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Institut Marques Erstbesuch Bericht

  • marianne27
  • 29. September 2006 um 20:44
  • marianne27
    8-Zeller
    Beiträge
    128
    • 29. September 2006 um 20:44
    • #1

    Hallo,

    ich bin jetzt gerade von meinem Erstbesuch am Institut Marques zurück und habe jetzt ein sehr gutes Gefühl bei der ganzen Sache (bei mir geht es um das Eizellspende-Programm).

    Um den Bericht vollständig zu machen, vielleicht noch ganz kurz zur Vorgeschichte: Ich habe speziell nach einer Klinik gesucht, die einerseits professionell ist, andererseits ohne lange Wartezeiten arbeitet. Deshalb hatte ich mehrere Kliniken angeschrieben, ob ich dort alle erforderlichen Untersuchungen beim Erstbesuch gebündelt machen kann. Ich hatte bei allen Kliniken auch direkt immer darauf hingewiesen, dass ich alles extra bezahle etc. Und alle haben alle gesagt, dass das nicht möglich ist und ich alles auf jeden Fall vorher machen muss.

    Ok und das Institut Marques war eben das erste Institut, das sagte, Sie können alle Bluttests auch bei uns im Rahmen des Erstbesuchs machen, überhaupt kein Problem. Auch meine Ergebnisse vom letzten ICSI in Deutschland waren schon länger her, wir haben tatsächlich alles dort machen können.

    Aber jetzt der Reihe nach...

    Ich hatte anfangs auch etwas „Kommunikationsprobleme“. Ich hatte zuerst eine kurze E-Mail auf Deutsch geschrieben und bekam prompt auch eine E-Mail auf Deutsch, die in sehr gutem Deutsch war. Es handelt sich ganz sicher um eine Standardantwort, die alle deutschen Patienten bekommen mit der Preisliste und allgemeinen Infos. Daraufhin habe ich wieder auf Deutsch einige Fragen gestellt und zwei Wochen keine Antwort bekommen. Das hat mich stark irritiert. Daraufhin habe ich noch mal eine E-Mail auf Englisch geschrieben und bekam wieder schnell Antwort. Man sagte mir, dass es Probleme mit dem E-Mail-Postfach gegeben hätte und ich bitte meine Fragen noch mal stellen soll.

    Dann habe ich direkt gefragt, ob ich etwa 4 Wochen später kommen könne. Ich habe direkt zwei Tage vorgegeben, an denen ich gut konnte. Von da an lief und läuft die Kommunikation wirklich sehr gut auf Englisch. Ich bekam direkt eine Antwort, dass ich genau an dem Tag kommen könnte, den ich wollte. Ich hätte um 10 Uhr einen Termin bei Frau Doktor Redondo.

    Das war jetzt am Mittwoch. Ich hatte ein Hotel in der Nähe der Klinik gebucht. Für den Transfer würde ich es aber glaube ich auch allgemein empfehlen, (relativ) in der Nähe zu wohnen, weil das Verkehrsaufkommen in Barcelona Richtung Innenstadt ziemlich mörderisch ist. Vom Flughafen zur Klinik sind es etwa 20 Minuten. Die Klinik liegt sehr gut (vor der unmittelbaren Innenstadt mit extremen Verkehrsaufkommen/Staus), weil an der Avenida Diagonal, die man dann in Richtung Innenstadt fahren kann, sehr viele Restaurants, Cafes und auch direkt in der Nähe ein Corte Ingles (Kaufhaus mit Supermarkt unten) ist.

    Der Paseo Manuel Girona 33 ist das kleine Backsteingebäude rechts von der Clinica CIMA, das man auf der Homepage sehen kann. Dort findet das Erstgespräch statt. Wir kamen also an, und wurden gleich von Maria, einer russischstämmigen medizinischen Assistentin, sehr freundlich in Empfang genommen. Obwohl dort während unserem ganzen Aufenthalt einige andere Paare und auch Spenderinnen waren, wurden wir individuell, zuvorkommend und ruhig behandelt. Es waren dort ein amerikanisches Paar, eine russische Patientin rief auf dem Handy der medizinischen Assistentin an und es waren auch zwei spanische Paare da, was ich als besonders gutes Zeichen gewertet habe, weil in Spanien ja viele Kliniken miteinander konkurrieren. Und wenn das Institut Marques dann auch unter Spaniern einen guten Ruf genießt, ist das glaube ich ganz gut. Ich habe wie gesagt auch mehrere Spenderinnen gesehen, die waren jung (zwischen 20 und 25 Jahre).

