Hallo Ihr Lieben
ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, da ich viel um die Ohren hatte, möchte Euch aber jetzt über meinen zweiten Transfer in Valencia berichten. Dieser war gestern am 39. Zyklustag. Den ersten Transfer hatte ich letzten Dezember - drei Blastozysten - mit negativem Ergebnis. Zwischendurch liess ich noch einige Blutuntersuchungen durchführen und man fand tatsächlich eine heterozygote Faktor-V-Leiden- Mutation. Dabei ist das Thromboserisiko erhöht (ich hatte zum Glück noch nie eine Thrombose) und es soll gehäuft zu Frühaborten kommen. So spritzte ich mir einige Tage vor dem Transfer bereits Heparin.
Wir buchten einen Flug für Samstag nach Barcelona, verbrachten ein schönes Wochenende und fuhren am Montag morgen mit dem Zug nach Valencia. Dies weil einerseits in Valencia ein Fest ist und die Hotels ziemlich ausgebucht waren, anderseits war es für uns viel billiger - der Flug Zürich-Barcelona kostete 200 Euro, für den Zug bezahlten wir noch 100 Euro (Informationen über Zugverbindungen, Preise, Reservationen findet man übrigens unter http://www.renfe.es)
Nach knapp drei Stunden erreichten wir Valencia.
In der Klinik wurde mir nur eine Blastozyste von nicht sehr guter Qualität übertragen. Von ursprünglich 6 Eizellen erreichte schlussendlich nur eine das Blastozystenstadium. Dr Simon sagte uns, die Qualität des Spermas sei schlecht und verantwortlich dass auch die Blastozystenqualität nicht gut sei und er empfehle uns für weitere Versuche Spendersperma zu verwenden.
Mein Mann hatte vor Jahren eine schwere Krankheit, von daher ist es schon möglich dass die Spermien beeinträchtigt sind, obwohl die Anzahl und Beweglichkeit eigentlich gut sind. Es existiert noch ein Spermien-Kryodepot, das mein Mann vor der Therapie anlegen liess, aber wie bringen wir das Depot bloss nach Valencia? Und mit dem Gedanken, Spendersamen zu verwenden, tue ich mich im Moment sehr schwer.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, dass das Sperma nicht gut genug sei und dass Spender-sperma vorgeschlagen wurde?
Auf alle Fälle bin ich froh, dass sie in der Klinik so offen zu uns waren.
Nach dem Transfer blieb ich noch ca 1 Stunde in der Klinik, danach fuhren wir gemütlich wieder nach Barcelona zurück und flogen heute nach Hause.
Tja und jetzt habe ich nicht allzuviel Hoffnung dass der Schwangerschaftstest positiv werden könnte, aber vielleicht haben wir ja Glück!
Viele Grüsse an Euch alle
Elisa