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Wieviele Infos muss der Gyn haben?

  • Sommerwind
  • 8. September 2008 um 09:53
  • Sommerwind
    Morula
    Beiträge
    264
    • 8. September 2008 um 09:53
    • #1

    Hallo Ihr Lieben,

    ich muss mir einen neuen Gyn suchen und frage mich jetzt, wieviele Infos er von meinem bisherigen KiWu-Weg haben muss.

    Reicht es ihm zu sagen, dass es sich um eine künstliche Befruchtung handelt (vielleicht noch nicht mal das) oder muss er auch wissen, dass es eine EZSP war? Ich möchte gern so wenig wie möglich Infos weitergeben. Hab keine guten Erfahrungen mit den "normalen" Gyns, entweder haben sie abweisend reagiert (sogar was das Thema künstliche Befruchtung betraf) oder sie konnten nicht wirklich weiterhelfen.

    Also es geht rein um das Medizinische: kann er mich gut behandeln, wenn er die Infos nicht hat.

    Danke für Eure Meinungen.

    Lieben Gruß,
    Sommerwind

  • she-wolf
    Morula
    Beiträge
    283
    • 8. September 2008 um 10:49
    • #2

    Re: Wieviele Infos muss der Gyn haben?

    Hallo Sommerwind,

    es ist sehr schwer, etwas dazu zu sagen. Ich habe jetzt schon öfters gelesen, dass Mädels Probleme mit dem/der Gyn haben. Was ich allerdings weder verstehe noch selbst erfahren habe. Mein Gyn, ich bin nun seit ca. 17 Jahren bei ihm, unterstützt mich, wo es nur geht. Er kennt meine ganze Geschichte und auch meine Situation. Er selbst hatte mir meine jetzige KIWU-Klinik vorgeschlagen und empfohlen. Was ist denn nur mit diesen Gyns los?! Aufgrund meiner Erfahrungen, würde ich also ganz offen darüber sprechen. Bist Du denn schwanger? Und wenn ja, in der wievielten Woche bist Du? Musst Du noch KIWU-Medis nehmen? Du kannst mal im Internet schauen, ob Du Gyns in Deiner Nähe findest, die bei künstl. Befruchtung begleitend therapieren. Mein Gyn macht so etwas, z.B. mit Magnetfeldtherapie und Lichtakkupunktur. Oder auch Massagen. Ansonsten schau nach KIWU-Kliniken in Deiner Nähe, die parallel auch normale Vorsorgeuntersuchungen machen.

    Liebe Grüße Silke.

    Wer weiß?

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 8. September 2008 um 12:10
    • #3

    Re: Wieviele Infos muss der Gyn haben?

    ... und ich würde sagen, der Gyn muss nur wissen, dass es KB war. Das wird ja in den Mutterpass eingetragen. Die Hormongeschichte machst du mit deiner KiWu-Klinik aus. Ansonsten bist du eine Schwangere, fertig.
    Die Frage stellt sich dann noch mal bei der Nackenfaltenmessung. Aber die würde in D gar nicht gemacht, wärst du wirklich 22. (erst ab 3o) Insofern überleg dir, ob du die überhaupt machen lässt - ist sowieso nur dann sinnvoll, wenn man bei Down-Syndrom eine Abtreibung in Betracht zöge. Ich habe die mit meinem wirklichen Alter durchführen lassen und die war auch damit sehr signifikant.

    Einen fremden Gyn würde ich nie, nie etwas sagen. Du musst den schon einschätzen können. Und: ich versteh das. Die riskieren ihre Zulassung, wenn was rauskommt. Das muss man schon abwägen, ob man dem Gyn dieses Wissen zumutet.

    Gruß Romy

  • she-wolf
    Morula
    Beiträge
    283
    • 8. September 2008 um 13:03
    • #4

    Re: Wieviele Infos muss der Gyn haben?

    Hallo romy,

    meinst Du nicht auch, dass wenn im Mutterpass KB steht, der neue Gyn nicht nachfragt, wo die KB stattgefunden hat, oder wer ihr vorheriger Gyn war? Insbesondere dann, wenn sie noch spezielle KB-Medis braucht. Ich habe im Moment noch den Vorteil, dass ich in einer deutschen KIWU-Klinik bin.

