchmal frage ich mich allerdings ohnehin, ob das Umfeld, dass von der Kinderwunschgeschichte und ggf. auch z.B. von der schlechten Eizellqualität weiß, nicht ohnehin eins und eins zusammenzählen kann und von selbst darauf kommt, dass eventuell fremde Eizellen im Spiel waren, gerade wenn nach diversen Fehlversuchen auch noch Zwilllinge geboren werden... Andererseits wissen wohl die wenigsten, dass es überhaupt Eizellspenden gibt und kommen wohl kaum auf die Idee, dass eine Frau, die ein Kind austrägt nicht die genetische Mutter des Kindes ist. Bis vor ein paar Monaten wäre ich auch nicht auf solch einen Gedanken gekommen.

    Manchmal mache ich mir glaube ich auch einfach zu viele Gedanken...

    Außerdem muss es einem ja auch nicht unangenehm sein, auch wenn ich da wohl noch ein bißchen an mir arbeiten muss. In erster Linie zählt für mich das Wohl des Kindes.

    Die angesprochene Internetseite "Eizellspende.com.de" ist wirklich gut und total informativ. Die hatte ich mir gestern auch schon angeschaut.

    Eine letzte Frage habe ich noch an Noemi. Wo lernt Ihr Familien mit Eizellspendenkindern kennen? Mir persönlich ist kein einziger Fall in meinem Umfeld bekannt. Habt Ihr die anderen Familien hier über das Forum kennengelernt?

    Vielen Dank schon mal!

  • spaetemutti7
    Blastozyste
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    1
    Beiträge
    662
    • 6. November 2014 um 21:43
    • #7

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Also die Psychologen raten ja, dass die Aufklärung so früh als möglich erfolgen soll, damit das Kind keine Identitätsstörung davon trägt. Früh heißt sobald die ersten Fragen kommen. Das ist so um die 3 - 4 Jahre. Laut Studien sind Kinder die in dieser sehr frühen Phase aufgeklärt worden sind größtenteils ohne nennenswerte Störungen davon gekommen, und wenn waren die Ursachen oft in anderen Problematiken zu finden.. Also ich könnte mir gut vorstellen, dass Kinder in dem Alter dem ganzen vielleicht keinen so großen Wert beimessen, wie wir Erwachsene es tun.
    Generell denke ich, dass es doch egal sein kann was die Dorfgemeinschaft denkt, aber ich weiß auch wie die Menschen sein könnne, gerade auf einem engen Raum. Und ich kann auch akzeptieren, dass auch viele Betroffene da erst mal nicht wissen wie sie das alles handhaben sollen oder sich vielleicht auch genieren.
    Ich persönlich selbst halte auch viel von der Frühstaufklärung. Klar damit decke ich auch mein "Versagen" auf, aber das ist ohnehin nicht mehr zu beeinflussen, die Seele des Kindes aber schon.

    [Blockierte Grafik: http://www.eltern.de/forenticker/show/28348][/url]
    17.11.14 1. EZS +SPS (Ivf Spain) positiv
    02.12.14 HCG 2991 (TF + 15)
    08.12.14 HCG 13196 (TF + 19)
    15.12.14 1 Herzchen
    [url=http://lilypie.com][Blockierte Grafik: http://lb1f.lilypie.com/paMMp2.png][/url

  • kretschus
    Blastozyste
    Beiträge
    695
    • 7. November 2014 um 07:04
    • #8

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    huhu tanja,

    oh ich glaube mit 6 das ist nicht gut, dann erwartest du ja von dem Kind dass pss pss bloss nichts gesagt wird und dann spürt doch das kind dass es etwas geheimnissvolles ist und setzt es unter druck.

    habe zwei pflegekinder, erst kam mit 1,5 meine Tochter, als mein Sohn dazu kam hab ich es meiner tochter erzählt und sie ist ganz normal damit aufgewachsen. Meine Tochter war damlas auch 3.5

    lg von Kretschus

    seit2011 viele Versuche in CZ und Gr.2xpos.,leiderFG
    ivf spain-2013 -2015
    6 versuche negativ
    jetzt erstmal pause
    Juli 15 Zypern leider FG
    Oktober 16 Biotex Kiew bringt mir glück, 2 Jungs

