Ein freundliches HALLO an alle Interessierten.
Seit ca. Okt. 2006 bin ich Leserin in diesem Forum. Habe bisher nie einen Beitrag eingestellt. Jetzt will ich was zurück geben. Da es über Eugin Barcelona kaum einen Bericht gibt, werde ich versuchen unsere Erfahrungen so neutral wie es mir möglich ist, für Euch aufzuschreiben.
Oktober 2006 stand unser Entschluss fest, trotz div. Hindernisse den Weg zu unserem Kind zu suchen...
Da ich bereits in meiner 1. Ehe drei erfolglose IVF-Versuche hatte (mit Anfang 30), hätte ich mich sofort für eine EZ-Spende entscheiden können. Inzwischen war ich bereits 41 Jahre alt. Da mein Mann dazu nicht bereit war starteten wir mit einem IVF-Versuch in Deutschland und ich wurde schwanger, das erste Mal in meinem Leben. Wir waren überglücklich, mir sind fast Flügel gewachsen... Leider war der Traum Ende 11. Woche ausgeträumt, missed Abortion. Es war Horror.
Motiviert durch diese Schwangerschaft haben wir weiter gemacht, insgesamt 7 IVF/ ICSI Versuche, negativ, einer abgebrochen.
In 12/2008 unsere erste EZ-Spende bei Eugin. Ich habe mit mehreren Kliniken schriftlich kommuniziert, wir haben uns aber nur Eugin angesehen. Grund dafür war die Zeit, kaum Wartezeit und meine Meinung, dass man eh immer nur vor die Kulissen sehen kann, dass sich sicherlich alle Kliniken auf dem gleichen wissenschaftlichen Stand befinden, man sowieso blind Vertrauensvorschuss gewähren muss und natürlich auch ein Grund, der Preis (4.900 € + 1.500 € Medis für Spenderin), was für Spanien eher günstig ist.
Die Kommunikation im Vorfeld lief sehr gut. Ich habe alle Fragen zügig, kompetent und freundliche beantwortet bekommen. Eine funktionierende Kommunikation war mir äußerst wichtig. Im Okt. 2008 Termin vor Ort. Die Klinik machte einen professionellen Eindruck, modern und vielleicht räumlich etwas eng, die Ärztin ist Deutsche, freundlich und ein wenig flapsig in der Ausdrucksweise. Alle Fragen, welche wir auf dem Radar hatten, wurden beantwortet und wir entschlossen uns, es dort zu versuchen. Mein Mann gab also sein Sperma und seine Kreditkarte ab...
Für die weitere Kommunikation wurde ich an das Kommunikationsteam (deutschsprachig) verwiesen. Man sagte uns, Wartezeit ca. 1-2 Monate. Am 17.10. kam bereits der Anruf von Eugin wir könnten beginnen. Sehr früh, also keine Wartezeit!?!? Beim nächsten Telefonat erfuhr ich, dass es da ein Missverständnis gab und ich eigentlich noch nicht dran wäre. Aber man wollte den Start nun nicht wieder zurück nehmen. Starttag also 21. Zykl.-Tag. Ich hatte gerade den 22. Zykl.-Tag. Also am 15.11. Decapeptyl Gyn, auf Blutung warten und ab 1. Zykl.-Tag Medikation laut dem Medikamentenprotokoll.
Man muss immer Vollzug an das Koordinationsteam melden (z.B. Spritze erhalten, Blutung bekommen am ...) . Man ruft bei Eugin an, sagt man möchte mit dem Koordinationsteam sprechen und wird dann zurück gerufen, nicht immer sehr zeitnah. Was ich ziemlich nervig fand, sich aber vermutlich nicht besser regeln lässt. Es besteht ein offensichtlicher Mangel an deutschsprachigen Mitarbeitern. Ab dem 8.12. sollten wir uns bereit halten und immer telefonisch erreichbar sein. Am 15.12. kam der Anruf, dass die Punktion der 27-jährigen Spenderin am 19.12. stattfinden wird und der Transfer am 22.12.08. Am Tag nach der Punktion wurden wir informiert, dass 5 EZ gewonnen werden konnten und sich 3 befruchtet hatten.
Wir haben am 22.12. zwei Embryonen mit 6 und 7 Zellen und einer optischen Bewertung von 6 Punkten (Höchstwert 10 Punkte) übertragen bekommen. Über Ausbeute und Qualität waren wir schon enttäuscht. Aber trotzdem guter Hoffnung.
2.1. HCG 31
5.1. HCG 130
12.1. Blutungen und einen HCG von 3,8, aus der Traum. Wir sind tief traurig und enttäuscht.
13.1. Telefonat mit der Ärztin
Über die Spenderin konnte Sie nichts sagen, da dies ihr Erstzykl. war. Angeblich hatte sie selbst bereits 2 SS-Abbrüche (ggrrr gut, dass ich das vorher nicht wusste). Dass die Embryonen nicht schön waren (warum auch immer), wurde von der Ärztin bestätigt. Außerdem die Zusage, dass wir beim nächsten Versuch auf jeden Fall eine Spenderin mit gutem Hintergrund/ positiven Ergebnissen bekommen.
Ob wir weiter machen, wir wissen es noch nicht. Es kostet einfach soviel Kraft. Aber wenn ich hier im Forum lese, bei wie vielen es klappt, dann möchte ich am liebsten jetzt sofort weiter machen....
Alles Gute und Liebe,
Astrid
PS: Ich würde sehr gerne wissen, wie die Ausbeute und Qualität an Embryonen bei Euch so war an den div. Kliniken. Schreibt mir doch.