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an Bussibär!

  • Nicole
  • 24. Dezember 2002 um 11:49
  • Nicole
    4-Zeller
    Beiträge
    70
    • 24. Dezember 2002 um 11:49
    • #1

    Hallo Bussibär!
    Deine Beiträge scheinen mir immer sehr kompetent und daher würde es mich brennend interessieren, welche Kliniken Ihr in der Tschechei gewählt habt. Kannst Du eine empfehlen? Im Forum werden immer mehr Kliniken erwähnt, daß macht die Wahl aber nicht einfacher. Wäre Dir sehr dankbar.
    Frohe Weihnachten,
    Nicole

  • 8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 24. Dezember 2002 um 19:02
    • #2

    an Bussibär!

    Hi Nicole,
    Das ist insoferne schwierig, als wir selbst bis dato noch nichts positives haben und ich nicht weiß, welche Wartezeit bzw. finanziellen Aufwand Du zu akzeptieren bereit bist, jedoch nach Gesprächen, Erfahrungen und dem, was die Forumsteilnehmer schreiben sieht es für mich so aus:

    nicht zu empfehlen wäre:
    Sanatorium Helios (Brünn)
    Gyncentrum Ostrava (Ostrau)
    Repromeda (Brünn)

    empfohlen wird häufig:
    Valencia
    Sanatorium Pronatal (Prag)
    Prof. Zechs Klinik in Meran (Dr. Netzbandt)
    neuerdings auch: Universitätsklinik f. Gynäkologie, Brünn

    Das ist nur ein kleiner Teil dessen, was geboten wird, über den Rest kann und will ich mich nicht äußern aufgrund mangelnden Wissens.

    Hoffe, as hilft!

    Frohes Fest!
    Bussibär

  • Nicole
    4-Zeller
    Beiträge
    70
    • 27. Dezember 2002 um 10:34
    • #3

    an Bussibär!

    Danke Bussibär!
    Ich dachte, Du könntest aus eigener Erfahrung sprechen???
    Liebe Grüße,
    Nicole

  • 8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 27. Dezember 2002 um 15:03
    • #4

    an Bussibär!

    Hi Nicole,
    die eigene Erfahrung ist immer eine sehr subjektive Sache, andererseits ist es auch so, daß man als Einzelner nur relativ wenig Erfahrungen machen kann (sowohl in Transfers als auch in den Gesprächen). Wenn's bei einem Kontakt via Mail geblieben ist, so habe ich das nicht extra aufgeführt weil da vieles an Info fehlt und die Tatsache, daß wir das Institut dann trotzdem nicht ausgewählt haben sollte nicht unbedingt gegen das Institut selbst sprechen.

    Also:
    1.) Wenn ein Institut angibt, frische Eizellen praktisch von einem Tag auf den anderen zur Verfügung stellen zu können, so erscheint mir das dubios. Wenn man ferner die Kommentare von Mariane (mittlerweile schwanger bei Pronatal) liest, so wirft das auch kein gutes Licht auf Gyncentrum Ostrava.
    2.) Über Repromeda habe ich schon geschrieben bei einem meiner letzten Postings. (Das hat die Diskussion über die Blutgruppen ausgelöst - wenn eine Ärztin sagt, daß es bei der Wartezeit hilft, soferne man bei der BG flexibel wäre -natürlich in dem Rahmen, daß die BG des Kindes genetisch erklärbar wäre - wissend, daß Mann und Frau beide 0+ haben, so stelle ich mir ernsthaft die Frage, wie sie das meint, denn sollte das Kind genetisch für das des Paares gehalten werden können, müßte es ebenfalls 0+ haben und da gibt es leider überhaupt keinen Spielraum).
    3.) Sanatorium Helios macht ausschließlich Kryotransfers mit Embryonen aus IVFs, hat Wartezeiten von ca. einem Jahr. Die Transfers werden dann in der Pension Luna (gehört zum Institut und wird vom Bruder eines der dortigen Ärzte geführt) durchgeführt - in einem normalen "Hotelzimmer", ohne vorherige und begleitende US-Kontrolle, wobei die Empfängerin bei der Prozedur ganz simpel auf einem normalen Bett liegt. Ein wirklich alternatives Programm - findest Du nicht?