    So, dann bekam ich zwei Formulare, wo ich zuerst meine allgemeinen Angaben machen musste (unter anderem Adresse, Beruf, ob wir Universitätsabschluss haben, die Passportnummern etc.) Dann bekam mein Mann ein Formular (auf Englisch), in dem er angeben musste (wieder mit Angabe von Passportnummer – also nicht vergessen), was im Falle seines Todes mit seiner Samenprobe passieren soll. Ob es zerstört werden soll oder ob ich es dann „nutzen“ darf. Und ob es nur für das eine Mal verwendet und dann vernichtet werden soll, ob es für zwei Jahre aufgehoben werden soll oder ob es länger aufbewahrt werden soll. (Wollte ich eigentlich, aber dann hätte man eine Bankverbindung angeben müssen, und die hatte ich nicht). Die Aufbewahrung kostet pro Jahr 190 Euro. Man sagte mir, dass man jederzeit seine Meinung ändern kann, und einfach eine Notiz an das Institut Marques schreibt.

    Und dann hatte ich noch ein mehrseitiges Formular, in dem noch mal alle Bedingungen standen, was ich mir nicht so genau durchgelesen hatte, weil ich annahm, dass es später mit der Ärztin zusammen gemacht wird. Dann wurde mein Mann relativ kurz nach unserer Ankunft gebeten, seine Samenprobe abzugeben. Diese Probe wird während des ärztlichen Gespräches untersucht und man bekommt dann direkt Bescheid gesagt, ob die Qualität gut genug zum Einfrieren ist. Wenn ja, wird es direkt eingefroren, und der Mann braucht dann nicht noch mal zu kommen.

    Danach sind wir dann zum Gespräch mit Frau Doktora Redondo. Sie ist Spanierin und spricht, glaube ich, sehr gut Deutsch. Sie hat uns direkt gefragt, ob wir Deutsch oder Englisch oder Spanisch sprechen wollen. Wir haben uns auf Englisch geeinigt, ich kann jetzt gar nicht mehr genau sagen, warum. Sie spricht, wie gesagt, glaube ich, sehr gut Deutsch. Sie hat dann erklärt, dass Sie ausländische Patienten betreut und es Ärzte gäbe, die die Spanier betreuen etc. Dort arbeiten viele Ärzte, ich hatte den Eindruck, sehr viele Frauen. Dann wurden wir allgemeine Sachen gefragt wie Medikamenteneinnahme, Allergien, Größe, Gewicht. Sie hat eine Fotoaufnahme mit der Digitalkamera gemacht. Und dann haben wir über das Prozedere gesprochen. Die Erfolgschancen stünden pro TRansfer bei 60 Prozent. Dort würden die Spenderinnen nicht überstimuliert, in der Regel (Ausnahmen sind natürlich möglich) könnte man etwa mit 6 Eizellen rechnen. Die Spenderinnen sind jung und kommen oft von der Uni (kann ich wie gesagt bestätigen, da einige neben uns gesessen haben).

    Was ich besonders interessant fand: Frau Redondo erklärte uns, dass es immer auch eine Ersatzspenderin („backup donor“) geben würde. Denn manchmal komme es vor, dass die Spenderin nicht wie erwartet reagieren würde oder – in seltenen Fällen – auch unzuverlässig sei oder eben die Behandlung abbreche. In diesem Fall würde die Ersatzspenderin spenden. So dass die Klinik garantieren könne, dass die Behandlung ohne große Zeitverzögerung stattfinden kann. Als Zeithorizont wurde uns ein Zeitraum von etwa 5 bis 6 Wochen bis zum Transfer genannt. (Ich kann jetzt leider nicht beschwören, ob das allgemein ist oder nur bei mir, weil ich meine Periode zufälligerweise zwei Tage später bekommen sollte …).

