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.

  • katja012007
  • 18. April 2007 um 18:55
  • katja012007
    Eizelle
    Beiträge
    1
    • 18. April 2007 um 18:55
    • #1

    ..

  • Wunschkind
    Morula
    Beiträge
    223
    • 18. April 2007 um 19:15
    • #2

    Re: 65% aller Spenderinnen-Eizellen sind genetisch abnorm

    Hallo,
    habe von der Studie noch nichts gehört. Die zahlen entsprechen ja ungefähr denen im natürlich und IVF-Zyklus!
    Das war für mich ein Grund zum IVI nach Valencia zu gehen. Die behaupten, dass sie nur Spenderinnen haben, die ihre Fruchtbarkeit "unter Beweis" gestellt haben, entweder durch positive Spende oder eigenes Kind. Dort nehmen sie auf keinen Fall Eizellen, die aus Behandlungen von unfruchtbaren Paaren stammen. Sie geben die Schwangerschaftsrate pro transferiertem Embryo mit je 60 % an, abhängig vom Entwicklungsstadium des Embryos.
    Dies ist zwar nicht die in USA beschriebene Methode, kommt dem aber schon näher als "wahllose" Eizellspende.

    Interessant wäre eine Studie, die eine Aussage darüber macht, ob die 65 % für jede Frau gelten, oder abhängig vom Alter, für jeden Zyklus, jede Stimuart. Aber dazu ist sie mit 35 Fällen wirklich zu klein.

    Aber man muß wissen, dass Polkörperdiagnostik ja nur die Hälfte des Chromosomensatzes untersucht. Kommt später noch der männliche Anteil dazu.

    Außerdem wäre interessant, ob die Störungen wild gemischt sind oder bestimmte Chromosomen betreffen. Auch dafür ist die Studie zu klein.

    Gruß
    WK

  • Baerin61
    Blastozyste
    Beiträge
    798
    • 18. April 2007 um 20:00
    • #3

    Re: 65% aller Spenderinnen-Eizellen sind genetisch abnorm

    Hallo,

    da man ja sagt dass selbst bei normalen jungen gesunden Frauen nur ca. jede 3. befruchtete Eizelle etwicklungsfähig ist, wundert mich diese Studie jetzt nicht so sehr.

    Tja, in Tschechien wird ja PID angeboten. Man kann sich jetzt schon fragen ob das Sinn macht bevor man x weitere sinnlose Versuche startet ...

    VG
    Die Bärin

  • sasuna
    Morula
    Beiträge
    499
    • 18. April 2007 um 21:23
    • #4

    Re: 65% aller Spenderinnen-Eizellen sind genetisch abnorm

    [quote author=katja012007 link=topic=3714.msg31381#msg31381 date=1176915348]
    hallo, ich bin katja und habe zwei erfolglose ez-spenden hinter mir. :(

    Dies hier ist vielleicht von allgemeinem Interesse: Ich wurde von meinem deutschen Reproduktionsmediziner auf folgende Studie aufmerksam gemacht:

    Am "Sher"-Institut von Las Vegas wurde jetzt eine Technik entwickelt, mit der sich *alle* 23 Chromosomenpaare einer Eizelle (Polkörperdiagnostik) untersuchen lassen, und nicht mehr nur wie bisher 13.

    Dabei ergab sich, dass weitaus mehr Spenderinnen-Eizellen chromosomal abnorm sind, als bisher angenommen, nämlich 65%.

    Das ist bei allen Frauen so nicht nur bei den Spenderinnen. Und es ist bestimmt eine Durchschnittsrate. Auch wenn man ganz natürlich ss wird und jung ist klappt es nicht sofort.

    Danach wurden die chromosomal normalen Spenderinnen-Eizellen den Empfängerinnen transferiert (die Studie umfasste 35 Empfänger-Paare). Die Geburtenraten lag bei mehr als 70%.

    Meine Datenbasis für diese Information ist:
    http://www.newscientist.com/channel/sex/mg…vf-success.html
    http://www.newscientist.com/channel/sex/dn…cess-rates.html
    http://www.tagesspiegel.de/sonntag/archiv…007/3065731.asp

    Darin finden sich auch kritische Töne zu dieser Studie (v.a. die kleine Fallzahl von nur 35 Paaren).
    Allerdings: Die Steigerung der Geburtenraten auf 70% - im Gegensatz zu derzeit realistischen 25% - ist enorm.

    Falls es bei uns also mehrfach nicht klappt, dann muss das nicht unbedingt an einer Einnistungsstörung unseres Körpers liegen.
    Sondern es könnte auch an defekten Eizellen von Spenderinnen liegen.

    das ist absolut richtig das ganze ist immer ein Glückspiel

    Was tun? PID? Darauf warten, bis die neue Technik in Europa verfügbar ist? :-?

