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Hallo Gewissen, die Seite der Eizellspenderinnen...

  • denny
  • 2. Juli 2007 um 06:54
  • denny
    Eizelle
    Beiträge
    2
    • 2. Juli 2007 um 06:54
    • #1

    Leider möchte ich eine negative Seite der Eizellspende ansprechen.

    Ich habe gehört, dass eine Eizellspende für die Spenderin erhebliche Gesundheitsrisikos haben und sogar zum Tode führen kann.
    Nun bin ich kein Experte und finde ich toll, dass man den Frauen helfen kann, die nicht schwanger werden können, aber finde ich diesen Preis sehr hoch und denke dass ihr darueber nachdenken solltest, dass dies nur passieren kann, wenn eine Nachfrage besteht.

    Ich wohne im Mexiko und ich bin sicher, dass es viele Frauen (nicht nur hier) gibt, die den Weg der Eizellspende gehen um gegen ihre Armut anzukämpfen und dafür einiges an Risiko eingehen und das meist zwischen 20 und 30 Lebensjahren.

    Natürlich bin ich offen für jeglich Kritik und Aufklärung.
    Aber ich denke man sollte immer beide Seiten sehen.

    Liebe Grüsse

    Denise

  • penti
    Morula
    Beiträge
    224
    • 2. Juli 2007 um 10:34
    • #2

    Re: Hallo Gewissen, die Seite der Eizellspenderinnen...

    Hallo denny,

    dies kommt nur in nicht provisionellen Kliniken vor.
    Kliniken in Spanien, Tschechien und Polen können sich das gar nicht leisten.
    Man merkt auch an den punktierten EZ wie die Klinik stimuliert hat, ein Doc sagte das sie schauen das es nicht mehr als 10 EZ sein sollten um der Spenderin nicht zu schaden.
    Außerdem darf eine Spenderin nur bis zu 5 mal spenden.
    Ebenfalls gibt es in diesen Ländern nur eine Aufwandsentschädigung und kein großes Geld für die Spenderin.

    [size=10pt]
    Gruß
    penti[/size]

  • peg
    Morula
    Beiträge
    289
    • 2. Juli 2007 um 12:45
    • #3

    Re: Hallo Gewissen, die Seite der Eizellspenderinnen...

    Ich hatte anfangs auch diese Bedenken. Nun scheint es aber tatsächlich so zu sein, daß die Spenderinnen (zumindest in den erwähnten Ländern) nur eine verhältnismäßig geringe entschädigung bekommen. Ich glaube um die 800 euro?
    Ich habe versucht, mir auch mal die andere Seite anzusehen: also wie diese Spenderinnen von den Kliniken angesprochen werden. Und das scheint doch (zumindest soweit auf der HP ersichtlich) sehr seriös zu sein.

    Eine Stimulation der Eierstöcke wie für die Spende nötig, erscheint einem erst mal beängstigend. aber nachdem ich selber 3 ICSIs habe durchführen lassen (wobei meine Eierstöcke ja auch genauso stimuliert werden wie für eine EZS) muss ich sagen: ich hab es prima vertragen. Keinerlei Nebenwirkungen, keinerlei Überstimulationssyndrom. Es gibt natürlich auch Frauen, die es schlechter vertragen. Es gibt auch Kliniken, die die Patientin nicht ganz so sorgfältig überwachen und risikoreicher stimulieren. Aber im Grunde, ist es nicht so schlimm, wie man sich das vielleicht vorstellt.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es Kliniken und Länder gibt, in denen man mit der Gesundheitheit der Spenderin unvorsichtig umgeht und in denen das erstqattete Geld für die Spenrin auch wirklich viel Geld ist. Ich würde versuchen, von solchen Ländern und Kliniken Abstand zu halten.

  • Claudia33
    Morula
    Beiträge
    225
    • 9. Juli 2007 um 22:32
    • #4

    Re: Hallo Gewissen, die Seite der Eizellspenderinnen...

    Hallo,

    ich habe meine Versuche EZSP in Prag (Pronatal) gemacht. Und dort ist es so, das die Spenderinnen (zumindest wurde mir das gesagt) ehemalige Patientinnen sind, die selbst erfolgreich durch Reproduktion Ihre Kinder bekommen haben. Und somit wissen diese Frauen, was sie tun. Und Geld bekommen sie scheinbar auch nicht, nur eine Aufwandsentschädigung, für Fahrtkosten und eventuellen Verdienstausfall. Insofern bin ich diesen Frauen einfach nur dankbar, habe aber keinesfalls ein schlechtes Gewissen.

    Wenn es so läuft, wie Denny schreibt, dann ist es natürlich nicht in Ordnung. Ich denke, das wäre dann vergleichbar mit den männlichen Studenten, die aus Geldnot Medikamentenversuche mitmachen (müsssen)......ich kenne da selbst jemand, der heute noch mit Nachwirkungen von solchen Tests leben muß.

    LG Claudia

  • Ellis
    Morula
    Beiträge
    345
    • 11. Januar 2009 um 09:46
    • #5

    Re: Hallo Gewissen, die Seite der Eizellspenderinnen...

    So hart es auch klingt- Träume machen egoistisch!
    Natürlich ist ein gesundheitliches Risiko der Spenderin nicht von der Hand zu weisen, aber wir mit unserem deutschen Denken gehen wohl einfach davon aus, dass die Spenderin den Schritt zur EZS freiwillig geht und sich mit den "paar Kröten" (800€ sind gerade in den östlichen Ländern sehr viel Geld) ihr Studium finanzieren kann, die Familie unterstützt oder den Lebensstandart anhebt. Es besteht also eine Symbiose zwischen Spenderin und Empfängerin- jede zieht ihren Nutzen daraus.
    Ich denke auch dass das einzige Gefühl dass man der Spenderin (wenn überhaupt) entgegenbringen sollte Dankbarkeit heißt.
    Andere Frauen prostituieren sich (auch gerade in den östlichen Ländern) um an Geld zu kommen; ich kann mir nicht vorstellen dass die (oft deutschen) Freier von Gewissensbissen geplagt werden weil sie die (finanzielle) Misslage der Frauen ausnutzen. Genauso sollte man es mit den EZ-Spenderinnen handhaben.

    Ellis

    [Blockierte Grafik: http://by.lilypie.com/NhOHp1/.png]

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