  • noemi10
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    717
    • 7. November 2014 um 08:37
    • #9

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo nochmal Tanja
    also ich glaube tatsächlich dass die Kinder viel weniger Drama über ihre Entstehung im kleinkindalter machen mein Sohn ist ja 3,5 und ich spreche gerade jetzt wo wir versuchen das Geschwisterkind zu bekommen mit ihm darüber .Er ist nicht onderlich interessiert und ich habe im Umfeld erlebt dass wenn man direkt offen mit der Wahrheit konfrontiert alle so geplättet sind dass es eher in Bewunderung über den Mut zur Offenheit umschlägt als in böse Worte . Ich glaube unsere Sorgen über Aufklärung entstehen wenn wir selbst nicht sicher sind das richtige getan zu haben. Fazit : erstmal müssen wirvoll hinter der Enstehung unsere Kinder stehen und keine Schuldgefühle oder Versagensgefühle haben. Wir haben nichts böses getan. Aber ich gestehe das ist echt schwer.
    Ich habe die Familien teilweise im Forum kennengelernt da gab es mal eine Anfrage wer im Raum Düssel / Köln lebt so haben wir unsere " Selbsthilfegruppe" gefunden.Durch meine Offenheit zum Thema Eizellspende habe ich aber auch Kontakt zu zwei Frauen die in meiner Stadt leben. liebe Grüße Noemi

    Sep.2009 EZS BCN negativ Nov. Kyro negativ
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    Nov. 2013 EMS Dr. Kult negativ
    Nov. 2014 EZS Dr. Kult positiv Zwillinge

  • Margarethe
    Morula
    Beiträge
    305
    • 7. November 2014 um 21:20
    • #10

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Liebe Tanja,

    ich habe eigentlich die gleichen Gedanken und Befürchtungen wie Du, kann mich aber den Vorrdnerinnen nur anschließen. Ich glaube auch, dass irgendwann sehr viel mehr Leute wissen, wie unser Kind entstanden ist und dass wir dann damit leben müssen. Meine Lebenserfahrung sagt mir aber, dass selbst auf die anfänglichen Überraschung und Tratsch immer ein Zustand völliger Gleichgültigkeit kommt. Menschen haben in der Regel genug mit sich selbst zu tun. :laugh: Wir müssen nur selbstbewusst damit umgehen. (Und das traue ich eigentlich jeder Userin in diesem Forum).

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  • heeidi
    Morula
    Reaktionen
    50
    Beiträge
    475
    • 7. November 2014 um 21:45
    • #11

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Liebe Tanja,

    ich habe mich mit der Thematik vor der EZS gar nicht auseinandergestezt.
    Einerseits, es war meine einzige chance ein Kind zu kriegen (nach einer OP an den Eierstöcken, konnte ich gar nicht mehr stimuliert werden) andererseits bin ich sofort -was für ein Segen!- sofort nach dem ersten Versuch schwanger geworden.
    Meine Schwangerschaft war so turbulent, dass ich mich erst nach der Geburt mit dem Thema beschäftigte.
    Mein Mann hat es mir überlassen, wie wir es machen. (EZS )
    Ich habe mich ein wenig belesen, und auch mich beraten lassen (von einem Psychologen v. eizellspende.com )
    Es war ein langsamer Prozess. Ich hatte schon immer KOntakt mit Mädels aus dem Forum, und ich gehe auch regelmässig zum Treffen in NRW. (wie noemi)
    Ich lese meinem SOhn das Bich mit den Enten vor (er liebt die geschichte), ich erzähle mal auch dass wir in Polen waren.
    Ich denke nicht, dass er es schon versteht. Es gehört aber zu unserem Leben. Ich denke/hoffe, dass er so langsam 'schleichend' aufgeklärt wird.
    Wenn er Fragen stellt, die werden auch beantwortet.

