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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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  3. Allgemeine Fragen

Bin auch neu hier...

  • silvia
  • 18. Mai 2003 um 17:06
  • silvia
    Eizelle
    Beiträge
    11
    • 18. Mai 2003 um 17:06
    • #1

    Hallo,
    ich bin auch neu hier und weiss über Eizellspende nicht sehr viel. Bin verfrüht in den Wechseljahren (bin doch erst 34!)
    Kann mir jemand Infos geben über:
    - empfehlenswerte Kliniken
    - Voraussetzungen meinerseits
    - Ablauf (Dauer, kann in Dtl. vorbereitet werden, Kosten)
    - kann man Spenderinnen auch selber mitbringen?
    - Chancen auf Erfolg

    Ganz schön viele Fragen auf einmal, oder? Wäre schön, wenn Ihr mir antwortet.

  • Anke
    Morula
    Beiträge
    397
    • 20. Mai 2003 um 07:11
    • #2

    Bin auch neu hier...

    Hallo Silvia,

    viele Fragen, aber ich denke die hier im Forum werden alle beantwortet. Mein Tip, einfach viel lesen. Unter der Rubrik Kliniken sind einige der bekanntesten vorgestellt. Empfehlung auszugeben ist recht schwierig, da jeder eine andere Vorgeschichte hat, andere finanzielle Mittel oder andere Einlussmöglichkeiten. z.B. Flugangst, dann fällt Valencia und Südafrika weg. Schreib doch mal etwas zu Deiner Vorgeschichte, dann meldet sich bestimmt jemand mit bei mir ist es auch so gewesen.

    Eigene Spenderinnen braucht man glaube ich nur in Belgien, aber da ich in Meran in Behandlung bin, weiss ich auch nur was hier im Forum steht.

    Vielleicht konnte ich Dir etwas helfen, aber wie schon gesagt, viel lesen.

    Viele Grüße Anke

  • Sternschnuppe
    4-Zeller
    Beiträge
    60
    • 20. Mai 2003 um 19:38
    • #3

    Bin auch neu hier...

    Hallo Silvia,

    ich (auch 34, auch vorzeitige Wechseljahre) kann dir zwar nicht alle Fragen beantworten, aber zumindest einen Teil. Wir haben in 1 1/2 Wochen unseren ersten Gesprächstermin in Brüssel (Uniklinik), da wir dort einen Embryo adoptieren möchten. Eizellspende ist dort auch möglich, aber wie bereits gesagt, nur mit "mitgebrachter" Spenderin. Die Chancen pro Transfer von gespendeten Eizellen liegen dort (laut dem zuständigen Professor, der übrigens perfekt Deutsch spricht) um die 25 - 30 %. Bei der Embryoadoption nur bei 10 - 15 % (da diese Embryos kryokonserviert waren).

    Trotz dieser niedrigeren Chancen glauben wir, dass die E.-adoption für uns der richtige Weg ist. Wenn du dich auch dafür interessierst, kann ich dir gerne noch weitere Infos dazu geben.

    Da ich auch noch nicht ganz so alt bin, geben wir uns was ein Kind angeht, auch ein paar Jahre Zeit. Was die Kosten betrifft, rechnen wir pro Versuch mit ca. 1.600 bis 1.800 EURO.

    Was die Voraussetzungen betrifft, so muss sich deine Gebärmutterschleimhaut durch die Gabe von Östrogenen aufbauen lassen. Normalerweise wird dieser Aufbau durch Ultraschall durch einen ortsansässigen Gynäkologen überwacht. Außerdem wird der Östrogenspiegel gemessen. Der sog. "Wechseljahres-Indikator" - FSH-Wert - ist hier glücklicherweise nicht wichtig bzw. hat keinen Ausschlag auf die Einnistung.

    Was die Zentren für Eizellspende angeht, kann ich dir nicht so viel sagen. Uns wurde Valencia als sehr gut empfohlen (da sehr viel Routine und dementsprechende Professionalität). Du "hörst" dich daher am besten hier im Forum bei den "Spezialistinnen" um.

    Es würde mich freuen, mehr von dir zu hören, zumal wir ja "Leidensgenossinnen" mit gleichem Alter und gleicher "Krankheits"-Geschichte sind.

    Alles Liebe von

    Narzisse

  • silvia
    Eizelle
    Beiträge
    11
    • 21. Mai 2003 um 19:24
    • #4

    Bin auch neu hier...

