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Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

  • marianne27
  • 12. Januar 2007 um 22:27
  • marianne27
    8-Zeller
    Beiträge
    128
    • 12. Januar 2007 um 22:27
    • #1

    Hallo,

    jetzt in der 13. Woche kann ich auch von einer Schwangerschaft sprechen. Obwohl die Angst, dass etwas passiert, zugegebenermaßen noch immer sehr groß ist. Ich möchte keine Glückwünsche, die habe ich in den andern Ordnern schon erhalten, sondern ich wollte noch 2 Gedanken loswerden.

    Zum einen möchte ich allen Endometriose-Betroffenen Mut machen, den Weg der Eizellspende/Embryonenspende zu gehen. Ich habe hier im Forum leider keine Endometriose-Patientinnen kennen gelernt, aber sie sind ja klassischerweise die häufigsten Kandidaten für Eizellspende oder Embryonenspende.

    Ich hatte Endometriose Grad 4 und wurde 3 Mal per Bauchschnitt operiert. Also, da ist nichts mehr so wie es mal war und ich hatte nur noch einen Eierstock übrig. (Die Gebärmutter war aber innen ok). Meine 5 IVF-/ICSI-Versuche in Deutschland empfand ich als sehr belastend und extrem anstrengend. Vor allen Dingen, weil man hat mit nur 1 oder 2 Eizellen jedes Mal von der Entnahme bis zum Laborergebnis bis zum Einsetzen immer stark in Angst ist, ob es klappt oder nicht. Heute würde ich wesentlich früher über eine Eizellspende nachdenken. Aber man ist ja immer schlauer hinterher ...

    Und, was ich bis heute nicht ganz begreifen kann, ist die Tatsache, dass ich von zwei verschiedenen deutschen Reproduktionsmedizinern, die sich angeblich auch mit Endometriose auskannten, gesagt bekommen habe, dass es mit meiner Endometriose sehr geringe Aussichten auf eine Schwangerschaft geben würde. Mir wurde auch direkt von einer Eizellspende abgeraten - wegen mangelnder Erfolgsaussichten...

    Gut, dass ich nicht auf diese Ärzte gehört habe! Als ich dann in Spanien im Institut Marques war, erklärte man mir, dass die Eizellen von Endometriose-Patientinnen durch die Krankheit grundsätzlich stark in Mitleidenschaft gezogen sind und das die Ursache für ein Misslingen von IVF-/ICSI-Versuchen mit eigenen Eizellen sei.

    Mir wurde gesagt, dass ich mit Spender-Eizellen genau die gleichen Erfolgschancen auf eine Schwangerschaft hätte, wie jede andere Patientin auch (bei jedem Transfer 60 Prozent). Und das klang sehr überzeugend!

    Und ich habe auch keine Zystenpunktion oder sowas machen lassen - sowohl mein Operateur in Deutschland als auch das Institut Marques hatten mir sehr dringend davon abgeraten. Ich lese sowas manchmal hier im Forum. Man erklärte mir, das Risiko sei viel größer als der Nutzen. Also, ich habe nichts dergleichen machen lassen, und habe eine sehr große Zyste. Aber die macht keinerlei Probleme. Ich hatte auch keine einzige Blutung während der Schwangerschaft bisher oder sonstige größere Probleme.

    (Und ich nehme auch KEINE Immunmedikamente, kein Kortison, kein Heparin, kein ASS - nichts von all den Sachen! Sondern nur Utrogest und Estradiol-Pflaster, und es klappt ganz hervorragend.)

    Vor einigen Tagen konnte ich das "Ergebnis" der Eizellspende-Behandlung im Feinultraschall bei der Nackenfaltenmessung sehen - sehr aktive Zwillinge (sagte die Ärztin), bei denen alles in Ordnung ist.

    Und, wo ich beim Ultraschall bin, möchte ich gerne noch einen weiteren Gedanken loswerden. Er betrifft die Anzahl der eingesetzten Embyonen. Nach meinen erfolglosen Versuchen in Deutschland war ich irgendwie sehr verzweifelt und auf alle Fälle bereit, mir 3 Embryonen einsetzen zu lassen - um die Chance so weit wie möglich zu steigern.

    In Spanien ist es allerdings so, dass das Gesetz schon einen Riegel vor einer zu großen Anzahl eingesetzter Embryonen vorschiebt. Denn es dürfen sowieso nur maximal 3 eingesetzt werden, und dann auch nur soviele, wie es für eine Schwangerschaft Erfolg versprechend ist. Das sind in der Regel also maximal 2 Embryonen.

