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POF - Wie lange soll man kämpfen?

  • Anna1074
  • 17. September 2009 um 15:43
  • Anna1074
    Morula
    Beiträge
    488
    • 17. September 2009 um 15:43
    • #1

    Liebe Mädels,

    obwohl ich immer mal wieder auf der Homepage war, habe ich diesen Ordner nie gesehen - und bin ganz froh, dass ich ihn wenigstens jetzt entdeckt habe.

    Seit April diesen Jahres weiß ich, dass ich mit gerade 35 Jahren in den vorzeitigen Wechseljahren bin. Der AMH-Wert liegt unter der Nachweisgrenze des Labors von 0,2. Ich habe viele Stunden geweint; jetzt versuche ich aber, wieder nach vorne zu schauen. Mein Mann ist sehr verständnisvoll, aber natürlich auch traurig.

    Seit Mai sind wir in einer KiWu-Praxis. Prompt sind meine Werte explodiert (FSH war bei 70), dann haben sie sich wieder erholt (FSH ging in einer Woche wieder auf 17 runter), dann wieder nach oben usw. Wir haben dann auf Anraten unseres Arztes eine ICSI mit Downregulation gestartet. Es wurde eine Eizelle befruchtet, die dann aber leider als 4-Zeller stehen geblieben ist. Mein Arzt meinte aber, wir sollte in jedem Fall noch einen Versuch starten, er hätte die Hoffnung nicht aufgegeben, sondern wertet den ersten Versuch eher als positiv. Nun stehen wir also am Beginn der 2. ICSI.

    Immer wieder aber frage ich mich, wie lange ich mich an dem Strohhalm klammern soll, dass ich ja immerhin noch immer mal wieder Eizellen produzieren und die Chance auf eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen zwar gering, nicht aber bei Null sind. Oder sollen wir gleich den Weg zur Eizellspende gehen? Wir "kämpfen" noch nicht so lange, dafür aber ziemlich intensiv, und ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte.

    Mich würde interessieren, wie Ihr das seht und welche Grenzen Ihr Euch gesetzt habt.

    Viele Grüße,

    Anna

    2008: Pille abgesetzt
    2009: Diagnose POF (AMH 0,06)
    2010: MA 5. SSW
    2011: 1. Eizellspende Reprofit Brünn – negativ
    2011: 2. Eizellspende ReproGenesis Brünn – positiv

  • dtift
    Morula
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    347
    • 17. September 2009 um 15:59
    • #2

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Die Frage mußt Du Dir letztlich doch selber beantworten. Jeder hat eine andere Sichtweite dazu. Aufgrund der Werte ist die Möglichkeit einer Schwangerschaft doch Richtung Null. Und eine Eizelle? Bei einer IVF od. ICSI hat man 10,15 od. 20 Eizellen. Es ist auch denkbar, dass das nächste mal gar keine Eizelle mehr da ist. Und selbst wenn, welche Qualität hat diese? Aus allen Faktoren zusammen würde ich für mich kaum eine Chance sehen. Es kostet Geld, Nerven, Zeit.............und ich war immer der Meinung, ich will wenigstens mal eine Chance haben.

    Frage doch mal hier im Forum einen Arzt, was er dazu meint, wie die Chancen noch stehen.
    Entscheiden müßt ihr aber letztlich selber.

    LG

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • Anna1074
    Morula
    Beiträge
    488
    • 17. September 2009 um 16:04
    • #3

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo,

    danke für Deine Antwort.

    Ja, natürlich müssen wir das am Ende selbst entscheiden, aber mich interessieren trotzdem die Erfahrungen von anderen Betroffenen, die vielleicht schon einen Schritt weiter sind.

    Viele Grüße,

    Anna

    2008: Pille abgesetzt
    2009: Diagnose POF (AMH 0,06)
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  • dtift
    Morula
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    347
    • 17. September 2009 um 16:29
    • #4

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo,

    also ich hatte auch schlechtere Werte. Mein FSH war glaube 17 (ohne Medikamente).
    Wir haben eine IVF machen lassen, ich hatte 4 Folikel, darin keine brauchbare Eizelle.
    Und da kam der Punkt, wo ich gesagt habe, ich möchte wenigstens eine Chance. Noch eine IVF nicht im Leben.

