Ihr lieben,
ich schreibe NOCH nicht weil wir es nach unserem Negativ mit der EZS aufgegeben haben, sondern eher weil ich schon ein paar Schritte weitergedacht habe und die Informationen über diese weiteren Schritte mich wirklich erschüttert haben.
Wir stehen vor dem zweiten EZS-Versuch und haben uns trotzdem schon mal über Adoption beim Jugendamt beraten lassen damit wir, falls es bei den nächsten EZS-Versuchen nicht klappt, nicht ins Nichts fallen sondern gleich zum Plan C übergehen.
Aber die Dinge scheinen mit Adoption weit schwieriger zu sein als man ahnt. Ich bin 41 und mein Mann 31. Wegen meines Alters (nur bis 39 möglich) kommt eine Inlandadoption nicht mehr in Frage. Bei einer Inlandsadoption hat man wenig Kosten und man bekommt meistens ein Neugeborenes. Bei einer Auslandsadoption sehen die Dinge ganz anders aus:
1. Man darf nur Kinder aus Ländern adoptieren, die sich an das Hager Abkommen halten. Das bedeutet, dass die Herkunftsländer nur die Kinder zur Auslandsadoption freigeben, die in Ihrem Land keine Adoptiveltern gefunden haben. Das sind dann meistens Kinder die schon zwischen 2-4 Jahre alt sind und oft gesundheitliche Probleme haben.
2. Man muss mit Organisationen arbeiten die mit den Jugendämtern dieser Länder arbeiten und wenn man noch Reise- und Anwaltskosten dazurechnet kommt man pro Kind auf 20.000-30.000€!
Wir dachten gleich zwei Kinder zu adoptieren und so vielleicht auch Geld zu sparen aber nein: pro Kind 20.000-30.000€!
Ich finde diese Neuigkeiten sehr frustrierend. Was ist das hier für ein Land? Dürfen nur wohlhabende und reiche Auslandsadoptionen machen? Wo bleibt die Unterstützung vom Staat an solchen Stellen? Wird man hier nicht geradezu in die Hände des illegalen Kinderhandels getrieben?
Ich bin echt verärgert und enttäuscht von unserem Staat. :aerger:
... und bitte erzählt mir nicht etwas von Pflegekindern! Eine Freundin von mir hat ein Kind drei Jahre bei sich gehabt und es geliebt wie ihr eigenes. Dann kam die Mutter aus dem Entzug und wollte es zurück und.... sie bekam das Kind zurück. Niemand interessierte es wie meine Freundin sich dabei fühlte.
Ich habe noch eine Pflegekind-Horror-Geschichte im Bekanntenkreis miterlebt. Ich erzähle sie lieber nicht. Aber in kurz: Die Familie und Ehe war danach zerstört. Das will ich niemals erleben! :willnicht:
Ich dachte ich würde so entspannter in meine nächste EZS gehen aber wenn ich die Situation hier sehe kann ich nur noch beten, dass es doch noch mit der EZS klappen wird. :flehan: :flehan: :flehan:
Liebe Grüße,
Leerhuhn