    Man könne die Qualität der Eizellen garantieren, weil die Spenderinnen eben sehr jung und gesund seien und auch die Eizellen untersucht werden würden. Ich fragte noch, ob Sie Erfahrung mit dieser Immunoglobin-Therapie (oder so ähnlich) hätten, weil ich Endometriose habe und das hier im Forum gelesen habe. Sie sagte, dass sie das in Spanien nicht machen würden, weil es keine Studie geben würde, die den Erfolg belegt. Aber wenn ich es machen wollte, könne ich es machen. Das wäre kein Problem. (Nur am Rande: Angesicht der Erfolgsquoten dort habe ich mich entschlossen, es so zu machen, wie die es vorschlagen. Sollte das fehlschlagen, kann man immer noch weitersehen…)

    Grundsätzlich kann man dort auch Präimplantationsdiagnostik machen, wenn man ganz sicher sein möchte, dass auch wirklich alles in Ordnung sei. In unserem Falle hat Sie gemeint, es sei nicht nötig, das bei meinem Mann kein genetisches Problem bekannt sei und die Eizellen von der Spenderin „gut“ seien (mit der ganz „normalen“ Wahrscheinlichkeit eines Gendefektes – ich hoffe, man drückt das so aus). Grundsätzlich kann man das vor dem Transfer aber auch noch machen lassen.

    Dann bekam ich ein Päckchen mit allen Medikamenten, die ich bis zum Transfer brauche. Am ersten Tag der Periode soll ich mit der Pille anfangen. Das war dann zufälligerweise heute. Also habe ich, gleich nachdem ich zuhause angekommen war, die 1. Tablette eingenommen und auch gleich eine E-Mail geschrieben. Ich bekam dann direkt eine halbe Stunde später einen Anruf von einer Ärztin des Institut Marques, dass meine E-Mail angekommen sei und dass Sie jetzt eine Spenderin suchen würden. Während des Gespräches hatte mir Dra. Redondo erklärt, dass sie nicht unbedingt immer persönlich antworten würde, sondern es auch andere Ärzte sein könnten (dort arbeiten einige). Hauptsache wäre, dass ich schnell eine Antwort bekomme. Sie würde aber auf jeden Fall alle E-Mails später lesen und ich wäre dann auch "ihre" Patientin.

    Das I.M. sucht jetzt die Spenderin (ich hatte ehrlich gesagt den Eindruck, dass das I.M. dort wirklich mit sehr vielen Spenderinnen zusammenarbeiten, die Universität liegt unmittelbar neben der Klinik) und wir werden synchronisiert. Dann soll ich in etwa 2 Wochen einen Anruf vom I.M. bekommen, dass ich mit der Einnahme aufhören soll. Nach der darauf folgenden Periode fange ich dann mit Östradiol (??)-Pflastern an, alle vier Tage ein Pflaster. Und dann am 6./7./8. Tag (an einem dieser Tage) muss hier in Deutschland die Dicke der Gebärmutterschleimhaut gemessen werden.

    Und jetzt kommt die große Überraschung bzw. für mich ein weiterer Pluspunkt: Dra. Redondo fragte mich, ob Sie mir den Kontakt zu einem Arzt in meiner Heimatstadt machen soll, zu dem ich hingehen kann. Sie würde in Deutschland mit mehreren Ärzten zusammenarbeiten. Das finde ich ziemlich gut, ehrlich gesagt. Was ich sehr nett finde, ist, dass Sie mir jetzt den Kontakt zu dem Arzt in Deutschland herstellt. Ich hätte mittlerweile zwar auch eine Alternative gefunden, aber so ist es sicher besser.

    Nachdem wir dann alles geklärt hatten und wir alle Fragen stellen konnten, die wir wollten, hat Sie bei mir noch denn Probetransfer und Ultraschall gemacht. Das war alles ok und verlief sehr diskret.

    Frau Redondo verabschiedete sich noch, und erklärte mir die ganze Sache mit dem E-Mail-Verkehr (dass eben auch jemand anderes antworten könne) und dass wir uns dann in etwa 5 bis 6 Wochen wiedersehen würden zum Transfer. Zwischendurch kam dann auch noch der Anruf vom Labor, dass das Sperma von meinem Mann eingefroren werden kann, es wäre alles ok.

    Dann holte uns Maria wieder ab, wir haben die Anzahlung (1.300 Euro gemacht). Und weil wir noch die Bluttests dort gemacht haben, sind wir auch noch in die Klinik CIMA nebenan gegangen, wo dann auch später der Transfer stattfinden wird. Es war sehr modern und alle Mitarbeiter waren wirklich „natürlich“ freundlich – es wirkte nicht aufgesetzt.

    Ich kann es nicht beschwören, aber ich glaube, man hat uns diese Blutests (Aids, HIV, Hepatitis, Blutgruppe) nicht berechnet. Das war es bis jetzt. Eben bekam ich wie gesagt direkt den Telefonanruf, dass meine E-Mail angekommen sei (ich sollte eine schreiben, wenn ich mit der Pille anfange) und man mit der Suche der Spenderinnen beginnen würde. Die Ärztin sprach Englisch mit mir und erklärte mir wieder, dass sie dort in Spanien Probleme mit ihrem E-Mail-Postfach hätten. Deshalb würde sie anrufen und sie würde mich auch wieder anrufen, wenn ich mit der Pille aufhören soll.