    Auch bei der EZP hatte ich schlechte Chancen, da mein Organbefund (Flüssigkeit im Eileiter, Endometriose) schlecht war. Diese EZP habe ich auf Bitten von meinem Mann gemacht. Sein Bauchgefühl hatte ihm gesagt, das klappt.
    Hat es auch, meine Tochte wird in ein paar Tagen 11 Monate.

    Vielleicht hilft Dir mein Weg.

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • Anna1074
    Morula
    Beiträge
    488
    • 17. September 2009 um 16:46
    • #5

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo,

    schön, dass es bei Euch mit der EZSP geklappt hat.

    Wahrscheinlich sollten wir auch unsere Kraft (und unser Geld) nicht allzu lange für kaum bestehende Chancen aufwenden; wenn da nicht immer auch noch die Hoffnung wäre.....

    Alles Gute für Euch,

    Anna

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  • fiskan
    Morula
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    • 19. September 2009 um 20:01
    • #6

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo anna

    ich kann dir nachfühlen wie es dir geht. ich hatte eine chemo und daher in die vorzeitigen wechseljahre mit 32 gerutscht. mir wurde von beginn weg gesagt, dass ich mir den kinderwunsch "abschminken" soll. ging auch soweit gut, bis ich dann doch spontan schwanger wurde. leider war dieses kind nicht gesund und ich verlor es im 4. monat (schwerer chromosomenfehler). das war äusserst tragisch und auch traumatisch für mich.

    danach war natürlich der kinderwunsch wieder voll da. es folgten abklärungen, test, untersuchungen. alle die du bestimmt auch kennst. mal war der fsh im oberen normwert mal lag er bei über 100! östradiol lag komischerweise meist im normbereich. die regel hatte ich wenn überhaupt noch 3 mal im jahr. zum glück hat mich meine fa zu einer endokrinologin geschickt, die zugleich eine kiwu-praxis betreibt. die sprach mal klartext mit mir. was äusserst schmerzhaft war, aber für mich und meinen partner genau das richtige - bis dahin hatten wir uns auch an jeden strohhalm geklammert.

    sie meinte, dass diese ss der sprichwörtliche "6er im lotto" gewesen sei - wie eine endvierzigerin in äusserst seltenen fällen auch noch schwanger werden kann, doch die wahrscheinlichkeit ein gesundes kind zu kriegen, ist dabei äusserst gering. bei mir schätzte sie unter 5 % ein (eigene ez), die qualität sind bei so geringem depot nicht mir ausreichend gut. bei einer ivf oder icsi schwanger zu werden läge nochmals bei unter 5 % - dazu zu rechnen nun noch die wahrscheinlichkeit von unter 5 % ein gesundes kind zu bekommen, öffnete uns die augen... sie meinte daraufhin, dass die einzige chance nur noch eine eizellspende sei. sie riet uns ab, unsere nerven, zeit und auch geld in zahllose versuche zu stecken. das war zunächst für uns ein schock, ich konnte mir nicht vorstellen das kind einer fremden frau unter meinem herzen zu tragen - so ein blödsinn! ich brauchte zeit um mich an diesen gedanken zu gewöhnen.

    inzwischen bin ich ss, wie du aus dem ticker ersehen kannst. beim ersten versuch mit ezp. wir sind beide überaus glücklich und ich habe nicht im geringsten das gefühl zwei "fremde" kinder unter dem herzen zu tragen. ich ernähre sie, sie wachsen nur dank mir, sie bekommen meine gefühle, emotionen mit, meine liebe. die genetik ist nur ein kleiner teil und nun überhaupt nicht mehr wichtig.