    Übrigens, ich war heute bei meiner Frauenärztin, und sie hat es inzwischen auch vergessen, wie ich mein Sohn gekriegt habe.
    Ein Bekannter der Familie (Gynokologe!) vergisst es auch ständig, und fragt mich immer wieder, ob wir Geschwisterchen möchten.
    Es geriet echt in vergessenheit.

    Übrigens, es würde mich auch nicht stören, wenn mein Kind jemandem (bei ihm ist es momentan ausgeschlossen, da er fast nur zu Hause den Mund aufkriegt ;D) es erzählen würde.
    Ich muss aber sagen , wir wohnen in einem Land, wo EZS erlaubt ist.

    Liebe Grüße
    H.

    Sohn aus 1.EZS - Polen Warschau Novum

  • Zidl
    Morula
    Beiträge
    451
    • 10. November 2014 um 13:33
    • #12

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo,
    interessant, das mal wieder darüber diskutiert wird!
    Ich habe auch Schwierigkeiten, mit Erwachsenen über die EZS zu sprechen und es wissen auch nur sehr wenige. Den Kindern (sie sind jetzt knapp 3) habe ich es schon erzählt. Mal sehen, wie es sich weiterentwickeln wird. Komischerweise kann ich den Kindern es ganz glücklich erzählen, weil mir dann wieder einfällt, wie traurig ich vorher war und was für ein Segen das alles ist.
    Liebe Grüße
    Zidl

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  • grador
    Gast
    • 10. November 2014 um 14:33
    • #13

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo Zidl,

    schön von dir zu hören. Ich habe aufgrund der Diskussion hier noch einmal ein Gespräch mit meinem Mann gesucht. Er hat sogar mal kurz zugehört. Für mich ist es wohl doch noch nicht entschieden, ob oder ob nicht. :017: Was ist, wenn es mal zum Streit zwischen uns Eltern kommt? Bin ich dann erpressbar? Mit meiner Schwiegermutter habe ich teilweise Unstimmigkeiten. Angeblich weiß sie nichts von der EZS, aber was wenn doch? Sie kann so oft nicht verantworten was sie sagt. :banghead: Sehr schwer.... Ich möchte für die Beiden nur das Beste. Aber ich würde zusammen brechen, wenn sie mir dann sagen würden, dass ich ja nicht die richtige Mutter bin. So was passiert sicherlich mal aus Wut oder? Echt schwer.... aber um meine Gefühle sollte es ja eigentlich nicht gehen oder?

    LG grador

  • Zidl
    Morula
    Beiträge
    451
    • 11. November 2014 um 11:37
    • #14

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo,
    ich habe auch Angst vor der Reaktion meiner Schwiegereltern. Sie haben neulich mal gesagt, es wäre doch das letzte, wenn man Kinder in eine Situation brächte, dass sie ihre genetischen Eltern nicht finden könnten.
    Habe Sorge, dass die Kinder das mitkriegen.
    Aber ich glaube, es stimmt, was jemand hier geschrieben hat: erst muss man mit sich selber eins sein.
    Dein Mann will es nicht sagen? Sehr scgwierig...

    Meine beiden werden in 2 Wochen 3! Die Zeit rast...

    zidl

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  • grador
    Gast
    • 11. November 2014 um 13:06
    • #15

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo Zidl,

    wissen deine Schwiegereltern von der EZS? :017: Meine Schwiegermutter ist manchmal so unberechenbar. Zu unserer Hochzeit damals wurde natürlich gefragt, ob jetzt Kinder kommen..... Ihre Antwort: "An meinem Sohn liegt das nicht sondern an meiner Schwiegertochter!" Toll oder? Um mir selbst den Druck zu nehmen, habe ich kaum jemanden erzählt, dass wir Probleme damit haben. Von dieser Aussage habe ich ein paar Wochen nach Hochzeit erst erfahren. Sehr traurig alles. Ihr Sohn macht nie Fehler, nur ich. Die Kinder sind ihr größtes Glück. Sie liebt die Beiden sehr. Offiziell weiß sie nur von einer künstlichen Befruchtung. Reicht schon aus. Sie hatte mich mal ganz böse angeschaut und gesagt: "Die Kinder müssen wissen, dass sie künstlich erzeugt wurden." Ich sagte darauf hin, na da hast du deinem Sohn wohl auch erzählt, wie und wo er entstanden ist? Im liegen oder im Stehen? Im Bett oder wo? Dann war Ruhe. :043:
    Mein Mann schwört ja immer, dass er es ihr nicht erzählt hat. Aber es ist seine Mutter, da weiß man nie oder? :017:

    Ja die Zeit rennt. Räuber weiß schon ganz genau, wie seine 4. Geburtstagparty laufen soll im April. :13:

    LG grador

  • Tanja78
    2-Zeller
    Beiträge
    18
    • 11. November 2014 um 19:46
    • #16

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Ja, ich glaube auch dass es sehr wichtig ist, dass man selber voll hinter der Eizellspende steht und nicht das Gefühl hat etwas schlechtes zu tun für das man sich schämen muss. Ich glaube nur dann kann man seinen Kindern ganz offen und positiv von ihrer besonderen Entstehung erzählen und die Entscheidung auch anderen gegenüber selbstbewusst vertreten.

    Für mich steht fest, dass ich erst voll hinter der Eizellspende stehen muss bevor wir diese wirklich machen werden. Denn nach der angeregten Diskussion hier (Danke dafür) bin ich mir ziemlich sicher dass wir unsere Kinder aufklären wollen und müssen. Gerade weil wir auf dem Dorf wohnen ist die Gefahr immer da dass es durch blöde Zufälle oder Gerüchte herauskommt und unsere Kinder womöglich wenn sie älter sind von anderen damit konfrontiert werden. Das will ich nicht riskieren. Außerdem will ich nicht dauerhaft in der Angst leben dass es raus kommen könnte.

    Wir würden wohl die engere Familie einweihen und die Kinder dann doch recht früh aufklären. Irgendwie finde ich die engste Familie sollte es wissen, schon allein weil die Kinder dann ja vielleicht selber davon berichten und ich es nicht schön finde wenn es z.B. Oma und Opa dann unvorbereitet trifft und sie deshalb negativ reagieren. Wir haben aber auch ein sehr enges und vertrautes Verhältnis und ich erwarte keine negativen Reaktionen, außer sicher Überraschung und Unwissenheit.

    Leider scheitert es bei mir immer noch daran dass mich immer wieder Zweifel beschleichen ob die Eizellspende der richtige Weg für uns ist...Es wäre sooo schön endlich eigene Kinder zu haben wenn da nur nicht immer wieder diese Bedenken wären. Aber ich arbeite daran das Positive in den Vordergrund zu stellen :72:

  • grador
    Gast
    • 12. November 2014 um 11:07
    • #17

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Liebe Tanja,

    für mich ist es nicht wichtig, ob die EZ nun von mir stammt oder nicht. Wir waren sogar zu Adoption bereit. Als ich merkte, dass es wohl mit meinen EZ nicht klappt, habe ich von mir aus die EZS in der Ki-Wunsch-Klinik angesprochen. Die Ärztin war sehr verständnisvoll. Sie meinte, dass ist das Gleiche wie eine Samenspende. Egal wie..., wer das Kind zur Welt bringt, liebt und versorgt ist die Mutter bzw. der Vater. Vom Gefühl her habe ich auf jeden Fall das Richtige getan. :72: Wir wohnen auch auf dem Dorf. Hier würde wohl keiner auf den Gedanken kommen, dass wir eine EZS gemacht haben. Die Kinder haben laut Nachbarn so viele Ähnlichkeiten mit mir. :043: Mit der Aufklärung bin ich mir echt nicht sicher, was da richtig ist. Jeder muss es für sich entscheiden.

