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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

  • KitKat
  • 7. Januar 2013 um 13:31
  • habi77
    Gast
    • 18. Januar 2014 um 14:07
    • #21

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Hallo alle Zusammen,
    ich gehöre nicht wirklich in diesen Ordner aber mich bewegt es sehr.
    Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen wie es aus meiner Sicht aussieht.
    Auch ich habe mit 16 die Diagnose kinderlos leben bekommen. Da hat es mich getroffen aber ich konnte mich noch nicht richtig damit auseinander setzen. Als der richtige Partner da war, war die Sache dann schon ein Top-Thema. Untersuchung hin und her Ergebnis war das Gleiche. Ein Kind musste her. Adoptionsantrag und Eizellenspende lief parallel. Ja ich darf mich sehr sehr glücklich schätzen der erste Treffer war positiv. Ich habe einen wunderbaren 5 jährigen Sohn. Aber wie schon einige schreiben. Der soziale Druck ist enorm was das Thema Kinder angeht. Wir hatten dieses eine Kind und nicht das ich damit nicht zufrieden gewesen wäre ich musste weiter machen. Aber warum??????? Beste Freundin bekam das Dritte, Schwester das Zweite, Kinder und Kinder um mich herum. Und als mein Mann einen schweren Unfall hatte und wir Monate später bei einem Heilpraktiker saßen ( ich war eigentlich nur die Begleitperson) schaute er mich an und sagte: Warum wollen Sie eigentlich noch ein Weiteres Kind??? Ich saß total bescheuert da und wusste auf diese Frage spontan keine Antwort. Das hat mich so beschäftigt. Wochen und Monate hatte ich daran zu nagen und fragte mich immer Warum? Ich liebe meinen Sohn über alles aber auch Kinder stellen einem enorm auf die Probe. Ich persönlich finde die Verantwortung die man hat teilweise unerträglich. Die Ängste die Sorgen weil man sein Kind über alles liebt. Wenn es krank ist und weint man aber überhaupt keine Ahnung hat was es hat und sich manchmal total Überfordert fühlt etc. Und ich wusste wirklich nicht ob ich so was nochmal mitmachen kann.
    Nicht das mich jetzt irgendjemand falsch versteht. Meine Kinder sind das Wichtigste in meinem Leben und ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben. Ich würde es auch immer wieder tun. Ja, ich habe mittlerweile 3 und oft kommt die Frage auf, es wäre auch schön wenn man etwas mehr Zeit für sich hätte und was man alles machen könnte z.B. ohne Kinder oder auch weil der Große schon mit 5 sehr selbständig ist. Ich glaube man will immer das was man gerade nicht hat. Und oft ist es wirklich der Druck von außen der einem fertig macht.
    Liebe Kinderlosen. Es ist zwar kein Trost aber freut Euch an Eurem bisherigen Leben. Unternehmt was, geht essen, tanzen, in Urlaub, Kino macht mal Party, freut Euch über eine glückliche Beziehung und das Euch jemand liebt. Auch das sind alles wertvolle Dinge die man mit den Jahren vergisst.
    Euch mit Kinder ist das Leben nicht immer purer Sonnenschein. Da kommen ganz andere Probleme auf einem Zu.
    Manchmal bin ich total gestresst und blicke neidisch auf Frauen die in Ruhe spazieren gehen oder einkaufen sind. Seht her, es gibt auch Mütter die auf EUCH neidisch sind.
    Bitte bitte versteht mich nicht falsch. Ich liebe meine Kinder mehr als mein Leben und ich würde immer wieder so handeln. Es ist nur so das die Welt der Kinderlosen nicht schlechter ist als die mit Kind. Hat seine positiven und negativen Seiten.
    Haltet durch und Kopf hoch!!!!
    LG Habi

  • Tina31
    Morula
    Beiträge
    483
    • 19. Januar 2014 um 11:27
    • #22