    Jetzt im Nachhinein bin ich sehr froh, dass es dort dieses Gesetzt gibt. Ich hatte die Ärztin in Spanien zuerst auch gebeten, mir 3 einzusetzten, aber sie hatte mir gesagt, dass das bei der Qualität der Embryonen einfach sehr unverantwortlich wäre, und 2 ausreichend wären. Ich bin wirklich froh, dass sie ihren Standpunkt so vehement vertreten hat. Ich habe mir dann besagte 2 Embyonen einsetzen lassen, die sich jetzt in meinem Bauch tummeln.

    Klar, ich freue mich jetzt über Zwillinge, aber es gibt ja einige Länder, in denen auch 3, 4 und sogar noch mehr Embryonen eingesetzt werden. Nach meinem heutigen Kenntnisstand wäre das für mich heute eine Horrorvorstellung. Denn was ich erst später hier in Deutschland erfahren habe, ist, dass wirklich ALLES bei Mehrlingsschwangerschaften problematischer ist.

    So kann man bei der Nackenfaltenmessung zum Beispiel gar kein Blut untersuchen lassen - weil das ganze Blut vermischt ist. Man kann auch - das erklärte mir der Arzt in Deutschland - nicht viel machen, sollte bei der Nackenfaltenmessung ein schlechtes Ergebnis rauskommen. Denn wenn man ein Embryo abtreiben würde, wäre das Risiko für den anderen ebenfalls sehr groß. (Es wäre für mich zwar ohnehin nie in Frage gekommen, aber in den Wochen vor dieser Nackenfaltenmessung, die ich hauptsächlich wegen der Aufnahemn gemacht habe, kommt man schon sehr stark ins Grübeln).

    Und eine Fruchtwasseruntersuchung, erklärte mir der Arzt, kommt bei Mehrlingen auch nicht wirklich in Frage, weil die Gefahr eines Blasensprunges sehr groß ist. Das wollte ich zwar auch sowieso nicht machen lassen, aber alles in allem - das ist mein Fazit - würde ich mir wirklich sehr gut überlegen, mir mehr als 2 Embyonen einsetzen zu lassen.

    Allen, die Ihren Tansfer noch vor sich haben, wünsche ich alles Gute und viel Erfolg!

    Marianne

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 12. Januar 2007 um 23:12
    • #2

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Liebe Marianne,


    zuerst möche ich dir doch noch ganz herzlich gratulieren :kleeblatt:.

    Ich habe deinen Bericht sehr aufmerksam gelesen, und er hat mich betroffen und nachdenklich gemacht.

    Nochmals danke für deinen Bericht und alles alles Gute weiterhin für dich und deine Twins :hearts:


    Liebe Grüße

    von Josi

  • marianne27
    8-Zeller
    Beiträge
    128
    • 12. Januar 2007 um 23:42
    • #3

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Liebe Josi,

    Du kennst Dich doch wirklich sehr gut mit dem Eizellspendenthema aus. Ich glaube, Deine Freundin würde es Dir danken, wenn Du mit Ihr über das Thema sprichst.

    Ehrlich gesagt, dass die Chancen mit Endometriose und eigenen Eizell stark herabgesetzt sind, ist kein so großes Geheimnis. Ich war auch an zwei renommierten Zentren in Deutschland in Behandlung. Das wurde mir sehr unmissverständlich immer gesagt. Der eine sagte, die Chancen stünden mit eigenen Eizellen etwa bei 10 - 15 Prozent, der andere meinte, die Chancen stünden realistischerweise bei weit unter 10 Prozent...

    Natürlich hatte ich mich zunächst auch daran geklammert (so nach dem Motto "10 Prozent - vielleicht habe ich ganz viel Glück ..."), aber realistischerweise, vor allen Dingen wenn gar nicht viele Eizellen vorhanden sind, ist das Ganze nicht besonders Erfolg versprechend. Ich hatte beim letzten Transfer in Deutschland dann im Warteraum noch ein Gespräch mit einer anderen IVF-Patientin, und als die mir erzählte, dass bei ihr in einem einzigen Versuch 20 Eizellen gewonnen werden konnten, habe ich erst gemerkt, was für ein Unterschied das ist.

