Liebe Mädels,
obwohl ich immer mal wieder auf der Homepage war, habe ich diesen Ordner nie gesehen - und bin ganz froh, dass ich ihn wenigstens jetzt entdeckt habe.
Seit April diesen Jahres weiß ich, dass ich mit gerade 35 Jahren in den vorzeitigen Wechseljahren bin. Der AMH-Wert liegt unter der Nachweisgrenze des Labors von 0,2. Ich habe viele Stunden geweint; jetzt versuche ich aber, wieder nach vorne zu schauen. Mein Mann ist sehr verständnisvoll, aber natürlich auch traurig.
Seit Mai sind wir in einer KiWu-Praxis. Prompt sind meine Werte explodiert (FSH war bei 70), dann haben sie sich wieder erholt (FSH ging in einer Woche wieder auf 17 runter), dann wieder nach oben usw. Wir haben dann auf Anraten unseres Arztes eine ICSI mit Downregulation gestartet. Es wurde eine Eizelle befruchtet, die dann aber leider als 4-Zeller stehen geblieben ist. Mein Arzt meinte aber, wir sollte in jedem Fall noch einen Versuch starten, er hätte die Hoffnung nicht aufgegeben, sondern wertet den ersten Versuch eher als positiv. Nun stehen wir also am Beginn der 2. ICSI.
Immer wieder aber frage ich mich, wie lange ich mich an dem Strohhalm klammern soll, dass ich ja immerhin noch immer mal wieder Eizellen produzieren und die Chance auf eine Schwangerschaft mit eigenen Eizellen zwar gering, nicht aber bei Null sind. Oder sollen wir gleich den Weg zur Eizellspende gehen? Wir "kämpfen" noch nicht so lange, dafür aber ziemlich intensiv, und ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte.
Mich würde interessieren, wie Ihr das seht und welche Grenzen Ihr Euch gesetzt habt.
Viele Grüße,
Anna