    Zu Valencia und Pronatal muß man wenig sagen, ich glaube halb Deutschland pilgert dorthin. Insbesondere bei Pronatal hat dies jedoch zu größeren Wartezeiten (14 Monate) geführt. Abgesehen davon aber ist die Qualität dieser beiden Institute wenig umstritten - sie werden auch häufigst von den heimischen Repro-Medizinern empfohlen.

    Der Ruf von Prof. Zech ist (wohl nicht nur in Österreich) legendär. Er gehört zu jenen, die wirklich jede Methode zur Steigerung des Erfolgs vollständig ausreizen. Ich denke, auch international braucht er sich nicht zu verstecken - bei IVFs bis zu 50% Schwangerschaften auf ETs bezogen und bei Eizellspenden (in Abhängigkeit des Alters der Spenderin) bis zu 60% sind eindrucksvolle Beweise seiner Kunst, gleichwohl wiederspiegelt das auch der Preis (3700 Euro + Entschädigung f. Spenderin + Medikamente f. Spenderin = ca. 8000 Euro oder mehr), dafür jedoch: kaum Wartezeiten!

    Die Universitätsklinik der Brünner Masaryk-Universität ist ein (mir bis vor kurzem) unbekannter Geheimtipp. Der Leiter arbeitet eng mit einem renomierten österreichischen IVF-Institut zusammen und die stellen der Uni-Klinik ein wirklich gutes Zeugnis aus, was sicher nicht alltäglich ist. Über diesen Weg ist mir von dort auch von mehreren erfolgreichen Behandlungen berichtet worden - will sagen: die Erfolge dort sind kein Zufall, wenngleich ich keine konkrete Statistik bei der Hand habe.

    Ich glaube, das Hauptproblem bei der ganzen Sache besteht darin, daß es in diesem Bereich, je weniger er reguliert wird, umso mehr schwarze Schafe gibt. Daß auch ich mich auf (heimische) Gynäkologenempfehlungen stütze ist so zu verstehen, daß ich als interessierter Laie die Qualität der Behandlung nicht vollständig und die, des medizinischen Equipments und des Ausbildungsstandes der Mediziner dort selbst praktisch überhaupt nicht beurteilen kann - leider.

    So ist auch die abgegebene Empfehlung zu verstehen. Die hier verzeichneten Institute sind die, bei denen wir uns ohne größere Sorgen in Behandlung begeben würden. Die nicht empfohlenen würden wir nicht (oder nicht wieder) wählen. Dazwischen gibt es aber immer noch sehr viel Platz um neue Erfahrungen zu machen und Infos zu sammeln (Was ist mit Süd-Afrika, Warschau, Kiew, Rom, Brüssel, von den USA ganz zu schweigen - von dort weiß ich nur von einem Fall, erfolgreich, aber für knapp 20 000 Euro kann man wohl auch etwas erlesen gutes erwarten).

    Vielleicht, vielleicht befinden sich nächstes Jahr dann auch schon einige österreichische Institute in der Reihe, zumal die Chancen für eine positive gesetzliche Regelung hinsichtlich EZ-Spende doch recht gut sind. Es ist dzt. wohl eher die Frage wann es soweit ist, als ob es soweit kommt.

    Die Hoffnung ist immerwährend!

    In diesem Sinne
    Guten Rutsch!

    Bussibär

  • Nicole
    4-Zeller
    Beiträge
    70
    • 29. Dezember 2002 um 11:25
    • #5

    an Bussibär!

