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Stammzellen aus der Nabelschnur

  • Ellis
  • 24. März 2009 um 22:30
  • Ellis
    Morula
    Beiträge
    345
    • 24. März 2009 um 22:30
    • #1

    Hallo zusammen!

    Stammzellen sind einer der größten Hoffnungsträger der Medizin, weil hier die Chance auf eine echte Heilung besteht.
    Bei Leukämien sind die Stammzellen des blutbildenden Systems betroffen. Deshalb werden sie generell nur in seltenen Fällen mit eigenen (autologen) Stammzellen behandelt. In solchen Fällen sind die passenden Stammzellen eines verwandten oder unverwandten Spenders immer vorzuziehen, da ein wesentlicher Bestandteil der Heilung die immunologische Reaktion des Transplantats gegen die Leukämiezellen ist. Bei kindlicher Leukamie wurden in Einzelfällen aber auch bereits erfolgreich autologe Nabelschnurpräparate eingesetzt.
    Es gibt bereits viele experimentelle, aber auch klinische Ansätze für die Organersatztherapie mit Hilfe von Stammzellen. Dazu gehören Herzerkrankungen (Herzinfarkt, Klappenerkrankung, Transplantation), Zuckerkrankheit, Erkrankungen des Nervensystems (Morbus Parkinson, Alzheimer), Schlaganfall, Querschnittslähmung, Autoimmunerkrankungen (Rheuma, MS, Lupus), Schäden an Haut, Knochen und Gelenken.

    Quelle: http://www.eticur.de

    Lasst ihr Stammzellen aus der Nabelschnur einlagern?
    Gerade bei EZS-Kindern könnte es im Ernstfall ja schwierig werden einen geeigneten Spender zu finden da das genetische Material der Mutter nicht auf das des Kindes passt.
    Oder ist in euren Augen doch alles nur "Geldmacherei"?

    Ellis

    [Blockierte Grafik: http://by.lilypie.com/NhOHp1/.png]

  • bijou_79
    8-Zeller
    Beiträge
    83
    • 25. März 2009 um 13:49
    • #2

    Re: Stammzellen aus der Nabelschnur

    hallo ellis,

    da ich selber eine transplantierte bin, setze ich mich sehr intensiv mit diesem thema auseinander und wollte aufgrund meiner eigenen erkrankung auch erst einlagern.

    mir haben aber meine behandelndenen ärzte sehr eindringlich davon abgeraten, da kein verantwortungsvoller tranplanteur eigene stammzellen verwenden würde, da man nicht weiß, ob diese auch krank sind, bzw. defekte anlagen bereits in sich tragen!

    Zitat

    Bei kindlicher Leukamie wurden in Einzelfällen aber auch bereits erfolgreich autologe Nabelschnurpräparate eingesetzt.

    das stimmt, aber es wird NIE das nabelschnurpräparat des erkrankten kindes verwendet!

    Zitat

    Gerade bei EZS-Kindern könnte es im Ernstfall ja schwierig werden einen geeigneten Spender zu finden da das genetische Material der Mutter nicht auf das des Kindes passt.

    in der stammzelltherapie wird KEIN genetisches material der eltern verwendet.
    diese werden auch gar nicht getestet, sondern nur leibliche geschwister (KEINE halbgeschwister!).

    liebe grüße,
    fortuna :flower:

    1. EZS 05/08 Negativ
    2. EZS 08/08 Negativ
    3. EZS (Kryo) 10/08 POSITIV :)

    Es gingen eine ganze Weile, vier große Füße ganz alleine.
    Nun gehen Schritt für Schritt, zwei winzig kleine Füße mit.

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 25. März 2009 um 14:38
    • #3

    Re: Stammzellen aus der Nabelschnur

    Das Thema finde ich auch interessant. Danke bijou, für deine Infos. Das macht unsere Entscheidung dann wohl auch leichter. Ich tendiere dazu, das Nabelschnurblut zu spenden. Haltet ihr das für eine Alternative, oder auch keine gute Idee?

    Lieben Gruß
    voghey

  • bijou_79
    8-Zeller
    Beiträge
    83
    • 25. März 2009 um 15:45
    • #4

    Re: Stammzellen aus der Nabelschnur

    [quote author=voghey link=topic=5491.msg68786#msg68786 date=1237988312]
    Das Thema finde ich auch interessant. Danke bijou, für deine Infos. Das macht unsere Entscheidung dann wohl auch leichter. Ich tendiere dazu, das Nabelschnurblut zu spenden. Haltet ihr das für eine Alternative, oder auch keine gute Idee?