    Ich glaube, dass dort praktisch alle Mitarbeiter Englisch sprechen und es deshalb viel einfacher ist, wenn man gleich Englisch spricht. (Das war einfach, es hat gut geklappt. Alle haben einfaches, leicht verständliches Englisch gesprochen). Mein Eindruck kann falsch sein, aber ich glaube, dort sprechen nicht so viele Deutsch... Ist, wie gesagt, ein subjektiver Eindruck.

    Alles in allem habe ich einen sehr positiven Eindruck bekommen. Ich glaube, diese Klinik kann eine echte Alternative sein, wenn man a) keine Wartezeiten möchte (das scheint 100 Prozent zu stimmen), b) einen synchronisierten Ablauf möchte, c) freundlich behandelt werden möchte und auch einen gewissen „Service“ in Anspruch nehmen möchte – mir fällt jetzt kein besseres Wort ein – zum einen konnte ich mit meinem Mann dort alle Bluttests beim Erstgespräch machen und zum anderen stellt mir die Ärztin dort einen Kontakt zu einem Arzt in Deutschland her, bei dem ich die Untersuchung machen lassen kann. Und das ist mehr, als ich von einer anderen Klinik im Ausland bisher angeboten bekommen habe.

    Ok, das war jetzt mein Bericht über den Erstbesuch beim Institut Marques. Ich werde dann wieder vom Transfer berichten und beantworte natürlich sehr gerne alle Fragen!

    Marianne27

  • Paulinchen
    Morula
    Beiträge
    256
    • 30. September 2006 um 00:08
    • #2

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo Marianne!

    Danke für deinen ausführlichen Bericht, da bekommt man ja gleich einen ganz guten Eindruck!
    Ich habe meinen Termin fürs Erstgespräch am Dienstag!
    Hätte ich das gewusst, dass man die Bluttests auch dort machen kann :-?... bei mir (und vor allem meinem Freund) war das zeitlich alles so knapp, weil wir so kurzfristig schon einen Termin bei Marques bekommen haben! Naja, hat jetzt noch alles geklappt :)
    Und jetzt bin ich schon sehr gespannt auf Di, ob ich deinen positiven Eindruck bestätigen kann ;D

    LG, Paulinchen

    2007 EZS-Zwillinge in der 24. SSW verloren...

    2008 & 2013 Geburt meiner beiden temperamentvollen "Halbspanierinnen" :)

  • Barbamama
    Morula
    Beiträge
    367
    • 30. September 2006 um 16:01
    • #3

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo, Marianne !

    Danke für die Mühe, die Du Dir mit dem Schreiben des "Marques" - Berichtes gemacht hast !
    Auch wir Mädels aus dem "Single"-Ordner hatten Marques angeschreiben und waren doch auch recht begeistert von der schnellen Antwort .

    Aus verschiedenen Gründen ( Finanzielle !) haben wir uns für andere Kliniken entschieden.
    Trotzdem habe ich die ganze Zeit über im Forum mitgelesen und im Stillen immer gehofft, dass doch mal jemand aus dem Forum dorthin gehen und berichten würde.

    Dein Bericht hört sich sehr gut an und mein 1. Eindruck der sehr schnellen, ausführlichen und freundlichen mails scheint sich bewahrheitet zu haben.
    Bin schon sehr gespannt, was Du vom TF berichten wirst !

    Habe aber jetzt doch noch eine Frage:

    Wie sind die aktuellen PREISE dort ?
    Kannst Du schon absehen, was Du insgesamt dort bezahlen wirst ?

    LG, Barbara

  • Tineane
    Morula
    Beiträge
    539
    • 30. September 2006 um 16:05
    • #4

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo Marianne27,

    danke für den ausführlichen Bericht, endlich mal aktuelle Infos aus dem Marques. Ich kann das mit dem Personalausweis nur bestätigen, es wird in Spanien wohl generell die PID, die in diesem Fall die Personal Identity No. ist :), abgefordert und auch die Vereinbarung mussten wir bei Dr. Herrero unterzeichnen.

    Generell hatte ich in BCN das Gefühl, dass man mit Spanisch oder Englisch weiter kommt als mit Deutsch (mal Dr. Herrero/Pedain ausgeschlossen).