    Ich glaube, es ist eine gute Idee, wenn Du mit Deiner Freundin sprichst. Ich zum Beispiel hätte mich gefreut, wenn ich so jemanden gehabt hätte, denn ich wäre dann bestimmt viel schneller dazu übergegangen, Eizellspende zu machen. Aber klar, wenn Deine Freundin jetzt mitten in der Vorbereitung für einen neuen Versuch sein sollte, würde ich auch erst mal abwarten. Dann ist der Zeitpunkt bestimmt nicht optimal.

    Aber ich denke, sie wäre bestimmt ganz froh, eine gute Alternative kennenzulernen.

    Liebe Josi, auch Dir alles Gute für Deine weitere Schwangerschaft!

    Viele Grüße
    Marianne

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 14. Januar 2007 um 20:19
    • #4

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Liebe Marianne,


    danke für dein posting und deine gedanklichen Anregungen .


    Da bist du ja sehr knallhart mit der "Wahrheit" konfrontiert worden. Wenn man hören muß, daß die eigenen Schwangerschaftsraten bei 10 % liegen, braucht man schon eine Menge Mut, um nicht aufzugeben. Solche Aussagen zu hören, ist bestimmt nicht leicht.

    Umsomehr freut es mich, daß du mit der Alternative EZS so schnell und gleich doppelt erfolgreich warst. Ich hoffe, daß mehr Endo-Patientinnen diesen Weg für sich entdeckien können und werden.

    Was mich etwas bestürzt, ist die Tatsache, daß, wie du ja schreibst, die verminderten Schwangerschaftsraten zumindest bei der Ärzteschaft kein Geheimnis, sondern bekannt sind - und trotzdem in diesem großen renommierten KiWuZentrum kein Mensch meiner Freundin gegenüber eine Andeutung darüber gemacht hat . Da drängt sich mir ehrlich gesagt schon der Gedanke auf, daß da doch um Himmelswillen kein "Stammkunde" abgeschreckt werden soll ...........


    Sehr interessant uns sehr begrüßenswert deine Überlegungen zum Embryotransfer und den Mehrlingsschwangerschaften.


    Ich hoffe du und deine Twins habt eine schöne Zeit - genieße die Zeit solange du noch auf deine Zehenspitzen gucken kannst ;)


    Liebe Grüße


    von Josi

  • ameise
    Morula
    Beiträge
    632
    • 16. Januar 2007 um 08:53
    • #5

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    liebe marianne! :hallo:

    danke für deinen beitrag! :bussi:
    du hast geschrieben du hast keine endopatientin im forum kennengelernt - hier bin ich - ich habe endo grad 4!!

    und du schreibst mir aus der seele, nach 4 negativen IVF versuchen mit immer wenig eizellen (beim letzten versuch nur eine) wollten die ärzte wieder weitermachen, aber ich habe mich jetzt ganz bewußt für die EZS entschieden!
    auch ich habe meine IVF versuche extrem belastend empfunden, die vielen negativs haben tiefe wunden auf meiner seele hinterlassen...

    du hast mir mut gemacht, danke!! :knuddel:
    ich bin auch so verzweifelt und werde trotzdem auf 3 eizellen bestehen, mal sehen ob ich sie auch bekomme.
    natürlich weiß ich um die komplikationen einer mehrlingsschwangerschaft, aber ich hab so angst vor einem engativ, und jede einzelne eizelle ist eine chance....verstehst du mich? ich glaube ja...

    liebe grüße
    bussi
    ameise :flower:

    4 wunderbare, heiss geliebte EZS Kinder nach 14 IVF Versuchen, 1x Novum Polen und 2x Reprofit Brünn, unsere Familie ist nun komplett!

    [Blockierte Grafik: http://lb1f.lilypie.com/lKsOp1.png]

  • marianne27
    8-Zeller
    Beiträge
    128
    • 16. Januar 2007 um 13:09
    • #6

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Liebe Ameise, liebe Andrea M.,

    Ihr habt ja dann beide auch schon was mitgemacht - für Außenstehende sind die extremen körperlichen (und bei den IVF-/ICSI-Versuchen kommen ja noch die seelischen dazu) Schmerzen ja kaum nachzuvollziehen. Selbst engste Familienangehörige meinten, die Chancen mit der Repromedizin in Deutschland seien so gut, da bräuchte man nur hinzugehen und käme schwanger wieder raus. Was für eine Enttäuschung dann, als es dann wieder und wieder nicht geklappt hat. Aber was soll ich sagen, das wisst Ihr ja beide auch. Und dann immer die komischen Ermunterungen in den deutschen Reprokliniken - "bei Endometriosepatientin ist 1 oder 2 Eizellen schon ein gutes Ergebnis", "die Chancen sind nicht gut, aber immer weiter probieren" oder "die Chancen sind eh so schlecht, da können sie es auch ruhig mit Ihren eigenen Eizellen probieren, statt mit Eizellspende, wo man ihnen nur das Geld aus der Tasche ziehen möchte" - na ja, solche Sachen musste ich mir anhören.

