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Presseanfragen

  • Ines + Chris
  • 14. Dezember 2007 um 15:53
  • Ines + Chris
    Blastozyste
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.339
    • 14. Dezember 2007 um 15:53
    • #1

    In der letzten Zeit vermehren sich wieder die Anfragen von Redaktionen, die einen Bericht über das Thema Eizellspende machen möchten.
    Im Grunde ist das ja eine vernünftige und gute Sache, trotzdem sollte man nicht jeder Redaktion gleich zu sagen.
    Wir haben für uns eine Liste erstellt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit wir ja sagen, evtl. hilft das ja manch einem von euch weiter. Die Listung der einzelnen Punkte hat keine Gewichtung.

    1. Eindruck über das Anliegen der Redaktion
    2. Vertrauen zu der Redakteurin/dem Redakteur
    3. Wer kommt noch zu Wort (hier geht es vor allem um Gegner der Eizellspende, da diesen meist mehr Text zugemessen wird)?
    4. Honorar (schliesslich verdient die Redaktion ja auch an Euch)
    5. Welche Rechte habe ich am Text (darf ich den Text vor Veröffentlichung nochmals überarbeiten)?

    Diese Liste beruht bestimmt nicht auf Vollständigkeit, trotzdem halten wir es für uns so, dass diese Punkte in unserem Sinne erfüllt sein müssen, bevor wir einen Bericht abgeben.

    Leider haben wir in den letzten Jahren schon viele Berichte gesehen und gelesen, die sich negativ auf die Eizellspende ausgewirkt haben, dass wir für uns nicht mehr so blauäugig an diese Dinge gehen.

    Gerade in den letzten Wochen sind wir wirklich von Anfragen fast bombardiert worden, allerdings haben wir zu keiner einzigen Ja gesagt, da immer bestimmte Punkte nicht erfüllt waren.

    Ines & Chris

  • meffi
    Morula
    Beiträge
    628
    • 14. Dezember 2007 um 17:38
    • #2

    Re: Presseanfragen

    liebe ines+chris,

    da ich selbst redakteurin bin und beim tv arbeite, kann ich gern mit ratschlägen dienen. wichtig ist im vorfeld vor allem:

    eine klare schriftliche konzeption der redakteurin über aussage und inhalt des beitrages, länge und sendeformat (oder zeitungs-beitragsformat). außerdem ein vorgespräch mit ihr, um sich bei dem sensiblen thema anzunähern (schon daran erkennt man seriöse redaktionen). die freiheit als protagonist einmal über den beitrag vor austrahlung schauen zu können, ohne dem redakteur vorhaltungen zu machen. aber dazu ist das thema einfach viel zu persönlich und sensibel, als da jeden boulevardesken und dem thema nicht zugeneigten redakteur ran zu lassen. gerade beim privaten tv oder boulevard-zeitungen kommt es oft nur auf verkürzte actiongeladene aussagen an. es muss "menscheln", sagt man im metier.....also vorsicht: der redakteur sollte sich vor allem zeit nehmen und einen seriösen eindruck machen.

    viele grüße,

    steffi

  • Drops1807
    2-Zeller
    Beiträge
    31
    • 15. Dezember 2007 um 19:47
    • #3

    Re: Presseanfragen

    Hallo Ihr,
    finde ich sehr gut, dass Ihr hier nochmal deutlich macht, was solche Berichte umfassen sollten. Ich habe vor kurzem einen kurzen Bericht im Fernsehen (ich glaube es waren die Tagesthemen) gesehen, die sich des Themas Eizellspende genähert hatten, weil eine "ach so repräsentative" 60-järige Frau auf dem Wege der Eizellspende zu einem Kind verholfen hat. Ich fand diesen Bericht so unglaublich unqualifiziert, da er die eigentlichen Gründe für uns alle hier im Forum so gar nicht berücksichtigt hat, sondern die EZS einfach nur als moralisch verwerfliche Methode für "zu alte" Frauen darstellte. Ich musste mich sehr zusammenreissen, da nicht sofort anzurufen.

    Vielleicht helfen Eure Anregungen für den Umgang mit den Medien ja, solche Berichte zu verhindern. Danke weiterhin Euch allen!
    Gruß
    Drops1807

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  • glueck07
    Morula
    Beiträge
    570
    • 16. Dezember 2007 um 13:46
    • #4

    Re: Presseanfragen

    Liebe Drops, Steffi, Ines&Chris und alle Forumfrauen.
    Da ich u.a. für diverse Pressehäuser arbeite, kann ich mich DRops nur anschliessen und den dringenden Hinweis geben: Bitte macht alles schriftlich ab. An so einem Beitrag arbeiten zu viele Leute in zu vielen Ebenen. Auch wenn es der Redakteur aus reinem Herzen gut meint, es stehen immer noch die Sender/ Verleger da, die auf das Profil bzw die Einschaltquote/ Auflage achten. Also gut überlegen und im Zweifelfall: laßt die Hände davon. Es gibt einen Spruch in der Branche: Der Beitrag ist so gut wie die Zeitung in dem er erscheint, also die Qualitätsleiter so hoch wie möglich ansetzen. Und vorher den Beitrag durchlesen dürfen, ganz wichtig, denn gedruckt ist gedruckt. Im Fernsehen " VERSENDET" sich viel, die Zeitung wir immer wieder zitiert, auch im privaten Kreis. GHG von der bourgon

    Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.
    Demokrit, griech. Philosoph

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