    Die Spenderinnen in Spanien sind hauptsächlich Studentinnen, das wurde mir auch bestätigt.

    Hoffentlich ist bald die passende Spenderin für Dich gefunden. :zustimm:

    Liebe Grüße
    Tineane :hallo:

  • pentagrion
    8-Zeller
    Beiträge
    70
    • 30. September 2006 um 16:44
    • #5

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo Mädels,
    Immer wieder lese ich das spenderinnen in spanien hauptsächlich Studentinnen sind.
    I
    Das würde heissen alle diese Studentinen haben eigene Kinder?? Soviel mir bekannt ist einer der voraussetzungen das man eizellen spendet ist das man schon mindesten ein gesundes kind zu welt gebracht haben muss

    ch kann es nicht so glauben , da spanien ein Land wie Italien Griechenland eben südländer sind, und es mussten lauter uneheliche Kinder von Stundetinen geben??

    In einen südländichen raum ist es eine schande. Geht irgend wie nicht in meinen kopf rein. Das in Spanien so viel werbung mit diesen studentinnen gibt, soll das rüberbringen das es lauter hochintelligente eizellen gibt???

    Ist nur ein gedanke zu Thema Studentinen in spanien die eizellen spenden

    gruss

    angie

  • Paulinchen
    Morula
    Beiträge
    256
    • 30. September 2006 um 17:34
    • #6

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo!

    Soweit ich weiß, ist nicht in allen Ländern ein-Kind-haben Voraussetzung um EZ spenden zu können, in Spanien eben auch nicht. Ansonsten denke ich auch, dass es vielleicht doch nicht ganz so viele Studentinnen sind wie die Kliniken gerne mit werben. Andererseits kommt es altersmäßig natürlich gut hin und außerdem ist es für Studentinnen bestimmt ein netter "Nebenverdienst" (=Aufwandsentschädigung) ohne großen Zeitaufwand, also warum nicht?

    Gruß, Paulinchen

    2007 EZS-Zwillinge in der 24. SSW verloren...

    2008 & 2013 Geburt meiner beiden temperamentvollen "Halbspanierinnen" :)

  • Tineane
    Morula
    Beiträge
    539
    • 30. September 2006 um 17:58
    • #7

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo,

    Nachfrage bestimmt das Angebot - das wird sich in den letzten Jahren entwickelt haben, dass viele - sicher nicht alle - Empfänger in Spanien einen hohen Bildungsstandard der Spenderin angefragt haben und die Kliniken dann bemüht waren, die Anforderungen zu erfüllen.

    Und nun spricht man halt gezielt in Universitäten/Fachhochschulen die Spenderinnen an.

    Grüße
    Tineane

    P.S.: Pentagrion, ich drück' die Daumen! :zustimm: :kleeblatt:

  • marianne27
    8-Zeller
    Beiträge
    128
    • 1. Oktober 2006 um 12:11
    • #8

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo an alle,

    wegen der Studentinnen-Frage wollte ich noch genauer schreiben, was man mir sagte: Die Ärztin hat nicht damit geworben, dass es hauptsächlich Studentinnen sind. Eigentlich ganz im Gegenteil. Vielleicht ist der Eindruck durch meinen Bericht so entstanden.

    Sie sagte, dass es viele Studentinnen seine, dass das aber NICHT garantiert werden kann. Sie meinte, dass viele Paare aus den USA und aus England danach fragen würden. Ich persönlich hatte nicht danach gefragt. Sie meinte, dass für die Klinik das wichtigste wäre, dass die Frauen zuverlässig sind und die Medikamente wie vorgesehen einnehmen. Und Sie dagte noch, dass ja auch unter den Studenten immer schlaue und dumme sind, wenn man sich an seine Studienzeit erinnert. (Womit sie ja Recht hat). Für mich war das gar kein Kriterium, die Ärztin wollte mir das aber erklären. Sie sagte, dass es viele Studentinnen als Spenderinnen gäbe, aber dass eben auch viele/einige Spenderinnen KEINE Studentinnen seien. Das wollte ich auf jeden Fall klarstellen, dass man uns eher klar gemacht hat, dass es sich nicht unbedingt um eine Studentin handeln wird bzw. es keine Garantie dafür gibt. (Und ehrlich gesagt, kann man das doch wahrscheinlich sowieso nie kontrollieren. Ich kann mich noch sehr gut an einen großen Skandal aus den USA vor einigen Jahren erinnern. Da hatten über 200 Frauen einen teuren Samen von "besonders intelligenten" Spendern gekauft. Und nachher stellte sich heraus, dass der behandelnde Arzt allen diesen Frauen seinen eigenen Samen gespendet hatte und nachher eine sehr große Zahl von Halbgeschwistern auf der Welt war ...)

