Hallo docs,
ich hatte im Februar ein negativ nach Frischeizellspende, hatte einen 8-Zeller transferieren lassen und bereite mich nun auf meinen zweiten Versuch vor. Zur Erinnerung: Ich bin aufgrund meines Alters (48) in der Menopause und habe, ausser fehlenden Eizellen, keine Gesundheitsprobleme.
Ich soll wieder einen Probemonat Östrogene (Femoston) nehmen und dann auf Progynova umstellen. Ich werde mir den Beginn der Periode meiner Spenderin mitteilen lassen, um synchron in ihrem Zyklus zu sein. Meine Schleimhaut baut sich erfahrungsgemäss gut auf.
Ich möchte mich optimal vorbereiten und habe folgende Fragen:
Ist es sinnvoll, am Transfertag die Estradiol- und Progesteronwerte messen zu lassen? Ich habe gehört, dass der FSH Wert nicht wichtig ist bei Eizellspende.
Viele Frauen nehmen ASS zur besseren Durchblutung während des Transferzyklus. Raten Sie mir auch dazu? Falls ja, wann und in welcher Dosierung? Von Frauen in den USA habe ich gehört, dass sie Baby Aspirin, also Aspirin mit einem sehr niedrigen Wirkstoffgehalt nehmen.
Im Februar habe ich ab dem Transfer neben Progynova und Utrogest auch zweimal täglich Duphaston erhalten. Duphaston leitet sich vom Progesteron ab und ist ein Gestagen, dass aufgrund von Gelbkörperhormonmangel oder als Ergänzung einer Estrogenbehandlung bei Frauen mit Gebärmutter verschrieben wird. Es enthält 10 mg Dydrogesteron, ist in der Schwangerschaft kontraindiziert, wird aber in der Kinderwunschbehandlung angewandt. Die meisten Frauen erhalten kein Duphaston. Halten Sie dieses Mittel und auch die Dosierung in meinem Fall bei Menopause für notwendig?
Und woher weiss ich, ob mein letzter Fehlversuch nur an der Embryoqualität gelegen hat, ob mein Immunsystem in Ordnung ist oder ob ich nicht auch Probleme mit irgendwelchen Killerzellen habe?
Entschuldigt bitte für die vielen Fragen. Bin auch dankbar, wenn Teile beantwortet werden.
Danke vorab für`s Antworten und ganz liebe Sonntagsgrüsse
Sarah
Fragen zum zweiten Versuch
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Sarah47 -
20. April 2008 um 11:52 -
Erledigt
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Re: Fragen zum zweiten Versuch
Hallo Sarah
Blutuntersuchungen machen keinen Sinn, sie messen nur die Medikamente und viele Medikamente haben ein anderes Molekuel und werden von den testen nicht erfasst.
Aspirin, 80 - 100mg, schadet nicht und kann eventuel helfen( fruehere Studien sagen es hilft, letztere sagen es macht keinen Unterschied) Aber es kostet so gut wie nicht und hilft eventuell.
Duphaston kann ich nicht empfehlen, das Progesteronaehnliche Molekuel kann aehnliche Wirkungen wie testosteron haben und das kann sich auf einen Embryo auswirken.
Als Zusatzpraeparat zu Uterogest wuerde ich Crinone 8% taeglich empfehlen, sonst noch besser und in den meisten amerikanischen und auch unsrerer Klinik angewandt Gestone 100mg taeglich.Vergessen Sie Killerzellen, die haben nur einen schoenen Namen.
Gruss
Dr.K.
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Re: Fragen zum zweiten Versuch
Danke Dr. K.,
wann soll ich denn Babyaspirin einnehmen? Vor dem Transfer, nach dem Transfer, einmal täglich? Und wie lange? Alles, was hilfreich sein kann, werde ich tun.
Bezüglich des Mittels Gestone schreibe ich Ihnen später noch eine mail.
Liebe Grüsse und danke nochmals
Sarah -
Re: Fragen zum zweiten Versuch
Hallo Sarah47
Fangen Sie mit Babyaspirin zur gleichen Zeit wie die Progynova an.