    Bin mal gespannt, ob du diesen Weg einschlägst. Darf ich mal fragen, ob du noch Chancen mit eigenen EZ hast? Bei mir wäre es vielleicht möglich gewesen... aber zu 80% eher nicht. Ich habe Endometriose.

    LG grador

  • Margarethe
    Morula
    Beiträge
    305
    • 12. November 2014 um 11:54
    • #18

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Liebe grador,

    du hast aber eine extrem fiese Schwiegermutter abgekriegt, das ist schon ein Hammer. Gut, dass du dich gegen sie so gut wehren kannst. Alles Gute für euch und für die Kleinen!

    6 IUIs
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    4. EZ-Versuch in Alicante erfolgreich: 2015 Geburt unserer Tochter! Dankbar und glücklich.

  • grador
    Gast
    • 12. November 2014 um 13:33
    • #19

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo Margarethe,

    meine Schwiegermutter ist etwas komisch. Ich kann mich auf einer Seite total auf sie verlassen, wenn ich bei den Kleinen Hilfe brauche. Aber auf der anderen Seite war sie schon so gemein und verletztend. Man kann mit ihr auch nicht wirklich sprechen. Alles wird verdreht. Sie und mein Mann machen nie Fehler, nur die Anderen. Das ist schon blöd. Durch die Kinder ist es aber viel besser geworden. Wenn sie bei uns ist, dann haben wir mit den Beiden so viel zu tun, da bleibt keine Zeit zum Streiten. :043: Ich habe ihr auch schon klar gemacht, dass sie sich nicht einzumischen hat, macht sie ja so gern. Ich hoffe, dass ich nicht auch mal beim Räuber so ein Schwiegerdrachen werde. Jungs werden von den Müttern wohl mehr behütet, habe ich irgendwo gelesen. Ich kenne auch kaum jemanden aus dem Freundeskreis, die mit der Schwiegermutter super klar kommt. Muss wohl was dran sein. :72:

    LG grador

  • Tanja78
    2-Zeller
    Beiträge
    18
    • 12. November 2014 um 18:52
    • #20

    Antw:Kinder aufklären oder nicht?

    Hallo Grador!

    Was Du von Deiner Schwiegermutter schreibst hört sich für mich auch ziemlich heftig an. Da wäre ich aber auch echt sauer und würde sie wegen der Eizellspende garantiert nicht ins Vertrauen ziehen.

    Ich habe da mehr Glück. Zu meinen Eltern, vor allem zu meiner Mutter habe ich ein sehr enges und vertrautes Verhältnis. Ich habe ihr übrigens gerade von unseren Überlegungen zum Thema Eizellspende erzählt und sie war sehr verständnisvoll. Das hat gerade wirklich gut getan. Zu meiner Schwiegermutter ist das Verhältnis nicht ganz so eng, aber wir verstehen uns auch ganz gut.

    Mit meinen eigenen Eizellen ist es nahezu unmöglich noch ein Baby zu bekommen. Wir haben gerade die fünfte gescheiterte ICSI hinter uns und die Qualität und Anzahl der Eizellen wurde immer schlechter. Außerdem hatte ich zuletzt immer das Problem dass die Eizellen nicht reif waren, so dass es einmal nichtmal zum transfer kam. Alles extrem frustrierend, dieses ständige Hoffen und die Enttäuschungen. In Deutschland werden wir auf jeden Fall keine weiteren Versuche starten. Psychisch bin ich dadurch momentan ziemlich am Boden... :03:

    Wo seid Ihr denn eigentlich in Behandlung? Wir hatten eigentlich an eine der Kliniken auf Mallorca gedacht, aber man findet hier so wenige die dort die Eizellspende gemacht haben. Kennst Du jemanden der dort war und positive oder negative Erfahrungen gemacht hat? Und eine Frage noch: Ist eine frische Spende wirklich besser als wenn die Eizellen nach Punktion eingefroren werden? Für uns wäre eine frische Eizellspende schwierig da wir wegen der Arbeit nicht so flexibel sind.

    Ich wünsche noch einen schönen Abend!
    LG Tanja

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