    Deshalb ja auch meine Frage, wie weit Sommerwind ist, und, ob sie überhaupt noch besondere KB-Medis braucht. Wenn nicht, dann ist sie natürlich nur einfach eine Schwangere und braucht sich auch zur KB nicht äußern. Benötigt sie aber noch KB-Medis, dann steckt sie noch mitten drin in der Auslands-KIWU-Behandlung, wovon ich ja im Moment ausgehe. In solch einem Fall, habe ich natürlich auch Verständnis für die deutschen Ärzte.

    Kennst Du denn Sommerwinds KIWU-Weg?

    Hinzu kommt doch auch, dass wenn Sommerwind noch KB-Medis braucht, es nicht immer so einfach ist, mal schnell ins Ausland zu fahren, um die Medis zu besorgen. Oder gibt es da eine bestimmte Möglichkeit? Wie gesagt, ich noch Deutschland.

    Was ich sagen kann ist, dass die Medikationen im Ausland sehr viel anders sind, als in Deutschland, was vielleicht auch Fragen aufwerfen könnte.

    Kannst Du mir noch etwas über die Nackenfaltenmessung erzählen, insbesondere Zusammenhang Down-Syndrom-Nackenfaltenmessung? Habe noch nie davon gehört.


    Ganz lieben Gruß, Silke.

    Wer weiß?

  • majolu
    Morula
    Beiträge
    590
    • 8. September 2008 um 15:32
    • #5

    Re: Wieviele Infos muss der Gyn haben?

    Hallo Sommerwind,
    ich lebe auf dem Land und habe hier nichts erzählt. Meinem Gyn habe ich erzählt,das ich mir meine Kryos aus einer früheren Icsi- Versuch abgeholt habe. Auf die Frage warum wir im Ausland dafür waren,habe ich ganz klar gesagt,weil sie mehr dürfen als hier in Deutschland,weil sie um einiges günstiger sind und auch höhere Erfolgsquoten haben. Das sind ausreichende Argumente für jeden Arzt. Ich denke der Arzt sollte wissen das es eine KB ist,weil du ja downreguliert bist und vielleicht entsprechend mehr Medis brauchst, als in einer "normal" entstandenen ss. Nach den ersten 12 Wochen muß es niemand mehr erfahren,den dann bist du ss wie jede andere Schwangere auch und dein Köper produziert alles selber.

    LG,
    Majolu

    [Blockierte Grafik: http://www.wunschkinder.net/forum/ssticker/sstick/12/07/2010/44/13/102/102/102.png]

  • Sommerwind
    Morula
    Beiträge
    264
    • 8. September 2008 um 16:16
    • #6

    Re: Wieviele Infos muss der Gyn haben?

    Liebe Silke,

    im Moment bin ich ja noch in der KiWu-Klinik, in der ich vor den Versuchen in Tschechien auch ICSIs mit eigenen EZ hatte. Das Problem ist, dass der Arzt, der mich dort jahrelang begleitet hat, weggegangen ist. Nun werde ich mehr herumgereicht. Die Ärztin, bei der ich jetzt bin, hat sozusagen Null emotionale Bindung zu mir und ist immer sehr distanziert und hektisch. Sie hat mich noch nicht einmal gefragt, wie es mir geht. Dazu kommt, dass ich dort sowieso nur eine gewisse Zeit betreut werde ... sie stellen dort nicht mal den Mutterpass aus. Dazu wird man wieder zum "normalen" Gyn geschickt. Und da möchte ich mir gern einen Neuen suchen. Bin übrigens Anfang 6. Woche.

    Liebe Majolu und Romy,

    ok, KB muss er wissen, den Rest nicht. Hab da ja auch leider keine guten Erfahrungen. Mein Gyn damals vor der KiWu-Geschichte, den ich ja ins Vertrauen bezüglich KB gezogen hatte, hat selbst das als "Kinderproduktion aus Lust und Laune" gesehen. Dabei wußte, er wie schwierig bei uns alles war ....

    Liebe Grüße,
    Sommerwind

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 8. September 2008 um 17:11
    • #7

    Re: Wieviele Infos muss der Gyn haben?

    Manche Ärzte möchte man wirklich in den Allerwertesten treten!!!

    Ich hab genauso argumentiert wie Majolu; wenn der Arzt nachfragt, ist es ja was anderes. Dann kann man evtl. auch mehr sagen. Aber ein Arzt, der es nicht wissen will, der weiß dann auch bereits genug, um dich zu behandeln. Und ich finde, dieses Nicht-wissen-wollen muss man respektieren. Nicht jeder hält es gut aus, etwas Illegales zu tun.