    Ich hatte das nur hingeschrieben, weil wir dort einige Spenderinnen gesehen haben und neben ihnen gesessen haben. Ich hatte den Eindruck, dass es Studentinnen gewesen sein könnten, das muss aber nicht so sein. Und da ich Spanisch spreche/verstehe konnte ich deren Unterhaltungen folgen und feststellen, dass sie tatsächlich Spenderinnen waren. Ich fand es wichtiger, dass sie wirklich jung (wie gesagt schätzungsweise etwa 20 - 25 Jahre) waren.

    Und noch zu den Preisen: Ja, die sind wirklich happig. Aber jetzt im Nachhinein, wenn das mit dem Ersatzspender stimmt, würde es für mich Sinn machen. Der Preis für IVF mit Eizellspende beträgt 9.915 Euro. In diesem Betrag sind 350 Euro enthalten, die man für das Erstgespräch (150 Euro) und die Analyse und Aufbewahrung der Samenspende (200 Euro) bezahlt. Diese 350 Euro sind bei den angegebenen Gesamtkosten von 9.565 glaube ich nicht enthalten. Die Rechnung ist etwas kompliziert und man bekommt auf den Gesamtbetrag einen Discount von 3 Prozent, wenn man am Tag des Transfers bar bezahlt. (Man kann aber auch ganz normal mit Überweisung bezahlen). Falls man den Samen aufbewahren/einfrieren möchte nach dieser einen Behandlung kommen nochmal 190 Euro pro Jahr dazu.

    Und dann gibt es noch zusätzliche Techniken, die extra bezahlt werden müssen: Sequential embryo culture = 350 Euro (ehrlich gesagt weiß ich nicht, was das ist), Assisted hatching = 220 Euro, Empbryo fFreezing = 800 Euro (darüber haben wir auch nicht konkret gesprochen, ich denke, dass diese Kosten auf jeden Fall dazukommen, wenn noch Embryos zum Einfrieren übrigbleiben und dass die Kosten pro Jahr sind. Aber das kann ich nicht beschwören, ist nur eine Vermutung), Sperm bank = 300 Euro.

    Die aktuellen Kosten für Embryotransfer kenne ich nicht, aber ich glaube, dass Kathie (ich hoffe, ich habe mir den Namen richtig gemerkt), jetzt die Tage hinfährt und das dann genau sagen kann.

    Marianne27

  • pentagrion
    8-Zeller
    Beiträge
    70
    • 1. Oktober 2006 um 20:11
    • #9

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo!

    Tineane _ danke fürs daumendrücken

    Mariane27_ wegen der Studentinnen-Frage

    war mein beitrag nicht nur ein gedanke von deinen beitrag, sondern ich war sehr lange fast 3 Jahre stille leseri diesen forums um mich erst mit dem Thema Eizellspende allgemein zu befassen und um heraus zu bekommen ob es für mich überhaupt in frage kommt. Das mit den StudentinnenSpenerinen ist sehr oft aufgefallen das es von den kliniken so hochgepriesen wird und eigentlich an erster stelle kommt, auch von vielen (nicht von allen) forumsteilenehmer.

    Und ich möchte keinen falchen eindruck erwecken und auch nicht irgend eine Spenderin egal woher sie kommt oder was für einen Status die auch hat, nicht für dumm oder schlau bezeichnen. Ich bin nicht jemand der über andere richtet, sondern jemand der sachlich seine überlegungen macht und sich gerne mit andere ausdauscht.

    Mein Gedanke ist ganz einfach ausgedruckt: Ich bezahle nicht fast 10.000 EUR nur weil mir jemand versprich das es eine Studentin ist . denn im vordergrund steht wichtigere Sachen .

    Das zu meinen gedanken

    gruss an alle

    Angie

  • Kathie
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 2. Oktober 2006 um 20:17
    • #10

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo Marianne,

    Danke für diesen tollen Bericht. Ich bin ja von de EMS-Fraktion. Mal sehen, was ich da noch so ergänzen werde, wenn ich wieder zurück bin.