    liebe anna, ich hoffe, dass dir meine geschichte vielleicht etwas helfen konnte. ich finde es immer so traurig, wenn paare manchmal für jahre in dieser mühle stecken und manchmal auch daran zerbrechen. klar gibt es auch immer wieder positiv-berichte - doch ich glaube, das sind immer die kleinen wunder die es zwischendurch mal gibt (wie auch meine erste ss), doch leider ist nicht jedem dieses vergönnt.

    ich wünsche dir, dass ihr den für euch richtigen weg findet und den mit erfolg gehen könnt. alles gute und liebe für euch
    fiskan

    vorzeitige WJ nach Chemo
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  • Anna1074
    Morula
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    • 20. September 2009 um 15:53
    • #7

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Liebe Fiskan,

    vielen Dank für Deine Nachricht und dass Du Deine Geschichte mit mir geteilt hast. Ich kann viel von unsren Gedanken und Gefühlen entdecken - und den Strohhalm, den an den wir uns noch klammern.

    Herzlichen Glück zur Schwangerschaft mit den beiden Kleinen! Nach all dem Leid endlich das Glück.

    Es muss unendlich schwer gewesen sein, das erste Wunder zu verlieren.

    Ich denke wir sind so weit, dass wir dem anstehenden eigenen Versuch, der auch von der Versicherung genehmigt wurde, noch eine Chance geben und dann ein langes Gespräch mit meinem Arzt führen.

    Alles Gute für Euch!

    Anna

    2008: Pille abgesetzt
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  • orientella
    8-Zeller
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    • 22. September 2009 um 09:36
    • #8

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo Anna,

    also, wir haben einen dreijährigen Sohn, der auf natürliche Weise im zweiten (!) Zyklus gezuegt wurde. Die Schwangerschaft lief absolut problemlos, alles o.k. Dann wollten wir ein zweites Kind, aber irgendwie kam es nicht. Die Gespräche mit den Ärzten liefen auch wie bei Euch allen, in Ihrem Alter ist noch nicht mit Wechseljahren zu rechenen, das klappt schon noch ... Tja, aber ich kannte meinen Körper besser, hätte ich nur stärker nachgehakt. Kurz: Mittlerweile sind auf dem Ultraschall noch nicht einmal die Eierstöcke zu sehen. Wir haben eine erfolglose ICSI hiner uns (auch nur eine befruchtete EZ) und der zweite Versuch wurde abgebrochen, weil sich gar keine EZ mehr gebildet hat. Nun waren wir in CZ, weil in D uns gesagt wurde, dass sie für uns nichts mehr tun können. Nach CZ sind wir gefahren, um uns über EZP zu erkundigen, hatten auf einem schwierigen Weg uns dafür entschieden und traurig von einem weiteren Kuind mit eigenen EZ Abstand genommen. Nun machte uns der Arzt in CZ wieder Hoffnung auf ein eigenes Kind, indem wir noch einmal die Schilddrüse in D untersuchen lassen sollten. In D haben wir auch eine Untersuchung von einem Endokrinologen durchführen lassen, jedoch sind meine Werte völlig normal. Ist ja auch der einen Seite schön, dass die Werte normal sind, aber es macht mich auch traurig, weil so die Hoffnungen auf ein Kind mit eigenen EZ sinken. Ich kann diesen Druck auch kaum noch aushalten. Am liebsten würde ich einfach mit EZP anfangen, mal sehen, ob es klappt. Wie hier ja auch geschrieben wurde, es wird von mir als Mutter ernährt, es lebt durch mich, es kann nur "mein" Kind werden. Mein Mann klammert sich immer noch an den eigenen EZ, aber ich denke auch, die Qualität der EZ, falls ich überhaupt noch welche produzieren sollte, können nur miserabel sein. Ich möchte endlich ein kleines Baby im Arm halten und den Druck von mir nehmen, hoffe, diesen Weg gemeinsam mit meinem Mann gehen zu können.

    So, dannn noch Kopf hoch, es wird schon.

    Ganz liebe Grüße

    orientella

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  • Anna1074
    Morula
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    • 22. September 2009 um 17:11
    • #9

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Liebe Orientella,

    vieles ist so ähnlich....

