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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Embryo zu klein (SSW 7?)

  • Sala
  • 4. Mai 2023 um 15:33
  • Sala
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    • 4. Mai 2023 um 15:33
    • #1

    Hallo in die Runde,

    ich bin gerade in einer schrecklichen Situation. Nach dem transfer am 1.April war ich zunächst schwanger. Dann gab es letzte Woche beim scan nur eine leere Fruchthöhle mit Dottersack. Die Ärztin meinte es sähe sehr schlecht aus, weil alles in der Entwicklung verzögert sei.

    Also Medikamente weiter nehmen und scan eine Woche später, um sicher zu sein.

    Beim scan diese Woche war aber ein winziger Embyo zu sehen (1mm) mit schwachem Herzschlag. Wieder die Aussage, dass es alles verzögert sei und die Prognosen leider sehr schlecht.

    Aber ich muss nun wieder eine Woche die Medikamente weiter nehmen und warten.

    Diese Situation ist ganz schwer auszuhalten. Ich kann nicht endgültig trauern. Ich habe Angst, dass das noch Wochen so weiter geht?

    Wenn ich mich nicht verhört habe, meinte die Ärztin dann so etwas wie "was sie zu Hause mache ist dann ihre Sache" Auf meine Nachfrage, meinte sie "als Ärztin sagen ich ihnen, dass sie die Medikamente weiter nehmen sollen"

    Das macht mich nun völlig fertig: Verlängere ich denn einen aussichtslosen Zustand durch das nehmen der Medikamente? wie soll ich denn sowas entscheiden ohne mich schlecht zu fühlen und ohne Ahnung zu haben?

    Fast hoffe ich, dass nächste Woche kein Herzschlag mehr da ist, nur damit es Klarheit gibt, der Körper selbst entschieden hat und ich beginnen kann zu trauern und abzubluten.

    Hat das eine von euch schon erlebt?

  • Tulpe80
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    • 4. Mai 2023 um 16:25
    • #2

    Liebe Sala

    das finde ich total furchbar, Dich damit alleine zu lassen.

    Kannst Du ggf. kurzfristig eine zweite Meinung irgendwo einholen?

    Diagnose: vorzeitige Wechseljahre, AMH nicht messbar, Bj 80

    1 x IUI - negativ | 2 x IVF - negativ | 2 x IVF - abgebrochen, keine Eizellen | 3 x EZS - negativ

    03/2021 - Hysteroskopie, geringgradige Zervitits

    4. EZS - negativ

    Klinikwechsel nach CZ

    11/2021 - ERA-Test Teil 1, EMMA, ALICE unauffällig

    12/2021 - MRT

    01/2022 - ERA-Test Teil 2 (--> 156h Progesteron)

    02/2022 - 5. EZS (hCG - TF+11 = 77,7 - TF+15 = 379 )

    03/2022 - <3 schlägt

    04/2022 - es wird ein ... :male_sign:

    10/2022 - Baby ist da! <3

  • Sala
    Morula
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    • 4. Mai 2023 um 21:00
    • #3

    Liebe Tulpe80,

    danke für deine Anteilnahme!

    Heute rief mich die Ärztin aus England zurück. Sie meinte auch, alle Zeichen sprechen für eine kommende Fehlgeburt, und sie denkt der scan in einer Woche bringt vermutlich Klarheit.

    Mehr kann ich wohl nicht tun und muss da durch.

    Grade möcht ich am liebsten nur verschwinden.

    Die Zweifel bleiben. Ob es an mir liegt. Es war der dritte EZ-Spende Versuch.

    Ich weiß nicht, ob ich nochmal die Kraft habe s zu probieren.

  • Gartenfee79
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    • 4. Mai 2023 um 21:48
    • #4

    Liebe Sala

    Das tut mir so leid. Ich wünsche Dir und dem Würmchen viel Kraft! Bisher hat sich das Würmchen doch immer von Scan zu Scan weiterentwickelt?

    Alles Liebe

    Geburt eines wundervollen Kindes April 2013:red_heart::breast_feeding_medium_light_skin_tone: (spontane Schwangerschaft)

    Kinderwunsch für ein zweites Kind 2016:baby_light_skin_tone:

    Stimulationen/ IUI 2018/2019 ICSI 2019/2020

    1. Transfer IVF Spain 09.2020, POSITIV (HCG TF+10) 209, US 6+1 Herzschlag:red_heart:, US 7+1 MA :rainbow::glowing_star::candle::loudly_crying_face:

    2. Transfer 04/2021 BS

    3. Transfer 05/2021, Geburt unseres Sohnes am 9. Januar 22

  • Lalelu22
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    • 5. Mai 2023 um 08:22
    • #5

    Liebe Sala ,

    Wow, was für eine schwierige Situation! Ich wünsche dir viel Kraft!

