Re: Endstation Alicante / Spanien
Heute war der Transfer. Ich trage jetzt zwei super gut entwickelte Blastozysten in mir. Sie waren praktisch die Gewinner von 16 "Bewerbern". Von den 10 Embryonen haben sich 2 Super-Top entwickelt. 1 Emby hat sich gut entwickelt und wurde heute eingefroren und vier weitere sind etwas träge und werden bis morgen beobachtet und dann wird entschieden ob und wieviele von ihnen wir auch einfrieren lassen. Ich hoffe sehr, dass unser eines " Eisbärchen" nicht alleine im Gefrierfach bleiben muss.
Es ist schon etwas ernüchternd wenn man sieht, dass selbst bei einer blutjungen Frau ca. die Hälfte der Eier nichts wurden und sich von 10 Embryonen nur drei bis jetzt gut und regelmaessig entwickelt haben. Das zeigt mir irgendwie, wie schwer es doch generell ist schwanger zu werden.
Der Transfer war sehr emotional. Mein Mann und ich machten noch vorher ein Gebet und das Personal liess uns dafür extra alleine. Wirklich super verständnisvolle und sensible Leute hier!
dann ging es los. Meine Blase war zum Bersten voll und ich haette fast quer durch den ganz OP einen Wasserstrahl geworfen. Das ganze tat schon ganz schön weh weil meine Blase so voll war und ich auch so sehr Schmerzempfindlich bin aber ich konnte trotzdem auf dem Monitor sehen wie die zwei kleinen in meine Gebaehrmutter kullerten und bei mir und meinem Mann kullerten die Tränen.
DR. Aizpurua meinte, dass es bei meiner geknickten Gebaehrmutter nicht so einfach war aber er hat die beiden jetzt in der Gebaehrmutter an genau die Stelle gebracht wo die Einnistungschancen besonders gross sind. Danach durfte ich mich eine halbe Stunde nicht bewegen damit die Embryonen genau an der guten Stelle gleich ihre "Saugnäpfe" festkrallen.
Die Fussmassage war wirklich sehr beruhigend. Vorher wurde ich mit dem Kateter entleert. das ging gar nicht mehr anders.
Die kommenden vier Tage sind sehr ausschlaggebend. Dr Aizpurua hat uns an einer Grafik gezeigt wie die Embryonen sich jetzt in den nächsten vier Tagen bis zur Gebaehrmutterschleimhaut durchkämpfen werden. Das ist ein bisschen so wie wenn Schildkroetenbabys nach dem Schlüpfen es Schafen muessen vom Strandsand ins Meer zu kommen. Wenn sie stark genug sind, schaffen sie das.
Naja, dann kam natürlich noch die fette Rechnung. Auf die bezahlten 7500€ mussten wir noch 1000€ wegen Icsi und 400€ wegen Kryokonservierung draufzahlen. Also 9000€ und die Medikamente haben noch mal ca. 1000€ gekostet. Aber was soll's. Jetzt ist der falsche Zeitpunkt um darüber nachzudenken.
Ich wünsche mir jetzt nur eins: zwei gesunde, liebe Babys. Wir haben hier einen schoenen Garten mit Hängematte. Da schaukele ich jetzt ganz lässig drin damit die kleinen gleich mal merken was für einen Spaß sie mit ihrer Mutti haben werden.
Wir fliegen am 30.5. zurück. Am 28.5. Machen wir hier schon den Schwangerschatstest.
Unsere Gastgeberin hat uns freundlicher Weise mit dem Auto abgeholt und danach klapperten wird dann drei Apotheken ab bis wir mein Heparin bekommen hatten. Die Gastgeberin ist super hilfsbereit und herzlich. Sie sorgt sich um uns wie eine Mutter und hält trotzdem brav Abstand damit wir für uns allein sind. Also wir haben hier einfach mit allen Leuten richtig viel Glück. HOFFENTLICH BLEIBT DIE Glückssträhne WEITER!!!
So, jetzt habe ich aber viel geschrieben. Ich musste das wohl auch für mich noch mal festhalten. Das war heute ein wichtiger Tag in meinem Leben.
Liebe Gruesse,
Leerhuhn