Re: Pronatal Arleta
Hallo zusammen,
bin eher eine stille Mitleserin geworden. Ich möchte aber gerne von meinem Versuch bei Arleta berichten.
Wir waren im Februar zum EG bei Arleta. Der Eindruck war positiv, alle waren nett. Es gab zwar zwischen dem Doc und K. Widersprüchlichkeiten in Bezug auf die Wartezeit bis zum Transfer, aber aus den Erfahrungsberichten hier und bei K-P waren es doch die 4 Monate. Nach langem Warten auf die heißersehnte Mail wegen einer Spenderin, die leider nicht kam, mailte ich K. an. Keine 2 Stunden später kam die Antwort, dass eine Spenderin gefunden wurde. Zufall? Das war auch schon bei anderen hier so. Okay, Spenderin hatte zwar nicht die vorgebene Blutgruppe, aber wir wollten nicht länger warten.
Aber das Warten ging doch weiter. Nach 1,5 Monaten dann kam der Behandlungsplan. Start wäre an diesem Tag morgens mit Synarella gewesen. Die Mail kam leider erst Nachmittags. Okay, zwar sehr sehr kurzfristig, kann aber mal passieren.
Soweit so gut.
Dann endlich war es soweit. Der Transfer. Da ich alleine angereist bin, habe ich in der Klinik übernachtet. Super Zimmer und vorallem super Frühstück. Der Empfang war ein bisschen reserviert und ich sollte gleich mit ins Büro von K. kommen, um die Restzahlung zu leisten. Nach 8 Stunden Anreise konnte ich aber wenigstens noch mal auf die Toilette gehen.
So, der Transfertag selbst. Das Gespräch mit dem Doc und der Transfer selbst verschob sich um eine dreiviertel Stunde. Das Gespräch mit dem Doc war sehr enttäuschend. Von 8 punktierten Eizellen waren nur 6 reif. Nicht weiter schlimm, dachte ich bis dahin. Aber es haben sich nur 3 befruchten lassen. Der Doc wisse auch nicht, woran das gelegen hat. Am Sperma lag es nicht. Der Doc redete und redete mich zu, so dass ich irgendwie keine Chance hatte, mal wieder einen klaren Gedanken zu finden. Das alles war schon ein Schock. Bei den anderen war die Befruchtung viel besser. Schön für die anderen. Es waren zwei gute 8-Zeller und noch ein schlechter Embryo, der aber sich nicht weiter entwickelt wird. Er rät mir zu einem Transfer mit den zwei 8-Zellern und den anderen soll ich verwerfen, da das Risiko zu hoch sei, dass sich alle drei einnisten. Das fand ich schon sehr widersprüchlich. Von einer Eizellspende erhoffe ich mir doch schon mehr "Ausbeute", vorallem auch eine gute. Da hatte ich mit meinen schlechten wenigen Eizellen eine bessere Befruchtungsrate als hier. Ab da war für mich eigentlich schon alles gelaufen und ich konnte mich nicht mal mehr auf den Transfer der beiden Embryonen freuen. Weiter zum Transfer selbst. Es waren noch 3 weitere Frauen am diesen Tag zum Transfer. Es ging zu wie am Fliesband, Frau 1 rein, Frau 1 raus, Frau 2 rein, Frau 2 raus ...... Bei mir entdeckte er noch was am Muttermund, was ich unbedingt kontollieren lassen sollte. Auch ein Schatten in der Gebärmutter wäre sichtbar gewesen. Warum finden ausländische Kiwu-Kliniken immer was. Vorbeugend für ein negativ? Ich hatte ja beim EG auch US, aber da war nichts sichtbar. Obwohl ich die Ektopie am Muttermund schon sehr lange habe.
Nach dem Ruhen bekam jede Frau noch einen Transferbericht. Ich dachte mich trifft der Schlag. Aus meinen 2 8-Zellern sind nun 1-6 Zeller und 1-8 Zeller geworden in 1-2er Qualität. Glücklicherweise traf ich den Doc noch auf dem Flur und sprach ihn darauf an. Er verstand erst einmal gar nicht was ich von ihm wollte. Aber er begriff dann doch und meinte nur, der 6-Zeller wäre heute Nachmittag ein 8- wenn nicht ein 10-Zeller.
Das war genug. Ich komme mir doch so ziemlich ver...... vor.
Jeder einzelne Punkt für sich kann man sagen, okay, kann passieren, ist nicht optimal gelaufen, aber das im ganzen zu erleben. Das hat so ziemlich mein Vertrauen zerstört und ich komme mir nur wie ein Geldgeber vor.
Klar bekommt man nicht immer Kryos. Klar endet nicht jeder Versuch positiv. Aber ich hätte gerne eine realistische Chance gehabt. Warum war die Befruchtungsrate so schlecht. Am Sperma lag es nicht. Waren die Eizellen nicht in Ordnung? Und wie können dann doch zwei "Super" 8-Zeller von nur drei befruchteten übrig bleiben. Meine Vermutungen behalte ich für mich, denn ich kann nichts beweisen.
Ich bin immer noch enttäuscht, traurig und wütend. Vorallem weil mir vom Doc versprochen worden ist, wenn er seine Arbeit gut macht, werde ich schwanger. Leider war der BT negativ.
Das sind meine Erfahrungen und meine Gefühle, die ich hier geschrieben habe und hat nichts mit "schlecht machen" einer Klinik zu tun. Ich weiß, dass hier so was nicht gerne gelesen wird. Aber ich finde es wichtig, das Neulinge auch von nicht so optimalen Versuche einer Klinik wissen sollte. Schließlich kann es sie auch treffen.