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Vereinsgründung

  • Ines + Chris
  • 10. Januar 2003 um 11:43
  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    • 10. Januar 2003 um 11:43
    • #1

    Hallo,

    nach zwei Tagen, in denen wir nur negative Erlebnisse hatten, haben wir uns nun entschlossen, den Verein zu gründen. Es wird zwar noch kein eingetragener Verein sein, aber da kommen wir bestimmt auch noch hin.
    Wir werden all unsere Kraft in den Verein stecken, damit sich die Situation der Paare, die Eizellspende machen müssen, in Deutschland verbessert.
    Die ersten Schritte haben wir bereits getan, wir haben heute an Fax an die Bundesgesundheitsministerium sowie an den Nationalen Ethikrat gesandt.
    Die Schreiben werden wir im Laufe des Tages im Forum "Intern" veröffentlichen. Zugang dazu haben, bzw. erhalten alle, die an einer aktiven Mitarbeit interessiert sind. Eine E-Mail an uns genügt und Ihr bekommt dazu Zugang.

    Wir hoffen, dass wir noch ein paar tatkräftige Helfer von Euch bekommen, damit wir den "Kampf" aufnehmen können. Tretet bitte aus Eurer Ecke raus und helft uns.

    Ines & Chris

  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    • 10. Januar 2003 um 18:13
    • #2

    Vereinsgründung

    Hallo Claudia,

    es geht eigentlich darum, dass uns etwas Arbeit abgenommen wird, wir wollen erreichen, dass Eizellspende endlich in Deutschland legalisiert wird, aber wir wollen auch versuchen mehr Transparenz in das Klinikangebot zu bringen. Dazu müssen wir irgendwie versuchen, Ärzte für unsere Arbeit zu begeistern und dann gemeinsam einen Fragebogen entwickeln, an die Kliniken versenden und dann auswerten. Im Prinzip beschränkt sich das momentan wohl auf Schreibarbeiten und ähnliches.
    Wir haben Dich für das Forum "Intern" freigeschaltet. Da kannst Du schonmal unsere Briefe an die Bundesgesundheitsministerin sowie an die Nationale Ethik-Kommission durchlesen.

    Vielen Dank für Dein Angebot und alles Gute für Euch.

    Ines & Chris

  • katzenkind
    4-Zeller
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    • 10. Januar 2003 um 22:34
    • #3

    Vereinsgründung

    Ich könnte Euch anbieten Infos aus Ö an Euch weiterzuleiten. Hierzulande kämpfen eingie Ärzte um eine Erlaubnis für EZ Spende.

    lg
    katzenkind

  • Ines + Chris
    Blastozyste
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    • 11. Januar 2003 um 14:35
    • #4

    Vereinsgründung

    Hallo Katzenkind,

    das wäre toll, denn Ärzte haben ja doch manchmal bessere Hintergrundinfos.

    Danke

    Ines & Chris

  • katzenkind
    4-Zeller
    Beiträge
    52
    • 12. Januar 2003 um 19:49
    • #5

    Vereinsgründung

    Dr. Steiner in Graz tritt öffentlich dafür ein und auch mein Doc hat da Kontakte. und ich denke einige andere Ärzte auch.

    Außerdem haben 2 Österreicherinnen beim europäischen Gerichtshof geklagt, wegen Diskreminierung da ja Samenspende erlaubt. (zumindest in Ö)

    Wir hatten ja den Fall in meiner Stadt der 62jährigen die Mutter wurde und nun ist das Thema wnigstens in der Öffentlichkeit.

    Angeblich soll das Fondsgesetzt und das Embryonenschutzgesetz zur Diskussion im Parlament stehen, allerdings befinden wir uns im Status der Regierungsbildung.

    Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, zumal ich durch eine Selbsthilfegruppe Kontakt zur Landesregierung halte.

