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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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  3. Allgemeine Informationen

Entscheidung Eizellspende vs. Adoption – wie habt ihr Klarheit gefunden?

  • Emma_
  • 24. Mai 2025 um 09:53
1. offizieller Beitrag
  • Emma_
    4-Zeller
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    35
    • 24. Mai 2025 um 09:53
    • #1

    Hallo liebe Community,

    ich stehe gerade an einem inneren Wendepunkt und möchte euch in meine Gedanken einweihen – vielleicht gibt es hier jemanden, der sich in dieser Phase wiedererkennt oder schon einen Schritt weiter ist.

    Da mein letzter Stimulationsversuch erfolglos war und ich mit einer sehr niedrigen ovariellen Reserve kämpfe, muss ich mich langsam vom Traum verabschieden, mit eigenen Eizellen ein Kind zu bekommen. Nun wende ich mich einem neuen möglichen Weg zu: Eizellspende oder Adoption.

    Mich beschäftigen dabei vor allem die Themen Aufklärung und Identität des Kindes.
    Ich habe keine Angst davor, dass ich das Kind nicht als „mein“ Kind empfinden könnte – mein Herz wäre bereit. Aber ich frage mich:

    • Wie kann ich ein Kind gut begleiten, das durch Eizellspende entstanden ist?
    • Ist es egoistisch, aus einem tiefen Kinderwunsch heraus einem Kind ein „Päckchen“ mitzugeben – also die Realität, genetisch nicht verwandt zu sein? Vielleicht sogar mit dem Wissen, dass das Kind eine Identitätskrise durchleben könnte?
    • Würde Adoption in dieser Hinsicht einen Unterschied machen?

    Habt ihr euch psychologisch begleiten lassen? Wenn ja – könnt ihr bestimmte Beratungsstellen oder Expert:innen empfehlen?
    Wie lange hat dieser Prozess der Entscheidungsfindung bei euch gedauert?

    Ich bin auch auf der Suche nach Austauschgruppen oder Erfahrungsberichten von Kindern, die durch eine Eizellspende entstanden sind. Bisher kenne ich nur den Verein „Spenderkinder e.V.“, der sich allerdings hauptsächlich auf Samenspende fokussiert. Gibt es Ähnliches für Eizellspende?

    Ein weiterer Gedanke, der mich beschäftigt:
    Wäre es für das Kind vielleicht einfacher, wenn es mit einem Geschwisterkind aufwächst, das auch aus EZS entstanden ist – also jemanden an der Seite zu haben, der die gleiche Geschichte teilt?
    Hat jemand von euch diesen Weg gewählt? Und wenn ja: Ist es überhaupt möglich, zwei Kinder von derselben Spenderin zu bekommen?

    Ich danke euch von Herzen für jeden ehrlichen Einblick. Es tut gut, dass dieses Forum ein Raum ist, in dem solche Fragen Platz haben dürfen.

    Herzliche Grüße

  • strawberry
    4-Zeller
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    • 24. Mai 2025 um 10:57
    • #2

    Hallo Emma,


    wir standen auch vor der Entscheidung. Wir sind allerdings ein lesbisches Paar und von Natur aus natürliche schon auf eine Samenspende angewiesen.

    Wir haben 2020 die Anerkennung zur Adoption gestartet und waren ( auch wegen Corona) im Juli 2022 anerkannt. Seitdem warten wir...

    Wir haben allerdings FAS und Drogen ausgeschlossen, damit fallen schon mal 80-90 Prozent der Kinder raus.

    Die junge Studentin die ihr Kind aus Geldnot abgibt, ist schon lange ein Märchen. Die meisten Mütter lieben ihre Kinder, aber können wegen ganz anderen Dingen nicht für das Kind sorgen (Psy. Gesundheit, Drogen usw)

    Ein Adoptivkind hat IMMER einen Bindungsabbruch, den du bei einem EZS Kind nicht hast, ich finde wie bei allen anderen Möglichkeiten, das eine Wickeltischaufklärung Pflicht ist! Egal ob anonym oder nicht.

    Ich denke auch eine EZ Spenderin ist was ganz anders als eine Mutter, die ihr Kind zu Adoption freigibt.

    Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne melden.