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die vielen, interessanten Beiträge! Vor allem die letzten haben mich sehr zum Nachdenken gebracht: Natürlich bin ich auch fest davon überzeugt, dass a) ein Kind kein Garant für Glück ist und immer damit auch große Anstrengungen verbunden sind und b) auch ein Leben ohne Kinder positive Aspekte beinhaltet, aber momentan wirft's mich einfach wieder stärker rum.
    Kann damit zusammenhängen, dass wir fast ein Pflegekind bekommen hätten und sich die Situation im letzten Moment wieder zerschlagen hat (jetzt bin ich erneut am Überlegen, ob der Weg "Pflegekind" für uns der richtige ist) und dass aktuell so viele Kolleginnen in meinem Umfeld schwanger sind. Bisher war es so, dass ich mich durch die Arbeit ganz gut ablenken konnte (da war es auch überhaupt nicht relevant, ob meine Eierstöcke funktionieren oder nicht, Arbeit gut machen, nett im sozialen Umgang sein, fertig) und da auch immer sehr viel Bestätigung erhalten habe, die ich insbesondere nach einem weiteren Negativ aufgesogen habe wie ein Schwamm. Akuell gibt's aber leider auch da sehr oft Themen wie "Welchen Kinderwagen? Stillst du? Wie lange Elternzeit? Was gegen Schwangerschaftsübelkeit? etc." und ich komme mir oftmals vor wie das 5. Rad am Wagen. Auch in meinem bisherigen (großen) Freundeskreis habe ich mich zurückgezogen, weil ich es in Phasen nur sehr schwer ausgehalten habe, die glücklichen Familien um mich zu haben - irgendwie läuft das alles in die falsche Richtung! Ich verstehe, dass sich der Fokus durch ein Kind vollständig verlagert, aber was, wenn es NUR NOCH dieses Thema gibt? Aber natürlich bin ich jetzt auch bis zu einem gewissen Maße unfair, ich habe mich ja größtenteils auch selbst zurückgezogen.

    Ach, es ist vertrackt: Ich weiß, dass junge Mütter auch sehr anstrengede Phase durchlaufen (Kind krank, Schlaflosigkeit, ...), aber trotzdem würde ich so viel daran setzen, diese Phasen auch einmal erleben zu können. Bloß: Ist das realistisch? Eine Auslandsadoption ist meinem Mann zu anstrengend bzw. da haben wir einen recht beeindruckenden Negativ-Fall im weiteren Bekanntenkreis, wovor er zurückschreckt. Die Chance auf eine Inlandsadoption sind gering, bei einem Pflegekind gibt es jedes Mal eine heftige Vorgeschichte mit oftmals schwer abschätzbaren Folgen und die Eizellspende haben wir schon mehrfach erfolglos versucht. Was bleibt da noch übrig bzw. wie kann man seinem Leben auch ohne Kinder einen Sinn geben? Wir sind beide nicht die großen Weltenbummler (geht auch beruflich nicht) und irgendwie ist mir das auch - auf Dauer - zu wenig... Wie geht ihr mit diesem Dilemma um? Oder bin ich völlig doof und jammere auf sehr hohem Niveau?

    LG von einer nachdenklichen Sunny

    PS: Liebe Leerhuhn, meine Daumen sind ganz fest gedrückt! Gute Nerven für den Warteschleifen-Horror!

  • Leerhuhn
    Morula
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    Beiträge
    549
    • 19. Januar 2014 um 18:41
    • #23

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    @ Sunny, zu Deiner Frage "wie geht ihr damit um":
    Ich habe für mich ein kreatives Hobby entdeckt, für das ich richtig brenne und meine ganze Leidenschaft dort hineinstecke. Es saugt meine ganze Freizeit auf aber ich liebe es. Es ist mein Baby :72:
    Ohne dieses Hobby wäre ich bis jetzt eingegangen.

    Kreativität ist ein gutes Schmerzmittel. Wenn der Bauch schon nicht schöpferisch sein kann, dann müssen es eben der Kopf und die Hände sein. Oder die Stimmmuskeln oder was auch immer.
    Das hat mir sehr geholfen und meinem Alttag wieder Farbe gegeben.