    Ich würde erstmal alles weiternehmen und hoffen! Vielleicht ist dein Würmchen einfach ein kleiner trödler und braucht die Zeit! Gib nicht so schnell auf - dafür ist es noch zu früh! Auch wenn ich verstehen kann; dass du Klarheit haben willst!

    Fühl dich gedrückt! 😘

    Jg. 75

    Neuer Partner 2019

    KiWu 2020

    💍 und SET 9/21

    BT 16.9.21 positiv (Hcg 166), 1.10.21: biochem SS

    KET 1.12.2021 - negativ

    1. TF mit neuer Spenderin: 1.2.2022

    T+5/T+7: Urintest positiv 🥰

    BT 10.2.22

  • Fliege81
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    • 5. Mai 2023 um 23:56
    • #6

    Liebe Sala! Es tut mir leid. Ich fühle mit. Die Frage des Warum bleibt. Warum muss geradexich immer solche Sch.... mitmachen.....so war es vei mir zumindest Ich hatte bis zu meinem Sonnenschein 6 Versuche gebraucht und hatte auch immer Probleme mit dem SH Aufbau. Im 6. Versuch habe ich einen gesunden Sohn geboren und bis auf Bluthochdruck und strenge Ernährung wegen erhöhtem BLUTZUCKER und Übelkeit eine komplikationslose Schwangerschaft bis 38 plus 1. Er ist heute unser pures bedingungsloses Glück. Ich hatte zwischenzeitlich auch keine Kraft mehr. Bin irgendwie immer wieder aufgestanden. Krone gerichtet. Weil eine innere Stimme mir sagte. Mach weiter. Wenn Du noch Kraft hast mach weiter auch wenn es jetzt vielleicht noch nicht ganz klappt. Das steht in den Sternen. Beim Geschwisterkindversuch hat es im ersten Versuch geklappt. Guter Herzschlag sichtbar in 6. Woche. Die Wochen drauf hatte ich ein komisches Gefühl. Rief beim FA an ob ich eher kommen kann. Habe mich abspeisen lassen. Es reicht zum vereinbarten Termin zu kommen so die Aussage. Da wurde dann festgestellt dass Herz zwischen 7 und 9 aufgehört hat zu schlagen und die Entwicklung stehen geblieben ist. Ab da habe ich irgendwie nur funktioniert. Da das inzwischen 12 plus war konnte ich nicht mehr normal abbluten. Musste ausgeschabt werden. Es war hart . Sehr hart. Ich kann sowas von nachvollziehen wie es Dir gerade geht nach allem was ich mitgemacht habe. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Du bist nicht alleine. Wir hier im Forum können mit Dir mitfühlen. Inzwischen habe ich mich erholt und wir versuchen es nochmal. Meinen FA der eigentlich für Risiko Schwangerschaften spezialisiert ist habe ich natürlich gewechselt.....hab kein Vertrauen mehr

    ERMap auffällig-rezeptiv P +6,5, ImMap unauffällig, Mirobiologie und Pathologie unauffällig

    HSK im September: alles in Ordnung, unauffällig

    TF: 17.10.2020 schlüpfende 5BB Blasto PGS geprüft

    HCG 27.10: 18 schon wieder vorbei

    TF: 04.12.2020 schlüpfende 5BB Blasto PGS geprüft

    HCG 14.12: 376,6 :red_heart:

    08/2021 wir halten unseren kleinen Schatz in den Armen :red_heart:

    Einmal editiert, zuletzt von Fliege81 (6. Mai 2023 um 00:02)

  • Sala
    Morula
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    • 11. Mai 2023 um 22:58
    • #7

    Liebe Fliege81 und alle anderen,

    danke für eure Anteilnahme.

    Leider hat sich die Einschätzung der Ärztin immer mehr bestätigt. Der winzige Embryo ist kaum gewachsen, kein Herzschlag mehr zu erkennen...

    Jetzt habe ich alle Medikamente abgesetzt und warte, dass irgendwann die Blutung einsetzt. Ich weiß nicht was da auf mich zukommt. Und leite ein einwöchiges Seminar in 10 Tagen.