    Liebe Grüße

  • Conby
    Blastozyste
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    • 25. Mai 2025 um 07:45
    • #3

    Liebe Emma_

    Ich kann das was strawberry schreibt nur unterstreichen. Für uns kam eine Adoption nie in Frage. Erstens dauert es manchmal Jahre, es sind nicht immer nur kleine Babys, die direkt bereit stehen, die Kinder haben Beziehungsabbrüche erlebt erst weg von der Mutter, dann in Kurzzeitpflege dann zu den Adoptiveltern. Da geht gut und gerne schon mal ein halbes Jahr ins Land. FASD und andere Vorbelastungen spielen eine große Rolle, werden manchmal aber auch nicht transparent weitergegeben. Und es sind letztlich Kinder, die damit groß werden, dass jemand sie nicht gewollt hat oder nicht behalten konnte. Bei der EZS ist es ja genau das Gegenteil. Diese Kinder sind so sehr gewollt, dass jemand eine Eizelle verschenkt hat, damit man eltern werden konnte.

    Zu deiner Frage mit Geschwistern von der gleichen Spenderin: wenn du genug Eizellen, ergo blastos erhältst, kannst du selbstverständlich mehrere Kinder einer spenderin bekommen. Dass man aber ein paar Jahre nach der ersten Behandlung noch einmal die selbe spenderin bekommt, halte ich für nicht sehr wahrscheinlich. Es idt ein bisschen ein Glücksspiel. Wir hatten tatsächlich das Glück, mit 2 getesteten Blastos 2 Schwangerschaften zu erreichen, wobei ich mit dem 2. Kind jetzt in der 15. SSW bin. 1 blasto war genetisch nicht gesund, sie haben wir nie eingesetzt. Wir hatten also insgesamt 3 blastos aus einer Spende.

    BJ 1982, AMH 2020: 0,2. Partner: OAT Syndrom.

    1xIUI 08/20 neg. 1x TF nach ICSI 11/20 neg. Danach nur noch Nullbefruchtung und zweimal Nullpunktion.

    08/21 Erstvisite KIWU in Madrid.

    Transfer einer wunderschönen 6AA Blasto am 25.3.22

    Urintest 3.4. Positiv

    BT 5.4. : HCG 570 :love:

    US 22.04. Das Herzchen schlägt <3

    Es wird ein Mädchen :smiling_face_with_hearts:

    Dezember 2022 Geburt unserer wundervollen süßen Tochter :smiling_face_with_hearts::heart_with_ribbon:

  • Emma_
    4-Zeller
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    • 25. Mai 2025 um 14:25
    • #4

    Danke strawberry und Conby für eure offenen und hilfreichen Antworten! Ja, das hilft mir schon mal sehr.

    Beziehen sich eure Erfahrungen und Einschätzungen zur Adoption (z. B. lange Wartezeiten, viele Ausschlusskriterien, hohe Rate an FAS etc.) auf die Inlandsadoption – oder gilt das so in ähnlicher Form auch für Auslandsadoptionen?

    Gibt es aus eurer Sicht wichtige Aspekte oder Erfahrungen, die Paare vor der Entscheidung zwischen Adoption und Eizellspende unbedingt kennen sollten?

    Und kennt ihr Berichte, Geschichten oder vielleicht sogar größere Kinder, die durch Eizellspende entstanden sind? Ich würde gern mehr darüber erfahren, wie deren Perspektive ist und wie sie mit dem Thema umgehen.

    Ich freue mich sehr über eure Erfahrungen und Tipps!

    Herzliche Grüße

  • strawberry
    4-Zeller
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    • 25. Mai 2025 um 14:37
    • #5

    Also ich denke eine Auslandsadoption ist noch viel schwieriger (5-8 Jahre Wartezeit) und die Kinder sind älter und haben viel mehr Traumata.

    Du kannst dich vernetzen mit Frauen die schon ältere Kinder aus EZS haben, es gibt extra einen Verein dafür, ich muss den Namen googeln.

  • C+C_Schmid
    Administrator
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    • 25. Mai 2025 um 14:38
    • Offizieller Beitrag
    • #6

    Emma_

    Am 27.05.2025 haben wir ein Kinderwunschwebinar mit Tanja Romano, sie selbst ist Kinderwunschcoach mit dem Schwerpunkt Eizellspende und Embryonenspende.