    Kathie

  • manda
    Blastozyste
    Beiträge
    790
    • 3. Oktober 2006 um 09:48
    • #11

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo Marianne,

    tausend Dank für deinen ausführlichen und wirklich informativen Bericht. Ich denke, du hast damit einigen geholfen. Das könnte für viele eine Alternative z.B. zum IVI sein, das ja preislich ähnlich ist, längere Wartezeiten unter Progynova-standby hat, nicht synchron stimuliert etc.

    Zu der Studentinnen-Frage wollte ich noch anmerken, dass man das nicht überbewerten sollte. Ich weiß eigentlich nur von Zech, dass er zumindest in meiner Meraner Zeit auch Studentinnen als potenzielle Spenderinnen genannt hat - aber nicht nur. Es wird in der Regel von den Kliniken mit erwähnt, dass auch Studentinnen mit dabei sind. Ich hatte bei keiner Klinik, mit der ich Kontakt hatte, den Eindruck, dass Studentinnen an erster Stelle stehen oder hochgepriesen werden und konnte das bisher auch im Forum so nicht rauslesen. Da widerspreche ich dir, liebe pentagrion, dann doch etwas, denn ich denke, als aktive Nutzerin mit 4 Jahren hier im Forum kann ich das schon ganz gut beurteilen. Doc Herrero sagte uns beispielsweise auch, dass bei ihm auch Studentinnen spenden, aber das war für uns in keinster Weise ausschlaggebend für eine Behandlung bei ihm. Tausendmal wichtiger sind, wie du sehr treffend schreibst, andere Kriterien.
    Der Preis ist natürlich happig, und jede/r muss für sich selbst entscheiden, wohin er/sie geht - das ist manchmal vom Preis abhängig, aber nicht nur.
    Im westeuropäischen (und wohlgemerkt nicht im osteuropäischen) Vergleich z.B. zum IVI finde ich den Preis nicht überteuert, vor allem, wenn man bedenkt, was man dafür alles bekommt. So einen Service bekamen wir nur bei den Docs Herrero/Pedain geboten (uns wurde im Übrigen danals angeboten, dass wir auch die Blutuntersuchungen dort machen können, und ich kenne auch jemand, der die Blutuntersuchungen dort gemacht hat) - wobei wir damals das IM nicht angeschrieben hatten, sondern uns nur auf die Erfahrungen anderer Forumsteilnehmer gestützt hatten. Und wir wollten damals aus persönlichen Gründen definitiv nicht in den Osten.


    So, ist mal wieder länger geworden als ich wollte.
    Auch wenn ich nicht immer aktiv schreibe, fiebere ich mit Euch mit und freue mich über jedes Positiv, und vor allem: die Daumen sind gedrückt (derzeit gaaanz fest für Tineane und pentagrion) und alle, die es gebrauchen können.

    Viele Grüße,

    manda

  • andrea45
    8-Zeller
    Beiträge
    168
    • 3. Oktober 2006 um 10:16
    • #12

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    sorry das ich mich mal in euer gespräch einmische...ich bin relativ neu hier ..und eigentlich im pronatal-ordner zuhause :D
    mir fällt auf(bin ich sicher die erste :lol:) das die preise in den verschiedenen kliniken sooooooooo enorm schwanken...10000euro...36000euro...für ein und die selbe sache.....??warum ist das so.....ich dachte die erfolgschancen sind in all den kliniken ähnlich??oder täusche ich mich da??? falls antworten kommen...sage ich jetzt schon mal"herzlichen dank" ..und euch allen ganzzzzzz viel erfolg...egal in welcher klinik :)

  • manda
    Blastozyste
    Beiträge
    790
    • 3. Oktober 2006 um 14:40
    • #13

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo andrea45,

    das mit den Preisen ist recht einfach erklärt: das Preisniveau im Osten ist einfach niedriger als im Westen (unterschiedliche Höhe der Aufwandsentschädigungen, niedrigere Löhne, niedrigere Mieten bzw. Baukosten für Praxen, zum Teil niedrigere Preise der gleichen Laborausstattung für "Ostpraxen" statt für Westpraxen, mehr Forschung/Entwicklung an den einzelnen Instituten und und und). In der Summe führt dies zu niedrigeren Preisen im Osten.

    Es sind viele Kriterien, nach denen man sich für die eine oder andere Klinik entscheidet. Für uns persönlich kam der Osten nicht in Frage, auch wenn die Kliniken dort wie z.B. Pronatal, ISIDA, IRM u.a. zweifelsohne gut sind. Alleine der günstigere Preis konnte uns nicht locken.