    PID ist auch nicht ganz unumstirtten

    Weiß jemand noch mehr/anderes/kritisches zu dieser Studie?

    grüße, katja

    [/quote]

  • brandenburg
    2-Zeller
    Beiträge
    41
    • 20. April 2007 um 12:28
    • #5

    Re: 65% aller Spenderinnen-Eizellen sind genetisch abnorm

    Hallo Zusammen,

    ist es nicht auch so, dass aus Zeitgründen hier in Deutschland gar nicht alle Chromosomen untersucht werden können?
    Es gibt in Deutschland ja eine sehr strikte zeitliche Begrenzung der PID, ich dachte immer, deshalb werden nur die 5 wichtigsten Chromosomen untersucht.

    Übrigens: Danke Katja für diesen neuen Thread. Ich halte ihn für unglaublich wichtig. Klar, das Ganze ist irgendwie immer ein Glücksspiel, aber einer der meisten Gründe für ein nicht Schwanger Werden sind doch nunmal Genetik-Defekte der Samen oder Eizellen, oder etwa nicht? Deshalb bin ich auch ein Verfechter für die genetische Analyse des Spender-Materials.

    Stellt euch vor, eine Klinik macht EZS ohne genetische Analyse und niemand geht hin! Wäre das nicht ein gutes Motto?

  • gaensebomber
    Morula
    Beiträge
    562
    • 20. April 2007 um 13:11
    • #6

    Re: 65% aller Spenderinnen-Eizellen sind genetisch abnorm

    Hi Brandenburg,
    bei uns gibt es nur die Polkörperdiagnostik . Die Pid ist bei uns verboten.
    LG,
    Silvia

  • Wunschkind
    Morula
    Beiträge
    223
    • 20. April 2007 um 20:19
    • #7

    Re: 65% aller Spenderinnen-Eizellen sind genetisch abnorm

    hallo,
    in D werden bei der PID nicht alle Chromosomen untersucht, weil es viel zu aufwendig und damit zu teuer ist. Man weiß ja nicht wonach man sucht (Nadel im Heuhaufen). Deswegen würde mich mal interessieren welches Verfahren zu Untersuchung der Chromosomen verwendet wird.
    Gruß
    WK

  • gaensebomber
    Morula
    Beiträge
    562
    • 20. April 2007 um 20:53
    • #8

    Re: 65% aller Spenderinnen-Eizellen sind genetisch abnorm

    Hi,
    hier mal eine Beschreibung von dem bei uns erlaubtem Verfahren. PID ist in Deutschland verboten.
    Ist die - gesetzlich erlaubte - Polkörperdiagnostik, eine Prüfung des Erbguts der Eizelle, eine Alternative zur - gesetzlich verbotenen - Präimplantationsdiagnostik, bei der embryonale Zellen untersucht werden? Unter der Leitung des Universitätsklinikums Bonn wollen fünf deutsche Zentren für Fortpflanzungsmedizin diese Frage beantworten, berichten Experten auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg.

    Etwa 1,2 bis 1,6 Millionen Paare sind in Deutschland ungewollt kinderlos. Viele erhoffen sich darum Hilfe von den Methoden der Reproduktionsmediziner. Nach einem Behandlungszyklus werden jedoch nur 20 von 100 Frauen schwanger. Die Fehlschläge können verschiedene Ursachen haben. Zu ihnen gehören beispielsweise Störungen der Chromosomenverteilung ("Aneuploidie"). Diese treten bei 50 bis 70 Prozent der Frauen über 35 Jahre auf, bei Frauen unter 35 Jahre sind bei 30 Prozent solche Fehlverteilungen nachweisbar.

    Solche Veränderungen im Erbgut können Ärzte prinzipiell durch eine Präimplantationsdiagnostik feststellen: Dem heranwachsenden Embryo wird eine einzige Zelle entnommen und deren Erbgut auf Chromosomenschäden und Gendefekte untersucht. Allerdings verbietet hier zu Lande das Embryonenschutzgesetz diese Untersuchung. Darum greifen Fortpflanzungsmediziner zu einer erlaubten Notlösung: Sie untersuchen die so genannten Polkörperchen der Eizelle. In diese "entsorgt", salopp gesprochen, die Eizelle bei ihrer Reifeteilung die eine Hälfte ihres zunächst noch doppelten Chromosomensatzes. (Dies ist nötig, da sich bei der Befruchtung väterliches und mütterliches Erbgut verbinden. Darum wird in Ei- und Samenzellen der in allen Körperzellen übliche doppelte Chromosomensatz auf einen einfachen Satz reduziert.)

    Der erste Polkörper kann bereits vor der Befruchtung einer Eizelle entnommen werden, der zweite kurz danach, bevor die Kerne von Ei- und Samenzelle miteinander verschmelzen und der eigentliche Embryo entstanden ist. Damit liegt aber auch gleich ein wesentlicher Nachteil dieser Untersuchung auf der Hand: Mit ihrer Hilfe können die Reproduktionsmediziner nur genetische oder chromosomale Veränderungen der Eizelle identifizieren. Das väterliche Erbgut wird nicht erfasst.

