1. Forum
    1. Unerledigte Themen
  2. Dashboard
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Kalender
    1. Termine
  5. Lexikon
  6. News-System
  • Anmelden oder registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • News
  • News Update
  • Erweiterte Suche
  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
  2. Archiv
  3. Fernseh-, Radio- und Printberichte, AG

Interessante Studie über Eizell- und Embryonenspende

  • Ines + Chris
  • 23. Januar 2003 um 12:40
  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 23. Januar 2003 um 12:40
    • #1

    Wir haben folgende Studie gefunden, sehr interessant.

    Was sagen die Betroffenen zum Schicksal überzähliger Embryonen? Einstellung von IVF-Patientinnen zu Eizellspende und Embryonenadoption

    Mit den Möglichkeiten und der zunehmenden Anwendung der Reproduktionsmedizin können mehr Eizellen erfolgreich befruchtet werden, als für einen Transfer notwendig sind. Daraus ergibt sich die Frage nach dem Schicksal überzähliger Embryonen. Nach den gültigen rechtlichen Bestimmungen im deutschsprachigen Raum müssen imprägnierte Eizellen nach einer länderspezifisch geregelten Frist vernichtet werden. Innerhalb der erlaubten Zeitspanne der Kryokonservierung dürfen sie nur der genetischen Mutter eingesetzt werden. Derzeit ist die Diskussion im Gange, ob die nicht verwendeten Eizellen und Embryonen adoptiert werden könnten.
    In der vorliegenden Arbeit haben wir die Einstellung infertiler Paare mit Kinderwunsch zum Thema Spende und Entgegennahme von Eizellen und Embryonen erhoben. Dies stellt in vielen Ländern eine legale Möglichkeit dar. Auf dieser Tatsache basierend, wollten wir beleuchten, ob ein solches Vorgehen auch dieserorts eine denkbare Alternative darstellt.
    Eine vergleichbare im Gesetz verankerte Option ist unter anderem die Adoption von Säuglingen. Nach statistischen Daten des Jugendamtes in Wien bietet diese jedoch nur für 21,6 % der jährlich vorgemerkten Paare einen erfolgreichen Ausweg. Darüber hinaus belegt eine jüngst veröffentlichte Studie die Tendenz infertiler Paare, die Eizellspende der Adoption eines Säuglings vorzuziehen. Somit wird verständlich, dass die Diskussion über Eizell- und Embryonenspende und deren Entgegennahme für Paare mit Kinderwunsch von Relevanz ist.
    Hieraus ergeben sich aber auch ungeahnte ethische und rechtliche Fragestellungen, die Thema ähnlicher Untersuchungen, vor allem im angloamerikanischen Raum, sind.
    Die vorliegende Studie wurde an einem privaten Institut für Sterilitätsbetreuung im Zeitraum von August bis Dezember 2001 mittels Fragebogen durchgeführt. Dazu wurden 160 IVF-Patientinnen am Tag des Embryonentransfers zu Eizell- und Embryonenspende bzw. -adoption befragt. Diese hatten sich daher bereits einer Kinderwunschbehandlung unterzogen, wussten zum Zeitpunkt der Beantwortung des Fragebogens jedoch noch nicht, ob bei ihnen eine Schwangerschaft eingetreten war.
    Der Fragebogen beinhaltete eine einleitende Erklärung zum Thema der Eizell- und Embryonenspende, sowie eine Darstellung der derzeit gültigen rechtlichen Bestimmungen. Im Anschluss daran konnten die folgenden Punkte mit „ja“, „nein“ oder „weiß nicht“ beantwortet werden:
    - Könnten Sie sich vorstellen, einen „überzähligen“ Embryo zu spenden, bevor dieser vernichtet wird?
    - Wenn alle derzeitigen medizinischen Methoden der künstlichen Befruchtung bei Ihnen versagen sollten, würden Sie dann einen gespendeten Embryo adoptieren wollen?
    - Können Sie sich vorstellen, eine Eizelle zu spenden, nachdem bei Ihnen bereits eine Schwangerschaft eingetreten ist?
    - Wenn Ihre eigenen Eizellen nicht befruchtungsfähig sind, würden Sie dann eine Eizellspende entgegennehmen wollen?
    Um eine maximale Responserate zu erzielen, war der Fragebogen bewusst prägnant und leicht verständlich verfasst. Die Patientinnen hatten die Möglichkeit, diesen gemeinsam mit ihrem Partner auszufüllen und wurden beim Verlassen des Institutes ersucht, den beantworteten Bogen in einen dafür vorgesehenen Briefkasten am Ausgang einzuwerfen.
    Ergebnisse
    Zwei Drittel der Patientinnen wären zu einer Eizell- (67,5 %) bzw. Embryonenspende (66 %) bereit, hingegen würde sich nur knapp die Hälfte der Befragten für die Entgegennahme einer Eizelle (47,2 %) oder die Adoption eines Embryos (39,9 %) entscheiden.
