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Fruchtwasseruntersuchung

  • suerte1
  • 8. Juli 2009 um 15:25
  • Erledigt
  • suerte1
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 8. Juli 2009 um 15:25
    • #1

    Liebe Forumsärzte und Mitglieder,

    ich weiß, daß es nicht ganz hier rein paßt, aber es beschäftigt mich sehr.
    Ich bin in der 11. Woche nach einer Eizellspende schwanger.
    Meine Spenderin war 23 Jahre alt.
    ich habe schon eine Tochter, die ich mit 37 Jahren bekommen habe. Bei ihr habe ich damals auch eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Alles lief sehr gut. Es war ein sehr erfahrener Arzt, der die Untersuchung auch wieder machen würde.
    Jetzt bin 43 Jahr alt und mein Mann ist 46 Jahre alt. Wir wissen nicht, ob wir wieder eine Fruchtwasseruntersuchung machen sollen. Meine Frauenärtzin meint es wäre besser.
    Aber da die Spenderin ja sehr jung war wissen wir nicht was wir tun sollen.Natürlich haben wir große Angst das Baby zu verlieren( so eine Glück haben wir nicht wieder), .
    Wie hoch ist das Risiko eines behinderten Kindes im Vergleich zu einer Felhgeburt wegen der Fruchtwasseruntersuchung?

    ich hoffe, ein paar Meinungen zu hören, damit die Entscheidung leichter fällt.

    liebe Grüße
    suerte

  • dtift
    Morula
    Beiträge
    347
    • 8. Juli 2009 um 18:12
    • #2

    Re: Fruchtwasseruntersuchung

    Hallo,

    keine leichte Entscheidung, wir standen vor der gleichen Situation.

    Wir haben uns dann aber gefargt, würde man einer 23 jährigen (nur auf das Alter der Spenderin kommt es an) eine Fruchtwasseruntersuchung anraten. Klares: Nein. Und das war dann unsere Entscheidung. Möchte Dich aber nicht beeinflußen, auch eine 23 jährige kann ein behindertes Kind bekommen. Allerdings muß man auch sagen, dass es zig Behinderungen gibt und mit der Fruchtwsseruntersuchung nur ein paar entdeckt werden können.

    LG

    Bin nur hin und wieder hier.

    Habe eine Tochter Ende 2008 dank Eizellspende bekommen.

  • Columbia
    Blastozyste
    Beiträge
    1.118
    • 8. Juli 2009 um 19:23
    • #3

    Re: Fruchtwasseruntersuchung

    Liebe Suerte!
    Ich sehe das im Prinzip genauso wie dtift. Die große Frage ist doch aber auch, was würdest Du mit einer schlechten Nachricht aus einer Fruchtwasserpunktion machen? Ein behindertes Kind abtreiben, für das man so lange gekämpft hat, weil es behindert sein würde? (Nicht jede Behinderung ist gleich stark ausgeprägt. Wer sagt einem, ab wann das Kind keine Lebensqualität hat?) Wenn die Antwort nein lautet, brauchst Du auch keine Fruchtwasseruntersuchung. Mach lieber ne Feindiagnostik um die 22. SSW herum. Ist ein ausführlicher Ultraschall und garantiert ungefährlich fürs Kind.
    Meine Meinung!
    lg, Columbia

  • Astrid
    Morula
    Beiträge
    316
    • 9. Juli 2009 um 07:11
    • #4

    Re: Fruchtwasseruntersuchung

    Liebe Suerte.

    Ich sehe das ganz genau so, wie Columbia.
    Ich persönlich werde auf keinen Fall eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Wir werden die beiden nehmen, wie sie sind.

    Viele Grüße

    Astrid

    [Blockierte Grafik: http://lbdf.lilypie.com/dPzSp1.png]

  • bille47
    Morula
    Beiträge
    631
    • 9. Juli 2009 um 08:18
    • #5

    Re: Fruchtwasseruntersuchung

    Hallo,

    wir haben auch auf die Fruchtwasseruntersuchung verzichtet da mir das Risiko das es zu einer FG kommt zu hoch war und abgetrieben hätten wir eh nicht,deshalb war es für uns klar keine FU machen zulassen, wir haben den feinus und das Organscreening gemacht und das hat gereicht.Der weg bis zur ss ist so schwer und steinig gewesen und wir waren froh endlich ss zu sein.Meine Spenderin war 21
    Die Entscheidung kann Dir aber keiner nehmen

    lg bille

    [Blockierte Grafik: http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/9931.gif][Blockierte Grafik: http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/9930.gif]

  • Annette K.
    8-Zeller
    Beiträge
    146
    • 9. Juli 2009 um 11:36
    • #6

    Re: Fruchtwasseruntersuchung

    Auf eine Fruchtwasseruntersuchung haben wir aufgrund des Risikos ebenfalls verzichtet (unsere Spenderin war auch erst 21).