    Ameise: Ich verstehe das mit den 3 Eizellen sehr gut. Wenn ich nicht nach Spanien gegangen wäre, hätte ich auf alle Fälle ein Land gewählt, wo man auch 4 oder 5 Embryos einsetzen lassen kann (zum Beispiel Ukraine oder USA). Fand ich wirklich eine gute Sache, um alles zu versuchen, damit es klappt. Ich habe mich erst in den letzten Wochen mit dem Thema Schwangerschaft und Mehrlingsschwangerschaft beschäftigt. Das habe ich vorher nie gemacht. Dazu kommt, dass ich - wie Ihr wahrscheinlich auch - massive Verwachsungen im Bauchraum habe und eine Adhäsionszyste mit über 20 cm Durchmesser. Ich habe vorher viel versucht, um herauszubekommen, ob diese (massiven) Verwachsungen nicht zu Problemen in der Schwangerschaft führen können. Die Antworten waren vorsichtig und eher ausweichend. Man könne schon mit "Gefühlssensationen" rechnen (vor Schmerzen habe ich keine Angst, kenne ich ja) und mit der Schwangerschaft wäre es kein Problem. Aber da war natürlich immer nur von der Schwangerschaft mit einem Kind die Rede. Wie sieht es aber mit zweien aus - oder dreien oder mehr? Ich habe im Internet recherchiert, darüber gibt es keine Informationen. Ich frage mich jetzt, ob sich zum Beispiel 2 Embryos da genügend Platz durch die Verwachsungen schaffen können... Das ist die aktuelle Frage, die ich mir stelle. Ich weiß es nicht. Bei mir wollte kein Arzt mehr noch eine Bauspieglung oder OP mehr machen, es seien schon zu viele gewesen. So ist der Zustand im Bauchraum ungewiss, ich weiß nur von einem CT das von der Zyste eben und vom Transfer, dass sich durch die IVF-/ICSI-Behandlungen auch schon wieder neue Emdometrioseherde gebildet haben.

    Andrea: Wenn es bei mir nach ein paar Versuchen mit Eizellspende nicht geklappt hätte, dann hätte ich auf jeden Fall auch die Immunglobuline oder Leukonorm und alles andere auch genommen, keine Frage. Ich wollte es nur zuerst ohne probieren. Das mit der Gebärmutter ist wirklich der große Pluspunkt. Wenn die intakt ist, kann es wirklich klappen!

    Ich wünsche Euch beiden von ganzem Herzen, dass Ihr bald schwanger werdet!!!

    Viele Grüße
    Marianne

  • Sannibalo
    Morula
    Beiträge
    267
    • 8. Juni 2007 um 09:08
    • #7

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Liebe Marianne,
    herzlichen Glückwunnsch!! ich habe Deinen Beitrag gelesen und endlich finde ich mal jemanden, der auch Endo hat. Ich dchte schon, ich bin die Einzige auf dieser Welt! Zufällig wurde bei mir letzten Monat Endo im Eierstock festgestellt per US und das nach 3 Jahren Kiwu Behandlung. Bisher gingen alle davon aus, dass es am schlechten SG meines Mannes liegt. Jetzt ist das SG aber besser und wir fragen uns warum es nicht geht - nun ja, jetzt wissen wirs. Ist es denn so, dass man andere Medikamente nehmen muss bei ENdo?? Wissen das die Kiwu Ärzte, die EZS machen?? Ich habe die blöde befürchtung, dass ich sonst auch mehrere Versuche brauche ...
    Tausend dank im Voraus.
    Susanne

    1. + 2. EZSP negativ, Reprofit Brünn
    3. EZSP positiv, M.A. 8. SSW

  • marianne27
    8-Zeller
    Beiträge
    128
    • 8. Juni 2007 um 12:22
    • #8

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Liebe Susanne,

    Du fragst, ob man andere Medikamente nehmen muss. Das ist keine einfache Frage. Es gibt hier im Forum noch einige andere Frauen, die auch Endometriose haben, und da gibt es unterschiedliche Meinungen. Das kannst Du in dem Ordner "Endometriose/Einnistungsstörungen" unter "Allgemein" nachlesen.