    Hallo Anke und Narzisse!

    Danke, dass Ihr Euch gemeldet habt.

    Was ist denn eine Embryoadoption? Wie gesagt, bin neu (und im Moment ziemlich frustriert)...

    Bei mir war es so, dass ich schon immer Probleme hatte. Bevor ich die Pille genommen habe, hatte ich z.T. zwei Jahre meine Periode nicht, dann mal wieder, dann wieder nicht. Durch die Pille hat sich das dann natürlich schön eingespielt. Eerst nachdem ich abgestezt habe (letzten September) hat mein Arzt ziemlich schnell die Diagnose gestellt: WEchseljahre. ich wäre fast aus allen Wolken gefallen. Ich bin dann in eine Spezialklinik gegangen, in der ich mit Tabletten (2 Monate) und Spritzen (10 Tage) behandelt wurde. Da keine Reaktion zu erkennen war, hat man direkt aufgegeben. Leider habe ich heute auch von der zweiten Spezialklinik dieselbe Diagnose erhalten, ohne weiteren Therapieversuch. Tja, und nun sitzen wir da und denken über Alternativen nach. Welch ein Roman.

    Ich werde Eurem Rat folgen und lesen... Geld spielt zunächst mal eine Nebenrolle.

    Danke nochmal und viel Glück Euch Beiden!!

    Silvia

  • sunny
    Morula
    Beiträge
    251
    • 21. Mai 2003 um 20:18
    • #5

    Bin auch neu hier...

    Hallo Silvia,
    zwar bin ich auch noch recht neu hier, aber vielleicht kann ich Dir ein bißchen weiterhelfen:

    Spenderin
    wenn Dir die Klinik eine sucht, hast Du vermutlich (hängt von der Vertrauenswürdigkeit der Klinik ab) die größere Chance, eine "passende" EZ zu bekommen. Das kann nicht nur hinsichtlich Optik (zwei blonde Eltern mit blauen Augen kriegen bio-logischerweise normal kein schwarzhaariges Kind mit braunen Augen) sondern auch hinsichtlich Blutgruppe etc eine Rolle spielen. Letzteres wiedrum hängt davon ab, ob Ihr Eurem Kind später mal etwas von der EZS sagen (müssen) wollt.

    Spenderin suchen muß mal wohl nur für Belgien.


    Kosten
    je nach Klinik findest Du hier etliche Angaben in Forum; Valencia liegt soweit ich's im Kopf habe um die 6000 Euro.

    Vorbereitung
    juristisch wohl für den Doc verboten, aber es scheint einige FAs zu geben, die ihre Patientinen dennoch unterstützen. Wenn Du Deinen FA schon länger kennst, dann frage doch einfach - mehr wie 'nein' kann er ja nicht sagen.
    Soviel ich weiß, kann den Frauen/Paaren von Paragrafen-Seiten nichts passieren.
    Wie genau die Vorbereitung abläuft, weiß ich selbst noch nicht; jedenfalls brauchst Du einen FA in D, allermindestens um den GS-Aufbau zu überwachen.

    Voraussetzungen
    eine intakte Gebärmutter; die Wechseljahre spielen keine Rolle, mir hat eine Ärztin sogar gesagt, die EZS-Option hätte ich sogar bis nach den Wechseljahren.

    Übrigens, habt Ihr schon einmal ein Spermiogramm machen lassen - die lieben Kleinen sollten ja auch in der Lage sein, zu tun, was sie sollen. (zahlt die Kasse Deines Mannes)

    Wir haben uns selbst noch nicht ganz für eine Klinik entschlossen, überlegen aber zwischen Meran und Spanien.

    Liebe Grüsse
    Angelina

    Liebe Grüsse
    SunnY

  • Sternschnuppe
    4-Zeller
    Beiträge
    60
    • 24. Mai 2003 um 15:16
    • #6

    Bin auch neu hier...

    Hallo Silvia,

    du wolltest wissen, was eine Embryo-Adoption ist (wusste ich bis Ende letzten Jahres auch nicht).