    LG Leerhuhn

    2005-07: 2 Fehlgeburten nach Spontan-SSW
    2010-11: 4 IVF-Versuche in Deutschland ohne Erfolg
    2011-2014: 7 EZS-Versuche in Spanien ohne Erfolg

  • Tina31
    Morula
    Beiträge
    483
    • 20. Januar 2014 um 19:24
    • #24

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Liebe(s) Leerhuhn,

    ja, ich glaube, da sind wir uns ziemlich ähnlich! Kreativ sein ist mir auch ganz wichtig und ich bin auch froh, dass ich das in meinem Beruf zu 100% ausleben kann. Leider hilft mir das aber immer nur über den Alltag hinweg und in meiner freien Zeit holt's mich dann wieder ein. Und noch zusätzlich in einen Chor o.ä. zu gehen, ist logistisch schwierig bzw. gibt's bei uns nur "total hohes Niveau" (was ich leider nicht habe) oder Musik, die mir einfach zu platt/nicht mein Stil ist. Es ist total komisch, obwohl ich so aktiv bin und so viel unternehme, fühle ich mich dennoch oft leer und nicht ausgelastet. Mein Umfeld sagt ohnehin schon, dass ich Energien für zehn habe und sie sich oft fragen, woher ich sie nehme... Ich vermute mal, dass es z.T. auch aktives Verdrängen ist. Vielleicht doch lieber Yoga? Aber ob das mir einen (alternativen) Sinn im Leben geben kann? Glaub ich irgendwie auch nicht...

    Bäh, zur Zeit nervt's mich grad ziemlich! Ist aber vermutlich auch das dumme Wetter...
    LG und danke fürs Zuhören!
    Sunny

  • Lina_74
    8-Zeller
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    153
    • 20. Januar 2014 um 20:05
    • #25

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Ich kann mich Leerhuhn nur anschließen. Ich habe auche in kreatives Hobby zusätzlich zum Beruf.
    Mit diesem Hobby kann bzw. verdiene ich auch Geld.
    Seit ich allerdings schwanger bin, interessiert es mich nicht mehr bzw. ist die Kreativität diesbezüglich wie weggeblasen, und das obwohl ich soviel Zeit für mein Hobby hätte. Stattdessen stecke ich meine Energie in Handarbeit.

    Was ich damit sagen will, ist, dass ein alternatives Lebensziel und vllt. eine zusätzliche Therapie helfen können, im Leben glücklich zu sein. Ich war wirklich so weit das hinzukriegen, hatte mit allem abgeschlossen.

    Und nur auf diesem Weg habe ich zur EZS gefunden. So als letzter Versuch ohne große Erwartung nach ganzen sieben Jahren belastender Kinderwunschzeit.

    Egal wie, ihr findet auch euren Weg!!!

    Und allen, die noch weiter versuchen drücke ich ganz feste die Daumen!!!

    Liebe Grüße, Lina

    1. EZS 08/2013 positiv!!! :)
    16.9.2013 zwei Herzchen schlagen! Zwillinge!

  • Leerhuhn
    Morula
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    549
    • 20. Januar 2014 um 20:38
    • #26

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Was mich verwundert ist, dass in diesem Threat über Adoption und über Pfelgekinder aber noch nicht über Leihmutterschaft gesprochen wurde. Ich finde, wenn es wirklich sehr schlimm ist und man wirklich keinerlei Trost in allen hier genannten Sachen finden kann und weiter völlig ratlos bleibt, sich leer fühlt und es auch nach längerer Trauerphase nicht besser wird... Warum es nicht mit der Leihmutterschaft probieren?

    Nachdem ich das Thema Adoption von hinten und vorne kennengelernt habe, weiß ich, dass man bei einer Leihmutterschaft sogar 1.weniger Geld als bei einer Auslandsadoption ausgeben kann 2. es ist neugeboren und nicht so traumatisiert 3. es trägt die Gene des Mannes den man liebt.

    Ich habe gehört, dass es in Indien jetzt sehr gut organisiert wurde und manche Organisationen auch sehr darauf bedacht sind, dass es den Leihmüttern gut geht und es soll angeblich nur um die 12.000€ kosten. Ob das jetzt wirklich stimmt weiß ich nicht so sicher.

    Es wäre eine Symbiose. Sie will etwas von Dir und Du etwas von ihr, also warum soll man sich da nicht zusammentun?!

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

    2005-07: 2 Fehlgeburten nach Spontan-SSW
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  • Tamita
    8-Zeller
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    84
    • 21. Januar 2014 um 12:06
    • #27

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Liebe Leerhuhn,

    bei Leihmutterschaft gibt es ein großes Problem und zwar, dass man die Ausreisedokumente nicht einfach so besorgen kann und die deutsche Botschaften in Länder wie Indien, Ukraine etc schon seit langem einen Rieger davorgeschoben haben. Sprich: du kriegst die Kinder nicht aus dem Land raus.