Gruss
Dr.K.
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Re: Fragen zum zweiten Versuch
Danke Dr. K.,
das werde ich tun.
Ich hab zwar noch etwas Zeit und gerade mit der Einnahme von Östrogenen begonnen.
Sind Gestone eigentlich Spritzen? Hilfe, oder gibt es das auch in anderer Form? Und wie wird Crinone eingenommen?
Und wird dabei Utrogest in gleicher Dosierung (Ich bekam beim letzten Versuch Utrogest 100mg 2x2 Tabletten täglich vaginal) eingenommen oder reduziert?
Liebe Grüsse
Sarah -
Re: Fragen zum zweiten Versuch
Liebe Frau Dr. Zaytseff,
würden Sie die gleiche Medikation empfehlen?
Ich nehme z. Zt. im Probezyklus Femoston 1/5, später Progynova und ab Punktion der Spenderin
Progynova, Utrogest, Crinone und Babyaspirin und will Duphaston weglassen. Da ich Angst vor Sprizten habe, will ich Crinone nehmen.
Ich habe keine Angst vor Blutungen und will das Progesteron nicht überdosieren. Habe im letzten Transferzyklus nur 100mg 2x2 Tabletten Utrogest täglich erhalten.
Welche Dosierung von welchen Medikamenten empfehlen Sie zum Schleimhautaufbau bei Menopause?
Liebe Grüsse
Sarah -
Re: Fragen zum zweiten Versuch
Liebe Frau Dr. Zaytseff,
bei meiner ersten Behandlung mit Eizellspende hatte ich die Anweisung, Utrogest und Duphaston zusätzlich zu Progynova ab dem 2.2. zu nehmen. Transfer war am 7.2., also 5 Tage später.
Einem Forumsmitglied schreiben Sie auf die Frage, ob EZP im Spontanzyklus möglich istWenn Ihr Eisprung vor de Punktion bei der Spenderin passiert (seher oft wegen FSH-Schwankungen), faengt die eigene Progesteonproduktion fruher an, Ihre GMS wird aelter im Zyklus, als der Alter des Embryos. Davon schlechte Implantationsvoraussetzungen.
Ab wann soll ich Utrogest einnehmen? Einen Tag vor der Punktion? Ich denke, der Einnahmezeitraum war damals zu früh. Des weiteren habe ich keine Angst vor Spritzen, wenn mir jemand Spritzen setzt. Ich habe nur Angst, selber zu spritzen.
Vielleicht können Sie generell eine Medikationsempfehlung in meinem Fall abgeben. Dafür wäre ich sehr dankbar. Ich werde das dann auch mit meiner hier behandelnden Ärztin besprechen.
Dann habe ich durch dieses Forum einen Austausch mit einem Mitglied, das sich offenbar sehr gut auskennt. Ich stelle die pm einmal hier herein, da ich sie für hilfreich halte.
Ich nehme alle Infos, die ich erhalten kann, dankbar an.
Liebe Grüsse und danke, dass es das Forum gibt
SarahAlso Femoston ist ein Östrogen-Prepatat (weibliche Sexualhormone) und sollte deinen Zyklus wieder in Schwung bringen. Da in der Menopause alles etwas schläfrig ist, ist die GM aufgrund ausbleibender Periode inaktiv und zieht sich etaws zurück (GM ist doch ein Muskel"beutel"). Dann sind ja Blutungen nicht verkehrt. Nun wäre da noch zu beachten, dass Östrogene die Blutgerinnung beeinflussen. Sie machen das Blut dickflüssiger und somit ist die Durchblutung in der GM nicht optimal. Es besteht die Möglichkeit, dass sich in der GM-SH kleine Blutgerinsel bilden, und wenn die Embrionen bei ihren Einnistungsversuchen auf ein solchen Knötchen treffen, werde sich dann nicht festhalten können. Deshalb nimmt man vorbeugend Aspirin und Heparin zum Blutverdünnen.