    Grundsätzlich musst Du auf jeden Fall die Medikamente nehmen, die alle anderen Patienten auch zur Vorbereitung für die Eizellspende nehmen. In meinem Fall waren das Östrogen-Pflaster und Utrogest. Das wird aber in jeder Klinik etwas anders gehandhabt, manche Kliniken manchen darüber hinaus auch noch Downregulierung, andere nicht. Aber das betrifft die grundsätzliche Medikation, die die also praktisch jeder Patient bekommt.

    Auch ich hatte mich sehr lange Zeit gefragt, ob es "spezielle" Medikamente für Endometriose-Betroffene gibt, die den positiven Ausgang einer Eizellspende noch sicherer machen. Darauf habe ich damals im Forum keine Antwort bekommen. Und mir war ziemlich klar, dass man noch 1.000 Sachen ausprobieren kann, aber nach 4 Jahren Kinderwunschbehandlung hatte ich einfach keine Lust und keine Kraft mehr, zu Homöopathen, "Immumspezialisten" und anderen Doktoren zu gehen. Ich fand es aber durchaus interessant, zu lesen, dass man sein Blut zu Frau Dr. Reichel schicken kann (Du findest hier im Forum eine ganze Menge Infos darüber). Als ich allerdings las, dass man dann wochenlang auf seine Ergebnisse warten muss, und dann nochmal um einem Telefontermin kämpfen muss, war das nicht gerade das, was ich mir unter einem serviceorientiertem Arzt vorstelle. Aber egal, das ist meine Meinung.

    Ich erzähle jetzt kurz noch wie es bei mir persönlich weiterging: Bei der letzten ICSI hatte man in Deutschland noch einen Kernspin gemacht, da konnte man sogar an der Außenseite der Gebärmutter kleinere Endometriose-Herde sehen. Und am verbliebenen Eierstock hatte sich auch wieder ein Endometriose-Herd gebildet.

    Als ich dann in Spanien war, habe ich auch die Medikamenten-Problematik angesprochen. Ich wollte wissen, ob es besser wäre, wenn ich zusätzlich auch noch Immunmedikamente nehme (zum Beispiel Immunglobuline).

    Als mir dann die Ärztin ganz klar sagte, dass Sie mir NICHT empfehlen kann, Immunmedikamente zu nehmen, weil deren Wirkung wissenschaftlich nicht erwiesen sei, klang das für mich sehr überzeugend. Deshalb habe ich bei meiner Eizellspende auch nichts anderes genommen, als die anderen Patienten auch. Vielleicht sollte ich noch dazusagen, dass ich viele der Medikamente, von denen ich lese, dass Sie von Frau Dr. Reichel empfohlen werden, wie zum Beispiel Kortison, Heparin und ASS bei meinem 5 erfolglosen Versuchen in Deutschland auch alle genommen hatte. Aber das hatte ja keinen Erfolg gebracht, deshalb war ich offen für Neues.

    Kurz und gut: Ich habe die "Standardmedikation" aus der Klinik übernommen, wo ich in Behandlung war und habe auch den Ratschlag der Ärztin gehört, keine weiteren Immunpräparate zu nehmen. Und es hat direkt beim ersten Mal mit der Eizellspende geklappt. (Und ich rechne ungefähr in den nächsten 2 Wochen mit der Geburt - so hat mir der Arzt vorausgesagt - mein Bauch platzt sonst bestimmt bald).

    Ob es jetzt Zufall war, dass es so ohne - weiteren - Medikamente bei mir geklappt hat, kann ich nicht sagen. Ich denke eigentlich nicht. Es hat geklappt, eine Zwillingsschwangerschaft ohne Komplikationen, ohne Liegen-Müssen, ohne Blutungen etc.

    Aber, wie gesagt, es gibt hier im Forum auch andere Endometriose-Betroffene, bei denen hat es MIT Immunmedikamenten geklappt. Weitere Informationen darüber findest Du im obengenannten Ordner.