    Mein Mann hofft auch noch, dass es mit meinen Eizellen klappen könnte. Komisch, dabei ist sein Sperma ja auf jeden Fall dabei, aber ihm scheint es fast schwerer zu fallen, sich mit einer EZSP anzufreunden.

    Wir haben uns jetzt entschieden, noch einen zweiten Versuch mit eigenen Eizellen zu wagen, in dem Wissen, dass es uns möglicherweise wie Euch gehen wird, nämlich dass der Versuch vorzitig abgebrochen wird. Und dann ist Schluss, ich will endlich auch mal eine realistische Chance haben, ein Baby in den Armen zu halten.
    Alles Gue für Euch,

    Anna

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  • Astrid
    Morula
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    • 22. September 2009 um 18:25
    • #10

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Liebe Anna.

    Ich denke, es gibt viele Paar mit einer ähnlichen Geschichte und ähnlichen Gefühlen, wie Du, wie Orientella, Fiskan, wie ich, ....
    Wir haben in D 7 IVF/ICSI gemacht. Der erste war positiv bis zur 11 Woche und dann hatte ich eine missed abortion. Das hat mich fast umgebracht. Aber wir waren auch angestachelt, es hat ja geklappt, nur nicht ganz. Ich habe trotzdem sehr früh damit begonnen mich mit EZS auseinander zu setzten und ich konnte mich auch schnell mit dem Gedanken anfreunden. Mein Mann nicht. Er wollte ein Kind von mir. Nach dem 6. Versuch war für mich klar jetzt ist Schluss. Wir haben uns dann gemeinsam noch für einen letzten Versuch in D entschieden, der 7. also. Ich habe meinem Mann klar zu verstehen gegeben, dass er nun eine Entscheidung treffen muss, ob es weiter geht, mit EZS oder ob wir unseren Kinderwunsch beerdigen. Es ging weiter .... Und nun bekommen wir Zwillinge und wir sind so unglaublich glücklich darüber. Es gibt auch von Seiten meines Mannes nicht den klitze kleinsten Zweifel daran, dass das unser Weg war, der RICHTIGE und dass das unsere Kinder sind.

    Manchen Dinge brauchen Zeit, um zu reifen. Vielleicht braucht Dein Mann noch etwas Zeit. Vielleicht kannst Du sie Euch geben.

    Ich wünsche Euch alles alles Gute für die richtige Entscheidung!!

    Lieben Gruß Astrid

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  • Anna1074
    Morula
    Beiträge
    488
    • 23. September 2009 um 10:12
    • #11

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Liebe Astrid,

    danke für deine Zeilen. Du hast mich natürlich gleich erkannt ;-), ich bin ein ziemlich ungeduldiger Mensch und mich belastet es, wenn ich nicht weiß, wie (ob) es weitergeht. Die EZSP ist nicht zeitkritisch, das sehe ich noch halbwegs entspannt, aber ich höre immer meine eigene biologische Uhr ganz laut ticken - das kennt sicher jede hier. Momentan habe ich ja noch einige - wenn auch sehr wenige - Eizellen und ich denke immer, dass dies vielleicht der letzte Monat ist.

    Unser Plan steht jetzt aber erstmal. Wir machen diesen Versuch, wenn auch nur, damit wir uns später nicht sagen, hätten wir es noch versucht. Ich habe nochmal mit dem Arzt gesprochen und er sagte, wir sollten jetzt noch nicht die Flinte ganz ins Korn schmeißen. Da die KiWu-Praxis drei Monate Wartezeit hat und wir zum Teil Selbstzahler (also nicht so gewinnbringend für die Praxis) sind, hoffe ich, dass das seine ehrliche Einschätzung ist. Dann sehen wir weiter.

    In den letzten Wochen habe ich einfach so oft das Gefühl, dass ich nicht mehr kann. Ich habe die Diagnose ja noch nicht so lange und hoffe, dass ich mich damit im Laufe der Zeit etwas besser abfinden kann.

    So, jetzt zurück zur Arbeit. Grüß mir Düsseldorf - ich habe dort von 2002 bis 2004 gewohnt (in Derendorf).