    Also bei IVF bzw. ICSI-Versuchen bleiben ja sehr häufig Embryonen über. In Belgien ist es so, dass sich jedes Paar vor Beginn dieser Behandlungen entscheiden muss, was mit diesen Embryonen (nachdem der eigene Kinderwunsch erfüllt ist) passieren soll. Eine Möglichkeit ist daher, dass Paare, die selbst keine Kinder bekommen zu können, diese adoptieren. Diese Möglichkeit wurde das erste Mal in den USA von einer (christlichen) Adoptionsvermittlungsstelle "Snowflake" praktiziert. Dort müssen die zukünftigen Eltern auch ein Adoptionsverfahren durchlaufen, bevor sie Embryos bekommen. In Belgien ist das nicht so. Dort bleiben die abgebenden genetischen Eltern auch anonym.

    Dass es diese Möglichkeit in Belgien gibt, haben wir Anfang diesen Jahres durch einen Fernsehbeitrag im ZDF (Frontal) erfahren. Das was wir gesehen haben, hat uns sehr zuversichtlich gemacht, dass wir beide mit diesem Weg zum Kind gut leben können. Eine Eizellspende wäre für uns auch in Frage gekommen, da es "nur" an mir liegt. Ich hätte es aber schlimm gefunden, in dem potentiellen "Eizellspende"-Kind zwar Merkmale meines Mannes, aber auch die einer anderen Frau zu sehen. Bei der Embryo-Adoption stehen wir dem Kind beide gleich gegenüber. Außerdem verhelfen wir so einem Kind zum Leben, das sonst vielleicht irgendwann aufgetaut und gestorben wäre.

    Der Ablauf (Vorbereitung, etc.) ist für die Empfängerin identisch mit dem zur Eizellspende.

    Ich war übrigens nach der Diagnose Wechseljahre auch vollkommen fertig. Das einzig Gute daran war, dass ich endlich wusste, dass ich mir die ganzen Symptome (Hitzewallungen, etc.) nicht eingebildet hatte (wurde alles auf Stress geschoben). Außerdem nehme ich jetzt ein Hormompräparat, das ich sehr gut vertrage. Körperlich geht es mir also besser.

    Wenn du mehr wissen möchtest, kannst du dich ja noch einmal melden.

    Liebe Grüße

    Narzisse

  • Martina
    Eizelle
    Beiträge
    7
    • 27. Mai 2003 um 09:58
    • #7

    Bin auch neu hier...

    Hallo zusammen, auch ich bin neu hier. Bin eben erst 30 Jahre alt geworden. Vor knapp 2 Jahren erhielt ich die katastrophale Diagnose "vorzeitige Wechseljahre". Kennt jemand ein spezielles Forum für "vorz. Wechseljahre)? Ich finde es umso schlimmer, dass ich nirgends detaillierte Infos, Recherchen finden und mit anderen Betroffenen über ihren Weg und über ihre Gedanken sprechen kann.

    Vielen Dank & liebe Grüsse
    Martina

  • sunny
    Morula
    Beiträge
    251
    • 27. Mai 2003 um 10:24
    • #8

    Bin auch neu hier...

    @ Martina

    Hallo Marina,
    zwar bin ich nicht direkt mit meinem Fall 'vergleichbar', jedoch auch mit Wechseljahren diagnostiziert, wenngleich diese in meinem Alter statistisch als 'normal' gesehen werden.
    Da wir mit unserem KiWu nicht abgeschlossen haben, war das auch niederschmetternd.

    Ich habe mich zu dem Thema etwas belesen und möchte Dir skizzieren, was ich herausfand:
    Wechseljahre sind ja NICHT gleich Menopause, grundsätzlich bedeutet das zwar mehr oder weniger schlechtere Chancen - aber EBEN NICHT, daß es keine Chancen mehr gibt.
    Hormonhaushalt und ES sind weniger optimal, jedoch kann eine SS nicht per se ausgeschlossen werden.

    Daraufhin habe ich mir erst einmal einen Clearplan-Fertilitätsmonitor zugelegt, damit wir die seltenen ES nicht verpassen.

    Je nach Ausprägung der Wechseljahrwerte kommt in einigen 'guten' Zyklen auch noch eine Stimulation in Frage - aber das weißt Du vermutlich schon.

    Außerdem sollte man sich bei 'extremen' Diagnosen immer eine zweite Ärztemeinung einholen! Ich hatte selbst schon in ein und demselben Zyklus die Aussagen "GMS schlecht" und vom anderen FA "gut aufgebaut".

    Sicher dürfte sein, daß Dir trotz Deiner Diagnose eine EZS immer noch möglich sein sollte. Zitat eines FA: "das geht sogar noch nach den Wechseljahren."