    Hallo Bussibär,
    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Eigentlich ist es toll, daß immer mehr Kliniken bekannt werden. Was aber nicht unbedingt die Entscheidung bei der Klinikwahl erleichtert. Leider mußte ich feststellen, daß durch den vermehrten Zulauf die Preise teilweise erheblich gestiegen sind. Die Kliniken untereinander wissen natürlich auch, welche preislichen Forderungen sie stellen können. Das ist zwar sekundär, aber nicht unerheblich, da ich auch schon 2 erfolglose Versuche hinter mir habe und das Geld erst mal verdient werden muß. Persönlich habe ich wieder meine Praxis in Warschau im Auge für den 3. Versuch, möchte mich trotzdem weiter informieren, welche Alternativen es noch gibt. Habt Ihr konkret einen Versuch geplant und eine Klinik im Visier? Falls ich zu neugierig werde nur sagen.
    Nochmals danke für die Antwort und ebenfalls
    einen Guten Rutsch und viel Glück in 2003!
    Nicole

  • 8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 29. Dezember 2002 um 11:58
    • #6

    an Bussibär!

    Ja, Du hast recht bezüglich der Preisgestaltung. Wir haben es hier (ökonomisch betrachtet) mit einem in Entwicklung befindlichen Markt zu tun und dort beginnt sich jetzt (wie in solchen Situationen üblich) aufgrund von Nachfrage und Angebot ein gewisses Gleichgewicht einzupendeln. Mehr Institute -> mehr Konkurrenz -> niedrigere Preise; Mehr Patienten -> mehr Nachfrage -> höhere Preise. Leider weiß ich nicht, inwieweit derartige Mechanismen auch die Entschädigungen für die Spenderinnen beeinflussen. Jedoch: je mehr Spenderinnen aus finanziellem Interesse spenden, mit desto geringeren Entschädigungen werden sie Vorlieb nehmen müssen, wobei es aber sicher eine Art "Schmerzgrenze nach Unten" gibt. In den USA ist auch dieser Sektor "marktwirtschaftlich" bereits weit gediehen. Eizellen von Models mit Harvard-Abschluß erzielen dort astronomische Preise (am freien Markt) und Institute, die den Spenderinnen hohe Entschädigungen bezahlen können sich vor Spenderinnen eigentlich kaum retten (ca. 5000 US$ sind drüben üblich).

    Ich für meinen Teil empfinde jedoch für derartige Entwicklungen nicht besonders viel Sympathie, denn das ganze ist doch eine sehr persönliche und private Sache. Positiv finde ich (in moralisch-sittlicher Hinsicht) Modelle wie Egg-Sharing: Man ermöglicht einem Paar, das vielleicht finanziell nicht so gut dasteht eine IVF-Behandlung und bekommt im Gegenzug die Hälfte der Eizellen. Dies wäre eine echte Symbiose zum beiderseitigen Vorteil. Auch müßte die Spenderin nicht mehr Schmerzen ertragen, als dies aufgrund ihrer IVF-Behandlung ohnehin nötig wäre und gleichzeitig könnte daraus keine Geschäftemacherei so schnell gemacht werden.
    Ich hege für derartiges hohe Sympathie.

    Wir selbst wollen schon wieder einen Versuch starten, jedoch noch ohne konkretes Datum. Bezüglich des Ortes werden wir wohl in der Tschechei bleiben, zumal sie nahe zu unserem Wohnort (Wien) ist. Ich würde gerne einmal (aufgrund der besseren Chancen) einen Versuch probieren mit dedizierter Spenderin und frischen Eizellen, jedoch ist dies mittlerweile auch in der Tschechei zu Preisen, die deutlich niedriger sind als z.B. Valencia, kaum mehr möglich. Bei Valencia sehe ich den Haken darin, daß es einfach fürchterlich weit weg ist.

    Wie auch immer; mal sehen was das neue Jahr so bringt.....

    Liebe Grüße
    Bussibär

  • Melissa
    2-Zeller
    Beiträge
    28
    • 29. Dezember 2002 um 14:01
    • #7

    an Bussibär!

    Hallo Bussibär, hallo AJ

    seid Ihr auch bei Pronatal in Behandlung/auf der Warteliste?