    Während die befragten Frauen bei der Bereitschaft zur Spende kaum einen Unterschied zwischen Eizelle und Embryo machten, würden sie hingegen eher eine Eizelle entgegennehmen als einen Embryo adoptieren.
    Alle vier Fragen mit „ja“ beantworteten 33,1 % der Patientinnen, im Vergleich dazu lehnten nur 15 % der Befragten sowohl Spende als auch Adoption ab.
    Bezüglich der Spende waren sich lediglich 5,6 % der Frauen unsicher (Antwort: „weiß nicht“), wohingegen 15,6 % nicht wussten, ob sie eine Eizelle bzw. einen Embryo entgegennehmen würden. Von diesen 15,6 % wären dennoch annähernd zwei Drittel bereit, eine Eizelle (56 %) oder einen Embryo (60 %) zu spenden.
    Die vorliegenden Ergebnisse resultieren aus der Auswertung der 160 retournierten Fragebogen, von denen 158 vollständig und zwei teilweise ausgefüllt waren.
    Diskussion
    Seit den Anfängen der assistierten Reproduktion wird die Diskussion über Spende und Entgegennahme von Eizellen und Embryonen in der medizinischen Fachwelt, der Politik sowie unter juristischen Experten mit zunehmender Vehemenz geführt. Ausgehend vom Standpunkt, dass die Wünsche und Bedürfnisse der Beteiligten im Vordergrund stehen sollten, haben wir die Einstellungen von IVF-Patientinnen zu diesem Thema analysiert.
    Die Ergebnisse unserer Studie belegen eindeutig, dass infertile Patientinnen die Möglichkeit der Spende und Adoption von Eizellen und Embryonen befürworten. 67,5 % der Patientinnen wären zu einer Eizellspende, 66 % zu einer Embryonenspende bereit. Ein Drittel der befragten Frauen stand dem Thema uneingeschränkt positiv gegenüber und könnte sich somit Spende und Entgegennahme von Eizellen und Embryonen vorstellen.
    Grundsätzlich sehen IVF-Patientinnen die Eizellspende als einen Akt der Solidarität mit anderen kinderlosen Paaren. Im Vergleich zur Adoption eines Säuglings bietet die Entgegennahme einer Eizelle für das infertile Paar außerdem die Chance, ihrem zukünftigen Kind das genetische Erbe zumindest eines Partners mitzugeben. Dies mag auch die größere Bereitschaft unserer Patientinnen zur Eizellentgegennahme als zur Embryonenadoption erklären. Aus Verlaufsstudien geht weiters hervor, dass Frauen, die 12 bis 18 Monate nach ihrer Eizellspende befragt wurden, ihre Entscheidung nicht bereuten und einer nochmaligen Eizellspende zustimmen würden.
    Mit 15 % gab es aber auch einen kleinen Anteil an IVF-Patientinnen, für den weder Adoption noch Spende infrage kam. Faktoren wie chromosomal bedingte Fehlbildungen, übertragbare Erkrankungen und die Angst vor einer geringen Übereinstimmung mit den Eltern könnten bei der Ablehnung eine Rolle gespielt haben.
    Insgesamt gesehen war die geringe Unsicherheit der Patientinnen gegenüber dieser Thematik bemerkenswert; nur 4,4 % der Befragten beantworteten alle Fragen mit „Weiß nicht“. Dies weist darauf hin, dass sich infertile Patientinnen mit Kinderwunsch sehr wohl eine Meinung zum Schicksal ihrer nicht implantierten Embryonen gebildet haben. Da die Gesetzgebung im deutschsprachigen Raum die Eizell- und Embryonenspende verbietet, bleibt die Haltung der Beteiligten lediglich ein Wunsch, stellt jedoch keine erlaubte Alternative für ungewollt kinderlose Paare dar.
    Die Legalisierung der Eizell- und Embryonenspende würde allerdings auch neue Fragen aufwerfen. In Ländern wie Schweden und Finnland, in denen diese Methode bereits seit Jahren praktiziert wird, beschäftigen sich zahlreiche Studien mit den Aspekten, die sich aus der Anwendung von Eizell- und Embryonenspende ergeben. Darunter fallen Fragen über Anonymität und Bezahlung der Spenderinnen, diagnostisches Screening der genetischen Eltern oder das Anrecht der Kinder, ihren biologischen Ursprung zu kennen.
    Diese Themen waren aber bewusst nicht Gegenstand unserer Studie, da es uns angesichts der herrschenden Rechtslage im deutschsprachigen Raum vorrangig erschien, die Einstellung von betroffenen Patientinnen zu dieser Frage zu analysieren. Deshalb wurde in der Studienplanung auch auf eine Kontrollgruppe fertiler Paare verzichtet.
    Aus organisatorischen Gründen war es uns weiters nicht möglich, Frauen und Männer getrennt voneinander zu befragen. Dies hätte, ebenso wie die Erhebung demographischer und anamnestischer Daten, auf die zugunsten einer erhöhten Responserate verzichtet wurde, möglicherweise noch zusätzliche Informationen geliefert.