    In USA kostet um die 70 000-120 000 €!

    Übrigens; die Kinder sind genauso traumatisiert, wie auch Adoptivkinder, die in Deutschland direkt nach der Geburt adoptiert wurden. Es macht keinen Unterscheid. Es geht hier darum, dass Kinder im Mutterleib schon die Stimme und Herztöne der Mutter kennen.......es gibt Bücher zum nachlesen.

    alles Gute
    Tamita

  • grador
    Gast
    • 21. Januar 2014 um 14:55
    • #28

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Hallo Tamita,

    ich denke, dass die Kinder im Mutterleib meist schon geschädigt werden. Wer gibt schon gern sein Kind weg? Meist sind es Mütter mit Drogen-, Alkoholproblemen usw. In der SS wird geraucht usw. Die armen Kinder. :03: Es gibt aber auch Ausnahmen. Ich hätte den Weg zur Adoption bzw. Pflegschaft eingeschlagen, wenn es mit der EZS auch nicht funktioniert. Aber ich hatte Glück.

    LG grador

  • Tina31
    Morula
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    • 21. Januar 2014 um 18:47
    • #29

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Hallo zusammen,

    zum Thema "Leihmutter" kann ich mich der Meinung von Tamita nur anschließen. Es ist einfach sehr problematisch, die Kinder aus dem jeweiligen Land nach Deutschland zu bringen und ob von den Organsiationen wirklich darauf geachtet wird, dass es den Leihmüttern gut geht... ich weiß es nicht, bin da aber sehr skeptisch! Und was, wenn die Leihmutter doch während der Schwangerschaft/nach der Geburt Gefühle für das Kind entwickelt, das sie immerhin 40 Wochen ausgetragen hat? Außerdem finde ich bei einer Adoption bzw. Pflegschaft den Gedanken sehr schön, einem bereits geborenen Kind, das ansonsten nicht so gute Voraussetzungen hätte, einen guten Start ins Leben zu geben. Allerdings ist der Wunsch nach größtmöglicher "Normalität" (ich weiß schon - was ist normal?) natürlich auch da und jedes dieser Kinder hat bestimmt ein mehr oder weniger großes Päckchen zu tragen. Man kann mit Liebe bestimmt viele Wunden heilen, aber man hat natürlich auch das Risiko der Überforderung! Und selbst, wenn man sich diese bestimmt große Aufgabe zutraut - was ist dann mit dem Partner? Sieht/Empfindet er es genauso? Alles nicht so einfach...

    LG von einer nachdenklichen Sunny

  • Leerhuhn
    Morula
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    • 23. Januar 2014 um 22:37
    • #30

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Ja, das Trauma im Mutterleib während der Leihmutterschaft hat mich auch beschäftigt. Trotzdem ist es ein Unterschied ob ein Kind kurz nach der Geburt weggegeben wird oder ob es schon eine zweijährige, dreijährige oder vierjährige Geschichte mit sich trägt. Hinzu kommt die Integration in ein fremdes Land.

    Bei der Leihmutterschaft gibt es angeblich schon noch Tricks wie man die Kinder aus Indien nach Deutschland bekommen kann. Zum Thema rauchende und trinkende Leihmütter: In Indien werden die Leihmütter in einer Klinik neun Monate lang überwacht. Ob es Ihnen dabei gut geht ist natürlich eine andere Frage. Mit Sicherheit hat das Thema Leihmutterschaft einen sehr bitterem Beigeschmack. Aber irgendwie haben doch alle diese Wege einen bitterem Beigeschmack finde ich.

    Mein Mann und ich haben uns mit dem Thema Adoption ziemlich intensiv beschäftigt. Auch hier wird ziemlich viel Geld gemacht und auch hier gibt es keine Garantie für den Erfolg. Wir waren am Ende so enttäuscht dass wir unser Adoptionsverfahren eingestellt haben. Ich glaube dass das Jugendamt in seinen Beratungsgesprächen nicht ohne Grund so erschreckend wirkt. Das machen sie nicht einfach nur so um die Leute zu ärgern.
    Leider mussten wir auch zum Thema Pflege-Kinder in unseren unmittelbaren Bekanntenkreis mehrere negative Erfahrungen machen. Das hat uns so erschrocken dass auch dies für uns nicht mehr in Frage kommt.