    Gestern war der letzte scan von der Ärztin hier im Zentrum. Als ich nach Ursachen fragte, ob ich noch etwas untersuchen sollte, nach Ursachen schauen (hier schreiben oft Leute von Blutgerinnung oder killerzellen?)- da schaute sie mich nur komisch an und meinte dann: "sie sollten sich einfach damit auseinandersetzen aufzuhören."

    Das hat mich richtig getroffen. Sie meinte meine ehemalign Myom OP und mein Alter wären einfach auch keine so guten Bedingungen. Und ich solle mich ernsthaft mal mit einer Pychologin hinsetzen, warum ich immer noch so einen großen Kinderwunsch hätte.

    Und da saß ich dann, und während mir die kalte Angst den Rücken hochkroch, dass ich jetzt keine Chance mehr bekomme, hörte ich meinen Erkärungen zu- dabei wollte ich mich gar nicht erklären.

    Das fand ich echt hart. Und das in dem Moment, wo ich die Fehlgeburt ja noch vor mir hab und gerade das endgültige Aus für diesen Versuch bekommen hab. Es war der 3.EZS-Versuch.

    Ja, ich bin zu alt mit Anfang 50, ich leide selbst darunter und Scham ist sowieso da deswegen, und natürlich hat das eine Geschichte, die ich mir nicht ausgesucht hab.

    Mal abgesehen von der sowieso schon schwer zu tragenden Illegalität und den moralischen Hürden einer Eizellspende hier in Deuschland- und dem Gefühl, dass immer keiner für mich zuständig ist...

    Ich muss mir das grade einfach mal von der Seele schreiben.

    Gerade bin ich jedenfalls ganz am Boden. Ich fühl mich wahnsinnig allein.

    Wir haben noch 3 Blastozyten 4bb, 3bb, 4bc...und ich weiß nicht, ob ich damit noch eine Chance hätte. Oder ob ich nochmal die Kraft aufbringe. Mit einer Ärztin, die mich eh nicht mehr will. Wieso sollte es da klappen wenn es mit den 4AA und 4BA eine Fehlgeburt gab, und bei 4BB nichts passiert ist?

    Und vor 13 Jahren hatte ich eine Todgeburt mit meiner natürlichen Schwangerschaft in der 21.Woche. Danach hat sich mein damaliger Freund dann eine Affaire mit seiner Studentin angefangen...und ich war 9 Jahre ohne Beziehung.

    Aber deswegen muss ich mir nicht auch noch sagen lassen, dass ich "ne Meise" habe, weil ich noch einen Kinderwunsch habe.

    Entschuldigt, ich musste mir diesen ganzen Kummer und die Last mal von der Seele schreiben.

    ganz liebe Grüße in die Runde

  • Lalelu22
    Blastozyste
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    • 12. Mai 2023 um 05:54
    • #8

    Liebe Sala ,

    Das tut mir so unendlich leid! Fühl dich erstmal fest in den Arm genommen! Das Verhalten der Ärzte und ihre Kommentare sind nicht zu entschuldigen - die hätten einfach die Klappe halten sollen und fertig!

    Nimm dir erstmal die Zeit, dich von deinem Krümel zu verabschieden, und dann überlegst du weiter!!

    Du kannst dir jederzeit alles von der Seele schrei(b)en - wir hören dir zu!!

    😘😘😘

    Jg. 75

    Neuer Partner 2019

    KiWu 2020

    💍 und SET 9/21

    BT 16.9.21 positiv (Hcg 166), 1.10.21: biochem SS

    KET 1.12.2021 - negativ

    1. TF mit neuer Spenderin: 1.2.2022

    T+5/T+7: Urintest positiv 🥰

    BT 10.2.22

  • Gartenfee79
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    • 12. Mai 2023 um 08:53
    • #9

    Liebe Sala

    Es tut mir leid, dass es keine Hoffnung mehr gibt für das Baby. Ich hoffe Du musst nicht zu lange warten, bis die Blutung einsetzt!

    Auch wenn ich mich damit unbeliebt mache, aber ich finde den Hinweis der Ärztin nicht so verkehrt. Im Gegenteil, ich finde es richtig, dass sie Dich aufklärt. Es besteht nun mal leider die Möglichkeit, dass es mit den Embryonen nicht mehr klappt, es kann natürlich auch klappen. Ich habe mich mit der Frage warum ich noch so einen grossen Kinderwunsch habe vor den Behandlungen mit 38 und nach der Fehlgeburt mit 41 auch auseinandergesetzt. Es ist richtig diesen Wunsch auch zu hinterfragen und sich Gedanken zu machen was ist, wenn es nicht klappt.

