Lieber Herr Dr. K. (und natürlich auch alle anderen Ärzte hier im Forum),
nachdem mein inzwischen fünfter Eizellspenden-Versuch negativ war, sind mein Partner und ich am überlegen, ob ein weiterer Versuch noch Sinn macht und wenn ja, unter welchen Umständen er erfolgen sollte. Nachdem ich mir in manchen Punkten unsicher bin, wäre ich um Ihren medizinischen Rat sehr dankbar!
Vielleicht ist ein kurzer Abriss meiner bisherigen "Laufbahn" sinnvoll, damit Sie sich ein besseres Bild machen können.
Beginn der aktiven Kinderwunschplanung: 2006, kurz davor fand eine Konisation statt. Seither Probleme beim Aufbau der Gebärmutterschleimhaut (GMS), davor mit Pille eine regelmäßige Periodenblutung
Aufgrund vorzeitiger Wechseljahre: 1. EZS in Prag, GMS mit Östrogen-Nasenspray angeblich 10 mm (mein aktueller Arzt hält das für einen Messfehler), leider negativ. Allerdings wurde mir von CZ während der Wartezeit geraten, das Nasenspray wegzulassen (brannte etwas in der Nase) und auf Tabletten umzusteigen, ich befürchte, dass das einen negativen Einfluss auf das Ergebnis gehabt haben könnte. Inzwischen ist das Nasenspray leider nicht mehr erhältlich, sodass ich leider keinen zweiten Test starten kann - oder kennen Sie noch eine Möglichkeit, das Medikament von irgendwoher zu beziehen?
2. EZS in Prag, aber GMS nur bei knappen 5 mm - negativ. Keine Kryos, längere Warteschleife und verschiedene Versuche, die GMS aufzubauen (ist mein großes Problem).
3. EZS in Spanien 2010 (Frischversuch), biochemische Schwangerschaft, Kryo-Versuch negativ
Beim letzten Frisch-Versuch im August 2011 hatte ich eine GMS von 7,7 mm (Messung in D) bzw. 7,3 mm (Messung in ES), es wurden drei Embryonen (2x sehr gute, 1x gute Qualität, nähere Angaben habe ich leider nicht) transferiert. Auch hier war das Ergebnis leider negativ.
O.k., vielleicht war der Abriss doch nicht so kurz... sorry!
Nun zu meinen Fragen:
WENN wir uns noch für einen weiteren Versuch (wir haben z.B. noch vier Kryos) entscheiden sollten - was halten Sie von immunologischen Untersuchungen? Mein Arzt in D hält das bei einer EZS für völlig überflüssig, andere Frauen schwören wieder darauf... was meinen Sie als Experte?
Wie beurteilen Sie denn die Vorteile eines 5-Tages-Blastozysten-Transfers im Vergleich mit einem 3-Tages-Transfer? Die Kliniken variieren hier ja in ihrer Vorgehensweise, ich habe allerdings schon von vielen Frauen hier gehört, dass ein 5-Tages-Transfer besser sei. Unsere Klinik transferiert nach drei Tagen. Ist es wirklich besser, bis zum fünften Tag zu warten oder besteht kein wesentlicher Unterschied?
Kennen Sie noch irgendwelche Geheim-Tipps, um das Wachstum der GMS evtl. fördern zu können? Cialis (wie Viagra, bloß längere Wirkzeit und etwas billiger) sowie Östrogen in Gel-, Tabletten- (z.T. Höchstdosis von 6x2mg, vaginal/oral) und Spritzenform (leider auch nicht mehr erhältlich) haben wir schon ausprobiert, als Progesterongabe nehme ich immer Utrogest. Ach ja, die Einnistungsspritze (Brevactid) habe ich ganz vergessen... die bekomme ich immer zwei Tage vor der Punktion der Spenderin.
Vielen Dank für Ihre Mühen! Sunny