    Im Enddefekt hat jede Lösung einen oder mehrere Haken und für jede von uns gibt es eine individuelle Lösung die uns über kurz oder lang glücklich machen wird.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

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  • grador
    Gast
    • 24. Januar 2014 um 10:49
    • #31

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Hallo Leerhuhn,

    bei Mütter die Rauchen, Trinken und Drogen nehmen, habe ich nicht die Leihmütter gemeint sondern Mütter, die ihre Kinder zur Adoption freigeben/Pflegekinder. Eine Leihmutter habe ich nie für mich ins Auge gefasst. Ich möchte nicht, dass eine andere Frau mein Kind für mich austrägt. Kann man es einer Frau zumuten für Geld ein Kind zu gebähren? Für mich ist da eine Grenze überschritten. Aber das muss natürlich jeder selbst wissen. Für mich ist es irgendwie ein Menschenhandel.

    Ich wünsche dir alles Glück um endlich Mama zu werden.

    LG grador

  • Leerhuhn
    Morula
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    549
    • 24. Januar 2014 um 18:40
    • #32

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    @ Grador,
    Das sind sehr harte und verurteilende Worte die du da benutzt aber wenn das deine Meinung ist, dann ist das deine Meinung. Vielleicht solltest du trotzdem mal genauer recherchieren was Menschenhandel wirklich bedeutet.

    @All:
    Ich fürchte wir sind in diesem Threat vom Thema abgekommen. KitKats Anstoß hier war eigentlich die Frage wie man mit der abgeschlossenen Tatsache, dass es keine Kinder geben wird, umgehen kann.
    Irgendwie süß wie wir alle doch wieder nach neuen Alternativen suchen. :)

    Mich interessiert tatsächlich noch immer die Frage nach der Ursache dieses starken Kinderwunsches. Woher kommt es? Ist es ein Instinkt? Ist es ein sozialer Druck? Was sind die Beweggründe dass wir an so harte Grenzen gehen um diesem Wunsch nachzukommen?

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

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  • Tina31
    Morula
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    • 24. Januar 2014 um 19:10
    • #33

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Hallo Leerhuhn,

    ich glaube gar nicht, dass Grador das böse oder verletzend gemeint hat, letzten Endes ist jede Entscheidung, die wir in unserer besonderen Lage treffen müssen (auch die Eizellspende), eine Gewissensentscheidung und was für den einen ein emotionales Problem ist, ist für den anderen u.U. weniger schwerwiegend. Da fällt niemand ein Urteil über den anderen, jeder kann nur für sich in seiner eigenen Situation zusammen mit seinem Partner entscheiden, was richtig ist.

    Aber um auf deine Frage zurückzukommen, was uns dazu veranlasst, so viele Strapazen auf uns zu nehmen: Ich glaube, zum einen ist es wirklich in uns angelegt. Es ist doch einfach natürlich, zusammen mit dem Mann, den man liebt, ein Kind zu wollen und diese Liebe dann an dieses Kind weiterzugeben, oder? Dann sehe ich noch die Frage nach dem Sinn im Leben. Das heißt NICHT, dass eine Frau ohne Kind kein sinnvolles Leben führen kann, aber jeder stellt sich doch irgendwann die Frage, was von einem übrig bleibt, wenn man selbst irgendwann einmal nicht mehr da ist. Das KANN ein eigenes Kind sein oder eben eine andere Aufgabe - vielleicht karitativ/ehrenamtlich? Mir persönlich wäre es z.B. zu wenig, nur schöne Reisen zu unternehmen, wobei ich auch eine Kollegin kenne, die ihr Leben genau so gestaltet und durchaus glücklich und ausgeglichen wirkt...
    Der soziale Druck ist bestimmt bei dem einen oder anderen auch da, aber ich glaube, das hängt stark vom Umfeld ab. Wie sieht's der Rest?