    Was "richtig" und was "falsch" ist, lässt sich leider nicht immer so leicht beantworten. Eine Sache finde ich jedoch sehr beruhigend zu wissen: Auch wenn man Endometriose hat, kann es mit Eizellspende oder Embryonenspende klappen, und - so sagte mir die Ärztin in Spanien - man hat sogar die gleichen Chancen schwanger zu werden, wie alle anderen auch. Das ist doch eine echte Chance und eine wirklich positive Aussage!

    Ich wünsche Dir für Deinen 1. Versuch alles Gute und hoffe für Dich, dass es bei diesem einen Versuch bleibt. Ich würde mal ganz positiv denken, denn hier im Forum gibt es auch viele Frauen, bei denen es sofort klappt.

    Viele Grüße
    Marianne

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 15. Juli 2007 um 17:07
    • #9

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hallo,

    bin neu in diesen Forum und wollte nur mal sagen, dass mir dieses Posting hier schon Mut macht!! Habe auch Endo IV und einen Bauchschnitt und 4 BS hinter mir. Ein Eierstock ist quasi gar nicht mehr vorhanden und der andere ist auch alles andere als "normal".

    Na ja, wie oft bei Endofrauen alles ziemlich verbacken durch Verwachsungen. Wir hatten im letzten Jahr einen IVF-Versuch, den wir nach der erfolglosen Punktion abbrechen mussten. Leider keine Eizellen, die brauchbar gewesen wären. Für uns war dann ziemlich schnell klar, dass wir nicht noch weitere IVF-Versuche starten wollten. War uns ganz ehrlich auch zu teuer. Daher haben wir jetzt etwas abgewartet, ich musste auch erstmal mit der Situation klarkommen und jetzt steht halt bald EZS für uns an.

    Wir wollen nach Teplice fahren und hoffen, dass es klappen wird. Dieses Posting hat mir da wirklich Mut gemacht! Ich hoffe, dir und den Zwillis geht es gut. Inzwischen müssten die doch auch schon geboren sein, oder?

    Lieben Gruss
    Melanie

  • marianne27
    8-Zeller
    Beiträge
    128
    • 16. Juli 2007 um 00:36
    • #10

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hallo Melanie,

    ich drücke Dir fest die Daumen, dass es in Teplice direkt klappt. Die Chancen stehen ja wirklich sehr gut!

    Ich persönlich bin auch der medizinischen Forschung sehr dankbar, denn vor 20 Jahren hätte ja niemand von uns die Möglichkeit gehabt, schwanger zu werden.

    Ich finde es toll, dass Ihr Euch relativ schnell zur EZS entschließen konntet. Damit kann man sich letztendlich viele schmerzvolle Fehlversuche mit eigenen Eizellen ersparen. Ich habe für den Schritt etwas länger gebraucht.

    Falls Du Fragen hast wegen der Endometriose und der Schwangerschaft/Geburt kannst Du mir gerne noch mal schreiben. Ich bin ja sicher, dass Du bald schwanger bist. Meine große Sorge war, dass die Endometriose auch schon während der Schwangerschaft zu Problemen führt wegen der massiven Verwachsungen. Diese Sorge war unbegründet.

    Bei der Entbindung bzw. der OP/Kaiserschnitt war es im Nachhinein gesehen allerdings sehr wichtig, dass es ein sehr erfahrener Operateur (der mich schon wegen der Endometriose operiert hatte) gemacht hat. Falls Dich später bei gelungener EZS die OP-Details interessieren (hat speziell mit der Endometriose zu tun), kannst Du mir gerne nochmal eine PN schreiben. Ich antworte über die OP/Kaiserschnitt per PN.

    Du hast übrigens Recht - meine Zwillinge sind mittlerweile auf der Welt, ganz gesund, putzmunter und quitschfidel.

    Alles Gute für Dich auch Deine nächsten Schritte!

    Viele Grüße
    Marianne

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 19. Juli 2007 um 23:10
    • #11

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hey Andrea,

    man, noch jemand mit Endo und schwanger mit Zwillis! Das ist doch super!!! Wie bist du denn schwanger geworden? Mit IVF, EZS, EMS??? Mich würde deine Geschichte auch interessieren.

    Würde mich freuen, wenn du von dir erzählst. Sorry, bin noch neu hier und kenn daher noch kaum eine Geschichte der Mädels hier?