    Ob es ein spezielles Forum "vorzeitige Wechseljahre" gibt, weiß ich allerdings nicht; jedoch gibt es hier im Forum noch weitere "vorzeitig Betroffene".

    Hoffentlich kann Dir mein Beitrag ein wenig helfen

    Liebe Grüsse
    Angelina

    Liebe Grüsse
    SunnY

  • Kathinka
    4-Zeller
    Beiträge
    73
    • 27. Mai 2003 um 11:36
    • #9

    Bin auch neu hier...

    Liebe Marina,
    es gibt in Amerika ein Forum der "Premature ovarian failure (POF): http://www.pofsupport.org
    Anscheinend wird POF bei immer mehr Frauen diagnostiziert, ich habe es mit 35 festgestellt, als ich die Pille absetzte, habe aber durch EZ einen 2,5 Jahe alten Sohn. Bis auf das wir keine Eizellen mehr haben, oder diese nicht auf die Hormone reagieren, sind unsere Chancen, dass Eizellspende klappt ganz gut, weil sonst alles in Ordnung ist.
    Viel Glück, Kathinka

  • Martina
    Eizelle
    Beiträge
    7
    • 28. Mai 2003 um 12:34
    • #10

    Bin auch neu hier...

    Hallo Angelina und Kathinka

    Vielen Dank für Eure Beiträge-ich habe mich sehr gefreut!!
    Die Diagnose meiner Frauenärztin wurde eindeutig von einer Spezialklinik bestätigt. Trotz maximalen Hormonstimulation über mehrere Wochen reifte keine einzige Eizelle an. Meine Frauenärztin stellte mir dennoch in Aussicht, dass eine Schwangerschaftchance von ca. 2% besteht. Ich frage mich nun, ob diese 2% nicht durch eine Eizellspende schwanger wurden. Dies kann ja hier in der Schweiz nicht nachvollzogen werden.

    Ich möchte mich mit anderen austauschen, um zu erfahren, welche Etappen sie durchgemacht haben. Welche Hilfe haben sie benötigt. Wie kommt es zum Entschluss Adoption / Eizelspende, etc. Ich möchte mit meinem Partner von ganzem Herzen eine Familie gründen - aber wohl nicht um jeden Preis. Wo ist die ethische Grenze? Wie verarbeiten die anderen den ganzen Schmerz?

    Merci und liebe Grüsse

    Martina

  • Sternschnuppe
    4-Zeller
    Beiträge
    60
    • 28. Mai 2003 um 17:15
    • #11

    Bin auch neu hier...

    Hallo Martina,

    ich würde mich sehr gerne mit dir austauschen über das Thema "vorzeitige Wechseljahre"(wenn du möchtest auch über private Nachrichten). Bei mir wurde die Diagnose vor 1 Jahr definitiv gestellt - da war ich gerade 33. Im nachhinein hätte meine frühere Gynäkologin aber schon viel eher in dieser Richtung nachforschen sollen, da meine Regel ca. seit meinem 25. LJ oft über Monate ausblieb.

    Die o. a. Diagnose wurde mir in einem Kinderwunschzentrum genannt, nachdem ich auf Hormonstimulationen gar nicht ansprach. Es war für mich ein unglaublicher Schock. Mein Mann - der selbst Arzt ist (aber andere Fachrichtung), konnte und wollte es zuerst auch nicht glauben. So nach dem Motto: du siehst doch noch so jung aus - jünger als viele in deinem Alter, das kann nicht sein! Leider wurden die Hormonwerte jedoch seitdem mehrmals getestet und sie waren immer schlecht. Ich habe nach Diagnosestellung ganz viel zu dem Thema gelesen - u. a. auch in dem amerikanischen POF-Forum, wo es super detaillierte Informationen gibt - und in medizinischen Foren.

    Na ja - wir mussten uns also mit der Tatsache anfreunden, wahrscheinlich keine eigenen Kinder zu haben. Daher stellten wir im Sommer letzten Jahres einen Adoptionsantrag (bei dem sich zwischenzeitlich aber von Seiten des JA noch nichts getan hat). Zufällig sah ich dann Ende letzten Jahres einen Bericht über eine christliche Adoptionsvermittlungsstelle in den USA, die auch Embryos an unfruchtbare Paare vermitteln. Ganz vorsichtig sprach ich meinen Mann darauf an, ob er sich das vorstellen könne. Er fand es eine gute Sache. Wir dachten jedoch nicht, dass es diese Möglichkeit in den nächsten Jahren auch hier in Europa geben würde. Durch einen Fernsehbeitrag kamen wir dann auf eine Adresse in Belgien, die diese Embryoadoption ebenfalls durchführen.