    Es tut mir leid, das so zu sagen, aber 50+ ist in den seltensten Fällen leider nicht das Alter, in dem eine natürliche Empfängnis noch möglich ist. Auch wenn ich eine Verfechterin der These man ist so alt wie man sich fühlt bin, bin ich da auch nicht vorbehaltlos. Ich persönlich finde es auch richtig, dass es in den meisten Ländern eine Grenze gibt bis zu dieser der Transfer durchgeführt wird. Ob diese nun mit 47, 49, 50 oder 51 ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich bin mir aber sicher, dass diese Grenze nicht willkürlich gewählt wurde.

    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft für die bevorstehende Zeit! ❤️

    Geburt eines wundervollen Kindes April 2013:red_heart::breast_feeding_medium_light_skin_tone: (spontane Schwangerschaft)

    Kinderwunsch für ein zweites Kind 2016:baby_light_skin_tone:

    Stimulationen/ IUI 2018/2019 ICSI 2019/2020

    1. Transfer IVF Spain 09.2020, POSITIV (HCG TF+10) 209, US 6+1 Herzschlag:red_heart:, US 7+1 MA :rainbow::glowing_star::candle::loudly_crying_face:

    2. Transfer 04/2021 BS

    3. Transfer 05/2021, Geburt unseres Sohnes am 9. Januar 22

  • Coco_F
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    • 12. Mai 2023 um 20:25
    • #10

    Liebe Sala,

    Es tut mir sehr leid, was du da gerade durchmachen mußt. Ich finde es nicht in Ordnung, dass dir die Ärztin in der Situation, in der sie dir eine Fehlgeburt sicher diagnostiziert, gleichzeitig emotional den Boden unter den Füßen weg zieht. Klar ist es gut genauer hinzusehen, warum man einen starken Kinderwunsch hat. Aber wenn man gerade eine Fehlgeburt hat, dann ist jetzt erst mal das, das vorrangige Thema. Es wäre besser wenn dich die Ärztin auf das was dir bevorsteht vorbereitet hätte und dir da eventuell die Ängste nimmt. Du schreibst ja, dass du bald ein einwöchiges Seminar leitest. Da würde ich auch wissen wollen auf was ich mich einstellen sollte.

    Und ob du noch eine Chance hast oder nicht, das entscheidet ja nicht sie sondern du bzw. dein Körper.

    Macht dieselbe Ärztin auch den Transfer? Das konnte ich jetzt aus deinen Ausführungen nicht herauslesen. Ich würde auf jeden Fall die Ärztin wechseln. Und ich würde auch gucken dass du gesundheitlich und auch vom Kopf her stabil in den nächsten Zyklus gehst, falls du dich dafür entscheidest. Auch wenn das Zeit kostet.

    Ärzt_innen können so viel in einem Auslösen, ich glaube das ist ihnen oft gar nicht so bewusst. Wenn du magst, dann umarme ich dich jetzt erst mal virtuell. Nimm dir Zeit, um dich von deinem Krümel zu verabschieden. Und danach guckst du wie es weiter geht.

    BJ 1975 er 1974

    Kind1 2015

    Kind2 2017

    4 * 2020-2022

    2 IUI in D 2021 neg.

    02/2023 Erstgespräch KIWU in Madrid Clinica Tambre

    05/2023 3 Blastos auf Eis

    07/2023 1.EZS negativ

    08/2023 2. EZS negativ

    Test mit Fertilysis, Behandlung mit Antibiotikum, Transferzyklus stimuliert ohne Östrogen, stattdessen im „natürlichen“ Zyklus mit Letrozol, Prednisolon, Aspirin

    04/2024 3 EZS positiver SST, BT Transfer+10 268 go go go kleine Blasto <3 8+4 Embryo ist 2,1 cm

  • Sala
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    • 12. Mai 2023 um 23:55
    • #11

    Liebe Coco_F

    Danke für deine Worte. Die Treffen es für mich ganz gut. Nein, das ist nicht die Ärztin, die den Transfer macht. Die ist ja in England.(und war bisher sehr warmherzig). Der Spagat das nur im Ausland machen zu können, dann aber darauf angewiesen zu sein, dass hier Ärzte die Untersuchungen machen, ist auch eine schwierige Situation. Da bin ich ja drauf angewiesen.