    Diese Studie wurde durchgeführt von:
    Univ.-Professor Dr. Wilfried Feichtinger
    Institut für Sterilitätsbetreuung
    Lainzer Straße 6
    1130 Wien
    Österreich


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde ge&auml;ndert von: Ines & Chris am 2003-01-23 14:24 ]</font>

  • Vida Fertility Institute

    mehr erfahren
    Vida Fertility Institute
  • Klinik Eugin

    mehr erfahren
    Klinik Eugin
  • CRA Barcelona

    mehr erfahren
    CRA Barcelona
  • IVI Valencia

    mehr erfahren
    IVI Valencia
  • Clinica Tambre

    mehr erfahren
    Clinica Tambre
  • Institut Marques

    mehr erfahren
    Institut Marques

Registriere Dich jetzt für unseren kostenlosen Newsletter.

Die Eingabe des Namen ist optional.
Verteilerlisten
Bitte bestätigen Sie die Datenschutzerklärung
Jetzt anmelden

Vielen Dank für Deine Anmeldung!

Du bekommst in wenigen Minuten eine E-Mail mit einem Bestätigungslink.

  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™
💛 Du bist mit deinem Kinderwunsch nicht allein.
Der Weg zum Wunschkind ist oft voller Fragen – und Entscheidungen, die gut überlegt sein wollen.

Welche Klinik ist die richtige? Was, wenn es unterschiedliche ärztliche Meinungen gibt?


Auf www.deine-kinderwunschmanager.de findest du:

✅ Persönliche Begleitung durch erfahrene Kinderwunschberater*innen

✅ Hilfe bei der Auswahl der passenden Klinik – im In- oder Ausland

✅ Vertrauensvolle ärztliche Zweitmeinungen

✅ Ein offenes Ohr für all deine Sorgen


🎯 Buche jetzt dein kostenloses Kennenlerngespräch – und finde heraus, was dir wirklich weiterhilft.

👉 Jetzt entdecken

Jetzt entdecken
Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺 in der WSC-Connect App bei Google Play
Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺 in der WSC-Connect App im App Store
Download