    P.S. Wir starten noch einen Versuch mit meinen EZ aber seit ich weiss, dass EZ Spende unser "Backup" ist geht es mir viel besser.

    lg
    katzenkind

  • Maria30
    8-Zeller
    Beiträge
    110
    • 13. Januar 2003 um 09:35
    • #6

    Vereinsgründung


    Das ist eine gute Idee mit der Vereinsgründung.

    Einzig und allein die Unterstützung mit den Ärzten und dem Gesetz wird sehr wohl ein Problem sein - hier in Österreich zumindest.

    Sobald sich hierzulande ein Arzt positiv zu einer "gesetzeswidrigen" Angelegenheit meldet - bekommt er sehr grosse Probleme.
    Es ist nunmal so - das sich die Ärzte sicherlich nicht die Finger an so einer heiss diskutierten Thematik verbrennen.

    Klar gibt es einige Ärzte die Pro Eizellenspende sind (Prof. Fischl, Prof. Huber) - aber es gibt auch jede Menge Ärzte - die eigentlich dafür sind - sich es aber niemals in der öffentlichkeit sagen trauen würden (wie beispielsweise meine Behandelnden Ärzte). Natürlich ist das sehr schadend für das Image der Eizellspende - siehe 60 jährige Frau - die aufgrund einer Eizellspende schwanger geworden ist(meine beiden Ärzte haben - damals als es noch erlaubt war - auch bei Eizellspenden mitgeholfen - sie hätten sozusagen "das Zeug dazu", und natürlich werden sie auch immer von uns "gebrieft" - um am laufenden zu bleiben mit der Entwicklung der Eizellspende) - aber bei der jetzigen politischen Situation traut sich kaum irgendjemand etwas sagen, da es ja auch grössere Konsequenzen geben könnte, falls eine Regierung - die vehement dagegen ist - an die Macht kommt.

    Es wird eben immer nur das Negative aufgezeigt - das positive wird im kleinen stillen Kämmerchen zu hause diskutiert. Klar ich bin auch für Eizellspende, aber ehrlich gesagt bei 60 jährigen Frauen - da frag ich mich auch ein wenig. Um was es doch hauptsächlich gehen sollte - wäre das Wohl der Kinder. Welches "Wohl" haben die in 10 jahren, wenn sie weinend von der Schule nach Hause laufen, nur weil sie gehänselt werden - das sie eine 70 jährige Mutter haben, oder gar - mit 15 jahren erfahren müssen - das ihre Mutter nicht ihre Mutter ist, weil die ist ja schon zwischenzeitlich 75 oder älter - und das wird ihre Biologielehrerin schon aufklären zu wissen.

    Klar die Eltern sind "glücklich" - aber das Kind wird sein Leben lang dafür büssen müssen. Alles mit Mass und Ziel denke ich mir, aber wenn nunmal die natürliche Grenze überschritten wird (mit 50-55) - sollte man sich das vielleicht doch überlegen. Die Medien sind "grausam" genug - die jetzt bereits erwachsene Frau die als erstes "Baby" im Reagenzglas gezüchtet wurde - hat sicherlich auch keine Ruhige Minute mehr. Klar - toll das es sowas gegeben hat - und das sowas Public gemacht wurde, aber was kann das arme Mädchen dafür - das sie eine "neue" Spezies mensch ist (es wurde vor etwa einem Jahr berichtet - das das erste Retortenbaby der Welt - ein Kind bekommen hat - und sonderlicherweise ganz natürlich). Alles was neu ist - muss sofort veröffentlicht werden, und wenn es ein Klonbaby ist. Ich verstehe die vielleicht Eltern sehr wohl - wenn die niemanden an das Kind heranlassen - den die Medien sind derzeit das einzige Medium - das einen Menschen gläsern und Public machen können.

    Was solls in der Reproduktionsmedizin in Österreich gibt es kaum mehr einen Schritt nach vor - und wenn - dann folgen sofort 3 Schritte zurück.

    In diesem Sinne alles Liebe
    Maria

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