    Alles Gute für die zwei!

    Herzliche Grüße,

    Anna

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  • blanca07
    8-Zeller
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    146
    • 24. September 2009 um 11:32
    • #12

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo Anna,
    bei kir gings mitten in der Stimulation für IVF mit 39 los, keine Eizellen mehr, miese Werte. Rat der Repromediziner abbrechen TCM und abwarten. Hab 2 Jahre gewartet und dabei mittleren Frust geschoben. War aber von Anfang an davon überzeugt, dass ich nicht zuviel Energie in die KiWu BEhandlung stecken wollte, habe ja auch sonst noch ein gutes Leben. Es hat sich nichts verändert und in der Zeit habe ich angefangen über EZS bzw. Embryonenspende nachzudenken. Ende letzten Jahres habe ich dann Kontakt aufgenommen und hatte im April erste Embryonenspende, wurde schwanger aber missed Abortion. Versuche es bald nochmal. Mache Embryonenspende, weil mein Mann diese ganzen Vorgänge sehr beängstigend findet und sich auf sowas "künstliches" wie Samenspende nicht einlassen kann, es ist auch für ihn nicht so wichtig ein Kind zu haben. Er ist auch schon so alt, dass seine Spermies wahrscheinlich eh nicht mehr so gut sind. Ich glaube Männer sehen das alles ganz anders als wir Frauen.
    Ich denke die deutschen Ärzte wollen einen auch so lange wie möglich behandeln, um zu trösten und weil sie ja auch nichts wirksameres anbeiten können. Und es wird natürlich viel Geld damit verdient.
    LG blanca

  • orientella
    8-Zeller
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    127
    • 24. September 2009 um 12:00
    • #13

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo Ihr Lieben,

    ja, es ist einfach zum heulen! Aber es braucht eben wohl seine Zeit, bis man sich dazu durchringen kann. Klar wir haben schon einen eigenen Sohn, aber wir hätten so gerne ein Geschwisterchen und es ist einfach hart, dass es nicht mehr möglich ist. Warum ticken denn da die Männer so anders? Das Spermiogramm meines Mannes ist super! Aber er tut sich eben so schwer damit, nun doch einfach mal die Tür zu schließen und das Ziel, ein Geschwisterchen zu bekommen, ins Auge zu fassen. Aber er meint, er steht hinter mir.

    Naja, wir haben uns jetzt entschlossen, noch einmal die Pille zu nehmen, wie es unser Arzt in CZ sagte, und in drei Monaten, Anfang 2010 noch einmal mit Ultraschall untersuchen zu lassen, dann entscheiden wir, ob wir mit eigenen EZ noch einen Versuch starten oder eine EZS machen wollen.

    Kopf hoch Ihr Lieben.

    orientella

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  • Anna1074
    Morula
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    • 24. September 2009 um 14:22
    • #14

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo, ihr Beiden,

    schön, von Euch zu lesen!

    orientella: Mein Mann wünscht sich zwar sehr Kinder, aber er könnte sich auch einen Plan b und Plan c vorstellen. Neulich sprach er von sich aus von Adoption, klammert sich aber andererseits noch an den Umstand, dass noch einige wenige Eizellen da sind. Die Tür ist halt noch einen klitzekleinen Spalt offen... Da er beruflich während der Woche in einer anderen Stadt ist, bekommt er allerdings von meinem Leiden nicht so wahnsinnig viel mit, nur abends am Telefon (und natürlich am Wochenende).

    Welche Pille sollst du denn nehmen? ich habe neulich von meinem Arzt Cyclo Progynova verschrieben bekommen, um den Eierstock etwas zu beruhigen, und mir ging es damit sehr gut. Endlich genug Östrogen!

    Halt mich auf dem Laufenden, wie es bei Euch weitergeht.

    Bianca: Oje, mitten in der Stimulation, das war bestimmt auch sehr schwer, weil man dann ja ohnehin ziemlich unter Stress ist. Bis zur Diagnose vorzeitige Wechseljahre im April d.J. habe ich mein Leben auch als "gut" bezeichnet, aber diese Diagnose hat alles auf den Kopf gestellt. Ich merke selber, wie ich mich zurückziehe und ständig der KiWu durch meinen Kopf schwirrt.