    Ich selbst, leider schon 47 Jahre alt (2 Fehlgeburten, eine nach natürlicher Schwan-gerschaft mit 34 J. und eine nach ICSI mit 39 J.), habe gerade eine Behandlung kurz vor dem geplanten Transfer in Prag abgebrochen, da meine Gebärmutterschleimhaut nach anfänglichen 9 mm plötzlich nur noch 7,5 mm dick war (lt. hiesigem Frauenarzt).
    Auf mich warten in Prag 5 eingefrorene Embryonen (nach 14 Monaten Wartezeit; warum ich nicht für einen Transfer mit frischen Eizellen stimuliert wurde, weiß ich nicht). Ansonsten macht die Praxis einen guten Eindruck auf mich.

    Da habe ich schon andere Erfahrungen gemacht. So war ich z.B. mit 43 J. in Belgien, Leuven. Dort habe ich an den mit der Praxis arbeitenden Rechtsanwalt gleich 5.ooo DM zahlen müssen für die Spenderinnen-suche. Vertraglich war eine Zeit der Suche/Wartezeit von ca. 1 Jahr vereinbart. Alle Verhandlungen waren in freundlicher Atmosphäre verlaufen.
    Nach 1 Jahr wusste Dr. Campo von den Vereinbarungen nichts mehr, es wären ohnehin mind. 2 J. Wartezeit (nie 1 J. gewesen). Der Rechtsanwalt war weder schriftlich noch telefonisch zu erreichen. Lt. Vertrag wären nach 1 Jahr erfolgloser Spenderinnensuche nämlich 2.500 DM an mich zurückzuzahlen gewesen.... Ich habe aus Belgien nie wieder etwas gehört. Vor Aufnahme in das Eizellspendeprogramm hatte ich noch eine Gebärmutterspiegelung machen lassen müssen und Dr. C. hatte die dabei entstandenen Aufnahmen gelobt...
    Ich habe gegenüber der Praxis in Belgien längst aufgegeben. Auf solche Erfahrungen kann ich verzichten.

    Viele Grüße und frohes neues Jahr

    Melissa

    Liebe Grüße
    Melissa

  • AJ
    8-Zeller
    Beiträge
    90
    • 29. Dezember 2002 um 21:42
    • #8

    an Bussibär!

    Hallo Melissa,
    ja, ich bin bei Pronatal noch in der Warteliste. Da ich meinen letzten Transfer im Nov. 02 hatte, hat man mir jetzt mind. 1 Jahr Wartezeit angekündigt. Mehr schreibe ich Dir als private Nachricht.
    AJ

  • katzenkind
    4-Zeller
    Beiträge
    52
    • 29. Dezember 2002 um 23:43
    • #9

    an Bussibär!

    Hallo Bussibär!

    Weißt Du was über Wartezeiten?

    Ich bin auch aus Ö und mein Doc arbeitet mit Zech und Pronatal zusammen nur letztes Mal sagte er bei Pronatal 2 Jahre Wartezeit und man muss einem Verein beitreten und es koste 5000,- Euro und dabei hatte ich ein Angebot von 3500,- Euro. Und je nachdem ob man Spender bringt, bekommt man mehr EZ, ansonsten gerade mal 2, stimmt das????

    Mir scheint da schneidet einer mit..... dafür macht er in Ö die Untersuchungen. Und er wurde echt sauer, dass wir uns da selber erkundigen wollen, er sei doch der Spezialist.

    Wir arbeiten noch mit meinen EZ aber mit fast 41 und solchen Wartezeiten überlegen wir uns mal anzumelden.

    lg
    katzenkind

  • 8-Zeller
    Beiträge
    88
    • 30. Dezember 2002 um 01:17
    • #10

    an Bussibär!

    Hi Katzenkind,
    habe Dir eine PN geschickt.
    LG
    Bussibär

  • Melissa
    2-Zeller
    Beiträge
    28
    • 31. Dezember 2002 um 14:56
    • #11

    an Bussibär!

    Hallo AJ und Bussibär,

    habe euch private Nachrichten gesandt.

    Guten Rutsch und viel Erfolg in 2003 für alle im Forum wünscht

    Melissa

    Liebe Grüße
    Melissa

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