    Lieben Gruß
    voghey
    [/quote]

    ich finde, das ist eine sehr schöne alternative! :gut:
    zu mal so eine nabelschnur sonst eh im müll landet, dann kann man sie auch spenden.

    ich persönlich würde nur darauf achten, daß man nicht ans DRK spendet.
    seitdem ich einen fernsehbericht gesehen habe, daß das DRK jährlich riesengewinne einfährt, weil die gespendetes blut an die pharmaindustrie verkaufen, sind die bei mir unten durch! :angry:
    wenn sie wenigstens die gewinne dem gesundheitswesen zurück führen würden, wär es ja ok. machen sie aber nicht!

    empfehlen kann ich das DKMS (das auch meine eigene spenderin gesucht & gefunden hat).

    https://www.dkms.de/spender/nabels…ende/index.html

    oder das NKR (Norddeutsches Knochenmark- und Stammzellspender-Register)

    http://www.nkr-mhh.de/nabelschnurblut0.html

    seriös ist auch die José-Carreras-Stammzellbank.

    http://www.stammzellbank.de/index2.html


    liebe grüße,
    fortuna :flower:

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  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 25. März 2009 um 18:41
    • #5

    Re: Stammzellen aus der Nabelschnur

    Hey,

    auch das ist wieder eine sehr interessante Info. Werden das Nabelschnurblut dann wohl spenden. Und schauen, dass es nicht an das DRK geht. Das mit den Gewinnen ist ja echt der Hammer! Hätte ich nicht gedacht.

    Lieben Gruß
    voghey

  • annastrophe
    Morula
    Beiträge
    197
    • 2. April 2009 um 09:37
    • #6

    Re: Stammzellen aus der Nabelschnur

    Hallo,

    Danke dir liebe Bijou für diese wichtigen Informatinen. Wir haben schon soooo viel gegrübelt was wir tun sollen. Nun steht die Entscheidung fest... Nur, kennst du vielleicht auch zuverlässige Firmen auch in Österreich? Huh, ich muss mich schnell informiern bevor es zu spät wird... ;)

    LG
    Theta

    1. EZS bei Fertimed 25.04.08 - negativ
    2. EZS bei Unica: PU 9.7.2008 - positiv!!
    [Blockierte Grafik: http://www.wunschkinder.net/forum/ticker/tick/07/04/2009/21/5/Sternchen/0/255/0/0.png]

  • bijou_79
    8-Zeller
    Beiträge
    83
    • 2. April 2009 um 11:45
    • #7

    Re: Stammzellen aus der Nabelschnur

    wie und ob man die nabelschnur in österreich spenden kann, weiß ich leider nicht.

    am besten du rufst mal beim ÖKMS (http://members.ping.at/oekms//page3.htm) an. da kann man dir bestimmt genauere informationen geben.

    auf folgender seite beantwortet das ÖKMS auch schon einige fragen zur knochenmark. bzw. stammzellspende: http://www.stammzellspende.at/content/forumthread.asp?ID=5

    ich wünsche dir eine eine möglichst baldige und schöne geburt!!

    liebe grüße,
    fortuna :flower:

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  • mailu
    4-Zeller
    Beiträge
    71
    • 7. April 2009 um 17:46
    • #8

    Re: Stammzellen aus der Nabelschnur

    Hallo ihr,

    mit Interesse habe ich Euren Austausch gelesen, denn auch wir überlegen uns Stammzellenblut für unsere Kinder einlagern zu lassen.
    Ich gebe Dir in soweit Recht , bijou, was Erkrankungen wie M. Parkinson, kindliche Leukämie usw. betrifft, dass auch schon die Stammzellen betroffen sein könnten.
    Aber bei Ereignissen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall usw. die meist durch ateriosklerotische Altersveränderungen der Gefäße entstehen, oder anderem kann das eigene Stammzellspendenblut doch hilfreich sein.

    liebe Grüße
    mailu

  • Columbia
    Blastozyste
    Beiträge
    1.118
    • 9. April 2009 um 19:22
    • #9

    Re: Stammzellen aus der Nabelschnur

    Also, soweit ich weiß, wird Nabelschnurblut bisher nur für die Behandlung von Leukämie verwendet, da andere Anwendungsgebiete noch nicht ausreichend erforscht und ergründet sind.
    das mit der NS- Blutspende finde ich auch ne tolle Sache.
    Columbia

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