    Wir haben nächsten Montag unseren 1. Termin in Brüssel (Gespräch mit Psychologin, Notar, Mediziner).

    Da wir eine christliche Einstellung haben, glauben wir - neben dem in erster Linie "egoistischen" Wunsch, ein Kind haben zu wollen - auch einem kleinen Wesen die Möglichkeit zu geben, zu leben. Natürlich haben wir auch Bedenken (wie wird das Kind aussehen, etc.), aber die Freude überwiegt. Eingeweiht haben wir nur einen Mediziner, der die "Vorbereitung" mit Ultraschall übernimmt, sonst niemanden. Wir wollen jedoch unseren Pastor, zu dem wir ein gutes Verhältnis haben, einweihen.

    Ich habe außerdem eine Internet-Freundin (gleiche Diagnose), die auch mit ihrem Mann den Weg der Embryoadoption gehen möchte.

    Soviel fürs Erste - es ist ganz schön viel geworden, aber es tut so gut, sich mit jemandem auszutauschen, der in einer ähnlichen Situation ist. Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber jetzt ist Schluss!

    Du kannst dich auf jeden Fall gerne bei mir melden.

    Liebe Grüße

    Narzisse

  • Martina
    Eizelle
    Beiträge
    7
    • 1. Juni 2003 um 15:57
    • #12

    Bin auch neu hier...

    Hallo Narzisse

    Wenn du dies hier wohl liest seid ihr schon aus Brüssel zurück. Wie ist es euch ergangen? Ich bin gespannt auf euren Bericht und drücke euch für Morgen ganz toll die Daumen.

    Ich musste schon lächeln, als ich deine Zeilen liess. Auch dein Mann konnte die Diagnose -deinem jugendlichen Aussehen
    wegen- keinen Glauben schenken. Es ist doch allgemein so: jugendliches, weibliches Aussehen = gute Fruchtbarkeit. Auch die Disakzeptanz meiner Liebsten machte mir schwer zu schaffen.

    Für mich folgte nach dem anfänglichen Schock eine monatelange Verdrängung. Ich versuchte mich in einer neuen Umgebung, in einer neuen Arbeit,.....plötzlich jedoch, hat mich der ganze Horror wieder eingeholt. Zukunfsängste machten sich breit - Schliesslich träumte ich mein ganzes Leben lang, romantisch wie ich bin, von einer kleinen, glücklichen Familie....Haa!! Da hat mir jemand einen bösen Streich gespielt :sad:

    Trotz Gesprächen mit meinem Partner, mit meiner Familie und Freundin, habe ich das Gefühl, dass meine Situation niemand so richtig versthen kann. Schliesslich führt auch der immerwiederkehrende Rat, mich auf meine Karriere zu konzentrieren auf vermehrten Wiederwillen und Desinteresse.

    Ich habe mich auch mit dem Thema Adoption beschäftig. Ich würde mich enorm auf ein kleines Würmchen freuen, dem wir Wärme und Geborgenheit schenken könnten. Aber auch hier ziehen uns unsere Gesetze alterswegen einen Strich durch die Rechnung. Das Informationsmaterial der Terres des Hommes war für mich auch eher ein Schock - so hatte ich mich bisher noch nie mit dem Thema Kindshandel auseinander gesetzt.
    Für uns bleibt daher noch als einzige Möglichkeit der EZ-Spende übrig. Doch auch hier haben wir Vorbehalte. Was sagen wir später dem Kind - jeder möchte doch seine leibliche Mutter kennen? Können wir ein Leben lang mit dieser Lüge leben? Darf man so in die Natur eingreifen?

    Tja, Narzisse, ich glaube du hast dies alles bisher viel besser verarbeiten können. Woher nimmst du die Kraft, nebst deinem christlichen Glauben?

    Ich grüsse dich ganz lieb und hoffe auf bald.

    Martina


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Martina am 2003-06-01 15:59 ]</font>

  • Sternschnuppe
    4-Zeller
    Beiträge
    60
    • 4. Juni 2003 um 19:32
    • #13

    Bin auch neu hier...