    Also KB im Ausland, evtl. Kryo-Behandlung... und in der langen KiWu-Phase den Draht zum Gyn verloren oder so...oder du sagst halt, dass du nach so einem Spruch "Kinderkriegen aus Lust und Laune" nicht mehr hingehen magst.

    Greuß Romy

  • she-wolf
    Morula
    Beiträge
    283
    • 8. September 2008 um 17:46
    • #8

    Re: Wieviele Infos muss der Gyn haben?

    Liebe Sommerwind,

    erstmal freue ich mich sehr für Dich, denn 6. Woche ist schon supi. Auf das noch viele viele Wochen folgen möchten... :kleeblatt: :kleeblatt: :kleeblatt:

    Du hast wirklich Pech mit Deinen Gyns. Wie gesagt, ich kann es nicht verstehen. Allerdings muss ich sagen, dass der Prof. KIWU-Gyn in meiner ersten deutschen KIWU-Klinik auch nur auf mein Geld aus war. Ich bin nämlich Selbstkostenträger. Was mit meinen Gefühlen und meiner Seele war, war ihm auch vollkommen egal. Als ich die Vorgehensweise meinem normalen Gyn erzählt habe, später auch meinem neuen KIWU-Gyn, haben beide nur den Kopf geschüttelt. Es scheint so zu sein, dass ich mich sehr glücklich schätzen darf, einen Gyn und einen KIWU-Gyn zu haben, die mich und meine Gefühle ernst nehmen und mich unterstützen, wo es nur geht. Selbst mein Hausarzt steht voll hinter mir. Ich bin der Meinung, dass ein/eine Gyn nicht erst eine emotionale Bindung zu einer Patientin aufbauen muss, um zu verstehen und nachvollziehen zu können, was Frauen jahrelang durchmachen und ertragen müssen. Das ist doch einhergehend (verdammt noch mal... :motz:).

    Sorry, musste mal schimpfen.

    Ich persönlich fühle mich bei männl. Gyns wohler. Irgendwie sind sie sanfter und verständnisvoller.

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du mit Medis noch ausreichend versorgt? Zumindest bis zur 12. SSW, sodass Du dann tatsächlich eine "normal" Schwangere bist?

    Da ich Privatpatientin bin, suchte ich mir damals auch einen Gyn für Privatpatientinnen aus. Solltest Du auch privat versichert sein, so würde ich Dir das auch empfehlen. Wenn Du gesetzlich versichert bist, dann nimm Dir Zeit und schau' Dir verschiedene Praxen in einem für Dich machbaren Umkreis aus (Gelbe Seiten), geh' dann ins Internet und hol' Dir dort Informationen über die Praxen. Man kann nämlich oft sehr viel herauslesen. Praxis und Gyn sollten etwas jünger und modern sein. Zu alte Gyns können vielleicht gar nicht so viel Verständnis aufbringen. Die Zeit arbeitet zwar nur langsam für uns, aber sie arbeitet. Und heutzutage, bei der jüngeren Gyn-Generation, wird auch das Thema KB ganz anders gesehen.

    Sei nicht ängstlich und mach' Dir nicht so viele traurige Gedanken, sondern konzentriere und freue Dich auf und über Deinen kleinen Zwerg, der sich gerade richtig in Dich reinkuschelt. Das ist erst einmal das Wichtigste.

    Ich drücke Dir ganz doll die Däumchen und wünsche Dir viel Glück, einen tollen und verständnisvollen Gyn zu finden.

    Liebe Grüße, Silke.

    Wer weiß?

  • Sommerwind
    Morula
    Beiträge
    264
    • 8. September 2008 um 18:47
    • #9

    Re: Wieviele Infos muss der Gyn haben?

    Ich habe mir jetzt erst einmal eine Krankschreibung vom Hausarzt geholt (bzw. durfte meinen Mann mit dem Arztbericht von gestern hinschicken). Das fand ich schon mal sehr nett. Meine Frau Dr. KiWu-Ärztin war heute morgen in Behandlungen und wollte zurückrufen. Als ich dann Nachmittag nochmal angerufen haben, war sie schon im Feierabend. Mich wundert da gar nichts mehr.

    Sobald die Blutungen weg sind, werde ich mich dann mal nach einem Gyn hier umsehen. Stimmt Silke, ich hab irgendwie auch das Gefühl, dass männliche Gyns einfühlsamer sind.

    Danke für die Zeit, die Ihr Euch nehmt und fürs Däumchen drücken.

    Liebe Grüße,
    Sommerwind

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