Liebe Experten,
um mit meinen Ängsten in der Frühschwangerschaft besser umgehen zu können, verstehe ich die Abläufe gerne. Mir ist auch klar, dass die Kliniken nicht immer Zeit haben, jede Frage zu beantworten, deshalb wende ich mich an Sie. Ich hole für das bessere Verständnis etwas aus:
Hintergrund: 1. EZS: Abort in der 10. SSW (3 Monate später hatte ich einen positiven Plasmazellenbefund, diese wurden natürlich behandelt)
Meine Klinik hat ein Standardprotokoll. 8 Tage vor dem Tranfer war meine Schleimhaut 13mm aufgebaut. Bis dahin nahm ich 3x2mg Progynova. Zum Erhalt der Schleimhaut, erhöhte meine Klinik 7 Tage vor Transfer auf 4x2mg Progynova. Sobald das Herz schlägt, soll ich wieder auf 3x2mg Progynova reduzieren. Nun habe ich gelesen, dass Progynova erst ab der 12. SSW reduziert werden soll. Meine Frage:
- Schadet es der Frühschwangerschaft, wenn man ab Herzschlag auf 3x2mg Progynova reduziert?
- Gibt es einen Östrogenwert, der in den ersten 12 Wochen mindestens und höchstens erreicht sein sollte?
- Falls ja, was passiert, wenn der Wert niedriger oder höher ist?
- Kann man auch zu viel Östrogen nehmen? (Im Falle, dass ich nicht reduziere)
Weiterhin spritze ich täglich 60mg Agolutin in Gesäßmuskel. Auch das stellt meine Klinik normalerweise ab Herzschlag auf 2x400mg Famenita vaginal um (morgens und abends). Bei meinem 1. positiven Transfer habe ich das alles so gemacht. Dieses Mal möchte ich lieber auf der sicheren Seite sein und würde gerne die Werte für Ostrogen und Progestern kennen. Außerdem sagt mir mein Gefühl, dass ich vielleicht besser bei Agolutin bleiben sollte, wenn es damit bisher gut ging.
- Was meinen Sie zu dem Wechsel von 60mg Agolutin auf 2x400mg Famenita vaginal?
- Ist die Wirkung von 60mg Agolutin am Abend in Gesäßmuskel geringer als morgens 400mg Famenita und abends 400 mg Famenita?
- Bei Progesteron habe ich schon häufig gehört, dass der Wert höher als 10 liegen sollte. Gibt es hier auch ein Minimum und ein Maximum, was gut ist?
Bei diesem Transfer bekam ich erstmalig auch Fragmin 2500 IE verschrieben (ohne eine vorherige Untersuchung), was ich völlig in Ordnung finde. Ich habe Sorgen, dass ich es vielleicht tatsächlich brauche und dass das Absetzen eventuell wieder zu einem Abort führt.
- Wann sollte Fragmin 2500 IE frühestens / spätestens abgesetzt werden?
- Kann es der Schwangerschaft schaden, wenn es (zu) lange genommen wird?
Meine bisherigen Werte sehen folgendermaßen aus:
HCG:
03.8.22: 529 IU/l
11.8.22: 7835 IU/l
Progesteron:
21.7.22: 37,1 µg/l
04.8.22: 35,7 µg/l
11.8.22: 32.19 µg/l
Östradiol
21.7.22: 135 ng/l
04.8.22: 250 ng/l
11.8.22: 240,87 ng/l
Sowohl der Progesteronwert als auch der Östradiolwert sank minimal. Meine Klinik meinte, die Werte sollten ok sein. Ich solle sie gar nicht so oft kontorllieren lassen.
- Sind die Werte in Ordnung – auch wenn sie minimal sinken?
- Sollten die Werte regelmäßig kontrolliert werden oder ist das unnötig?
Schon jetzt herzlichen Dank für eine Antwort.