    Was aber noch viel wichtiger und wertvoller, auch für Dich, ist, sie selbst ist dreifache Eizellspendenmama und gibt ihre eigenen Erfahrungen gerne weiter. Melde Dich doch einfach an, die Teilnahme ist kostenlos.

    Tanja Romano: Eizellspendenmama und Kinderwunschcoach
    <p>🌸 Webinar mit Tanja Romano – Eizellspendenmama &amp; Kinderwunsch-Coach 🌸</p><p>Ich freue mich sehr, dich zu einem ganz besonderen Webinar mit Tanja Romano…
    join.next.edudip.com

    Grüße

    Claudia & Chris

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  • Conby
    Blastozyste
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    • 25. Mai 2025 um 14:40
    • #7

    Liebe Emma_ , das weiß ich alles erst einmal nur für Inlandsadoptionen, zum Teil auch aus dem beruflichen Kontext.

    Bei Eizellspende kann man wählen zwischen anonymer Spende (ist verbreiteter, kürzere Wartezeit auf Spenderin) oder offener spende. Bei der anonymen Spende erfährt man keine Details zur Spenderin, bis auf Alter und Blutgruppe. Das Kind selbst hat keine Chance, diese genetischen Wurzeln irgendwann kennenzulernen.

    Bei Adoptionen haben die Kknder ab einem gewissen Alter das Recht, Infos zu ihrer Herkunft zu erhalten und machen sich oft auf die Suche nach den leiblichen Eltern. Das kann, muss aber natürlich nicht, eine Belastung für die Adoptiveltern sein.

    Und ich finde tatsächlich einen wichtigen Aspekt, dass man bei einer Adoption einfach keine oder wenig Infos zur Schwangerschaft erhält und man heute weiß, dass auch vorgeburtliche Erfahrungen einen Einfluss auf das weitere Leben haben. Und manchmal isr ein FAS eben nicht bekannt oder wird verschwiegen.

    Bei beiden Kinderwunschwegen denke ich ist eine Aufklärung des Betroffenen Kindes wichtig. Nichts ist schlimmer als Geheimnisse, die schwelen. Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt, können es aber nicht einordnen und werden es dann zwangsläufig auf sich selbst beziehen. Kommt es irgendwann durch Zufall ans Licht, kommt es nicht selten zu großen Problemen für die Eltern Kind Beziehung und das Kind selber.

    Hier im Forum sind teilweise Mütter mit größeren Spenderkindern, die von ihren Erfahrungen berichtet haben. Vielleicht findest du die entsprechenden Beiträge, ich habe sie leider gerade nicht parat.

    BJ 1982, AMH 2020: 0,2. Partner: OAT Syndrom.

    1xIUI 08/20 neg. 1x TF nach ICSI 11/20 neg. Danach nur noch Nullbefruchtung und zweimal Nullpunktion.

    08/21 Erstvisite KIWU in Madrid.

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  • Conby
    Blastozyste
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    • 25. Mai 2025 um 14:50
    • #8
    Thema

    Wenn ich es meinem Kind nicht sage?

    Ich beschäftige mich im Moment mit einer EZS. Natürlich denkt man immer wieder durch ob und wann man es dem Kind sagt. Nun wird hier durchgehend geraten, das Kind so früh wie möglich aufzuklären.

    Aber eigentlich möchte ich das Thema in meinem Umfeld nicht öffentlich machen. Und wir alle wissen, dass Kinder so etwas überall erzählen werden…im Kindergarten, bei der Familie. Das finde ich nicht so toll. Ich denke auch, dass das Umfeld negativ reagieren könnte und es Hänseleien unter den…
    Bado
    15. August 2022 um 23:53

    Hier habe ich es gefunden. Auf der 2. Seite schreibt Anja über Ihre Erfahrungen mit zwei EZS Kindern, die mittlerweile Teenager sind.

    BJ 1982, AMH 2020: 0,2. Partner: OAT Syndrom.

    1xIUI 08/20 neg. 1x TF nach ICSI 11/20 neg. Danach nur noch Nullbefruchtung und zweimal Nullpunktion.