    Hast Du es mit TCM versucht? Ich habe damit im Mai d.J. begonnen und mir hilft es, auch wenn es die Zahl der Eizellen natürlich nicht erhöht hat.

    Wo habt ihr denn die Embryospende gemacht?

    Habt einen schönen Tag,

    Anna

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  • fiskan
    Morula
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    • 24. September 2009 um 22:04
    • #15

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    liebe anna
    ich wünsche dir viel erfolg auf deinem weg. ich finde deine einstellung gut - das ist der weg, den ihr nun braucht, auch wenn's jetzt nicht klappen sollte, vielleicht seid ihr, bzw. dein liebster dann bereit, den strohhalm loszulassen und somit die hände für das neue, eine ezsp frei zu haben und es so endlich klappen kann.

    wie schon astrid sagte, alles braucht seine zeit. und diese diagnose ist ja wirklich nicht ohne, wissen wir hier ja alle. das braucht zeit um anzukommen, sich neu zu orientieren und den neuen weg weitergehen zu können.

    ich wünsche euch beiden weiterhin viel kraft und glück auf eurem gemeinsamen weg. mach so weiter - und ihr werdet irgendwann ein baby im arm halten :)

    alles liebe
    fiskan

    vorzeitige WJ nach Chemo
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  • Anna1074
    Morula
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    • 25. September 2009 um 09:50
    • #16

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Danke, liebe Fiskan.

    Ich hätte nie geglaubt, dass vorzeitige Wechseljahre so viele betreffen. Als die Diagnose kam, fühlte ich mich wie ein Allien.

    Na, jetzt freue ich mich erstmal auf das Wochenende. Mein Mann und ich wollen uns dann nochmal zusammen setzten und alles besprechen. Der 2. Versuch mit eigenen Eizellen läuft jetzt aber, auch mit nur einem Follikel laut Ultraschall, und dann sehen wir weiter.

    Für Euch auch alles, alles Gute und genieß die Schwangerschaft. Ich würde mich freuen, wenn du ab und an mal berichtest, wie es dir geht.

    Anna

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  • fiskan
    Morula
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    • 25. September 2009 um 18:28
    • #17

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    liebe anna

    nö, pof betrifft recht viele frauen, und machmal glaube ich auch immer mehr. aber das ist nur mein eindruck. es ist halt noch immer ein tabu-thema, viele wollen gar nichts darüber wissen oder sind einfach überfordert.

    weiss gar nicht wie oft ich mir anhören musste, als ich unter hitzewallungen der schweiss schier senkrecht aus den poren schoss, nach fragenden blicken erklärte, das seien bei mir die verfrühten wechseljahre zurück kam: "ach quatsch, in deinem alter kann man ja noch gar keine wechseljahre haben!" - ende der diskussion...

    liebe anna, ich wünsche euch alles gute bei eurem 2. versuch - berichtest du auch schön fleissig weiter? würde mich sehr freuen. natürlich werde ich dich auch gerne auf dem laufenden halten, wie es bei uns so geht :)

    alles liebe und ein schönes wochenende
    fiskan

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  • Tineane
    Morula
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    539
    • 25. September 2009 um 21:46
    • #18

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    fiskan - da ging es mit genauso....plötzlich keine Mens mehr, zwei Monate später Hitzewallung und ich mit meiner schlimmen Vermutung sogar bei meiner Gyn auf taube Ohren gestossen.....bis dann eine Woche später die Ergebnisse da waren....ich weiß gar nicht mehr, wie ich von der Praxis nach Hause gekommen bin, mein Mann hat sich bei der Ärztin noch beschwert, dass man ja wohl vorher telefonisch um Anwesenheit des Mannes hätte bitten können, wenn man jemanden mit Kinderwunsch mit so einer Diagnose nach Hause schicken muss....die nächsten Monate habe ich wie in Watte erlebt, man funktioniert nur noch....