    Qualitätskontrolle der Eizelle

    Bislang gibt es keine kontrollierten Studien über den tatsächlichen Nutzen des Verfahrens. Prinzipiell kann es zur Diagnose bestimmter genetisch bedingter Krankheiten eingesetzt werden, die von der Mutter vererbt werden. Nachweisbar sind auch so genannte Translokationen - wenn Teile von Chromosomen auf andere Chromosomen "umgelagert" werden. Doch am häufigsten wird die Methode eingesetzt, um Fehlverteilungen der Chromosomen zu diagnostizieren. Ist beispielsweise im Polkörperchen ein bestimmtes Chromosom nicht zu finden, muss bei der Zellteilung ein Fehler unterlaufen sein. Vermutlich ist dann in der befruchteten Eizelle dieser Erbträger drei und nicht zwei Mal vorhanden. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Trisomie 21, die Ursache des Down-Syndroms. In diesem Fall liegt in der Eizelle das Chromosom 21 nicht einfach, sondern doppelt vor. Nach der Befruchtung trägt das heranwachsende Kind drei und nicht zwei Versionen dieses Chromosoms.

    Erste wissenschaftliche Studie

    Wie zuverlässig die Polkörperuntersuchung tatsächlich ungleiche Chromosomensätze vorhersagen kann, soll nun eine Studie unter der Federführung des Universitätsklinikums Bonn prüfen, an der Zentren aus Lübeck, Kiel, München und Hamburg teilnehmen. "Wenn wir nur Eizellen mit korrekt verteilten Chromosomensätzen befruchten, könnte das die Schwangerschaftsraten erhöhen und Fehlgeburten vermeiden. Ebenso ließen sich Mehrlingsschwangerschaften reduzieren, da die Zahl der übertragenen Embryonen bei besseren Schwangerschaftsraten auf ein bis zwei reduziert werden kann", hofft der Studienleiter Professor Hans van der Ven.

    Nachteile der Polkörperbiopsie

    Neben der Beschränkung auf das mütterliche Erbgut hat die Polkörperbiopsie noch weitere potentielle Nachteile. Bei dem Verfahren können die Eizellen beispielsweise beschädigt werden. Ausserdem lassen sie sich nicht mehr einfrieren und stehen so für einen weiteren Behandlungszyklus nicht mehr zur Verfügung. Darum wäre es sinnvoll, die Methode derzeit nur im Rahmen wissenschaftlicher Studien einzusetzen. Dies empfiehlt auch der Nationale Ethikrat in seiner jüngsten Stellungnahme zur Polkörperbiopsie, veröffentlicht im Juni diesen Jahres. "Doch viele Zentren stehen unter dem Druck der Patientinnen, die neuesten technischen Entwicklungen anzubieten, noch bevor deren effektiver Nutzen nachgewiesen ist", klagt der Bonner Experte.

    Fehlgeburten verhindern

    Untersucht werden die Polkörperchen auf die Chromosomen 13, 16, 18, 21 und 22. Der Grund: Bei Fehlgeburten fanden Mediziner häufig Fehlverteilungen der Chromosomen 13, 16, 18 und 22. Ethische Diskussionen löste die Einbeziehung des Chromosoms 21 aus. "Prinzipiell soll das Verfahren Schwangerschaften verhindern, die keine lebensfähigen Embryonen hervorbringen. Dies ist bei einer Trisomie 21 nicht der Fall", erklärt der Bonner Fortpflanzungsmediziner. Darum empfiehlt er allen Paaren, vor einer solchen Diagnostik eine Beratung in Anspruch zu nehmen.

  • brandenburg
    2-Zeller
    Beiträge
    41
    • 25. April 2007 um 19:53
    • #9

    Re: 65% aller Spenderinnen-Eizellen sind genetisch abnorm

    [quote author=gaensebomber link=topic=3714.msg31501#msg31501 date=1177067512]
    Hi Brandenburg,
    bei uns gibt es nur die Polkörperdiagnostik . Die Pid ist bei uns verboten.
    LG,
    Silvia
    [/quote]
    Sorry, hatte mich vertippt. Meinte Polkkörperdiagnostik.
    Was ich jetzt nicht genau weiß:
    Dürfen im Ausland auch nur eine bestimmte Anzahl von Eizellen für die ICSI verwendet werden oder alle gewonnenen?

    Wenn man also genetisch alles an Voruntersuchungen machen will bei der EZS, weil man davon ausgeht, dass hiermit die meisten Probleme am Schopf gepackt werden, müsste man ja folgendes machen:
    1) Eine Polkörperdiagnostik der Spender-Eizellen, um die auszusuchen die genetisch korrekt sind (nur falls eine Auswahl stattfinden muss).
    ---> Sperma des Ehemannes kann man ja bereits in Deutschland untersuchen (Fish-Analyse)
    2) Genetische Analyse des Embryos, um zu sehen, ob er genetisch korrekt ist (das ist dann ja im Ausland, z.B. Spanien oder Prag - erlaubt)
    ---> genetisch korrekt bezieht sich hier dann immer auf das, was untersucht werden kann und ist natürlich keine vollständige Sicherheit, dass es sich um einen lebensfähigen Embryo handeln wird.

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