Guten Abend!
Ich habe vor einem Jahr im Januar plötzlich keine Tage mehr bekommen. Die Untersuchung ergab einen FSH über 100 und einen nicht mehr nachweisbaren AMH-Wert. Meine Schwester hat ein fragiles X, ich nehme an, ich habe dieses Problem auch geerbt.
Ich habe verschiedene Ärzte aufgesucht. Im vergangenen Jahr sind doch einige Follikel gereift. Zwei wesentlich zu früh, eins, das sich nicht einnistete und dann zwei auf einmal. Eins der beiden hat sich auch kurz eingenistet, ich habe es aber schon nach drei Wochen wieder verloren. Zurzeit ist mein FSH-Wert wieder bei 50.
Nun bin ich stark verunsichert: Zwei Vertretungs-Ärzte haben mir dringend geraten, auf jeden Fall IVF zu versuchen, falls noch Follikel heranreifen, denn damit erhöhe ich meine Chancen um das Dreifache. Die behandelnde Ärztin hingegen sagte, sie halte davon nichts, sie glaubt, dass die Eier sich in ihrer natürlichen Umgebung am wohlsten fühlen und eine Schwangerschaft am ehesten so zustande kommt. Sie sagte, sie würde es nur versuchen, falls drei Eier auf einmal heranreifen (was bei mir sehr unwahrscheinlich ist, ich bin 39 Jahre alt und erstaunt, dass mit meiner Prognose überhaupt noch Follikel heranreifen. Ich habe bereits einen gesunden 2,5 Jahre alten Sohn, mit ihm bin ich spontan schwanger geworden, wir wünschen uns eigentlich mehr Kinder und da mir die Zeit davon läuft, möchte ich natürlich meine Chancen optimal nutzen. Aber was ist die optimale Nutzung? IVF oder der natürliche Weg?
Ich bedanke mich herzlich für eine Antwort.
Jana Richter