Hallo Leute,
hier den Brief an Fr.Bender den ich Ihr geschrieben habe nachdem ich Ihre Antwort an Ines und Chris gelesen habe. Hoffe das noch einige von uns an sie schreiben werden damit sie sich endlich richtig mit der Thematik befasst.
liebe Grüße
Dagmar
Sehr geehrte Frau Bender,
habe gerade Ihren Brief an Fam. Schmid in unserem Forum der Eizellspende gelesen und muß Ihnen nun schreiben das ich daraus erkenne das Sie keinerlei Erfahrungen haben was das Adoptieren von Kindern angeht und auch noch nie in unserer Lage waren einen unerfüllten Kinderwunsch zu haben. Sie wissen nicht wie schwer es ist als Frau in unserer Gesellschaft keine Kinder bekommen zu können.
Ich möchte Ihnen jedoch heute gerne meine Geschichte erzählen.
Ich bin 42 Jahre alt und das 2 mal verheiratet da mein erster Mann nicht damit klar gekommen ist das wir nach 13 Ehejahren keine Aussicht auf Kinder haben.
Ich hatte sehr viele Eierstockentzündungen und der einzige Weg ein Baby in meinen Armen zu halten war die IVF-Behandlung.
Wir haben das auch 4 mal gemacht aber keine der befruchteten Eizellen wurde zu einer Schwangerschaft. Ich ließ mich dann operieren da nach jeder IVF-Behandlung die Eierstockentzündungen schlimmer zum Ausbruch kamen und auch das hat nicht geholfen.
Dann wurde ich geschieden und nach meiner zweiten Hochzeit wurde wieder mit IVF versucht ein eigenes Baby zu haben. Wir haben dann nach weiteren 3 Versuchen erst mal aufgegeben und uns einen Antrag auf Adoption zuschicken lassen. Sehr geehrte Frau Bender haben Sie schon mal so einen Antrag angeschaut?
Nachdem wir das dann auch hinter uns hatten (Wir haben keine Chance auf ein Baby aus einer Adoption da ich da schon 40 Jahre und mein Mann 30 Jahre alt waren)
haben wir uns im Jahr 2001 dann an den PC gesetzt und nach Möglichkeiten gesucht doch noch ein gemeinsames Baby zu haben.
Dort sind wir dann auf das Forum der Eizellspende gekommen und das hat uns sehr gut gefallen da wir dort die Infos bekamen die uns hier in Deutschland ja keiner geben darf.
Ich möchte Ihnen damit mitteilen das wir den Versuch ein Baby (mit einer Eizellspende )zu bekommen gewagt haben und in der Zwischenzeit Eltern eines gesunden Jungen sind.
Sie schreiben das Sie eine Eizellspende ethisch nicht vertreten können und ich verstehe nicht warum das für Sie eine ethische Frage aufwirft!
Wir betroffenen sind doch keine Monster die ein Modellkind wollen, sondern ein Kind das die Erbanlagen eines Partners in sich trägt.
Ich bitte Sie, sich mit betroffenen Paaren einmal in unserem Forum auszutauschen und vielleicht überdenken Sie dann Ihre Position in der Eizellspendenfrage nochmals.
Übrigens wird ja schon überlegt ob die kinderlosen Paare nicht anders besteuert werden sollen und da wird dann kein Unterschied gemacht ob ein Paar keine Kinder will oder keine bekommen kann.
Aber in Deutschland ist ja vor dem Gesetz jeder gleich!!!!
Nicht wahr!!!
So nun verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Dagmar