    Ach, nach der Schwangerschaft hat meine Gyn mir erzählt, dass sie vorher nie so einen Fall hatte, aber während ich schwanger war, plötzlich wieder eine Frau Anfang 30 mit Hitzewallungen auftauchte - diesmal war sie gewarnt....

    Mädels, viel Erfolg weiterhin!

  • svenny1978
    Blastozyste
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    1.958
    • 26. September 2009 um 09:17
    • #19

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo,

    du bist nicht alleine mit deinem "Problem" es gibt so viele die diese "Krankheit" haben, ich bin auch so ein Fall. Ich habe es damals mit 27 gesagt bekommen, Pille abgesetzt, keine Mens, das 8 Monate nicht, mein damaliger Gyn nahm mich gar nicht wahr.
    Er wollte nix hören von Hitzewallungen, führte auch keine Blutuntersuchungen durch. bin dann zum anderen Arzt, dann die Diagnose, ein Schock, für mich ist eine Welt zusammengebrochen, wie soll ich in diesem alter keine Kinder mehr bekommen ???????? Die KIWU Klinik behandelte mich gar nicht, sah nur meine Unterlagen an und sagte sofort, ja lernen sie damit zu leben, bei ihnen geht gar nix mehr, die Werte sind grottenschlecht, denken sie an Adoption oder eine Eizellspende, ich kam mir vor wie das Letzte, so wurde ich auch behandelt. Diese Klinik war das Letzte!!!!!
    Wir haben uns dann auch schnell zur Eizellspende entschlossen, im ersten Versuch wurde ich biochemisch schwanger, dann im 2. Versuch bin ich schwanger geworden und habe das Kind dieses Jahr bekommen.
    Wir sind überglücklich diesen Weg gegangen zu sein.
    Ich wünsche dir das du deinen Weg findest. Ich wünsche dir auch von Herzen das der Versuch klappt, wenn nicht, dann schau nach vorne, es gibt zum Glück den Weg der Eizellspende.

    LG

    positiv RF 2008
    Mama eines wundervollen Kindes
    April 2012 RF TF

  • Anna1074
    Morula
    Beiträge
    488
    • 26. September 2009 um 14:43
    • #20

    Re: POF - Wie lange soll man kämpfen?

    Hallo, ihr Lieben,

    es war ja einiges los hier seit gestern.

    fiskan, HorstPeter und Wintertraum: Ich durfte mir auch erstmal anhören, ich solle etwas entspannter sein. Zum Glück habe ich einen Gynäkologen, der sehr schnell Bluttests gemacht hat. Als das AMH-Ergebnis da war, wurde mir allerdings der Wert über die Sprechstundenhilfe ohne Erklärung (!) mitgeteilt. Ich habe natürlich gleich im Internet gesurft und ab da war ich völlig durch den Wind. Mein Gynäkologe rief mich ein paar Tage später an und meinte, dass dies ein Fehler des Labors sein müsse, unter der Nachweisgrenze von 0,2 sei
    gar nicht möglich, alles unter 1 sei in meinem Alter schon wirklich schlecht. Also wurde der Wert nochmal bestimmt, mit dem selben Ergebnis. Der Schock war nach dem ganzen Auf und Ab doppelt groß.

    fiskan: Gern halte ich dich auf dem Laufenden. Ich habe wohl einen Follikel, aber ob der wächst? Habe noch dauern Zwischenblutungen und nehme deshalb Progynova. Ich glaube selber nicht an diesen Versuch, aber am Ende wollten wir die winzige Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen. Wie fühlst du dich denn?

    @Wintertraum: Wie fühlt es sich an, endlich Mutter zu sein nach dem steinigen Weg?

    Ein schönes Wochenende euch allen,

    Anna

    2008: Pille abgesetzt
    2009: Diagnose POF (AMH 0,06)
    2010: MA 5. SSW
    2011: 1. Eizellspende Reprofit Brünn – negativ
    2011: 2. Eizellspende ReproGenesis Brünn – positiv

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