    Hallo Martina,

    danke für dein nettes Posting - darüber habe ich mich sehr gefreut.

    Wir sind gestern nacht aus Brüssel zurück gekommen. Insgesamt waren die 2 Tage sehr anstrengend (seelisch und körperlich - Hitze!).

    Grundsätzlich hat die Uniklinik Brüssel einen sehr guten Eindruck auf uns gemacht. Das Personal ist sehr nett (und auf Ausländer eingestellt - es wird neben Flämisch und Französisch auch Deutsch und Englisch gesprochen) und die Ausstattung der Klinik sehr freundlich. Man kommt sich fast gar nicht wie in einem Krankenhaus vor.

    Von dem Gespräch mit unserem zuständigen Arzt hätten wir uns mehr versprochen - da waren wir von unserem bisherigen behandelnden Arzt in Deutschland, der sich immer sehr viel Zeit genommen hat, wahrscheinlich verwöhnt. Es ging rein um die medizinischen Fakten. Nach dem Arzt-Gespräch haben wir dann ca. 1 Stunde mit einer Psychologin gesprochen (auch auf Deutsch). Das hat uns ziemlich viel gebracht. Es ging vor allem darum, ob man &quot;es&quot; dem Kind sagt oder nicht. Sie hatte keine pauschale &quot;Lösung&quot; parat, was wir auch gut fanden. Sie meinte nur, dass wenn man es dem Kind sagt, man es ca. mit 4/5 Jahren tun soll und sonst nie. Im Anschluss hieran haben wir mit einer Krankenschwester den Papierkram erledigt (die Verträge sind auch alle auf Englisch). Sie gab mir auch schon den Behandlungsplan mit. Sie ist auch diejenige gewesen, die unsere grundlegenden Körpermerkmale (Augenfarbe, Größe, Gewicht, etc.) notiert hat. Wir sollen auch noch Fotos von uns zusenden. Ausdrücklich hat sie uns aber auch darauf hingewiesen, dass das Kind durchaus eine ganz andere Augenfarbe als wir (z. B. braun) haben kann. Sie meinte zum Schluss, dass sie unsere Motive warum wir eine Embryoadoption und keine Eizellspende wollen, gut verstehen kann - gleichzeitig wären wir damit aber die Ausnahme.

    Die Wartezeit auf den ersten Embryotransfer beträgt 1 Jahr - es kann aber auch durchaus schneller gehen. Sobald ein Paar, das in mehreren Merkmalen mit uns übereinstimmt, seine Embryos frei gibt, werden wir angerufen und ich fange mit der Hormoneinnahme an.

    So - dies war in knappen Worten mein Bericht aus Brüssel. Gerne können wir uns auch über die weiteren von dir angesprochenen Punkte (Adoption, etc.) austauschen. Vielleicht wäre es dafür gut, wenn wir uns über die Rubrik &quot;Private Nachrichten&quot; austauschen, da ich nicht weiß, ob die anderen hier sich dafür auch interessieren.

    Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen, wenn wir weiter in Kontakt bleiben. Ich glaube, dass wir uns in vielem ähnlich sind (nicht nur, dass ich auch eine romantische Natur bin - hihi).

    Bis bald!

    Narzisse

  • Isabel
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 29. Juli 2003 um 19:24
    • #14

    Bin auch neu hier...

    Hallo Narzisse,

    ich habe deinen Beitrag gelesen und würde dich gerne etwas dazu fragen. Auch bei mir ist es so, dass mein FA die Wechseljahre festgestellt hat und ich nun Medikamente nehme. Ich wollte nun eine zweite Meinung einholen und es der Arzt sagte ich müsste die Hormone die ich momentan einnehme für 2 Monaten absetzen um korrekte Blutwerte zu erhalten.

    Meine Frage ist: War das bei dir auch so?
    Was hast du in dieser Zeit mit den Beschwerden gemachtß (Schwitzen, Herzrasen). Davor habe ich ehrlich gesagt ziemlichen Bammel.

    Grüße
    Isabel

  • Sternschnuppe
    4-Zeller
    Beiträge
    60
    • 30. Juli 2003 um 17:51
    • #15

    Bin auch neu hier...

    Hallo Isabel,

    erst einmal tut es mir leid, dass du diese miese Diagnose erhalten musstest.