    LG, Sunny

  • Leerhuhn
    Morula
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    • 26. Januar 2014 um 11:52
    • #34

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch


    Ich habe mich in letzter Zeit oft gefragt warum wir eigentlich so sehr Kinder wollen. Es ist im Endeffekt eine instinktive Sache der Arterhaltung. Wir erhalten aber eigentlich nicht unsere Art wenn wir Kinder mit fremden Genen aufziehen. Wenn man sich darüber nicht im klaren ist, macht man sich etwas vor. Die Gefühle sind womöglich die selben aber wir haben uns eigentlich nicht wirklich selbst reproduziert.
    Manchmal sehe ich meine Hände an und denke, dass sie komplett wie die meiner Mutter aussehen und es spendet mir Trost und ich habe das Gefühl, dass sie in mir weiterlebt. Gleichzeitig werde ich mir aber darüber bewusst, dass mit meinem Tod, egal ob erfolgreiche EZS oder nicht, auch die Art meiner Mutter endgültig sterben wird. Aber das ist vielleicht gar nicht so schlimm.

    Das andere ist die Gesellschaft die einem von klein auf anerzieht, dass fast jedes Happy End einer Geschichte mit der Geburt eines Kindes ausgeht. Wenn keine Nachkommen da sind, stirbt man aus, also hat man versagt und stirbt aus wie die Buddenbrooks bei Thomas Mann. Ich habe mich aber gefragt, wie lange man denn in seinen Nachkommen tatsächlich weiterlebt. Was weiß ich schon über meine Urgroßeltern und in spätestens ein paar hundert Jahren wird die Menschheit so oder so aussterben. Also warum soll man sich so quälen anstatt das hier und jetzt zu genießen und sich einfach selbst zu verwöhnen? Ich stelle diese provokative Frage jetzt nur hypothetisch.

    Vielleicht hat eine höhere Macht seine Gründe warum wir keine Kinder bekommen sollen. Vielleicht sind es sogar gut gemeinte Gründe. Vielleicht sollen wir uns eben nicht für einen kleinen Menschen, der nach 16 Jahren so oder so seiner eigenen Wege geht, so aufopfern sondern es uns gut gehen lassen und einfach mal ein bisschen egoistisch sein.

    Ab jetzt sollten vielleicht alle Muttis nicht mehr mitlesen :-):
    Menschen sind Egoisten und sie bekommen aus purem Narzissmus Kinder. Kinder sind die größten Egoisten. Erst später, nach jahrelanger Schwerstarbeit erlernen sie soziales Verhalten. Warum tut man sich das an? Ich weiß, dass ich jetzt sehr provokative Sachen schreibe und ich will wirklich niemanden ärgern. Wenn ich das jetzt mache, entschuldige ich mich schon im voraus. Aber es geht ja hier um einen Austausch und vielleicht wäre es sinnvoll auch mal ein bisschen die "Sinnlosigkeit" (wieder sehr provokativ ausgedrückt) des Kinderkriegens anzuleuchten.

    Diese Anti-Kinderbekomm-Argumente haben mir in meiner Auseinandersetzung mit meiner Kinderlosigkeit sehr weitergeholfen. Natürlich will ich trotzdem unbedingt so ein brüllendes, süßes Kind aber die Gründe sind total irrational. Jeder macht das mit sich auf seine weise aus und deshalb finde ich es auch Super, dass Kitkat diesen Austausch hier angekurbelt hat.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

    2005-07: 2 Fehlgeburten nach Spontan-SSW
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  • Xenia9210
    4-Zeller
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    37
    • 26. Januar 2014 um 13:51
    • #35

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Ich hatte mich mit der Idee Leihmutterschaft auch mal eine ganze Zeit lange beschäftigt. Mein Mann hat Verwandtschaft in den USA und dort ist so eine Leihmutterschaft überhaupt nichts exotisches. Ich glaube auch, dass es einige Hollywood-Stars gibt, die so eine Leihmutterschaft in Anspruch genommen haben. Laut einer bestimmten Organisation an die ich mich damals mal gewandt habe, hätte es auch keine Probleme mit der Ausreise und den Dokumenten gegeben. Es hätte nur seeeehhhhhrrrr viel Geld gekostet (glaube so um die 50.000 €).