    08/21 Erstvisite KIWU in Madrid.

    Transfer einer wunderschönen 6AA Blasto am 25.3.22

    Urintest 3.4. Positiv

    BT 5.4. : HCG 570 :love:

    US 22.04. Das Herzchen schlägt <3

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  • Emma_
    4-Zeller
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    17
    Beiträge
    35
    • 25. Mai 2025 um 15:35
    • #9

    Danke euch allen, das hilft sehr <3

  • Ivana
    Eizelle
    Beiträge
    1
    • 23. September 2025 um 13:22
    • #10
    Zitat von Emma_

    Hallo liebe Community,

    ich stehe gerade an einem inneren Wendepunkt und möchte euch in meine Gedanken einweihen – vielleicht gibt es hier jemanden, der sich in dieser Phase wiedererkennt oder schon einen Schritt weiter ist.

    Da mein letzter Stimulationsversuch erfolglos war und ich mit einer sehr niedrigen ovariellen Reserve kämpfe, muss ich mich langsam vom Traum verabschieden, mit eigenen Eizellen ein Kind zu bekommen. Nun wende ich mich einem neuen möglichen Weg zu: Eizellspende oder Adoption.

    Mich beschäftigen dabei vor allem die Themen Aufklärung und Identität des Kindes.
    Ich habe keine Angst davor, dass ich das Kind nicht als „mein“ Kind empfinden könnte – mein Herz wäre bereit. Aber ich frage mich:

    • Wie kann ich ein Kind gut begleiten, das durch Eizellspende entstanden ist?
    • Ist es egoistisch, aus einem tiefen Kinderwunsch heraus einem Kind ein „Päckchen“ mitzugeben – also die Realität, genetisch nicht verwandt zu sein? Vielleicht sogar mit dem Wissen, dass das Kind eine Identitätskrise durchleben könnte?
    • Würde Adoption in dieser Hinsicht einen Unterschied machen?

    Habt ihr euch psychologisch begleiten lassen? Wenn ja – könnt ihr bestimmte Beratungsstellen oder Expert:innen empfehlen?
    Wie lange hat dieser Prozess der Entscheidungsfindung bei euch gedauert?

    Ich bin auch auf der Suche nach Austauschgruppen oder Erfahrungsberichten von Kindern, die durch eine Eizellspende entstanden sind. Bisher kenne ich nur den Verein „Spenderkinder e.V.“, der sich allerdings hauptsächlich auf Samenspende fokussiert. Gibt es Ähnliches für Eizellspende?

    Ein weiterer Gedanke, der mich beschäftigt:
    Wäre es für das Kind vielleicht einfacher, wenn es mit einem Geschwisterkind aufwächst, das auch aus EZS entstanden ist – also jemanden an der Seite zu haben, der die gleiche Geschichte teilt?
    Hat jemand von euch diesen Weg gewählt? Und wenn ja: Ist es überhaupt möglich, zwei Kinder von derselben Spenderin zu bekommen?

    Ich danke euch von Herzen für jeden ehrlichen Einblick. Es tut gut, dass dieses Forum ein Raum ist, in dem solche Fragen Platz haben dürfen.

    Herzliche Grüße

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    2 Mal editiert, zuletzt von Ivana (23. September 2025 um 13:32) aus folgendem Grund: Liebe Emma, ich habe exakt die gleichen Gedanken wie du. Nach einen längeren Prozess, kann ich mir ebenso vorstellen, ein Kind, welches durch eine Eizellspende (bei mir sogar eine Doppelspende) entsteht, sofort annehmen zu können. Was mir aber wirklich Sorgen macht, dass ich nicht nur für mich eine Entscheidung treffe, sondern eben auch für ein Kind, das (wie in meinem Fall), weder einen leiblichen Vater noch eine leibliche Mutter hat. Die Kliniken, die ich mir in Spanien ansgeschaut habe, bieten hauptsächlich anonyme Spender an - somit hat das Kind keine Chance, seinen Ursprung zu erfahren. Hat jemand Erfahrung mit einer Doppelspende und gibt es Eltern, die Kinder in höherem Alter haben und bereits aufgeklärt wurden. Wie gehen diese damit um?

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