    Also - bei mir war es so, dass wir Anfang letzten Jahres in eine Kiwu-Klinik gegangen sind. Dort wurde bereits bei der allerersten Blutabnahme mein erhöhter FSH-Wert fest gestellt. Zu diesem Zeitpunkt nahm ich noch gar keine Medikamente, weil meine Frauenärztin bei mir bis dahin diese Diagnose ausgeschlossen hat (kann gar nicht sein - in Ihrem Alter), obwohl ich sie auf meine Beschwerden hingewiesen hatte. Wenn ich mir das jetzt vorstelle, wieviele halbdurchwachte Nächte ich hinter mir hatte, bis mich endlich jemand mit meinen Symptomen ernst genommen hat (und nicht alles auf Stress geschoben wurde)!

    Welches Mittel bekommst du denn? Ich hatte bis vor kurzem &quot;Cyclo Progynova&quot;. Dort gibt es eine Einnahmepause von 7 Tagen, in denen eine Blutung einsetzt. Mein FSH-Wert wurde in der Kiwu-Klinik immer am 3. Zyklustag (d. h. 3. Blutungstag) gemessen. Mir wurde gesagt, dass Cyclo Pro (oder andere Hornomersatzpräparate) nur sehr wenig Einfluss auf die Höhe des FSH-Wertes haben, so dass bereits nach kurzer Einnahmepause ein realistischer Wert absehbar ist. Bist du denn in einer Kinderwunschpraxis oder bei einem &quot;normalen&quot; Frauenarzt in Behandlung?

    Da es mir in der einnahmefreien Zeit immer ziemlich schlecht ging (Schlafstörungen, trockene Schleimhäute, sehr häufig Blasenentzündung, etc.), nehme ich übrigens jetzt &quot;Östronara&quot;. Hier gibt es keine Einnahmepause. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Progesteron niedriger dosiert ist (neuer Wirkstoff). Mein Frauenarzt meinte, dass Cyclo Progynova ein recht &quot;altes&quot; Medikament ist und es jetzt neuere, für die Patientin angenehmere gibt.

    Bei der Diagnosestellung ist es auf jeden Fall wichtig, dass dein FSH-Wert in mehreren Zyklen gemessen wird. Es kann durchaus sein, dass deine Eierstöcke zwischendurch wieder normal arbeiten. Die Chance, schwanger zu werden, hängt hier auch stark mit deinem Alter zusammen und wie lange bei dir schon erhöhte FSH-Werte vorliegen (bzw. deine Regel ausgeblieben ist und du Beschwerden hast).

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Glück und dass du vielleicht zu denjenigen zählst, die trotz dieser Diagnose ein eigenes Baby bekommt.

    Liebe Grüße von deiner Leidensgenossin

    Narzisse

  • Isabel
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 1. August 2003 um 14:34
    • #16

    Bin auch neu hier...

    Hallo Narzisse,

    ich danke dir für deine Antwort. Ich sehe schon, ich hätte mich früher um dieses Problem kümmern sollen. Aber ich bin weder auf die Idee gekommen dass die Diagnose nicht stimmen könnte, noch habe ich gewusst dass es noch andere Möglichkeiten gibt um schwanger zu werden.

    Jedenfalls war ich letzte Woche in der Kinderwunschsprechstunde der Uni Tübingen, die nun diese Tests machen will.
    Also war ich gestern nochmals bei meinem FA und habe ihm gesagt ich würde mir gerne diese Tests ersparen (Femoston absetzen, ev. wieder Herzrasen bekommen usw)und ob er sicher sei dass bei mir keine Hoffnung mehr bestehe.
    Ich glaube er war etwas gekränkt und dachte wohl ich unterstelle ihm nicht kompetent genug zu sein (dabei will ich doch nur sicher sein). Er gab mir seine Untersuchungsergebnisse mit die folgendermaßen lauten

    2002: FSH von 80,6
    Östradiol 22

    2003: FSH von 66,1
    Östradiol 22

    Er meinte jeder der diese Werte sieht wüßte bescheid dass nicht mehr geht.
    Zuletzt meinte er noch eine Patientin von ihm wäre in Österreich und hätte ein gesundes Baby geboren, ob das nicht auch was für mich wäre? Aber ich möchte erstmals sicher sein dass ich kein &quot;eigenes&quot; Kind bekommen kann.
    Was meinst du, sind diese Werte eindeutig wie er sagt oder soll ich doch noch nach Tübingen?
    Wäre froh über jede Antwort.

