.....hat das jemand von euch gelesen?
ich gebe zu, direkt nach der diagnose war ich für alles offen und hab sehr gezielt nach allerhand infos gesucht.
im prinzip war ich äusserst dankbar, in dem buch "gesammelte" aspekte des ganzen spektrums zu finden..... medizinische, psychische, ausblicke etc.
zwar findet frau im netz ebenso umfassende informationen (vielleicht sogar noch ausführlichere), aber gerade in der ersten zeit hat es mir geholfen, mich mit dem buch verkrümeln oder es meinem mann in die hand drücken zu können ;).
an dieser stelle allerdings einen teilbereich des buches, der mich beim lesen schier an die decke hat gehen lassen :x......es geht um die pathalogisierung der frühen wechseljahre und in einem gespräch zwischen der autorin und der dipl. psychologin dr. annette kämmerer führt die psychologin unter anderem folgendes an (*michimmernochaufrege*):
Zitatsator: was könnte noch hinter frühen wechseljahren stecken?
prof. kämmerer: körper und seele bilden eine einheit; wenn man die diagnose wechseljahre hat, ist damit vielleicht auch ein krankheitsgewinn verbunden. vielleicht muss ich nicht mehr mit meinem mann ins bett gehen? vielleicht kann ich mich entziehen aus druckvollen situationen, z.b. jetzt noch den erben für das handwerksunternehmen auf die welt bringen zu müssen. wenn ich sage:"es tut mir herzliche leid, ich bin in die frühen wechseljahre gekommen", dan kann das system stabil bleiben, es muss sich nichts verändern.........
so was zu lesen ist echt ein schlag in den nacken für betroffene frauen und ich bin echt entsetzt über so eine plakative aussage in zusammenhang mit diesem thema. das klingt für mich irgendwie nach "psychologie für anfänger" ![]()