Utrogest ist immer gut, bei Dyphaston weiß ich nicht, denn es ist das syntetische Progesteron und Utrogest ist halt auf natürlicher Basis. Man könnte Progesteron zusätzlich als Depot sptitzen.
Hast Du schon festen Termin für den Start?
Gruß
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Re: Fragen zum zweiten Versuch
Hallo nochmal,
ich habe hier noch eine kleine Änderung vor.
Da ich Angst vor Heparin habe, möchte ich mir Prednisolon verschreiben lassen.
Als Progesteron möchte ich Utrogest ohne Duphaston nehmen und werde mir Gestone besorgen, die ich nur im Bedarfsfall (oder sollte man es auch ohne Eintritt von Blutungen nehmen?) spritzen lassen möchte.
Was halten Sie davon? In welcher Dosierung wird Utrogest genommen, wenn auch Gestone gespritzt wird?
Die andere Medikation - Progynova und Babyaspirin - ist mir schon klar.
Emphelen Sie, in der Woche des Transfers vorbeugend Antibiotika zu nehmen? Ich hatte beim letzten Versuch ca. eine Woche unter der Vielzahl der Medikamente gelitten, will nur nehmen, was erforderlich ist.
Lieben Gruss
Sarah -
Re: Fragen zum zweiten Versuch
hallo Sarah
Sie muessen da etwas vorsichtig sein, Sie basteln da selbst ein bisschen zu viel !
Predisolon und Heparin kann man nicht vergleichen, die haben miteinander nichts zu tuen, sind total verschiedene Medikamente . Vor Clexane oder anderen Low Molecular Heparin brauchen Sie keine Angst zu haben, ehere schon vor Prednisolon.
Wenn Sie Gestone nehmen brauchen Sie keinen anderen Progesteron Praeparate zu nehmen , das machen wir so und die meisten amerikanischen Kliniken auch !!!
Antibiotika nicht notwendig !!Viel hilft nicht viel, besser alles einfach halten, Progynova, Gestone, evnetuell Aspirin und Clexane, nichts anderes !!
Gruss
Dr.K.
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Re: Fragen zum zweiten Versuch
Danke, Dr. Wisdwedel,
ich denke mit, da ich den Medikamentenplan, den ich im Februar hatte, für verbesserungsfähig halte, werde das auch mit meiner Klinik besprechen.
Also, dann eben kein Prednisolon.
Progynova ist klar.
Nun muss ich mich noch entscheiden zwischen
Utrogest und Gestone
und, da sich Aspirin und Clexane zusammen nicht vertragen
zwischen Aspirin oder Clexane.
Wenn es eben geht, entscheide ich aufgrund der höheren Wirksamkeit jeweils für die Injektionen, also Gestone und Clexane. Das ist aber davon abhängig, ob ich jemanden finde, der mir die Spritzen setzen kann. Das muss auch am Wochenende gewährleistet sein. Übernimmt das die Krankenkasse? Weiss das jemand? Kann man das Selberspritzen evtl. erlernen? Mir graut davor.
Ab wann, in welcher Dosierung und wie lange werden Gestone und Clexane angewandt?
(Ich wiege zwischen 50 und 55 kg, falls das von Bedeutung ist).
Liebe Grüsse
Sarah -
Re: Fragen zum zweiten Versuch
Hallo Sarah
Diese Entscheidungen sind einfach .
Zwischen Uterogest und Gestone ist zweifelfrei Gestone die bessere Loesung.
Clexane und Aspirin kann zusammen genommen werden und wird von vielen empfohlen da die in verschiedener Weise in den Gerinnungsmechanismus eingreifen.
Vom Tag der Eientnahme bei der Spenderin nehmen Sie 100mg Gestone taeglich und Clexane 40mg taeglich. Das machen Sie dann bis zum Schwangerschaftstest, wenn positiv kann man Sie auf etwas angenehmere Medikamente umsetzen
Gruss
Dr.K.
Dr.K.