    Dri wünsche ich jedenfalls viel Glück und Erfolg damit dein Traum ein Kind zu haben in Erfüllung geht.

    Alles Gute
    Isabel

  • Sarah
    Morula
    Beiträge
    141
    • 1. August 2003 um 15:03
    • #17

    Bin auch neu hier...

    Hallo Isabel,

    also meines Erachtens sind diese Werte schon eindeutig. Aber ich bin auch kein Arzt.

    Bei mir lagen die Werte teilweise noch unter 15, aber es liessen sich dennoch keine Follikel mehr stimulieren, auch nicht mit horrenden Dosen von bis zu 700 Einheiten Gonal..... :sad:

    Was mir dann geholfen hat: ICh habe eine Bauchspiegelung machen lassen. Dabei haben die Ärzte dann gleich auf einen Blick gesehen, dass meine Eierstöcke nur kirschkerngross sind und daher von der Grösse den Eierstöcken einer sechzigjährigen Frau entsprechen.

    Während der OP wurde aus beiden Eierstöcken eine Biopsie entnommen. Die Untersuchung der Gewebestücke ergab bei beiden Seiten zweifelsfrei, dass keinerlei follikelproduzierendes Gewebe mehr vorhanden sei. Das hat mir persönlich sehr geholfen, denn dann wusste ich, daß dieser Weg für mich ganz sicher verbaut ist.

    Und dann konnte ich mich auch problemlos auf die Eizellspende stürzen :smile: (letzten Dezember zum ersten Mal) und jetzt bin ich in der 13. Woche. Freu!

    Viel Glück für Dich und liebe Grüße

    Sarah

  • sunny
    Morula
    Beiträge
    251
    • 1. August 2003 um 16:42
    • #18

    Bin auch neu hier...

    Hallo Isabel,

    bin auch kein Arzt, denke aber Sarah sieht's schon ganz richtig - Deine Ärztin wohl auch.

    Bei mir war das FSH so um die 12, mal 14, einmal 16 und man hat nicht stimuliert; erst wenn ein Zyklus bei 10 war, da wurde Stimulation versucht - gebracht hat es bei mir leider nichts.

    Ich hätte Dir lieber etwas Erfreulicheres geschrieben

    Gruss
    Sunny

    Liebe Grüsse
    SunnY

  • Isabel
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 1. August 2003 um 18:12
    • #19

    Bin auch neu hier...

    Hallo Sarah, hallo Sunny,

    danke für Eure Mitteilung, jetzt sehe ich immer klarer. Aus irgendeinem Grund haben die Wechseljahre bei mir wohl schon mit 38 J. begonnen. Was ich nun tun werde weiss ich nicht. Die EZS ist eine Möglichkeit, die ich aber noch nicht gründlich genug durchdacht habe obwohl ich mir so sehr ein Kind wünsche.
    Ich muss dazu sagen ich habe eine kleine Tochter (Gott sei Dank) die ich sehr liebe. Wenn ich geahnt hätte was passiert wäre ich schon eher wieder schwanger geworden, ich könnte schreien vor Wut.
    Warum ist es für mich schwer den Weg der EZS zu gehen?

    Ich muss an meine kleine Tochter denken die manchmal ohne Grund schon gefragt hat: Gell, du bist meine richtige Mama, sags mir ganz echt (wie kommt sie denn auf sowas denk ich dann). Denn über dieses Thema EZS wurde bei uns zuhause niemals gesprochen und mein Mann weiss wahrscheinlich gar nicht was das ist).
    Was sollte ich dem anderen Kind sagen?
    Wäre meine Tochter durch EZS geboren, könnte ich es ihr nicht sagen, jedenfalls nicht jetzt. Wenn ich mir ihr Gesichtchen vorstelle und ihr Ausdruck, unmöglich!

    Es ist für mich auf jeden Fall eine Möglichkeit die ich durchdenken will, denn da ist die einzige Möglichkeit.

    Ich wünsche dir liebe Sarah eine schöne Schwangerschaft und viel Freude mit deinem Baby.
    Dir liebe Sunny wünsche ich dass du auch bald Erfolg hast und gute Neuigkeiten vermelden kannst.

    Isabel

  • sunny
    Morula
    Beiträge
    251
    • 1. August 2003 um 18:40
    • #20

    Bin auch neu hier...

    Hallo Isabel,

    habe Dir eine PN geschickt.

    Gruss
    Angelina

    Liebe Grüsse
    SunnY

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