    "Den Boden unter den Füßen weggezogen" trifft es genau, wie ich mich fühle. Ja Ärzte-Worte können so treffen. Aber ich habe jetzt auch gelernt, dass auch Forums-Worte sehr treffen können. Grade fühl ich mich wie ein rohes Ei.

  • Sala
    Morula
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    • 13. Mai 2023 um 11:02
    • #12

    Und ehrlich gesagt verstehe ich auch diese "Ratschläge" mal mit einer Psychologin zu schauen "warum der Kinderwunsch so groß sei" nicht so wirklich. Was sollte denn dabei herauskommen, was ist denn bei euch allen da "rausgekommen"?

    Ich hab vor 13 Jahren mein totes Kind in der 21. Woche geboren, in den Händen gehalten und beerdigt. Ich habe Trauerrituale gestaltet, Selbsthilfegruppen geteilt, stets Beratung und Therapie in Anspruch genommen um Dinge zu verarbeiten. Eine Ärztin hat mal zu mir gesagt " sie können noch so viele Trauerrituale geststalten, was ihnen wirklich helfen würde ist ein Kind in den Armen zu halten.

    Ich weiß wie sich das anfühlt. Ich weiß wie es ist ein Kind zu erwarten. Vielleicht kann ich irgendwann nicht mehr, oder gebe auf...aber der Wunsch und die Sehnsucht, ein Kind zu bekommen, es aufzuziehen und alle kreativen und liebevollen Dinge mitzugeben, der wird vermutlich bleiben und schmerzen.

    Dieses Forum ist doch voll von dieser Sehnsucht, und zeigt, dass diese Frauen vermutlich nicht alle verrückt sind, sondern, es vermutlich ein ganz natürliches Bedürfnis ist.

    Und bitte keine Vorschläge, ich könne mich doch für andere Kinder engagieren, denn das tue ich sowieso schon in meiner Umweltbildung mit Kindern und Jugendlichen, die ich gerne mache.

    Ich bin auch jetzt immer mal wieder in Beratung. Dabei kam.leider noch nicht raus, dass ich einfach nur etwas "anderes kompensieren möchte" oder so. Bei einem Mann kräht übrigens kein Hahn danach, wenn er mit 53 noch Vater wird. Ich habe den Eindruck, dass das auch ein moralisches gesellschaftliches Thema ist.

    Entschuldigt bitte, aber das musste jetzt wirklich mal raus. Es hat nichts direkt mit euren oft liebevoll formulierten Nachrichten zu tun. :)

    Und auch nichts damit, dass ich selber gern jünger wäre und das immer wieder selbst hinterfrage.

  • Fliege81
    Blastozyste
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    • 14. Mai 2023 um 16:03
    • #13

    Liebe Sala, ich kann Dich sehr gut verstehen. Mein "nicht geplanter" Lebensplan lief auch anders als "geplant". Mit 33 trennte sich mein langjähriger Ex-Freund (10 Jahre) von mir auf Grund Ratschlag einer Therapeutin, er solle seine depressive Phase nicht als Paartherapie sondern alleine angehen. Mir zog das damals den Boden unter den Füßen weg für eine lange Zeit. Zumal wir uns trennten in dem wir uns sagten wir seinen einander die Liebe des Lebens. Ich lernte in den Jahren immer wieder jemanden kennen, aber erst Ende 30 jemanden mit dem ich mir eine Familie vorstellen könnte. Mein Kinderwunsch bestand schon seit immer mit drei Kindern (das schaffe ich eh nicht mehr :) und jetzt wo ich eines habe weiß ich warum, es ist eine unendliche bedingungslose Liebe, die sowas von reinen Herzens ist, wahrscheinlich wusste das meine Seele einfach :) und es macht das Leben meines Mannes und mir soviel reicher. Wir sind jeden Tag dankbar und es macht so viel Spaß. Ich war damals alle 2 Wochen beim FA und der bestätigte mir, dass es bei mir schon längst hätte noch natürlich klappen müssen, so gut wie es jeden Monat aussähe. Das weiß man natürlich nicht wirklich, aber er sagte mir klipp und klar, dass sich mein Mann nun untersuchen lassen müsste. Und ab da begann die Odyssee. Bis dann klar war, welche Diagnose, nach OP (bei mir vorsorglich - Bauchspiegelung, Endometriose wurde entfernt) bei mir und meinem Mann ging es erst richtig los. Eine innere Stimme führte mich weiter und weiter. Irgendwie wusste ich innerlich, es klappt bei mir. Auch wenn ich zwischendrin dachte, ich kann nicht mehr, ich höre auf. Dann ist es so. Umso dankbarer bin ich heute. Aber es hat auch unendlich viel Kraft gekostet und so spät Mutter werden ist auch anstrengender denke ich (ich habe keinen Vergleich). Ich halte viel aus, habe früher Sport gemacht, u.a. auch Marathon gelaufen, aber so schön das erste Jahr ist - es ist auch anstrengend, das wird mit zunehmendem Alter natürlich nicht einfacher. Das muss man sich bewusst sein. Und man muss die Kraft haben, über Geschwätz zu stehen (das fällt mir gerade schwer) - sei es im Geschäft, im privaten Umfeld und und und..... was fast noch mehr Kraft, wenn auch anderer Art kostet ;)