    Eine Leihmutterschaft finde ich persönlich jetzt nicht so schlimm. Klar gehen da die Meinungen auseinander, aber das ist bspw. auch bei Organspende so. Als ich damals auf ein Organ gewartet habe, sind mir auch ein Dutzend Menschen untergekommen, die gesagt haben: "Nö, ich würde niemals meine Organe spenden, wenn ich tot wäre ..." Man braucht sie zwar nicht mehr, wenn man unter der Erde liegt, aber die Ansichten der Menschen sind eben sehr verschieden und das musste ich damals - obwohl es mir sehr schwer gefallen ist - auch einsehen und aktzeptieren.

  • MoniMaus
    Blastozyste
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    788
    • 26. Januar 2014 um 14:55
    • #36

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    @ Leerhuhn:
    Du sprichst mir aus der Seele! Ich habe mich an dieselben Gedanken geklammert wie Du, und es hat mir in gewisser Weise geholfen, die Diagnose etwas erträglicher zu machen, so dass ich nicht gleich eine Handvoll Tabletten schlucke und diesen Alptraum auf diese Weise beende... Nach dem dritten gescheiterten Versuch haben wir ebenfalls versucht uns ein Leben ohne Kinder vorzustellen und überlegt, wie wir diese Lücke füllen können. Das Resultat war eine dritte Katze, die wir zu uns geholt haben. Es war so schön, was Lebendiges, Warmes und Weiches in den Armen zu halten, auch wenn mir immer bewusst war, dass es eben kein Baby ist.
    Allerdings war dieser Wunsch nach einem Kind dann trotzdem noch so übermächtig, dass wir beschlossen haben, es nochmal zu probieren. Ich bin aber sehr skeptisch an die Sache rangegangen und hatte auch nicht viel Hoffnung, dass es klappt. War vielleicht auch eine Art Selbstschutz. Und wenn diese drei Versuche auch nicht geklappt hätten, hätten wir definitiv aufgehört...
    Und Du hast Recht, Kinder sind absolute Egoisten, die keine Rücksicht kennen und nehmen. Und wie kann man die Kraft haben, irgendwann so ein süßes, kleines Baby, welches man großgezogen hat, in die grausame Welt ziehen zu lassen? Vor diesem Gedanken graust mir schon jetzt. Aber es wird passieren, und ich werde mich damit abfinden müssen, dass sie irgendwann ihre eigenen Wege gehen werden.

    @ Xenia: ich finde es auch sehr schwer mir vorzustellen, dass so viele Menschen keine Organe spenden wollen. Ich habe schon seit unzähligen Jahren einen Spenderausweis und bin froh zu wissen, dass, wenn mein Leben endet, ich noch für mindestens einen oder sogar mehrere Menschen lebensrettend bin. Damit schließt sich der Kreis wieder und es gibt mir ein gutes Gefühl (abgesehen von meiner Gebärmutter und den Eierstöcken, die funktionieren nicht so richtig.. :D). Ich glaube, dieses Gefühl des Wartens und des möglichen Todes ist nochmals eine ganz andere Dimension als das hier. Und es freut mich, dass bei Dir alles geklappt hat und Du lebst!

    LG,

    MoniMaus

    08/10: Diagnose POF
    04/11: EZS, Frisch, Pronatal, biochem. SS
    01/12: EZS, KET, Pronatal, neg.
    04/12: EZS, KET, Pronatal, neg.
    10/12: EZS, frisch, PFC, pos.
    26.04.13: Geburt unserer beiden Jungs an 30+5
    19.06.13: Entlassung aus dem KH

  • Xenia9210
    4-Zeller
    Beiträge
    37
    • 27. Januar 2014 um 09:28
    • #37

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Danke MoniMaus :08:

  • Leerhuhn
    Morula
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    Beiträge
    549
    • 28. Januar 2014 um 22:31
    • #38

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Liebe Xenia,

    Ehrlich gesagt verstehe ich solche Menschen nicht. Wie kann man einen Menschen, der gerade auf einen Organ wartet, ins Gesicht sagen, dass man davon nichts hält? Wie musst du dich dabei gefühlt haben? Selbst wenn ich so denken würde (was nicht der Fall ist) würde ich dir so etwas, in deiner Situation nicht sagen. Nun ja, Gott sei Dank ist ja alles gut gegangen und du bist immer noch unter uns.

