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Entscheidung zwischen Eizellspende und Embryospende

  • Kiki
  • 7. Februar 2007 um 20:19
  • Kiki
    Morula
    Beiträge
    515
    • 17. Februar 2007 um 16:23
    • #21

    Re: Entscheidung zwischen Eizellspende und Embryospende

    Hallo zusammen!

    In der letzten Woche habe ich nur still mitgelesen und mir viele Gedanken gemacht. Letztendlich haben wir uns dafür
    entschieden es mit einer EZS zu versuchen. Ist zwar leider viel teurer, aber uns beiden ist doch viel wohler bei dem
    Gedanken, dass das Kind wenigstens zur Hälfte genetisch von uns ist. Vorgestern habe ich ein Schreiben ans Marques
    geschickt um nochmal nach den Kosten zu fragen und noch ein, zwei andere Fragen zu stellen. Jetzt warte ich gespannt
    auf die Antwort. Da wir aber erst am 12.3. ein Gespräch bei unserem KiWu-Doc haben um nach dem letzten Fehlversuch
    sozusagen eine Lagebesprechung zu machen, bin ich nicht ganz so nervös, dass noch keine Antwort gekommen ist.
    Sollte bei unserem Gespräch hier nicht noch etwas ganz unerwartetes herauskommen, sei es dass er mir garantiert,
    dass der nächste Versuch mit Sicherheit erfolgreich wird oder er sagt, die EZS/EMS würde bei mir auch nicht klappen
    (ist aber beides nicht sehr wahrscheinlich), dann gehen wir das Abenteur EZS auch an!

    Paulinchen
    Ich habe von Dir auch im BCN-Ordner gelesen und hoffe, dass es Dir und Deinen beiden Untermietern gut geht!!

    Meteor
    Ich hoffe, Dein SS-Test am Freitag (war doch diesen Freitag, oder?) war Positiv!!

    @Narzissse
    Und für Deinen SS-Test am Montag drücke ich alle Daumen!!

    brandenburg
    Bei uns ist es auch so, dass die Samenqualität und -menge meines Mannes nicht so ist wie sie sein sollte (zusätzlich zu meinen
    "Problemen"), deshalb wurde bei uns auch immer eine ICSI gemacht. Ich bin auch automatisch davon ausgegangen, dass in
    diesen Fällen auch bei einer EZS eine ICSI gemacht wird, wie ja auch einige bereits bestätigt haben.

    Mir schwirren auch immernoch Gedanken im Kopf herum, weil unser Kind (sollte es denn dann klappen) genetisch nicht von mir
    wäre. Aber ich muss sagen, als wir uns im letzten Jahr schon mal mit dem Thema befasst hatten, waren diese Gedanken viel
    stärker vorhanden. Inzwischen sage ich mir, es gibt zwei Möglichkeiten, entweder sich damit abfinden, keine eigenen Kinder
    zu haben oder aber Nachwuchs, "nur" eben ohne meine Gene. Da ist mir die zweite Möglichkeit viel lieber. Trotz allem kann
    man die Gedanken dazu halt nicht so einfach abstellen. Ich denke, dass braucht halt alles seine Zeit. Momentan versuche ich
    einfach still für mich damit klar zu kommen, dass ich meine Gene eben nicht weitergebe, dafür aber meine ganze Liebe!!

    Auch die Frage mit den vielen Halbgeschwistern habe ich mir schon gestellt, sie aber dann gleich wieder verworfen. Die Antwort
    von Paulinchen finde ich dann schon sehr beruhigend!

    Ich wünsche Euch allen ein schönes Restwochenende!

    Viele Grüße
    Kiki

    7 ICSIs (08/04 - 01/07)
    1. EZS (10/07) / 2. EZS (Kryos) (03/08)
    3. EZS bei Reprofit - 09.03.09 - endlich positiv

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  • brandenburg
    2-Zeller
    Beiträge
    41
    • 18. Februar 2007 um 17:50
    • #22

    Re: Entscheidung zwischen Eizellspende und Embryospende

    [quote author=Kiki link=topic=3494.msg28763#msg28763 date=1171725796]
    TEIL1: es gibt zwei Möglichkeiten, entweder sich damit abfinden, keine eigenen Kinder
    zu haben oder aber Nachwuchs, "nur" eben ohne meine Gene. Da ist mir die zweite Möglichkeit viel lieber. Trotz allem kann
    man die Gedanken dazu halt nicht so einfach abstellen. Ich denke, dass braucht halt alles seine Zeit.

    TEIL2: Momentan versuche ich
    einfach still für mich damit klar zu kommen, dass ich meine Gene eben nicht weitergebe, dafür aber meine ganze Liebe!!
    [/quote]
    Den ersten Teil hast du sehr konkret formuliert, den zweiten wunderschön. Danke für diese Worte!

    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die jammernd durchs Leben laufen wollen. Ich habe in den letzten Monaten ganz intensiv gelernt, dass ICH selbst für mein Leben verantwortlich bin. Aber ich konnte nicht still sein, deshalb bin ich hier in diesem Forum gelandet. Letztendlich ist es aber genauso, wie du es geschrieben hast. Und dann muss man sich still entscheiden und dann muss man diesen Weg gehen, und darauf achten, dass man seinen Weg vor sich vertreten kann.