    ERMap auffällig-rezeptiv P +6,5, ImMap unauffällig, Mirobiologie und Pathologie unauffällig

    HSK im September: alles in Ordnung, unauffällig

    TF: 17.10.2020 schlüpfende 5BB Blasto PGS geprüft

    HCG 27.10: 18 schon wieder vorbei

    TF: 04.12.2020 schlüpfende 5BB Blasto PGS geprüft

    HCG 14.12: 376,6 :red_heart:

    08/2021 wir halten unseren kleinen Schatz in den Armen :red_heart:

  • Sala
    Morula
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    • 14. Mai 2023 um 20:04
    • #14

    Liebe Fliege81, danke für deine Worte. Es tut gut zu merken, dass mich jemand verstehen kann. Fast hätte ich mich schon vom Forum abgemeldet, weil ich gemerkt habe, wie verletzend sich das auch anfühlen kann.

    Heute Abend kann ich nicht viel schreiben. Ichvhatte vor 4 Tagen ja die Medikamente abgesetzt und jetzt hat eine Blutung begonnen. Ich fühl mich grad wahnsinnig traurig...😢

    Als würde die Blutung die ganze unterdrückte Traurigkeit hoch spülen...

  • Luthien86
    Morula
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    • 14. Mai 2023 um 20:45
    • #15

    Fühl dich ganz fest gedrückt, liebe Sala

    - 12/2016: spontan schwanger, MA wg. Trisomie 16 😟

    - 2018/2019: 7 GVNP-Zyklen + 5 IUI erfolglos

    - 2019-2022: 6 IVF mit 9 TF erfolglos (2 Abgänge 7./.8. SSW)😟

    - Endometriose

    - 1. EZS bei Aagaard - 1. TF 29.04.2022 - HCG ES+15 658 ES+19 3751

    💙05.12.2022: der kleine Mann ist da💙 (vorzeitige Wehen und sek. Sectio 34+1)

    😀11/2023 Projekt Kind 2 gestartet, 2 TF neg😒

    🙂02/2022 neue Spenderin gefunden

  • Tulpe80
    Blastozyste
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    • 22. Mai 2023 um 21:27
    • #16

    Sala

    fühl dich unbekannterweise von mir gedrückt.

    Jemand schrieb mal: "Ein Kind entsteht, wenn man zum ersten Mal dran denkt". Und es ist wahr.

    Es ist eine sehr dunkle Trauer, wenn man ahnt, dass man vielleicht für immer kinderlos sein wird.

    Es hört ja nie auf. Vielleicht kommen ab 45 keine Fragen mehr im Sinne von "Na, wann ist es bei Euch so weit?". Aber irgendwann erzählen die Leute von ihren Enkeln und dann ist der Schmerz wieder da.

    Kann man ihn jemals ausschalten?

    Ich denke, dass Kinderwunsch ein existenzielles Bedürfnis ist. So wie das Bedürfnis nach Nähe, Hunger und Durst vielleicht.

    Nur so ein Gedanke.

    Diagnose: vorzeitige Wechseljahre, AMH nicht messbar, Bj 80

    1 x IUI - negativ | 2 x IVF - negativ | 2 x IVF - abgebrochen, keine Eizellen | 3 x EZS - negativ

    03/2021 - Hysteroskopie, geringgradige Zervitits

    4. EZS - negativ

    Klinikwechsel nach CZ

    11/2021 - ERA-Test Teil 1, EMMA, ALICE unauffällig

    12/2021 - MRT

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    02/2022 - 5. EZS (hCG - TF+11 = 77,7 - TF+15 = 379 )

    03/2022 - <3 schlägt

    04/2022 - es wird ein ... :male_sign:

    10/2022 - Baby ist da! <3

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