Ihr Lieben,
mein Mann und ich tragen uns nach mehreren fehlgeschlagenen ICSIs mit dem Gedanken an eine Eizellspende. Wie es einem als Paar damit geht, kann man ja noch halbwegs abschätzen. Dabei sind auch viele eurer Forumsbeiträge sehr nützlich.
Aber wie wird ein Kind später damit klarkommen? Hat irgendjemand hier schon Erfahrungen damit? Oder mit Samenspende,die ja für das Kind eine vergleichbare Tragweite hat (und schon känger praktiziert wird - da müßten bereits Erfahrungen mit älteren Kindern vorliegen)
Kommt da später auch diese diffuse Unruhe und Unsicherheit ob der eigenen Identität und der eigenen Wurzeln, unter der viele Adoptierte so sehr leiden? Oder ob diese Unruhe durch die frühe Ablehnungserfahrung ausgelöst wird, die ja in unserem Fall ausgeschlossen ist?
Gibt es Literatur zu diesem Thema oder hat jemand schon mal etwas darüber gehört oder gelesen?
Wie habt ihr vor, später damit umzugehen?
Verheimlichen? Oder sagen? Wann?
Nicht ganz vergleichbar: gleich drei "Urlaubsmitbringsel", die ich kenne, haben anscheinend keine Probleme mit dem Vater, den sie nie kennenlernen werden. Irgendwie grinst halt jeder bei der Geschichte.
Mein (ohne Verheimlichung) adoptierter Bruder hingegen ist in später Jugend/ frühen Erwachsenenjahren fast verrückt geworden an dieser Identitätskrise. Extreme Krise über Jahre bis an den Rand des Todes.
Erbitte eure Meinung/euer Gefühl zu der Sache.
Vielen Dank!
Romy