    Ich versuche auch, zu verstehen, warum ich so weit gegangen bin wegen des Kiwu's und jetzt wahrscheinlich noch einen Schritt weiter gehen werde. Dabei hilft mir auch dieses Forum, weil Menschen auf meine Worte reagieren, und ich dadurch merke, wer ich bin. Wenn ich mir diese Frage beantworten kann, dann glaube ich - kann ich mehr zu der EZS stehen. Es muss mehr sein, als der in jedem Menschen tief verwurzelte Wunsch, sich fortzupflanzen. Schließlich gibt es Frauen, die niemals den Weg der künstlichen Befruchtung gehen und erst recht keine EZS machen würden. Jemand im Forum schrieb "ich kann nur jedem raten, dessen Psyche es erlaubt, aufzuhören". Warum hat sie das wohl geschrieben? Ich denke, weil das Suchtpotential so hoch ist und man rechtzeitig den Stecker ziehen muss, falls es nicht klappt so wie bei der künstlichen Befruchtung. Gerade das aber ist so schwer. Ich habe nach 5 ISCIs den Stecker gezogen. Manchmal spukt noch in meinem Kopf, vielleicht doch noch eine ISCI mit eigenen Eiern, aber die Zeit ist endgültig vorbei und jetzt denke ich inzwischen, für das Geld bekomme ich auf anderem Wege schneller das, was ich im Leben noch möchte, nämlich eine eigene Familie. Doch was erwartet mich bei der EZS? Sie ist keine Garantie auf eine Familie. Wahrscheinlich wird es irgendwann der Geldstecker sein oder meine Psyche, die mich dann den nächsten Stecker ziehen lässt. Mich treibt der Wunsch nach eigenen Kindern an, aber ich möchte nicht darüber vergessen, mein Leben zu leben. Das wird ein Spagat, an dem ich hart arbeiten muss und auch schon hart gearbeitet habe.
    Mein Kiwi-Dok hat mir erzählt, dass er eine Patientin wie mich hat, der er auch gesagt hat, dass eine weitere ISCI nur eine theoretische Wahrscheinlichkeit für sie biete, schwanger zu werden. Sie hätte ihn dann eines Besseren belehrt und sei nach 22 ISCIS (!!!!!) nun schwanger.
    Da hat es bei mir Klick gemacht, weil ich sofort gespürt habe, dass so ein Weg für mich auf keinen Fall der richtige ist. Es hat mich abgeschreckt: Verlust an Lebenszeit, die Psyche leidet, das unglaubliche Geld, was dabei draufgeht. Ich dachte an die Frau, an das Kind, das auf diesem Weg entstehen wird. Nach 22 ICSIs ein Kind bekommen. Ich wüsste nicht, welcher Mensch ich danach wäre. Ob man dieses Kind beglückwünschen sollte? Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass diese Frau wirklich glücklich wird in ihrem Leben. Jedenfalls ich wäre es nicht und alleine das ist wichtig, zu erkennen. Es war fast mal soweit bei mir, dass ich alle Lebensfreude verloren habe. Ich habe sehr viel gute Lebenszeit verloren. Ich habe mir die Lebensfreude so mühsam zurückerarbeitet, aber Sie ist zerbrechlich, das spüre ich. Ich habe wirklich Angst, wenn die Türen der ersten EZS-Praxis hinter mir zuschlagen. Mein Plan: so gut es geht, sich informieren und seinen eigenen Weg finden.

    Liebe Grüße an alle hier im Forum!

  • Kiki
    Morula
    Beiträge
    515
    • 19. Februar 2007 um 21:44
    • #23

    Re: Entscheidung zwischen Eizellspende und Embryospende

    Hallo Brandenburg!

    Schwanger nach 22 ICSIs, dass hört sich auch für mich eher nach einer Horrorvorstellung an! Mein KiWu-Doc hatte auch so eine
    Geschichte auf Lager, allerdings waren es da "nur" 13 Versuche. Wenn ich mir vorstelle ich müßte nochmal so viele Versuche und
    Fehlschläge durchmachen, nein, dass könnte ich nicht. Inzwischen weicht der Angst vor dem Stecker ziehen, wie Du es genannt
    hast, eher der Unzufriedenheit mit der jetzigen Situation. Nachdem auch die 6. ICSI nun als Niederlage geendet hat, fängt mein
    Körper an sich zumelden, mit Sicherheit zur Hälfte durch die Medis und zur Hälfte durch die Psyche.
    Die Gefahr über den Kinderwunsch sein Leben in die Warteschleife zu setzten ist sehr groß und ich bin sehr froh, dass mein Mann
    (wahrscheinlich Männer im allgemeinen), die Sache eher mit dem Kopf angeht und mich dann doch manches mal wieder auf den
    Boden zurückholt. Im ersten Moment will ich zwar nicht hören, dass ich mich nicht so auf den Kinderwunsch versteifen soll und es
    auch noch was anderes im Leben gibt, aber wenn ich ehrlich bin, brauche ich das dann auch.
    Aber auch wenn manchmal die Vernunft über den Bauch und das Herz siegt, die Angst, dass auch die EZS nicht klappen könnte,
    ist auch bei mir da. Im Augenblick ist das nochmal ein Strohhalm an den man sich klammern kann, aber danach? Diese Gedanken
    will ich im Moment doch noch nicht zulassen.

    Viele liebe Grüße
    Kiki

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