    Die Erfolgschancen sind in den Kliniken, die du meinst, sicher ähnlich. Dafür hast du aber beispielsweise bei Pronatal zum Teil recht lange Wartezeiten nicht nur für das Erstgespräch, während es an anderen Kliniken zügiger geht. Für manche, die nicht warten wollen oder können, ein Argument. Aufgrund der regen Anfrage verzichtet Pronatal derzeit wohl z.B. auch auf die Passung der Blutgruppen - für diejenigen, die es dem Kind später nicht sagen wollen, unter Umständen ein Lotteriespiel. Auch gibt es, soweit ich weiß, bei Pronatal eine Altersgrenze (wie auch an manchen Westkliniken).
    Nicht dass jetzt der Verdacht aufkommt, ich hätte was gegen Pronatal: ganz sicher nicht, die arbeiten ziemlich gut dort. Für dich war sicher der Preis nicht das einzig ausschlaggebende Kriterium, zu Pronatal zu gehen, du fühlst dich dort ganz sicher einfach rundum wohl und gut aufgehoben. Und genau das ist es doch, was man von ihrer Klinik erwartet: die Klinik zu finden, die zu einem passt.

    Im Übrigen finde ich es müßig, schon wieder eine Preisdiskussion zu führen, das gab es bereits in der Vergangenheit. Die Auswahlkriterein für eine Klinik sind so verschieden, dass meist nicht allein der Preis zählt - auch wenn es legitim ist, sich zu fragen, woher diese Preisunterschiede rühren.

    Viel Grüße und viel Erfolg,

    manda

  • Kathie
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 8. Oktober 2006 um 14:31
    • #14

    Re: Institut Marques Erstbesuch Bericht

    Hallo zusammen, (auch für diesen Ordner noch einmal reingestellt)

    nun bin auch ich wieder aus BCN zurück und kann mich in Vielem nur meinen Vorgängerinnen anschließen.

    Zur Klinik und dem Gespräch : wie bereits mitgeteilt sehr guter Eindruck

    Wir mussten einen 4-seitigen Adoptionsvertrag unterzeichnen (auf deutsch verfasst) + Formular ausfüllen (Pass oder Ausweis unbedingt dabei haben)
    Kosten 1. Gespräch 150 EUR (inkl. erste Untersuchung + Katheter legen)
    Anschließend haben wir uns in einem Gespräch über die EMA mit Frau Dra. auf dt. unterhalten.
    Es ist so wie bei einer ganz normalen Adoption. Man kann sich hier nicht großartig etwas aussuchen, da man max. 3 Embryonen adoptiert. Was uns versichert wurde ist, dass diese auf alle Fälle europäisches Aussehen haben. Nach welchen Kriterien die Klinik die zur Adoption freigegebenen EM aussucht, darüber wurde uns nichts mitgeteit. Sie sagte uns darauf hin noch, dass alle Paare bisher sehr zufrieden gewesen seien und alle Verwandte des Paares immer Ähnlichkeiten des Kindes mit verschiedenen Verwandten erkennen konnten.
    Das Foto - sollte gem. Ärztin- nur zur Erinnerung für sie sein. Wobei ich denke, dass man doch auch etwas zum Vergleichen haben möchte.
    Für eine EMA wären wir sehr jung- Hurra... habe ich gedacht, endlich bin ich für etwas in dieser Hinsicht zu jung.
    Normalerweise kommen Frauen zwischen 38-48 Jahre mit diesem Wunsch in die Klinik.

    Zur SSWahrscheinlichkeit: hängt ab vom Alter .... etc. wäre 35 % bei zwei guten Embr.
    (zum Vergleich : bei EZS also frischen 2 EZ = ca. 60 % - aber das ist Statistik.)

    Zur Behandlung: Bei Zyklusbeginn 1 Pflaster alle 4 Tage wechseln bis zum Tag der Blutentnahme, wenn pos. - dann weiter bis 3. Monat nehmen, allerdings ab SS doppelte Dosis. Utrogest kurz vor Transfer bis Blutentnahme und wenn pos. dann doppelte Dosis. (das kann bei jeder Frau anders sein)

    EMA = Kosten 2.550 EUR (ohne Medikamente, Flug, Hotel) + 150 EUR Erstgespräch
    Für einen Zyklus kosten die o.a. Medis ca. 30 EUR- Das hängt auch von der Frau und ihrem Behandlungsplan ab.

    Ich hätte von meinem Zyklus (4.Tag) her sofort beginnen können, was heißen soll- fast keine Wartezeit


    Falls noch Fragen sind, dann kurze Info.

    Kathie

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