Liebe Experten und Expertinnen,
ich habe ein paar Fragen zum ERA-Test:
Ich hatte im Februar meinen ersten und erfolglosen Spende-Transfer einer ganz tollen Blastozyste (angeblich A-Qualität). Meine Schleimhaut war super aufgebaut, alles schien perfekt, aber es kam zu keiner Einnistung. Nun haben wir noch zwei Blastos auf Eis (eine Tag5 und eine Tag6), aber leider darf ich diese nur bis zum 12. Juli transferieren, da ich bereits 50 Jahre alt bin.
Für mich stellt sich nun die Frage, ob ich den ERA-Test durchführen lassen sollte, um die Chancen auf eine Einnistung zu erhöhen. Die Klinik hat den EndomeTrio-Test vorgeschlagen. Allerdings sagt die Klinik auch, dass ein ERA-Test eigentlich erst nach drei gescheiterten Transfers mit super Blastos durchgeführt wird, die Klinik rät also eigentlich nicht zu diesem Test.
Mein Dilemma: wenn ich erst die drei Transfers (nun noch 2) durchführe, darf ich hinterher keinen neuen Eizellspende-Zyklus beginnen (wegen meines Alters), wenn ich dagegen den ERA-Test jetzt mache, schaffe ich wahrscheinlich bis zum 12. Juli nur noch einen Transfer. Ich sage mir aber auch: besser einen Transfer unter Top-Bedingungen, als zwei Transfere unter Zeitdruck. (Ich bin Bio-Wissenschaftlerin und wir machen beruflich kein zweites Experiment ohne vorab abzuklären, warum das erste nicht klappte).
Daher meine Fragen:
- Wie wahrscheinlich ist es, dass das Einnistungsfenster tatsächlich verschoben ist? Ist es normalerweise tatsächlich nur ein paar Stunden "offen"?
- Bringt vielleicht einfach bereits die Biopsie etwas? "Scratching"?
- Kann man eine Endometritis ohne Symptome haben (darauf soll dann auch getestet werden)
- Müsste ich bei verschobenen Fenster einen 2. ERA-Test machen? Dafür hätte ich definitiv keine Zeit.
- Kann man Blastos in andere Länder verschicken, in denen ich länger behandelt werden darf?
Mit besten Grüßen und ganz herzlichen Dank!
Oskar