    Lieben Gruss und alles Gute für deine Schwangerschaft.
    Melanie

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 20. Juli 2007 um 10:03
    • #12

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hallo Andrea,

    das ist ja super! Danke für die Antwort. Das macht ja Hoffnung und Mut.

    Werde mir deine Geschichte auch mal anschauen! :)

    Wünsch dir für die Schwangerschaft alles Gute!!!

    Gruß
    Melanie

  • schnuffel
    Morula
    Beiträge
    444
    • 10. März 2008 um 08:27
    • #13

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    hallo marianne
    vielen dank für deine worte
    ich bin auch endopat seit ca 14 jahren, habe ca 6-7 ops hinter mich und 5 versuche, 3 keine einnistung die letzten 2 waren nur noch 1 eizelle und dann natürlich keine befruchtung, habe endo grad 4 wie du auch und nur ein eileiter noch
    wir gehen jetzt im mai auch den weg der ezs, ich denke für mich, ich gehe schonmal viel entspannter ran weil die ganze spritzerei nicht dabei ist! meine grösste angst ist das keine einnistung passiert, da bei endo ja auch die gebärmutterschleimhaut anders ist als bei "gesunden" frauen!
    habe zu jedem versuch ass und heparin genommen, jetzt bei ezs soll ich nur heparin nehmen und prednisolon, aber das werd ich wohl eh nehmen müssen wg erhöhtem nk wert!
    ich freu mich immer wenn ich les, dass eine endogeplagte es geschafft hat!

    lg

    Endometriose
    5 IVF/ICSI negativ
    05/08 1. EZSP POSITIV!!
    FG in der 9.SSW
    2. EZP warten auf Spenderin
    Ehe-Aus Oktober :(

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 10. März 2008 um 13:02
    • #14

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hey Schnuffel,

    ich drück euch für die anstehende EZS die Daumen und hoffe, dass es klappt bei euch!!! Ihr geht doch auch nach Reprofit, oder? Meine, ich hätte dich dort im Ordner auch schon gelesen. :) Wir sind im August dran. Habe ja auch Endo Grad IV und bei 2 IVF keine Reifung von Eizellen, 1 Versuch 3 Eizellen und 1 Embryo, der sich leider nicht eingenistet hat.

    Habe auch totale Verwachsungen, einige OPs und jetzt wollen wir wirklich nicht noch mehr Versuche in Deutschland machen. Ich denke, dass hat einfach keinen Sinn mehr. Ich bin nur sehr hin- und hergerissen, da es so viele unterschiedliche Ergebnisse mit Endo gibt. Einige werden ganz schnell mit EZS schwanger, bei anderen geht es aber auch nur sehr schwer oder auch gar nicht. Ich habe Angst, dass ich zur letzteren Gruppe gehöre. Ich weiß nicht genau, wie meine GM von innen aussieht. Die Ärzte sagen, sie sähe soweit ganz gut aus. Habe allerdings ein Myom in der GM-Wand. Na ja, ich hoffe, es kann trotzdem klappen.

    Ich drücke die Daumen für uns alle!!!
    Lieben Gruß
    voghey

  • schnuffel
    Morula
    Beiträge
    444
    • 10. März 2008 um 20:07
    • #15

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    hallo vogey
    ja ich bin im reprofit ordner auch unterwegs
    also hattest du auch probleme mit der einnistung? was für medis musstest du denn nehmen außer die stimumedis?
    da plagen uns grad die gleichen ängste, mir geht es genauso, aber ich hoffe einfach das es DIE chance ist

    lg

    Endometriose
    5 IVF/ICSI negativ
    05/08 1. EZSP POSITIV!!
    FG in der 9.SSW
    2. EZP warten auf Spenderin
    Ehe-Aus Oktober :(

  • cindy
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 4. April 2008 um 23:45
    • #16

