Hallo,
ich gehöre zur wohl großen Mehrheit der Nicht-Interessierten, und möchte nun auch mal begründen , warum das so ist.
Gut, erst mal soll das Thema EZS in unseren vier Wänden bleiben. Bei einem großen Treffen habe ich keine Kontrolle darüber , wer aus welchen Gründen teilnimmt.
Und bei dem nicht nachlassenden Medieninteresse, der nicht versiegenden Sensationsgeilheit dem Thema EZS gegenüber , halte ich auch die Gefahr für sehr groß, daß die Presse wie auch immer Wind von einer Versammlung dieser Art bekommt und versucht das auszunutzen.
Wobei ich hier im Forum ganz wunderbare Frauen kennengelernt habe, die ich teilweise schon getroffen habe bzw. mit denen ich mich in näherer oder ferner Zukunft sicher treffen werde. Es geht also nicht um eine grundsätzliche Ablehnung mich persönlich über das Thema auszutauschen, sondern darum, daß ich vorab entscheide, wem ich mein Vertrauen schenke.
Und, liebe Narzisse, so sehr ich sonst deine Ansichten teile, in einem Punkt ist es bei uns anders. Wir verdrängen die EZS nicht, im Gegenteil, mein Mann und ich sprechen durchaus im "stillen Kämmerlein" über die teilweise aufregende Entstehungsgeschichte unserer Kinder und über die Frauen, die uns diese Wunder geschenkt haben.
Wenn wir mit dem Thema EZS sehr sehr vorsichtig umgehen, hat das nur damit zu tun, daß ich mein/e Kind/er schützen möchte.
Schützen vor einer Umwelt, einer Gesellschaft, die leider nur allzuoft , sicher auch als Unwissenheit und Bigotterie, alles was mit künstlicher Befruchtung, Reagenzglaszeugung, Präimplantationsdiagnostik, Spendereizellen- und- Samen zu tun hat, in Bausch und Bogen ablehnt und verteufelt. Und für die oft schon ein ganz normales Retortenbaby " der Natur ins Handwerk gepfuscht" ist .
Ich möchte nicht, daß meine Kinder als diejenigen mit dem "Exotenstatus" bekannt werden, die von Tante Elfriede, dem Postboten und der Kindergartentante aufmerksam/argwöhnisch betrachtet werden , denn es sind ja keine "normalen" Kinder, ihre Entstehung irgendwo im Ausland, auf verbotenen Wegen, in einem geheimnisvollen Labor gezeugt - da gehts doch nicht mit rechten Dingen zu, oder ? Und sobald das Kind für seine Umwelt in irgendeiner Weise von der Norm abweicht ( was man bei einem "normalen" Kind gar nicht weiter auffällig finden würde ) , haben diese Leute es ja immer schon gewußt, daß mit grade diesem Menschlein etwas nicht stimmen kann, kein Wunder, es ist ja nicht "normal".
Nein, solange es überall solche Menschen gibt, werde ich mein Kind auf keinen Fall outen. Es hat das Recht auf eine unbeschwerte friedvolle Kindheit, soweit das in meiner Macht steht. Es soll weder scheele Blicke noch Getuschel wegen seiner Entstehung kennenlernen müssen.
Ich hoffe ich konnte euch etwas näherbringen, warum private Verabredungen mit Gleichgesinnten meines Vertrauens in meinen Augen etwas anderes sind als ein großes für mich nicht kalkulierbares Treffen.
Ich wünsche euch aber viel Erfolg bei der Organisation und viel Spaß bei der Durchführung ![]()
Grüße
von Josi