Liebe bubble
ja, das kann ich voll nachvollziehen. Ich wünsche Dir dass Deine Wünsche in Erfüllung gehen und dass der nächste Versuch ein Volltreffer wird!
Vielen Dank für Deine besten Wünsche! Es ist schön, dass man hier so viel positiven Zuspruch findet ![]()
als ich vor ein paar Jahren in den Kinderwunsch gestartet bin dacht ich: jetzt Jobwechsel wäre blöd. Erst Kind, dann Kindergarten und dann such ich mir was tolles.
Aber naja wie Woody Allen mal sagte:
Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von Deinen Plänen.
Jedes Jahr dachte ich dann - ok nächstes Jahr klappt es und danach Plan wie gehabt.
Im Rückblick hätte ich mir vor 6 Jahren was cooles neues suchen können. Hab ich leider nicht getan.
So hatte ich das natürlich nicht gemeint, mein Kommentar bezüglich Job! ABER Du hast auch wieder recht damit, dass ich eigentlich nicht urteilen sollte über die Situation anderer, und dass sie daran nix ändern. Man kann den Leuten ja nur vor den Kopf gucken und manches Mal kennt man einfach nicht alle Gründe und die gesamte Story als Außenstehender.
Das mit den Plänen kenne ich auch! Als wir 2017 im Frühling die Verhütung weg gelassen haben, habe ich mich schon gefragt, ob ich unseren Weihnachtsurlaub absagen muss, weil ich dann nicht mehr fliegen darf,..... Heute kann ich da (fast) drüber lachen!
Ich weiß nicht, ob es eine gute Argumentation ist. Aber ich denke, dass dieser Wunsch tief in uns verwurzelt ist. Wenn "kein Kinderwunsch" ein Evolutionsvorteil gewesen wäre, dann wäre ja relativ schnell Schluss gewesen mit der Menschheit
Für mich selbst habe ich festgestellt, dass es auch eine Form von Selbstbezug ist. Man will irgendwas nützliches von sich selbst weitergeben in eine neue Generation. Und man sieht mit dem Nichterfüllen des Kinderwunschs dem eigenen Tod und der eigenen Endlichkeit für einen Augenblick zu lange in die Augen.
Denn das eigene Ende ist auch auch das Ende der eigenen Werte und Ideen.
Ein Mensch ist erst dann tot, wenn man auch nicht mehr über ihn spricht, das ist auch so eine Geschichte die ich vor 20 Jahren mal gelernt habe. Wer spricht über mich, wenn ich tot bin?
Ich habe keine Geschwister mehr (alle beide tot). Wenn ich also nicht mehr bin, und wenn auch kein Kind da ist, dann bin ich sowas wie das letzte Einhorn in meiner Familie.
Das mit der Evolution macht Sinn, bei mir wirkt sie auf alle Fälle
Und auch an dem Selbstbezug ist bestimmt was dran.
Aber ich denke auch, dass Du ja in einer Gemeinschaft lebst und Menschen (Freunde, Familie, Arbeitskollegen, Nachbarn etc) um Dich rum hast! Auch hier bist Du ein wertvolles Mitglied und kannst Deinen Fußabdruck hinterlassen und Werte und Ideen weiter geben.
Zu mir hat mal eine Kollegin, die gewollt kinderlos lebt und anfangs alles hautnah mit bekommen hat gesagt, dass ich nicht denken solle, dass mich meine Kinder mal im Alter versorgen! Das ist es auch gar nicht, worauf ich baue. Ich bin mir bewusst, dass ich noch so eine liebevolle Mutter sein kann und Kinder sich trotzdem abwenden können. Als Eltern kann man vieles beeinflussen, aber am Ende auch nicht alles!
Daher ist Deine Beschreibung, woher der Kinderwunsch rührt doch sehr treffend!