    Es ist immer einfach, Menschen zu beurteilen wenn man selber nicht in ihrer Situation ist. Ich kann mich noch daran erinnern wie mir eine Bekannte erzählte wie unmoralisch sie die Eizellspende findet. Später bekam sie selber Probleme. Jetzt hat sie durch eine Leihmutterschaft ein Kind bekommen. Die Moral kann ein sehr dehnbarer Begriff werden wenn es einen selber trifft.

    Nichtsdestotrotz, finde ich es auch gut, dass man diese alternativen Fortpflanzungs-Methoden kritisch betrachtet. Ich bin bei dem Thema Leihmutterschaft hin und hergerissen. Es gibt viele Pro's und es gibt viele Contras.

    Liebe Grüße,
    Leerhuhn

    2005-07: 2 Fehlgeburten nach Spontan-SSW
    2010-11: 4 IVF-Versuche in Deutschland ohne Erfolg
    2011-2014: 7 EZS-Versuche in Spanien ohne Erfolg

  • PiaB
    4-Zeller
    Beiträge
    64
    • 31. Januar 2014 um 23:28
    • #39

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Warum wir uns so sehr Kinder wünschen?
    Ich denke, ein Grund von vielen ist der, dass wir für jemanden da sein wollen. Wir wollen Verantwortung übernehmen und uns um jemanden kümmern. Natürlich kann man das auch in anderen Bereichen, aber ein Kind, von dem dann so viel Liebe zurück kommt, steht da einfach an erster Stellen. Das es so sehr die Gene sind, die wir weitergeben wollen, glaube ich gar nicht. Dann würden wir hier alle nicht so einen langen, nervenaufreibenden Weg gehen.

    Mir machen vor allem 2 Dinge zu schaffen.
    1. Soll man das Schicksal immer wieder herausfordern?
    Ich meine das so: vielleicht gibt es einen Grund warum ich nicht schwanger werde, z.B. vielleicht würde ich eine Schwangerschaft körperlich/ gesundheitlich gar nicht bewältigen. Oder dass das Schicksal andere Pläne mit uns hat und wir für Nichte, Neffen, Patenkinder, Eltern, Freunde... eine wichtige Bezugsperson sind und ihnen in einer schwierigen Lebensphase beistehen werden. (was evtl. mit einem eigenen Kind nicht der Fall wäre)

    2.Ist der Wunsch nach einem Kind deshalb so groß und immer größer geworden, weil es ein unerfüllter Wunsch ist? Soll heißen, "wir wünschen uns immer das am meisten, was wir nicht kriegen Können"


    @ Grador: Ich verstehe, was du meinst, dass bei einer Leihmutterschaft für dich die Grenze überschritten wird. Ich habe auch bei einer EZS Bedenken. Die Spenderinnen muten sich doch einiges zu. Ob sie sich im Vorfeld darüber bewusst sind, weiß ich nicht. Einige von uns haben doch mit den Nebenwirkungen der Medikamente + Narkose sehr zu kämpfen, aber wir machen das, weil WIR es wollen. Die Spenderinnen doch wahrscheinlich eher aus finanziellen Beweggründen. Leihmütter nehmen da ja noch viel mehr Entbehrungen und körperliche wie seelische Leiden auf sich.

    So, das war nur ein kleiner Teil der vielen Gedanken, die in meinem Kopf herumschwirren.

    Pia

    Kiwu seit 2005
    Diagnostik - keine Ursache
    mehrere IUI - negativ
    2009-2013 4xIVF in Deutschland - negativ
    02/2014 EZS in Prag (PFC) - positiv!!!
    08/2014 Geburt unserer Tochter :-)))

  • Leerhuhn
    Morula
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    • 6. Februar 2014 um 00:13
    • #40

    Antw:Aufhören und kinderlos leben? Wünsche mir Austausch

    Ein aufmunterndes Video für eine kinderlosen:
    http://www.huffingtonpost.com/2014/01/31/not…_n_4703338.html
    LG Leerhuhn

    2005-07: 2 Fehlgeburten nach Spontan-SSW
    2010-11: 4 IVF-Versuche in Deutschland ohne Erfolg
    2011-2014: 7 EZS-Versuche in Spanien ohne Erfolg

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