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hallo,
    sind noch Endometriose Patienten da???
    Leider wurde bei mir auch Endometriose festgestellt. Wir wünschen uns seit 6 Jahren ein Baby und es klappt nicht. Ich war inzwischen 2x im Krankenhaus und habe die Endo entfernen lassen. Unterm Gewebe kann man leider nichts machen. Welchen Grad ich habe, hat mir nie jemand gesagt. Jedoch sind bei mir beide Eileiter intakt und auch durchgängig.
    Da wir nicht verheiratet sind, sind wir relativ schnell ins Ausland gegangen. Und zwar nach Tschechien. Das Vertrauen beim ersten Arzt in Prag zerschlug sich sehr schnell, Hormonbehandlung die nicht Anschlug und keinerlei Infos warum und was man machen kann. Dann hatten wir einen Termin in Pilsen, der war sehr positiv. Allerdings schlug die Behandlung auch nicht an. Der Arzt denkt das wir kaum Erfolgschancen haben und bricht ab. WARUM??? Wie kann man nach 2 Versuchen aufgeben? Ich bin dazu einfach nicht bereit. Okay, ich muss mir anmarkern, ich habe zu lange gewartet.Bin mitlerweile 40 Jahre alt, kann es aber leider auch nicht ändern. Ich hoffe ich höre noch POSITIVES von Frauen in meinem Alter. Im Moment bin ich in Behandlung bei Dr.Bourek in Brno. Habe eine schmerzhafte und blutige Behandlung hinter mir. Ich weiß nicht ob es richtig ist, was ich im
    Moment mache. Weiß mir aber auch im Moment keinen Rat . Würde mich freuen von anderen BETROFFENEN Frauen zu lesen und ggfls. sich auszutauschen.
    Gruß cindy

  • cindy
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 4. April 2008 um 23:51
    • #17

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hi voghey, habe wie Du auch ein Myom in der Gebärmutterinnenwand.
    Gruß cindy

  • voghey
    Blastozyste
    Beiträge
    828
    • 6. April 2008 um 14:50
    • #18

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hey Cindy,

    hat dir jemand zu dem Myom etwas gesagt, ob das entfernt werden soll, oder nicht? Von der Klinik in Tschechien wurde mir gesagt, es käme darauf an, wie nah das Myom an der GMS läge. Das weiß ich leider nicht. Werde nächste Woche noch mal meinen Gyn befragen. Ansonsten überlege ich, ob ich eine GMspiegelung machen lassen soll. Ich kann mich einfach nicht entscheiden.

    Ihr habt ja auch schon einen totalen Streifen mitgemacht. Man, das ist echt so heftig!

    Während meiner IVSs in D musste ich keine zusätzlichen Medis nehmen. Nur die Stimulation. Zwar in ziemlich hoher Dosis, da nur noch wenig Eierstocksgewebe, aber ansonsten nix.

    Ich bin so unsicher, was ich machen soll...

    Lieben Gruß
    voghey

  • cindy
    Eizelle
    Beiträge
    13
    • 6. April 2008 um 20:04
    • #19

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hey voghey,
    das Myom ist an der Gebärmutterwand, man kann es angeblich nicht entfernen, man müsste dann die Gebärmutter entfernen. Das Myom ragt mitlerweile in die Mitte der GBM, da wo normalerweise die Einnistung stattfindet. Ich denke dies ist mein größtes Problem.
    Warum willst Du eine Gebärmutterspiegelung machen????

  • Lavinnia
    8-Zeller
    Beiträge
    146
    • 7. April 2008 um 22:10
    • #20

    Re: Zwillingsschwangerschaft 1. Versuch, Institut Marques (mit Endometriose)

    Hallo, :tach:

    hier scheinen sich ja jetzt mehrere Endopat. zu tummeln.
    Da möchte ich mich doch mal zu euch gesellen.

    Ich habe auch Endo 3-4, hatte 2 OP's und dawzischen 4 Monate Hormontherapie mit Wechseljahrsspritzen.
    Nach 3 erfolglosen ICSI's haben wir uns dann auch für eine EZP entschieden.
    Ich hatte immer nur 1-2 Eizellen für den Transfer und leider nie eine Einnistung.
    Mein Doc hat mir nach der letzten ICSI zu einer EZS geraten, da meine Erfolgschancen bei nicht mal 10% lagen.

    Wir sind jetzt in Valencia im IVI in Bahandlung.
    Beim Erstgespräch wurde bei mir auch ein Myom festgestellt.
    Das IVI hat mir allerdings dazu geraten es entfernen zu lassen.
    Bei der Hysteroskopie wurde dann noch ein weiters entdeckt.
    Das IVI, wie auch mein Arzt in Deutshcland haben mir zur Entfernung geraten, da es sonst ev. Einnistungsstörungen geben könnte oder zum Abbruch einer SS führne kann (diese Meinung vetreten glaube ich auch die Forumdocs).
    Aber ich glaube da gehen die Meinungen auseinander...


    Liebe Grüße Lavinia

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