    Ich kann aber auch nur jedem die Feindiagnostik ans Herz legen! Bei unserem Kind hat man eine sehr schwerwiegende, sehr seltene Fehlbildung des Herzens festgestellt, die direkt nach der Geburt eine umgehende Behandlung und innerhalb der ersten Lebenswoche die erste Operation (von wahrscheinlich dreien) erfordert. Dies schon in der 21. SSW zu wissen ist zwar ein riesengroßer Schock, aber für die Vorbereitung unendlich wichtig, finde ich. [btw: übrigens kein Gendefekt, keine chromosomale Störung, leider eine tragische "Laune der Natur").

  • suerte1
    Eizelle
    Beiträge
    9
    • 9. Juli 2009 um 11:55
    • #7

    Re: Fruchtwasseruntersuchung

    Vielen Vielen Dank für Eure Beiträge.
    Die Entscheidung kann uns zwar keiner Abnehmen, aber dennoch hilft es doch Eure Meinungen ( die auch eher meine ist) zu hören.
    Nochmals vielen lieben Dank.

    Liebe Grüße Suerte

  • Annette K.
    8-Zeller
    Beiträge
    146
    • 9. Juli 2009 um 12:12
    • #8

    Re: Fruchtwasseruntersuchung

    [quote author=suerte1 link=topic=5718.msg72904#msg72904 date=1247059557]
    Wie hoch ist das Risiko eines behinderten Kindes im Vergleich zu einer Felhgeburt wegen der Fruchtwasseruntersuchung?[/quote]

    Aus dem mütterlichem Alter, bzw. dem Alter der Spenderin, der Serumkonzentration (Konzentrationen von PAPP-A und freiem ß-HCG) sowie ggf. der Nackentransparenz wird das individuelle Risiko für die Geburt eines Kindes mit Down-Syndrom ermittelt. Ab 1:300 wird üblicherweise zur Fruchtwasseruntersuchung geraten. Für die Aborthäufigkeit innerhalb von drei Wochen nach Punktion bei Amniozentese findet man Angaben zwischen 0,25 und 1%.

    Die Häufigkeit der Fehlbildung, die unser Kind hat, liegt übrigens bei ca. 1,5:10.000. Soviel zu Risikoabschätzung. Man kann leider nie wirklich sicher sein...

  • Dr. Wegmann
    8-Zeller
    Beiträge
    139
    • 9. Juli 2009 um 23:06
    • #9

    Re: Fruchtwasseruntersuchung

    Hallo

    Zur Fruchtwasseruntersuchung ist zu sagen, dass dies die einzige Methode ist, wirklich definitiv den Chromosomensatz zu untersuchen und damit z.B. ein Down-Syndrom auszuschliessen. Aber nicht jede Erkrankung kann damit entdeckt werden, sondern nur die häufigsten Anomalien (v.a. Trisomie 21, 13 und 18). Eine FW-Untersuchung hat ein ungefähres Abortrisiko von 1%.

    Der Sinn des Ultraschalls am Ende des dritten SS-Monats ist, anhand der Dicke der Nackenfalte des Feten und der Bestimmung bestimmter Blutwerte bei der Mutter, sowie (als sehr wichtige Einflussgrösse) des mütterlichen Alters eine Risikobestimmung für bestimmte Erkrankungen zu erhalten.
    Dies ist nichts anderes als eine statistische Berechnung, bei der als Grenzwert 1:380 definiert wird. Bei jedem Risiko, das grösser als 1:380 ist, zahlt die Krankenkasse sogar die FW-Untersuchung. Da die Spenderinnen in aller Regel ja sehr jung sind, ist das Risiko für eine chromosomale Störung von daher sehr gering.

    Diese Entscheidung als werdende Mutter ist sicherlich nicht einfach, aber meiner Ansicht nach muss man auch ein bisschen Vertrauen in die Natur haben.

    Ich hoffe, damit ein wenig weitergeholfen zu haben,

    Viele Grüsse, N. Wegmann

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